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sehnsucht
31.12.2009
17:43 Uhr
     
U.sun - wie danke ich Dir für die Antwort. Mir geht es nicht gut, gerade jetzt um die Weihnachtszeit , Silvester usw. Ich ersehne so sehr, daß alle Feiertage endlich vorüber sind. Bitte nenn´mir die Foren, die Du aufgesucht hast, die Dir Hilfe gegeben haben. Auch ich brauche diese Hilfe. Ich brauche wieder Lebensfreude. Bitte...  
sylvestermond
31.12.2009
13:34 Uhr
     
Lieber Mensch U.sun, welch' Freude, Dich wieder hier in diesem Blau zu lesen!
Damals - ich hab mich Damals sehr gefreut, als der Wandmarker zum 'Sky' umbenannt wurde; das war so stimmig, weil mir der SchweizerEmmentaler von Dort am allerbesten schmeckt. Irgendwie 'wie Im Himmel',
Alles Liebe für Dich und DeinKind, und für die Menschen die Du liebhast, ja - viel Licht auf all'eueren Wegen,
Und für euchAlle hier, im lebensmut.land,
herzliche Grüße von Ingrid
Ich freu mich sehr auf das Mondenbild heut'Nacht.
 
U.sun
30.12.2009
16:25 Uhr
     
Liebe Sehnsucht,
allein der Sehnsucht zu schreiben, mutet wunderlich an... Auch für mich wirkten sich die Rückzüge anfangs und lange existenziell, schlaflos und kraftraubend aus. Nach und nach spüre ich, dass ich stabiler werde. Ob diese Aussagen richtig sind, oder nicht. Es hilft mir die Vorstellung, dass ich lernen soll, meine Liebe zu fühlen. Zu mir selbst, zur Natur, zu allen Menschen, zum Leben selbst. Ich habe verstanden, dass ich in alles, was ich tue, meine Liebe fliessen lassen kann. Ich habe auch mein Leben lang gelernt, über mein Lieben, mein Geben, mein mich Aufgeben "Liebe" zu bekommen. Nun soll ich lernen, dass ich selbst für nichts und wieder nichts, nur für mein so sein wie ich bin geliebt werde. Ein Teil von mir will immer etwas tun müssen, fühlt sich nicht liebenswürdig. Nun muss ich lernen, in jeder Stunde, in jeder Minute, mich selbst zu lieben, zu achten und Rücksicht zu nehmen. Erst, wenn ich dies kann, kann ich wieder Liebe teilen. Und falle ich dann wieder, werde ich wieder in die Einsamkeit geschickt, um mich zu finden. Die Sehnsucht ist der stählende Motor für diesen Prozess. Ich liebe ihn so sehr, doch niemals möchte ich, dass er bei mir ist, wenn er es nicht will. Die beste Vorraussetzung dafür ist, dass ich mich selbst liebe. Ich treffe ihn im Moment nicht mehr und weiß auch nicht, ob es wieder passiert. Ich vertraue auf unsere Helfer/innen da oben, die mich führen, wie nie zuvor in meinem Leben. Immer wieder kommt von irgendwo ein Licht. U.sun
 
sehnsucht
30.12.2009
15:23 Uhr
     
Dieser Beitrag.... ! auch ich liebe einen mann so unendlich und er kann mich nicht so lieben, weil er in einer relig. Gemeinschaft lebt, wenig zeit hat usw. Die Sehnsucht richtet mich fast zugrunde, ich habe kaum lust am leben, weil ich alles nur mit ihm zusammen machen möchte und es aber nicht geht. dränge ich zu sehr, verliere ich ihn vielleicht ganz. wie sind Sie damit umgegangen, mit seinen "Rückzügen", haben Sie die Liebe beendet , um von der quälenden Sehnsucht befreit zu werden oder ist es einfach auseinander gegangen? Diese Momente , in denen ich Ihren beitrag las, taten so wohl. es ist so schön zu lesen, daß andere menschen in ähnlicher lage sind und es irgendwann einmal besser wird.  
U.sun
30.12.2009
15:05 Uhr
     
