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Autor Nachricht
webmaster
15.08.2011
14:35 Uhr
     
Ich fasse es nicht. Mitleid mit einem Massenmörder. Der keinerlei Reue für das was er tat, zeigt, kein Mitleid für seine Opfer und deren Angehörigen empfindet. Und diese Erklärungsversuche von wegen "Ichbezogenheit und Taubheit der Gesellschaft"... unsachlich und unfaßbar.
Keine noch so große Verzweiflung könnte die wahllose Tötung einer Vielzahl von vorwiegend jungen Menschen erklären (oder gar rechtfertigen). Der wußte was er tat, es war nicht ein spontaner Ausbruch, sondern von langer Hand minutiös geplant. Verachtung hat er verdient und eine im wahrsten Sinne des Wortes "lebenslange" Strafe.
 
Sophie
15.08.2011
11:23 Uhr
     
Man darf es kaum laut sagen, und daher habe ich es verbal immer vorsichtig geäußert, aber ganz allein bin ich damit nicht: Anders Breivik tut mir auch leid und nicht nur die Familien. Darin steckt eine solche Verzweiflung. Das war eine Verzweiflungstat wie ein Amoklauf. Bevor diese Leute sich so isolieren, ist etwas mit ihnen passiert, das vielleicht am ehesten mit einer Taubheit und Ichbezogenheit der gasamten Gesellschaft am ehesten zu tun hat, vielleicht auch mit der Politisierung von jedem Detail des Alltags, vielleicht mit Atheismus. ???  
ohli
14.08.2011
10:39 Uhr
E-Mail    
Heute wurde ich - während des Gottesdienstes -auf die Patronenkreuze aufmerksam gemacht. Ein gutes Symbol, um Waffen in Friedenszeichen umzuwandeln. Wir müßten noch stärker an so ein Zeichen glauben.

Patronen-Kreuz
Es ist ein dramatisches Symbol für Tod, Leben und Hoffnung und erzählt die Geschichte eines der unmenschlichsten Dramen unserer Epoche: Dem Missbrauch von Kindern als Soldaten. Das Patronen-Kreuz wird von ehemaligen Kindersoldaten aus Patronenhülsen angefertigt. Missio bietet dieses Kreuz gegen Mindestspende an. Der Reinerlös kommt Projekten zugute, die ehemaligen Kindersoldaten auf ihrem Weg zurück in ein normales Leben helfen.
Das Patronen-Kreuz kommt aus Afrika

Als George Togba gemeinsam mit seinem Schwager George Kollie vor einigen Jahren anfing, Patronenhülsen aufzubiegen und Kreuze zu schneiden, war es eine persönliche Traumabewältigung und öffentliches Bekenntnis zugleich. Der ehemalige Bürgerkriegsrebell, der seine Familienangehörigen in einem Massaker verlor, hatte ein für alle Mal genug vom Morden. „Am unteren Ende des Kreuzes“, sagt Togba, „ist die Patronenhülse noch als Zeichen der Zerstörung zu erkennen. Darüber ist das Zeichen des Lebens und der Rettung sichtbar.“
 
wächst das Rettende
13.08.2011
18:57 Uhr
     
Mich hat etwas sehr beeindruckt. In Birmingham sind bei den Unruhen drei junge Männer, alle drei beschäftigt bzw. im Studium, absichtlich von einem Autofahrer auf dem Bürgersteig überfahren worden, als sie ihre Moschee bewachten, so wie andere, die ihre Häuser oder Geschäfte bewachten. Sie heißen Haroon Jahan, Shazad Ali und Abdul Musavir.
Statt daraus politisch Kapital zu schlagen, stand der Vater von Haroon, Tariq Jahan, auf, als Unruhen aufkamen und mahnte die Muslime seiner Gemeinde, ruhig zu bleiben. Es handele sich nicht um einen rassistischen oder religiösen Akt, und sie sollten bitte die Ruhe bewahren und - an alle - alle zusammen die Unruhen und Plünderungen einstellen. Der Onkel der anderen beiden, die Brüder waren, baute das weiter aus und betonte, es sei eine Kriminaltat. In der Tat schafften sie es, die aufkommenden zusätzlichen Unruhen anzuhalten. Man wünscht sich das öfter: Menschen, die in ihrem Schmerz die Vernunft anrufen, obwohl oft die passionierte Rache leichter ist.
Ich finde, das erinnert an Pflugscharen statt Schwerter und nach Hölderlin (nicht ganz wörtlich): Wo Unheil ist, wächst das Rettende auch.
 
