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Flogni
06.01.2012
14:11 Uhr
     
zu Wulff

Ich weiß, dass ich mich nun mit nicht wenigen Gutmenschen anlege, aber beim Durchlesen der verschiedenen Beiträge regt sich bei mir großer Widerspruch.
1. "Wer ist schon ohne Fehl und Tadel ?" Das ist häufig ein Totschlagargument, mit dem Verfeh-
lungen entschuldigt oder verharmlost werden sollen. Es geht bei den Vorwürfen gegen den
amtierenden Bundespräsidenten(!) bzw. ehemaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten(!)
ja nicht um eine beliebige Person sondern um den obersten Repräsentanten Deutschlands.
2. "Journalistische Machenschaften", "Meinungsmache" Wir leben - Gott sei es gedankt - in einer
Demokratie, in der das Gebot der Pressefreiheit gilt. Unzählige Male haben verantwortungsbe-
wusste Journalisten und Reporter in unserer Republik skandalöse Vorgänge entdeckt und ans
Licht gebracht. Eine Meinung bildet sich - nach meinem Verständnis - jeder mündige Bürger
selbst.
3. Scientology in diesem aktuellen Fall ins Spiel zu bringen - Thema verfehlt - Ablenkung vom
eigentlichen Sachverhalt.
4. Eigentlich eine Kleinigkeit, aber dennoch irritierend: "humorlose Frageweise". Hätte beide
Interviewer mit "scherzhaften" Fragen aufwarten sollen ?

Meine Meinung nach den bisherigen Ereignissen:
Die vor einem Millionenpublikum zugesicherte Transparenz hat der Bundespräsident mit der
mir völlig unverständlichen Ablehnung, sein auf der mailbox aufgezeichnetes Gespräch zu veröf-
fentlichen, aufgehoben. Hierbei hätte jeder von uns die Gelegenheit gehabt zu erfahren:
Hat er um einen Tag Verschiebung gebeten oder aber die Veröffentlichung generell unterbinden
lassen wollen ? Für mich DER KNACKPUNKT in der gegenwärtigen Situation !
 
jakobus
06.01.2012
14:05 Uhr
     
Ich zitiere Fulbert Steffensky:
"Vergebung ist ein Grundwort der christlichen Tradition. Die Großmut und die Humanität einer Gesellschaft erkennt man daran, dass sie Einzelne oder Gruppen nicht einmauert in die Verfehlungen alter Tage. Es soll keine Schuld unter den Teppich gekehrt und vertuscht werden. Wohl aber soll eine Gesellschaft die Güte und die Souveränität haben, niemandem die Zukunft zu nehmen. In einer Gesellschaft voll keifender Kleinlichkeit, in der jeder jedem seine Vergangenheit vorrechnet, kann man nicht atmen. (...)
Jemand sieht seine Schuld ein und bittet um Vergebung. Es ist eine Frage der Würde zu sagen: Ich bin der Mensch! Und es ist eine Form der Stärke, sich selber in seiner Schuld zu zeigen. Wer sich entschuldigt, besteht nicht auf sich selbst. Er hat es aufgegeben, sich selber zu rechtfertigen und zu schützen, er zeigt sich in seiner Gebrechlichkeit. Welcher Glaube an die Güte des Seins gehört dazu, dies zu wagen und zu vertrauen, dass man nicht vernichtet wird, wenn man die Dunkelheit der eigenen Seele zeigt. Man glaubt nicht hauptsächlich in Lehrsätzen an Gott. Man glaubt an Gott mit solchen Gesten, in denen man über alle Sätze hinaus sagt, dass der Grund des Seins die Güte ist, die niemanden in eisige Abgründe fallen lässt, auch wenn er sich in Schuld verstrickt hat. An die Gnade glauben heißt im tiefsten Sinn, aufgeben, sich selbst zu rechtfertigen; aufhören, auf seiner eigenen Ganzheit zu bestehen; sich richten lassen können."
 
