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Traugott Giesen
26.04.2006
09:44 Uhr
     
wer Liebes uns starb- wir haben doch viel von ihm empfangen-konnten auch geben- aber nahmen wir nicht mehr? Lassen wir ziehen die, die von uns gingen. Sie sind doch im Glück, in der Freude, im Licht, "wovon die sonne hier doch nur ein schatten ist" (Schopenhauer). Warum schwerer Stein? Das Bild vom Schmetterling hilft . Es ist ein altes Symbol für Auferstehung: wo Raupe war, wird Schmetterling. Wir Hinterbliebene sind auf der "Dienstreise Leben" noch im Lauf. Sie sind schon am Ziel.  
molitor
25.04.2006
23:14 Uhr
     
Liebe Sonja.
Ich bin zum ersten Mal im Forum und habe Ihren Hilferuf gelesen und muß sagen, es ist für mich schwierig, Ihnen etwas zu raten oder Sie als Unbekannter zu trösten. Ich würde Sie vielleicht eher vorsichtig und in offener Form fragen wollen: Wie ist es, wenn Sie zum Friedhof gehen und am Grab stehen? Und es ist keiner dabei... - War der Pfarrer, die Pfarrerin, der oder die die Beedigung gehalten hat, vielleicht so gut, dass Sie sie einmal anrufen können, um nochmal über die Beerdigung zu sprechen? - Hatten Sie eine gute Freundin, die Sie in den schlimmen Tagen begleitet hat und die jetzt immer noch für Sie da sein kann? - Oder gibt es vielleicht in Ihrer Stadt eine Trauergruppe, die Sie einmal antesten können?
Ich wünsche Ihnen jedenfalls eine Person, mit der Sie konkret reden können, die Ihnen Zeit und Raum gibt, und auch den Schutz, richtig losheulen zu können.

Ich grüße Sie und wünsche Ihnen, dass Sie so jemanden finden.

H.-U. Müller
 
flügel
25.04.2006
17:49 Uhr
     
Es war an Einem Tag, der zu TrostSamt wurde.
Mein Vater war gestorben. Heimgeholt.
An einem Abend - ich wollte nicht alleinSein, lud ich liebe Menschen zum Abendessen.
Es war an einem November. Ich stand am Herdfeuer und vollendete die Köstlichkeiten. Im linken Augenwinkel sah ich - tief berührt, auf dem weißen Hemd, auf der linken Schulter einen Schmetterling. Seelenruhig saß er da. Im November.
Ich dachte im ersten Augenblick, es sei ein Traum; doch es war wahrhaftig wahr.
Und ein wundervolles Bild. Ganz ganz nah' .
Meine Freunde umringten uns leise und Elisabeth flüsterte: " Es ist Ein Gruß von Deinem Vater " . Ich weinte Tränen zum FreundesMahl.
Irgendwann - da flügelte er weg. In den Raum.
Während des Essens zeigte er sich wieder. An einem sehr feinen Platz: Er landete auf dem Rücken des kleinen Holzengels über'm Runden Tisch. Und ich konnte es im ersten Augenblick nicht fassen.
PfauenaugenFlügel inmitten EngelsFlügeln.
In Worten kann ich ' s nicht ehrenvoll genug beschreiben. Es War Und Bleibt - ein wärmendSchöner Schatz für's Leben.

Nun sind über zwei Jahre vergangen. Und Immer - wenn mich Einer umflügelt, dann weiß ich, Er hat Wärme und Trost und auch Freude geschenkt. Oder will es noch thun.
Sie Sind auch Boten für euch - die Schmetterlinge. WIE schön sie sind.
Und fürDich Sonja. In Deinem Namen liegt die Sonne - und das Ja. Das ist Guth.
Leise Grüße, von Ingrid.
 