tg
13.08.2011
15:37 Uhr
     
Predigttext für Sonntag,8. nach Trinitatis:Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden und Krieg nicht mehr lernen-Jesaja 2- Also vor uns Freundesland und Begeisterung fürs Gemeinsame. Wir sind Übergangsgeneration. Was also grauts uns vor der Zukunft? Wir werden mit weniger auskommen, keine Angst.
Haben wir für Somalia was getan?
 
Sophie
11.08.2011
12:22 Uhr
     
@Indrasun: Sehe ich auch so. Wir Jungsmütter sehen auch deutlich, dass die Gleichberechtigung über's Ziel hinausgeschossen ist und manche Jungs heute unterprivilegiert sind. Daran kann niemand interessiert sein. Unsere Fam-ministerin hat das erkannt und will auch die Jungs fördern. Sie wurde von Schwartzer dafür u.a. angegriffen, aber auch Schwartzer ist in die Jahre gekommen. Man muss umdenken. Ursprünglich ging es um Gleichberechtigung, und die wurde weitgehend erreicht. Man kann nicht wegen der älteren männlichen Manager die jungen Männer einfach übersehen, zumal die Industrie sie dringend braucht mit ihrem mathematischen Gehirn. Aber das hat nichts mit Breivik zu tun. Da muss man auf das psychiatrische Gutachten warten und überhaupt. Der ist jedenfalls kein Christ, auch wenn er sich nach der Rückkehr des Christentums sehnt. Ich glaube, der sehnt sich nach ein paar Kreuzzüglern, und die waren auch politisch motiviert und nicht christlich. Der sehnt sich nach Theokratie zurück und zitiert dabei Locke. Das erscheint komplett verrückt.  
DS
11.08.2011
09:27 Uhr
     
... ja, es ist wohl so, dass eine sehr unheile Gesellschaft und Gemeinschaft erodiert;
da kommen Versäumnisse - auch unsere - hoch. Es gibt viel zu tun - wer fängt - und womit - an?
 
indrasun
11.08.2011
09:13 Uhr
     
ich sehe keine rohere Hälfte der Gesellschaft. Ich sehe Jungen und später Männer, die nicht selbstwirksam sein konnten / durften. Was uns dabei vor allem fehlt, sind die Lebensräume für Jungen. Die Unterschiede müssen gelebt werden können, damit Friede und Geschwisterlichkeit sein kann. Ein Pyromane kann kein "Lebensfeuer" entfachen, deshalb muss er es im Aussen tun. Energie verschwindet nie ! Sie findet nur andere Wege.
Wir brauchen eine Gesellschaft, die erkennt, dass ihre Kinder ihre Entwicklung sind. Das, was heraus kommt, haben wir ALLE GEMEINSAM herausgebracht durch nicht sehen, nicht erkennen, nicht kommunizieren.
Indrasun
 
Sophie
11.08.2011
08:16 Uhr
     
Macht scheint es nicht allein zu sein, deshalb stimme ich Martin Walser nicht zu. Man sieht doch allüberall, wozu junge Männer, die mit ihrem Testosteron nicht umgehen können, in der Lage sind. Auch ein paar androgyne Frauen mit einem höheren Testosteronanteil können militanter werden, zumindest verbal. Hengste, damit Reiter sie überhaupt handeln können, werden meistens kastriert. Nur Profis können mit Hengsten umgehen. Diese Möglichkeit bleibt bei Menschen verschlossen. Früher gingen entsprechende Charaktere auf See oder zogen in den Krieg. Heute scheinen sie, zusätzlich aufgeheizt von Ego-Shootern, sich ihre Kriege auszudenken, siehe Winnenden, Breivik, London, und auch die meistens gut ausgebildeten Islamisten requirieren in der Regel Frustrierte. Das männliche Geschlecht braucht in jedem Fall einen Job. Die grassierende Arbeitslosigkeit weltweit scheint es zu sein, die sie militant machen kann. Das hat weniger mit Macht zu tun, als mit völliger Machtlosigkeit und Frustration. Einige mächtige Männer kennend, weiß ich, dass diese privat sehr ausgewogen sein können.  
Delta
10.08.2011
20:36 Uhr
     