ing
06.01.2012
13:29 Uhr
     
...Nur ein Stern voller Licht
und ein Traum voller Mut
Genug für den Weg...

aus Maßstäbe
von INKEN CHRISTIANSEN
zum Dreikönigsfest.
 
jakobus
06.01.2012
12:59 Uhr
     
Danke, Luise. Genauso ist es. Wer ist schon ohne Fehl und Tadel? Ich halte den Anspruch der Medien für zutiefst unmenschlich und wirklichkeitsfremd. Ich habe mich gefreut, heute in der Zeitung zu lesen , dass 60% der Mitbürger Christian Wulff eine zweite Chance geben wollen. So muss es -nicht nur nach christlichem Verständnis- sein.  
Mut
06.01.2012
11:16 Uhr
     
Btr. Wulff
Diese journalistischen Machenschaften erinnern mich fatal an Methoden, die man bei der obskuren Sekte der Scientology erleben kann: Immer in der Vergangenheit des Menschen herumwühlen, bis man etwas gefunden hat, um ihn "fertig" zu machen. So kann man eine Gesellschaft destruktiv beeinflussen und schwächen. Hauptsache es ist ein Gefühl des Unmuts vorhanden - und das wurde erreicht. Und wenn man bedenkt, welchen (bis in die obersten Etagen hinein) Einfluss die z.T. verdeckt arbeitende Scientology in weiten Teilen unserer gesellschaftlich relevanten Amtsträger hat, kann einem Angst und Bange werden. Die wirklichen gesellschaftspolitischen Fragen der Armut, Bildungsmisere, Gesundheitspolitik, Verschuldung usw. usw. werden somit verdrängt und das ist genau das, was die S. bezwecken. Nichts Negatives in den Strukturen erkennen lassen... (das nur bei Einzelpersonen sehen, die in Funktionsämter stehen).
 
Monika Glaessel
06.01.2012
11:03 Uhr
     
Wulff`s Lügerei stört mich sehr.........noch könnte er mit Würde abtreten.........  
Luise
06.01.2012
09:57 Uhr
     
übrigens im Internet kann sich jeder das Interview in voller Länge ansehen und eine eigene Meinung bilden.
Dies finde ich persönlich wichtig, sonst unterliegt man sehr schnell der Meinungsmache unserer Medien.
Wulff hat ruhig und sachlich auf die Fragen reagiert und darum gebeten ihn auch als Mensch zu sehen, der durchaus Fehler macht. Er hat mir mehr imponiert als die beiden Frager mit ihrer humorlosen
tribunalartigen Frageweise.
 
Luise
06.01.2012
09:35 Uhr
     
auch ich hätte lieber Gauck als Wulff gesehen, aber wir leben in einer Demokratie und er wurde gewählt und er macht seinen Job. das muss respektiert werden.
Die Demontage von Wulff ist äusserst unwürdig. Ich verstehe das Problem auch garnicht:Jeder Bürger, der sich ein Haus kauft, nimmt einen Kredit auf und wenn sein bester Freund ihm diesen gewährt ist dies legitim, denn auch dazu gibt es einen Kreditvertrag und Zinsvereinbarungen,sonst meckert das Finanzamt.
Zumal es ein bescheidenes Haus ist und zu Zeiten gekauft wurde, als er noch Ministerpräsident war........
Man gewinnt den Eindruck ,Politik wird in Zukunft von den Journalisten bestimmt, die im wesentlichen mit Stimmungsmache beschäftigt sind. Sachlich und respektvoll ist der Umgang miteinander jedenfalls kaum noch und in der hintersten privaten Ecke wird noch nach einer Sensation gekramt,die dann ins Licht der Öffentlichkeit gezeert wird. Menschlich sehr fragwürdig und unsere Werte schwinden. Schade leider auch, dass Wulff sich so in die Ecke drängen lässt und unsouverän reagiert.
 