Hallo Ihr Lieben,

das ist ja kaum zu fassen. Ich habe nach langer Zeit einmal wieder in dieses Forum gesehen. Und da darf ich entdecken... - Ich werde vermisst. Dieses Forum ist so wunderbar beständig, dass ich nach so langer Zeit vermisst werde. Ich weiss nicht, wie lange ich nicht geschrieben habe. Sind es vielleicht sogar schon 2 Jahre ? Ich habe nicht damit gerechnet, aber ich freue mich. Und ich freue mich, dass bestimmte Menschen immer noch regelmässig hier sind. Beständigkeit ist ist ein Bestandteil, den ich so liebe, weil die Zeit sich immer schneller bewegt und weil eben die oben beschriebene lange Zeit für mich gar nicht lang ist. Um so schöner die Erfahrung, dass etwas geblieben ist und nicht wie sonst immer, sich schon wieder verändert hat.
Ich bin jemand, die überrascht ist, wenn bei Wandmaker (oder heißt es vielleicht schon wieder Citti ? ) ; mein Sohn, inzwischen 10 Jahre, flüstert mir ins Ohr; "Mama, es heißt Sky, schreib Sky!" schon wieder umgebaut wurde. Frage ich dann orientierungslos die Angestellten, warum denn schon wieder umgestellt werden musste, sagen sie mir, das letzte Mal wäre doch schon 5 Jahre her. Ach ja ? - hm

Ich war so lange nicht hier, weil ich eine sehr schwere Reise hinter mir habe. Eine stählende Reise zu mir selbst würde ich sagen. In anderen Foren, die ich aufgesucht habe (und ohne deren Hilfe ich vieles nicht verstanden oder überstanden hätte), wird beschrieben, dass diese Reise zu den neuen Prozessen gehört, zu den neuen Beziehungen, die sich in der neuen Zeit, welche kommen soll verändern werden. Ich habe einen Mann kennengelernt und ich liebe ihn seitdem. Er liebt mich auch, aber er sagt, er könne mich nicht lieben, ich sei zu groß. Sein immer wiederkehrender Rückzug und meine ständige Sehnsucht haben mich zu Zeiten fast zerrissen. Ich habe gehadert mit meinen Gefühlen und mit meinem blockiert sein. Ich konnte kaum arbeiten, habe mich aber immer wieder zusammengenommen. Nun geht es mir langsam wieder besser. Ich habe unglaublich viel gelernt und vor allem, dass ich nicht auf die Liebe eines bestimmten Menschen angewiesen bin, wenn er es nicht will. Denn ich bin ja zumindest emotional gar nicht so groß. Ich fühle mich oft abgelehnt mit meiner offenen Art, auf Menschen zuzugehen und mit meiner Authentizität. Er findet gerade diese Dinge so bewundernswert an mir und mutig und zeigt mir, dass ich gar nicht so falsch bin. Ich vermisse ihn sehr, aber ich will nicht an Schmerz festhalten.
Damals nach meiner Trennung von dem Vater meines Kindes war ich unglaublich traurig, konnte mir nicht vorstellen, noch einmal jemanden so zu lieben. Nun liebe ich einen Mann tatsächlich noch tiefer als ihn. Und nun ? Kann man es ein drittes Mal erleben ? Ich bin immer wieder erstaunt, wieviele Menschen mir sagen, dass sie ihren Partner nicht wirklich lieben. Dieser Anspruch sei zu hoch. Er oder sie wäre ein in vielen Bereichen gutes Gegenüber usw. Ich möchte die Hoffnung nicht aufgeben. Ich habe die Liebe in mir selbst und für mein Leben neu entdeckt aber ich möchte es mit jemanden teilen, den ich liebe.
Euch allen einen gesunden, zuversichtlichen und liebevollen Rutsch in 2010 ! U.sun
 
vonherzen
25.12.2009
15:08 Uhr
     
FREUDE


Freude soll nimmer schweigen.
Freude soll offen sich zeigen.
Freude soll lachen, glänzen und singen.
Freude soll danken ein Leben lang.
Freude soll Dir die Seele durchschauern.
Freude soll weiterschwingen.
Freude soll dauern
Ein Leben lang.