und dieses Fleckchen Erde mal von oben bewundern, das erhellt auch Regentage

Sehr zu empfehlen der Kinofilm: Die Nordsee von oben

LG
Delta
 
Monika Glaessel
10.08.2011
18:52 Uhr
     
Eine Woche Sylt, herrlichstes Fleckchen Erde in Deutschland (für mich) dafür bín ich Gott sehr dankbar, daß ich das jedes Jahr erleben darf.............  
Luise
10.08.2011
16:50 Uhr
     
Geschwisterschaft ist ja genau was viele Frauen (und Männer?) sich so wünschen. Einen großen Fortschritt haben die Männer ja schon gemacht: heute ist es viel selbstverständlicher, ach schon fast normal dass sie sich mit um ihre Kinder kümmern. Diese Erfahrung verändert doch schon ganz viel. Und in wie vielen Beziehungen kümmern sich beide um den Haushalt. Diese Veränderungen weichen doch die alten Strukturen auf und bewirken Verständnis füreinander. Und das viele Frauen ihren erlernten Beruf ausüben, hat doch auch zur Folge, dass man einander versteht und weiß wovon der Partner spricht. Sie leben nicht mehr in völlig unterschiedlichen Welten.  
tg
10.08.2011
12:16 Uhr
     
"Es ist manchmal peinlich, der roheren Hälfte der Menschheit anzugehören. Das einzige, was unser Humandefizit etwas erklärt: Wir hatten die Macht, und Macht verdirbt. Sie würde, sollten die Frauen an die Macht kommen, sogar die Frauen verderben- Nach M. Walser. Nie Frau, wirst du ganz entmütterlicht, nie Verräterin am Prinzip Mitmenschentum. Aber lernen wir Männer nicht auch? Und ihr auch? Der wahre , einzige Gegensatz zum Patriarchat ist nicht Matriarchat sondern Geschwisterschaft.  
indrasun
10.08.2011
08:03 Uhr
     
Kathrin, vielen Dank für die schönen Worte mit noch viel größerem Inhalt. Auch mir ist man so begegnet und ich bin sehr dankbar für diese Größe im positiven Sinne.
Dir auch Danke Ingrid, ja die Begegnungen, die Zeichen. Gestern war ich noch aufgewühlt, träumte verrückt, wachte auf, schlief wieder ein und heute morgen direkt auf meinem Dach eine Taube mit einer riesenportion Frieden in ihrem Gurren.
Allen einen ganz schönen Sommerherbsttag.
Indrasun
 
ing
09.08.2011
18:38 Uhr
     
, da bin ich SonnenBlume. Draußen prasselt der Regen. Und immermalwieder auch SonnenGlück, das bedeutet... buntlicher Bogen überm Land und dem lebendigen Meer. Immerwieder.
Danke !

Liebe Grüße an Deinen mutigen Sohn und dessen LiebstenMenschen, Delta ! Hatte durch Deine besonnderen Nachrichten nochmal Lust, die 'Die güldenen Sonnen' zu lesen... Im Württembergischen Gesangbuch liegen zwischen den Kirchenliedern auch edle Gedanken von Dichtern; hab auch Rose Ausländers Schatz gefunden,
Will ihn gerne hier dazulegen, und ihn mit EuchAllen teilen. Ja - Alles alles Gute !


Manchmal
spricht ein Baum
durch das Fenster
mir Mut zu

Manchmal
leuchtet ein Buch
als Stern
auf meinem Himmel

Manchmal
ein Mensch
den ich ncht kenne
der meine Worte
erkennt


.
 
Kathrin
08.08.2011
13:27 Uhr
     
Mit dem Verborgenen rechnen

Kein Mensch sieht im Ausleben der Aggression das höchste Glück auf Erden. Deshalb wird derjenige sich einen Zugang zu einem aggressiven Menschen bewahren, der ihm zwar widersteht, ihn jedoch mit seiner Aggression nicht gleichsetzt.
Kein Mensch ist ohne Sehnsucht nach Frieden, nach Wärme, nach Zuwendung, und sei es ihm noch so verborgen. Deshalb wird der, der einem anderen zugewandt begegnet, in ihm vielleicht etwas auslösen, was zu seinem Besten gehören könnte.
Jeder von uns ist immer "mehr" als das, was er nach außen hin zeigt.