...
24.04.2006
22:26 Uhr
     
Herausgerissen aus dem ´Normalen´, Verlust , ein Halt weniger, unfassbar, Schock, ein Teil der eigenen Vergangenheit fort , warme Liebe - wohin? , Geborgenheit - wohin? , kann nicht sein, darf nicht sein!! Nimm dir Ruhe, kehre ein, an einem Ort, der die Gefühle zulässt, nimm die Traurigkeit an, lass sie fliessen! Sturzbäche von Tränen wollen geweint werden, damit du nicht ertrinkst darin ! Liebe Sonja, nimm meine Hand, lehne deinen Kopf an meine Schulter und weine Dich aus, ich halte dich in Gedanken ganz fest!  
Sonja
24.04.2006
10:00 Uhr
E-Mail    
bin 36 j und meine geliebte mum ist tot,schleppe seit drei wochen einen riesen stein auf meiner brust!!! ich kann nicht weinen! nix geht mehr,laufe wie in trance durch den tag!kann es nicht glauben. liebe grüsse sonja  
Christine H.
22.04.2006
18:08 Uhr
     
Mit dem Frühling kommt der Frühjahrsputz falls man Lust hat dazu, im Zuhause, Garten, auch in der Seele, Geist u. Hirn !!??!! Helfer wären gut, wenn sich viel angesammelt hat, so wie bei mir zum Beispiel !! Aber laßt euch nicht hetzen dabei, die Arbeit läuft nicht fort ..... Wenn die Sonne scheint, dann lieber diese genießen u. sich mit anderen darüber freuen u. den Spatzen zuschauen u. den Vögeln, wie sie Nester bauen !!!!! Schönes Wochenende allen Lieben u. gesund bleiben oder werden !!! Herzlichst Christine H.  
DS
21.04.2006
15:04 Uhr
     
Sophie, habe nichts hinzuzufügen......
noch einen aus TG´s Segensspeicher : "Frühlingserwachen läßt die Sprengkraft von Jesu Auferstehung erahnen..." Selbst weiterlesen in der Kolumne vom 11.4.98 !! Eben Speicher, gut gefüllt !!
Gutes Wochenende euch allen DS
 
Sophie
21.04.2006
11:59 Uhr
     
Lieber Delf, er hat recht, der Pastor, wenn er sagt, wir bräuchten die Träumer. Aber die Träumer sollten dort sein, wo sie hingehören, in Büchern, auf der Bühne, in Filmen, in der Kunst. Heute hat sich alles zu einem undurchschaubaren Kuddelmuddel vermischt. Die Politiker haben zehn Jahre lang mindestens, gut versorgt, geträumt, während wir uns auf der Bühne Blut und Schleim anschauen.
Zwei Beispiele: Giuseppe Verdis Opern sind Märchen. Der Rigoletto in München wurde zum Planeten der Affen verdreht, die Traviata in Salzburg zur Unerträglichkeit modernisiert. Ich gehe heute nur noch in ein Theaterstück oder eine Oper, wenn ich die Rezensionen gelesen habe und das Originäre nicht zu sehr verfremdet wurde. Die Autoren werden gar zu oft missachtet. Blut fließt außerdem genug im Fernsehen, und ich muss das nicht auf der Bühne haben. Dort brauche ich das Märchen, den Traum.

In der Politik brauche ich dagegen den Realisten, der sagt, was Sache ist und nicht ständig versucht, uns für dumm zu verkaufen. Wir haben aber auf jeder Ebene Vertreter, die keine Volksvertreter mehr sind, sondern Volksverdeher, Leute, die
a) keinen Rentenbeitrag zahlen, unseren jetzt arbeitenden 50jährigen aber eine längere Lebensarbeitszeit auf's Auge drücken, was im Klartext eine Rentenkürzung bedeutet, da die meisten schon vorher im Rahmen von Rationalisierungen entlassen werden,
b) aus Finnland die Ganztagsschule importieren wollen, aber nicht das, was die Finnen wirklich gut macht: kleine Klassen und zwei Lehrer in jeder Klasse. Das kostet Geld. Dieses Geld ist reichlich vorhanden, aber es steckt in
c)gläsernen Prachtpalästen in Berlin-Mitte, die ein Vermögen gekostet haben. Das ganze Geld steckt im Elfenbeinturm in Berlin, und schon einige Straßen weiter, in Charlottenburg, sieht man erste Zeichen von Verfall. Man muss gar nicht nach Neukölln fahren. Die Ludwigs unserer Zeit leben abgehoben und gut versorgt und träumen von besseren Zeiten. Sie vergessen das Bürgertum.