Winfried Schley
06.01.2012
09:22 Uhr
E-Mail Homepage  
@mut: Das geht in diesem Gästebuch nur, wenn das Foto schon auf einem anderen Server ist, dann URL-Menü oder IMG-Menü dieses Gästebuches verwenden.

@tg: Die Sternsinger kommen heute zu Wulff. (Das hätte ich wohl erwähnen sollen.) Ich bin gespannt auf seinen Fernsehauftritt.
 
Kathrin
06.01.2012
08:27 Uhr
     
Schon komisch, wenn man plötzlich spürt: Die BILD ist glaubwürdiger als als unser Bundespräsident...  
tg
05.01.2012
23:06 Uhr
     
zurück bitte zu Wulff. das ist doch tragisch.  
Mut
05.01.2012
20:48 Uhr
     
@ Herr Schley
... wie macht man das mit dem Link? - Ich möchte auch ein Bild für alle Leser hier von meiner Großmutter reinsetzen, wie sie im Kirchenchor sang...
 
Winfried Schley
05.01.2012
17:47 Uhr
E-Mail Homepage  
Heute waren die Sternsinger bei der Bundeskanzlerin, bei mir soeben auch. Es ist ein schöner Brauch, wenn die als Heilige Drei Könige verkleideten Kinder den Segen an die Haustür schreiben: 20 * C + M + B * 12 (Christus mansionem benedicat, Christ segne dieses Haus), auch wenn alles auf einer Legende beruht.

Es ist kein Sterbenswörtchen wahr
an Caspar, Melchior, Balthasar.
Niemals sie gegangen sind
nach Betlehem zum Jesuskind.

Es lässt der Mensch sich leiten gern
von diesem oder jenem Stern.
Der braucht auch nicht am Himmel schweben.
Er kann getrost auf Erden leben.

Stars und Sternchen und so fort
verehrt der Mensch von Kunst bis Sport.
An ihrer Strahlkraft er sich freut
und seine Sorgen so zerstreut.

Ein Stern geht auf, der andere unter.
Das Wechselspiel hält Medien munter.
Doch ist die Spannkraft überdehnt,
der Mensch sich nach dem Fixstern sehnt.

Wo ist das Leitbild für sein Leben?
Wer kann ihm immer Hoffnung geben?
Wo ist diese Lichtgestalt?
Wo findet er den letzten Halt?

Matthäus kurzerhand erfand
die Weisen aus dem Morgenland:
„Lasst euch auf Jesus Christus ein.
Nur er kann der Messias sein.“


Wer neugierig ist, kann sich hier meine drei Kinder anschauen, wie sie vor etwa 20 Jahren dabei ausgesehen haben.
 
tg
05.01.2012
17:34 Uhr
     
Ein Jammer, dieser Wulf. aber nicht er ist schuld. Sondern die ihn nach oben puschten. Wider besserer Wissen. Mag er ein ordentlicher Landrat gewesen sein, vielleicht ein ausreichender, vermittelnder MP In Hannover- Aber Leuchturmmensch der Nation? Zu viele konnten hinter ihm ihre eigene Schlichtheit verstecken- gemessen an ihm können sich viele für präsidiabel halten. Wenn AMerkel Größe hätte, nicht nur Schläue, dann brächte sie Wulf zum Verzicht und installierte Gauck in großer Einverhemlichkeit. Aber wohl keine Chance. So werden wir warten müssen auf den nächsten Fehltritt, der kommen wird, weil Wulf voll Angst ist vor jedem falschen Wort; und voller Mißtrauen in jeden neuen Tag geht.  
Flogni
05.01.2012
16:25 Uhr
     