Joachim Ringelnatz
 
tg
25.12.2009
11:07 Uhr
     
Die schönste Geschichte der Menschheit

„Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzet würde. Und diese Volkszählung war die allererste und geschah zu der Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeder in seine Geburtsstadt. Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war, auf dass er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe, die war schwanger.
Lukas 2,1-5
So beginnt die Weihnachtsgeschichte- wohl die am meisten zu Herzen gehende Erzählung der Menschheit. Aus der Tiefe des Geschichtsraumes stürzt die Zeit auf die Geburt Gottes bei den Menschen zu. Es ist wie eine Zoomaufnahme- erst unendlich langsam. Dann immer schneller, dann in einem Nu vom Mittelpunkt weg, schneller und schneller.
Erst spätere Jahrhunderte haben im Christlichen Raum nicht mehr nach den Römischen Kaisern gezählt sondern die Geburt Christi zum Schanier von vorher und nachher gemacht.
Es war unter Kaiser Augustus, daß die Menschen im jüdischen Land wegen einer Volkszählung an ihren Geburtsort mussten, um sich registrieren zu lassen. Das brachte Josef mit der schwangeren Maria in seinen Geburtsort Bethlehem, der auch Geburtsort des Königs Davids war, seines fernen Vorfahr.
Es ist ja auch von langer Hand vorbereitet, daß Gott in einen Menschen besonders steigt, um die Erde sich noch mehr anzueignen und sich seiner Schöpfung anzuverwandeln. Das Schicksal der Schöpfung ist Gottes Schicksal. Das hat die Menschheit mittels verschiedener Religionen geahnt, aber dem Volk Israel wurde zuerst der eine Gute Ganze entdeckt, aufgetan durch Träume und Seher und Propheten. In Israel war klar, daß der endgültige Retter, der Messias, der Gesalbte als neuer , endgültiger König in Jerusalem einziehen wird, und dann bricht der Himmel auf die Erde, und es wird ewige Freude sein. Und die Völker kommen, in Jerusalem anzubeten. –
Das fängt für die Christen mit Jesus Kommen an- nur, daß das „Reich Gottes mitten unter uns (erst)im Anbruch ist“ (Lukas 17,21). Wie fängt das Reich Gottes unter uns an? Ein Paar macht sich auf den Weg, den Heiland zu gebären am richtigen Ort.


Obdachlos
Und als sie dort waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte.
Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.
Lukas 2,6
Stall und Trog ein karger Anfang für den Herrn über und in Himmel und Erde. Aber das hat Offenbarungsqualität: Unser Gott kommt zu Fuß, ist Diener aller. Er nimmt das Mühselige auf sich, er leidet mit das Leid der Welt und heiligt das Normale. Kein Raum in der Herberge- die Flüchtlinge dieser Erde bitten um Essen und Dach und Arbeit.


Am Anfang der Stall
Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird;
denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.
Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.
Lukas 2,8-12
Die Hirten, arme Leute merken auf: Ein Kind ist geboren. Das ist Engelmusik: Es geht weiter, Zukunft liegt vor aller Augen. Die Welt geht noch nicht unter. Jedes Kind ist Bürge: Es kommt noch viel. Vor uns: Nennenswertes. Aber dass dort „das Herz aller Dinge ins Fleisch kriecht“, muß einem gesagt werden, da müssen uns schon die Ohren des Herzens aufgetan werden. Nehmt das als Zeichen: im Kleinen das Große, Im Stroh das Gold. Im Jesus-Menschen Gott greifbar.


Frieden
Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und ein Wohlgefallen den Menschen aneinander.
Lukas 2, 13.14
Das ist die Mitteilung des Christus: Gott legt seine Ehre ein in den Frieden auf Erden. Der beginnt damit, daß wir Wohlgefallen aneinander hegen, uns leiden mögen, auch wenn wir aneinander oftmals leiden. Es ist eine Friedenenergie in der Welt, die kehrt uns zueinander. Allein schon die Liebesfreude, die uns Menschen eins werden lässt, strahlt Befreundekraft weit in die Gesellschaft aus. Elternliebe und die Kollegialität und die Kameradschaft und die Fairness und die Tauschlust machen, daß Schranken und Grenzen schrumpfen - Gott lässt auf viele Arten Sympathie in das Geschehen strömen. Er wir uns zum Frieden bringen.