Und nicht mal auf der Bühne darf das Bürgertum noch träumen. Nebenbei wird auch Missgunst gesät von arm gegen reich. Die Mitte, die Stütze, wird einfach vergessen.

Ich bin ein zu guter Träumer und muss meine Träume limitieren und den Realismus pflegen, um lebensfähig zu sein.
Anm.:Ausnahme verlängert. Herzliche Grüße
 
DS
21.04.2006
08:47 Uhr
     
Ich wünsche mir,
dass wir die Welt
nicht nur den Realisten überlassen,
die stets vernünftig sind,
die immer richtig funktionieren
und sich durch nichts begeistern lassen.
Wir brauchen für unsere Welt
auch die Träumer und die Kinder,
die Clowns und die Versager,
die Tänzer und Sänger und Lebenskünstler.


Rainer Haak, Pastor und Buchautor

 
Traugott Giesen
20.04.2006
18:22 Uhr
     

Du darfst anders sein als ich, ich anders als du.

Wären wir gleich, wäre einer Dublette, also nicht nötig.

Weil wir aber verschieden sind, sind wir einzigartig, sind wichtig, sind herrlich. Ohne dich, mich, verschieden, hätte die Welt ein Loch.

Mit Dir Andersartigem ist das Hier nicht Maisfeld sondern ein Frühlingsgarten-
 
Sophie
20.04.2006
14:07 Uhr
     
Eigentlich ist das süß, Ingrid, was Du da schreibst. Es ist klar und einfach. Ich fand es eine Weile irrelevant, weil ich selbst zu kompliziert geworden bin. Ich bin zu politisch geworden. Das hat permanenten Verdruss zur Folge. Abends vor dem Einschlafen lese ich die letzten news und ärgere mich. Morgens öffne ich die Zeitung und ärgere mich. Aber so ist das, und wir sind alle anders und dürfen es zum Glück sein. Nicht nur p. ist anders, was immer damit gemeint ist, sondern alle sind anders. Das ist auch problematisch, weil unsere Länder dadurch unregierbar werden. Immer, wenn etwas geändert werden muss, verhindern es Interessengruppen. Wir werden vermutlich im Laufe dieses Jh. wieder Diktaturen bekommen, das ist meine Prognose. Am meisten ärgere ich mich übrigens über den in den letzten Jahren kultivierten Antiamerikanismus. Ich scheine einer der letzten Saurier zu sein, die sich bewußt sind, wie oft die Amerikaner uns aus dem Schlamassel gezogen haben. Meine Dankbarkeit für ein dadurch gutes Leben kennt keine Halbwertzeit. Außerdem war ich oft drüben. Ein großartiges "hier ist der Schlüssel, nimm aus dem Kühlschrank, was du willst-Volk" und eine phantastische Landschaft.  
p.
20.04.2006
00:35 Uhr
     
Gesegnet mit der Gabe tiefster Gefühle, danke ich Dir Gott dafür. Welch kostbares Geschenk, so hinabzutauchen in die Natur, aufzugehen im Weltenganzen! Lass mich auch die Kehrseite dessen ertragen, denn unendliche Erfüllung, alles durchdringende Freude bedingt auch ebensolches Leid. Lass mich es annehmen, immer und immer wieder, lass mich mein Anderssein tragen, fernab allen Verständnisses anderer. Dein Wille geschehe.  
schatz
19.04.2006
14:03 Uhr
     