Wulff-Interview in ARD und ZDF

Das gestern ausgestrahlte Interview zeigte einen Mann, der einerseits um Verständnis bettelte,
andererseits kaum Einsicht zeigte, sich mehrfach fehlerhaft verhalten zu haben.
Als "Filmfreak" empfehle ich unter dem Stichwort "Wulff-Filmtitel" im Internet nachzuschauen -
man findet dort eine Liste originell abgewandelter Filmtitel. So zum Beispiel: "Einer flog übers
Eigenheim(Kuckucksnest)", "Liebling, ich habe die Würde des Amtes(die Kinder) geschrumpft",
"Jeder (Ich) weiß, was du letzten Sommer getan hast."
Diese Liste von zur Zeit 50 satirisch mutierten Filmtitel beinhaltet mehr an kritischen Gedanken
als so mancher Feuilletonbeitrag.
Schon seinerzeit habe ich es bedauert, dass mit Joachim Gauck nicht DIE Persönlichkeit zum
deutschen Bundespräsidenten gewählt worden war.
 
Wulff
05.01.2012
10:05 Uhr
     
Freunde, seid Ihr schon aufgewacht im Neuen Jahr - oder verschlägt Euch der Präsident die Sprache?  
tg
02.01.2012
18:00 Uhr
     
Gott hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. Darum bin ich guten Mutes in Schwachheit; denn wenn ich schwach bin, so bin ich stark, sagt Paulus
2.Korinther 12,9.10 Die Jahreslosung
Schwer zu verstehen, weil wir so gern stark und überzeugend sein wollen. Ist es so gemeint?: Unser Entbehren macht uns groß, nicht unser Haben; unser Hoffen, nicht unser Wohlleben? Schon das Bedürftigsein ist voller Gnade- alles ist Anfang von Gottes Werdewelt- an dieser Anteil haben- mehr geht nicht. An ihr hat der Sehnende mehr Anteil als der Satte. Der mit Defizit, Behinderung, Einschränkung weiss mehr vom Leid der Welt, und ist manchmal energiegeladener und willensstärker, er schafft Barrieren weg, welche die von Normalität geschlagenen gar nicht merken. „Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten“(Psalm 126,5).
Wir sollten schon die kleine Flamme Freude wahrnehmen. Dein kleines Können bringt vorwärts, deine kleine Erkenntnis, wenn sie dankbar macht, ist schon auf dem Weg zur Fülle. Und der Schwache kann den Starken mitleidvoll und sogar zart machen.
Und Stolz? Ist oft eine letzte Zuflucht. Doch wir sollten aus unserm Stolz heraustreten, der ja ein Gitter ist. Wir sollten mit dem Geringsten sprechen und uns so erlösen (R. Walser).
 
DS
01.01.2012
11:42 Uhr
     
"Wie ein aufgeschlagenes Buch liegt das neue Jahr vor uns.
Welche Geschichten werden darin stehen, was wird es für uns bereithalten?
Eines jedoch ist klar: auch 2012 ist ein "A.D." ein annus domini, ein Jahr des Herrn.
Gott ist gemeinsam mit uns unterwegs".
Wunderbare Worte aus der HP der EKD, Euch allen hier weitergegeben.

Herzlich gute Tage, Wochen, Monate, das ganze 2012 - Zeit unter seiner Sonne und Schild.
Denn weiter nicht vergessen: Hiersein ist HERRlich - so TG,
mögest auch Du, Traugott, diese Seite (des Lebens) weiter mit MUT-beiträgen vervollkommnen, danke dafür.
Euer Delf
 
Monika Glaessel
31.12.2011
11:26 Uhr
     
Ich wünsche euch allen Gottes Segen für 2012.  
tg
29.12.2011
16:31 Uhr
     
Ein Tag, der sagts dem andern, mein Leben sei ein Wandern zur großen Ewigkeit-
DAS ist rettend. Hier muss ich nicht satt werden, hier nicht vollständig, komplett und ganz. Hier ist Übung, Chance, Ouvertüre, hier Versuchsfeld, Vorfreudenhaus.
Dank wieder für die Fülle von Zeit, die Berührungen, die Gespräche, die Gefühle, Dank für Trösten und Trost, jauchzen und gestillte Tränen, abgeklungenen Schmerz.
Und bitte, mach mich brauchbar für das, was kommt. Nimm mich mit durch deine Nächte und Tage.
 
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