Zeuge sein wollen
Und als die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Lasst uns nun gehen nach Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat.
Lukas 2,15
In den Krippenspielen und Weihnachtsoratorien kommt an dieser Stelle Aufbruch und die Lust zu sehen ins Spiel. Auch will man was mitbringen, wenn ein Kind begrüßt wird; will dem neuen Erdenbürger ein Herzlich Willkommen sagen. Eigentlich ist jedes Neugeborene ja Kind Gottes, in dem der Himmel alle Gaben noch mal neu und einmalig mischt. Jedes Kind ist ein neuer Versuch Gottes, sich selbst hier unterzubringen.


Nur wer aufbricht, kann finden.
Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen. Als sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, das zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. Und alle, vor die es kam, wunderten sich über das, was ihnen die Hirten gesagt hatten.
Lukas 2, 16-18
Gut , über einem Neugeborenen ein Wort zu sagen, das man vom Himmel her gehört hat. Dem Jesus ist bestimmt, die Liebe Gottes zu leben, allen Widersprüchen zum trotz. Und letztlich ist es das, was genau jedes Menschenkind realisieren soll: In den Mühen doch die Perlen des Reiches Gottes finden, Freundlichkeit leben mit der eigenen kleinen Kraft, unermüdlich.
Ob uns auch der Heiland geboren ist? Ob wir uns auch aufmachen, die Welt zu sehen, wie er es tat? Ob uns die Welt als christuserfüllt aufgeht? Weihnachten ist immer, wenn uns das Christkind aufgeht als Pfand für die Liebe Gottes.


Wir sind, was uns bewegt
Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie es zu ihnen gesagt war.
Lukas 2, 19. 20
Die Widmung behalten, die Worte der Zuversicht im Herzen bewegen, das ist die Weihnachtskunst. Sich selbst als lichten Menschen glauben, die Mitmenschen zum Leuchten bringen, einen Schimmer Gottes auf die Stirnen legen denen, die dir begegnen. Und wieder an die Arbeit gehen, preisend, dankbar, mutig, tatkräftig.


Gesegnete Weihnachten uns allen TG
 
mENKE
24.12.2009
10:37 Uhr
E-Mail    
Wie fühlst Du ?


Heute Morgen um 8 Uhr aufgestanden.
Zeitung geholt,Photo vom Sonnenaufgang gemacht.
Frühstück und lesen in einem.
Gedanken wie immer in den letzten Tagen über Endspurt gemacht.
Froh wenn die Tretmühle bald stillsteht.
Notschlafstellen wie immer in der Weihnachtszeit wurde sich als Indesator wichtig gemacht.
Leerstehende Kaserne vor einigen Wochen gesehen,beheizt aber verschlossen.
Streit über Geschäftsöffnungen am Sonntag,Kirchliche wie Geschäftsleute auch Politik melden sich wie wiederholend mahnend zu Wort.
Urlaub aber doch kein Urlaub,wo manche immer erreichbar wegen Machtgehabe anderer.
Geschäfte,Menschen,Geschenke,viel Freude,Lasst und Sehnsucht zwischen wünschen,ängsten Hoffen und Bangen aus vergangenen Jahre mitgenommen in sich selbst.
Leere in sich aufgenommen,in Obdalosenunterkünften Treffpunkt der Strasse,oder im trauten daheim mit anderen.
Vergesst die Singels gewollt,oder auch nicht mit Erwartung der Kinder in Gedanken,wenn auch nur auf eigene Nähe bedacht.
Dich erfüllt im Spüren ein Gottesdienst wenn auch besonders in diesen Tagen,vieleicht dem Wirklichen ganz nahe zu sein.
Wenn dann wie jedes Jahr Du die Kirche verlässt,ist selbst in deiner Gefühlsfeld ein Tier was auf Dich wartet ein bleibendes Geschenk was Du nicht werten musst.
 
DS
24.12.2009
09:49 Uhr
     
Mach´s wie Gott-
werde Mensch!