Wie edel das klingt, Georg. Dieser WorteSchatz im Gestern!
Augenblicksblinken... Das kenn' ich. Das ist blau und gut. Vielen Dank! Auch ich - fühl' mich beschenkt.
Ich ehre sie sehr, die Augenweiden im Alltag. Sie sind kostbar. Leuchtend! Ja - es sind Glückszeichen.
Und die Schmetterlinge... ich hatte 'mal ein so tiefberührendes Erleben mit Einem. Das hat einen Ehrenplatz in meinem Herzen.

Der Name Georg, den mag ich. Er birgt so'was Rundes in sich. Schönheit.
Sophie Auch. Daß nun diese beiden Namen hier beiEinandersteh'n ist Guth!
Würden mich wiedermal liebe Menschen fragen: " Welche beiden Namen findest Du schön - für ein Mädchen, für einen Jungen im ZwillingsMiteinander? " Ich ahne, ich würd' begeistert sagen:
" Sophie und Georg "
Und jetzt, liebe Grüße. Ingrid.

Heut' morgen sah ich auf der Wattwiese ein meer von Ringelgänsen. DIE labten sich fröhlich ImMiteinander. Es war ein glücklicher Augenblick. Wie ein schatz im Grün.
 
Christine H.
18.04.2006
20:48 Uhr
     
Ich bin auf SYLT u. das ist toll !!!! Endlich Erholung, ich staune wie schön hier alles geschmückt ist zu Ostern! Frei, endlich frei wie ein Vogel, der Sonne entgegen !!! Dazu strahlt die Sonne. Allen eine gute Woche, herzlichst Christine H.  
Bärbel H.
18.04.2006
13:37 Uhr
     
Zwar ist das Osterfest nun wieder vorbei, aber wie vor zehn (oder inzwischen elf?) Jahren, als wir in den Tagen nach Ostern auf Sylt und in St. Severin waren, erinnere ich mich, dass sich Auferstehung nicht unbedingt auf Ostern reduziert.

Dank T.G. für die Osterkolumne!

Ab und an muss man dran erinnert werden, was unser Wesen eigentlich ist...
 
Georg
18.04.2006
12:39 Uhr
     
Hermann Hesse

Blauer Schmetterling

Flügelt ein kleiner blauer
Falter vom Wind geweht,
Ein permutterner Schauer,
Glitzert, flimmert, vergeht.
So mit Augenblicksblinken,
So im Vorübergehn
Sah ich das Glück mir winken,
Glitzern, flimmern vergehn.

 
Sophie
17.04.2006
22:24 Uhr
     
Das haben Sie nett geschrieben, wie immer Sie heißen. Kiri ist heute zurück nach Berlin gefahren mit ihrer Familie. Wir haben hier zusammen gelesen, und sie hat ein wenig geschrieben. Sie hat viel zu tun, und ich weiß nicht, ob sie wieder herschaut. Sie hat ihre eigenen Favoriten. Der Name ist von einem Elefanten im Berliner Zoo, den sie sehr mochte. Wir hatten ein schönes Osterfest und haben die Papstmesse angeschaut, sie, die Katholikin, und ich, wir alle. Ich schreibe hier in der Regel nicht mehr und mache nur eine Ausnahme. Aber ich lese das.  
liebe
17.04.2006
13:08 Uhr
     
. Kiri - WER ist miles?.
Und dann erstaunt mich, was Sie da aus Meinen Gedanken und Gefühlen interpretieren. Das muß ich nochmal dringlichst herholen...
Ein Tier lieben, das bedeutet doch nicht, es zu verniedlichen. Das ist ja eben das Nicht lieben.