Uwe Böschemeyer



Das erinnert mich an die Beziehung zu meiner Schwester, die sehr sehr aggressiv ist, um sich haut und Menschen vor den Kopf stößt, wie man es kaum beschreiben kann.
Seit ich mich nach obigen Worten verhalte, oder besser gesagt so fühle und erkenne, beginne ich nun ganz langsam, die Nuss zu knacken, und wir kommen einander etwas näher.
Nach Jahrzehnten einer gemeinsamen Vergangenheit u.a. unter einem hochkomplizierten narzisstischen Vater, der z.B. eine fast perverse Freude daran hatte zu quälen und seine eigenen Töchter gegeneinander auszuspielen.
Es ist nie zu spät, und das ist schön.


Ich freue mich, Delta, von dir zu lesen.
 
indrasun
08.08.2011
08:29 Uhr
     
Liebe Delta,
vielen Dank für Deine Worte. Sie sind ein kleines Geschenk heute morgen, nach dem die Schule wieder begonnen hat und ich mich wiederfinde. ? Das Ausschlafen und wenig müssen war wunderbar. Ich erinnere mich gut an Deine Angst vor dem Winter, die Kälte. Und ich kann gut nachvollziehen, Deine Worte über den Berg. Was mich besonders anrührt, ist die Haltung, dass es nicht schlimm ist, wenn es dauert, über den Berg zu kommen. Es ist eben nicht alles leicht und schnell. Und das muss es auch nicht. Ich wünsche Dir, dass er Dich gestärkt hat, der Berg. Ach ja, die Saltoangst ist immer noch da. Ich versuche, zu vertrauen. Gestern waren wunderbare Wellen auf der Westseite mit extra viel Sonne obendrauf. Ich gehe hinein und werde von den Sorgen reingewaschen. ( :
Indrasun
 
Kerzen für Kathedralen
07.08.2011
16:53 Uhr
     
@Delta: Das gefällt mir. Sehr sogar. Vier Einträge. Wie vier Säulen. Wie ein Tempel oder eine Pyramide. Ein persönlicher über den Berg, der im Weg lag. Einer über ein besonderes Abendmahl. Einer über Urlaub. Und einer an Indrasun. Sie waren mal krank. Ich weiß nicht, was Sie hatten und muss das nicht wissen. Aber schriftlich wirkt das, als wären Sie damit abgetaucht wie Jonas im Wal und jetzt langsam und bewusst wieder aufgetaucht. Alles Gute! In Frankreich gibt es mindestens vier Orte, in denen man mit Bewusstsein wahre Stärken gegen Krankheiten aufbauen kann: Chartres (dunkel und mystisch), Vézelay (leuchtend hell und klar), Taizé (singend) und Lourdes (feierlich eindrucksvoll). Und in Santiago de Compostela geht das natürlich auch.  
SB
07.08.2011
13:16 Uhr
     
Liebe Delta,

schön, nach so langer Zeit mal wieder von Dir zu hören und dass es Dir gut geht.
Danke für das schöne Urlaubsgebet und Deine Beiträge.
Ich freue mich mit Dir, dass Euer Sorgenkind nun wohl den richtigen Weg gefunden hat.

Weiterhin alles Gute für Dich und Deine Familie


Vielleicht hören wir ja auch mal wieder von do und Ingrid ??
 
Delta
06.08.2011
22:36 Uhr
     
@ indrasun
entwicklungsnotwendige Bereiche für Kinder........
weißt du noch, vor Jahren, als dein kleiner Hüpfer Saltos übte?

Seit Anfang August 2007 sieht sich das Werden unserer Kinder durch die Seiten hier. Immer mal wieder wird es aufgegriffen.
Im April 2009 habe ich einiges dazu geschrieben.
Man sagt: Kleine Kinder - kleine Sorgen. Große Kinder - große Sorgen

Aus Kindern werden Leute!

Unser großes Sorgenkind hat vor gar nicht langer Zeit geheiratet, hat seit dem eine feste Anstellung und macht einen rundum glücklichen Eindruck
 
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