Frohe Weihnacht euch allen !
Herzlich Delf
 
Delta
22.12.2009
19:33 Uhr
     
Sabine,
es gibt zu dem Kalender ein Forum mit guten Gedanken zu dem Blatt

LG und bleib behütet
Delta
 
Sabine
22.12.2009
17:05 Uhr
     
Danke, Ihr Lieben. Ich habe geweint, als ich den Text gelesen habe.  
Delta
22.12.2009
17:01 Uhr
     
Liebe Sabine,
im Adventskalender von Andere Zeiten steht heute nachstehender Text:


Ich bin zurückgekehrt, ich habe den Flur durchschritten und blicke mich um. Es ist meines Vaters alter Hof. Die Pfütze in der Mitte. Altes, unbrauchbares Gerät, ineinander verfahren, verstellt den Weg zur Bodentreppe. Die Katze lauert auf dem Geländer. Ein zerrissenes Tuch, einmal im Spiel um eine Stange gewunden, hebt sich im Wind. Ich bin angekommen. Wer wird mich empfangen? Wer wartet hinter der Tür der Küche? Rauch kommt aus dem Schornstein, der Kaffee zum Abendessen wird gekocht. Ist dir heimlich, fühlst du dich zu Hause? Ich weiß es nicht, ich bin sehr unsicher. Meines Vaters Haus ist es, aber kalt steht Stück neben Stück, als wäre jedes mit seinen eigenen Angelegenheiten beschäftigt, die ich teils vergessen habe, teils niemals kannte. Was kann ich ihnen nützen, was bin ich ihnen und sei ich auch des Vaters, des alten Landwirts Sohn. Und ich wage nicht an die Küchentür zu klopfen, nur von der Ferne horche ich, nur von der Ferne horche ich stehend, nicht so, dass ich als Horcher überrascht werden könnte. Und weil ich von der Ferne horche, erhorche ich nichts, nur einen leichten Uhrenschlag höre ich oder glaube ihn vielleicht nur zu hören, herüber aus den Kindertagen. Was sonst in der Küche geschieht, ist das Geheimnis der dort Sitzenden, das sie vor mir wahren. Je länger man vor der Tür zögert, desto fremder wird man. Wie wäre es, wenn jetzt jemand die Tür öffnete und mich etwas fragte. Wäre ich dann nicht selbst wie einer, der sein Geheimnis wahren will.

Franz Kafka

Mich hat dieser Text sehr berührt. Ich finde mich selbst wieder, aber auch unser Sohn kommt drin vor.
Da ist Dankbarkeit in mir, dass nicht Türen endgültig zugeschlagen wurden; von beiden Seiten!

Ich denk an dich, besonders in dieser Zeit der Ankunft
Delta
 
Tassita
20.12.2009
22:16 Uhr
E-Mail    
Ja, es ist ein Zauber um uns herum. Wenn wir es zulassen und mit dem Herzen sehen. Und langsam gehen. Heute haben wir das Weihnachtsoratorium gesungen. Mir war so festlich, aber es ging zu schnell wieder vorbei. Und jetzt...
Ich drücke Daumen für eine innige Versöhnung mit Deiner Tochter, Sabine..
Danke, Ingrid für Deine lieben Worte. Wie schön, dass mein Buch bei Dir angekommen ist. Ich fühle es dort gut aufgehoben.

Bonne nuit,
Tassita
 
wohlwollen
20.12.2009
15:20 Uhr
     
Ich bin so froh für Euch Sabine. Ich sah heute vom Fenster aus - in diesem schneekristallwunderschönen Duft noch gebliebene rote Rosen steh'n; sie tragen weiße Hütchen. Im Sonnenschein glizzzern die Diamanten drumrum. Sie wollen Euch grüßen!
Wie festlich SEINE Erdenwelt geschmückt ist. Und wir - wir dürfen willkommene Gäste sein.

Wie schön Tassita, und Du bist ein Großes Geschenk! Als ich vorgestern Dein liebevolles Buch in der Buchhandlung abholte, da schneite es festlich und zart. DANK'
Liebe Grüße, Ingrid
 
Sabine
20.12.2009
14:54 Uhr
     
Nein, bei Gott ist nichts unmoeglich. Nach 18 Monaten der Trennung hat mein Kind ueber eine andere Person wieder Kontakt zu mir aufgenommen. Noch ganz vorsichtig. Lieber Gott!  
Tassita
19.12.2009
20:56 Uhr
E-Mail    
Hallo, hier ein kleines Geschenk zum 4. Advent:


Dieser Duft von Schnee -

Ein Traum aus Kindertagen

Wie verheißungsvoll!

A.J.

Liebe Grüße,
Tassita
 
jakobus
18.12.2009
20:58 Uhr
     
...hab's geschafft: Eine Woche lang, jeden Morgen Punkt 6 Uhr zur Adventsandacht in die Kirche - vor der Arbeit. Zwei Adventslieder (als Konstante jeden Morgen das schöne Keppler-Lied "Die Nacht ist vorgedrungen"), ein passender Psalm mit kurzer Auslegung, Gebet und Segen. Danach gemeinsames Frühstück im Gemeindehaus.
Wie wohltuend und stärkend, so den Tag mit Gott und in Gemeinschaft zu beginnen und gerüstet zu werden.
Herzliche Grüße zum Advent!
jakobus
 
ing
13.12.2009
23:53 Uhr
     
Mich haben dann auch noch die neunBilder von Pastor Hirsch-Hüffell berührt; die ich durch Delf kennenlernen durfte - Dankeschön.
Jedes auf seine eigene Weise ist unvergessen, und Sein 'Engel im Fels', der zeigt es uns Auch :
FÜRCHTE DICH NICHT
 
Tassita
13.12.2009
17:18 Uhr
     
Ja, Advent und Weihnachten... Es ist ein wehes Gefühl, wenn man alleine ist, wenn alle Lieben schon in dem unbekannten Land weilen. Es tut nur weh. Da nützen auch alle Predigten nichts, von Nächstenliebe und Türen öffnen. Man geht doch alleine dann wieder heim. Aber zu Hause ist es warm und gemütlich, die Katze schnurrt und es kommen leise die schönen Erinnerungen. Und dennoch...

Eine frohe Zeit Euch allen, wo auch immer Ihr seid,
Tassita
 
jakobus
13.12.2009
12:31 Uhr
     
Dazu ein schöner Text von H.-D.Hüsch, den mir Freund CFD hat zukommen lassen (Danke!!):

Die Weihnachtsgeschichte von ‘PAUL AUF DEN BÄUMEN’
... (, der sich am liebsten dort aufhält und),
der nach seinem Ausbruch aus der Anstalt durchs Land streift und
die Nächte hier und dort verbringt;
zum Beispiel habe ‘PAUL AUF DEN BÄUMEN’ also
den vorletzten Heiligen Abend
in einem leeren fahrenden Güterwagen verbracht,
und,
um die Nacht zu verteilen und den Schlaf zu vergessen,
habe er in völliger Dunkelheit - so beschwört er - mit Kreide
auf die 4 inneren Wände des Güterwagens
alles, was in ihm gewesen,
draufgeschrieben und gekritzelt - beschwört er - ,
immer, ohne zu wissen, was er nun schreibe
und ob es anderntags leserlich sei ---
bis alle Wände - er habe sie mit der Hand abgetastet -
voll Kreide und Schrift gewesen.
Dann wäre er eingeschlafen.

Und sei am Morgen erwacht
- irgendwo in der Welt zwischen Brisbane und Stavanger -
und er habe die Tür geöffnet,
und Licht sei geworden
und auf den Wänden
- voll Lebenszeichen und Hilferufen, Wutausbrüchen und Sanftmut und
Jahreszahlen -
habe auf einmal gestanden
- überall, hinter- und übereinander und unter- und durcheinander und
überall,
sogar an der Decke des Wagens und auf dem Boden
- die er beide gar nicht beschrieben -
habe auf einmal deutlich zu lesen gestanden:

FÜRCHTET EUCH NICHT !

- und wäre nicht wegzuwischen gewesen. (H. D. Hüsch)
 
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