Ich weiß, Ein Tier Lieben, das bedeutet: Es in seiner natürlichen Eigenart begleiten zu dürfen Und fördern zu wollen.
Ein Hund will dem Andern ohne Leine begegnen, dann findet Austausch statt. Dann trennen sie sich erfahrener für's Hundeleben. Für uns Menschen ist es doch auch beREICHernd, unterwegs freundliche Worte oder Lächeln auszutauschen - um dann dankbar und beschenkt weiterzugeh'n.
Beim Schwein weiß ich, bedeutet GanzeLiebe: eine Wiese, um sich im erdigen Naß suhlen zu können.
Ein Huhn will scharren und picken unter'm HimmelsZelt. Und die Sonne fühlen!
Eine Spinne lieben heißt für Mich, sie ohne Verletzung 'raustragen, damit sie nicht vom einem aus Versehen zerquetscht wird. Oder die Ameise. Oder der Käfer. Oder...
Ein Vogel erkennt meine Liebe, wenn ich ihm antworte zuSeinemGesang.
Die Katze braucht Freiheit und die Lust, nach den Mäusen zu jagen.
Das Pferd will eine weite Koppel zum FetzigGaloppieren und FreudenSprünge thun. Sein SchönerNorden ist Gutes PferdeLand!
Der Hase will auf die Wiese mit anderen Samtfellen.
Und.Und.Und. Manfraukind könnten Bände schreiben...

Und die Kinder? Wir dürfen sie, wenn sie uns anvertraut sind, in einem wundervollen Übermaß lieben - nein - Übermaß paßt nicht beim Wort Liebe - ich nenn' es doch lieber GanzeLiebe.
Nicht in Form von materiellen Geschenken. Sondern im Geborgenheitschenken, damit das Urvertauen bleiben darf. Im klaren und gesunden und liebevollen Grenzen setzen. Lieben heißt, diesen Wundern Anstand gegenüber Fremden und Anderen vorzuleben. Und den Behutsamen Umgang mit den Tieren! Diese zu respektieren im AndersSein. Ohne sie immer gleich füttern zu müssen. Wir Großen werden doch auch nicht immer und von allen Seiten gefüttert.
WIR dürfen ihnen die Natur InLiebe zum Freund machen. Das ist eine Große Ehre! Liebe ist auch, den Handy-Wahnsinn nicht zu fördern.
Liebe bedeutet, ihnen Zeit zu schenken und das Gute vorleben. Und Mutigmachen für die Aufrichtigkeit. Schönmachen durch viel Lachen. Und Großmachen - das Herz Gütigmachen und niemals erlauben, gemein zu sein... und und und.

Also Ich - hab keinen Bock mehr auf Gemeinheiten und Intrigen. Auf Verletzungen von Leuten, die Andere gern quälen.

Ich hab' Lebenslust auf WarmherzigeMenschen. Auf FreundSein. Auf Wahrhaftigkeit. Und auf Freude. Das ist alles sooo schön.
Und jetzt auf einen fetten Kakao mit Sahne und einen Likör und dazu ein Shortbread.

Kiri, so war auch der Name der Hündin meiner Freundin. Sie wurde wunderschön geliebt und durfte immer Hund bleiben.
Kiri - Ihre wertvollen Ratschläge, die leb' ich schon seit ewigen Zeiten. Trotzdem vielen Dank.
Ich wünsch' Ihnen und den Tieren ein glückliches Leben. Und schicke Grüße aus dem Herzen von Ingrid.


jakobus, ich würde Dir gerne ein schönes Bild für Deine Tante zusenden. Das Orginalphoto. Da badet die Sonne in Roten Blumen. Alles leuchtet ! Gibt es eine Möglichkeit?
Seid behütet ! Du und sie und alle!
Heut' morgen, als ich auf's Meer blickte, da War ein Feld von Glanz. Und ich dachte, soo schön, hab' ich's noch nie geseh'n. Alles Liebe.
 
Kiri
16.04.2006
15:37 Uhr
     
Oh, miles ist wieder weg. Ich wollte ihm gerade sagen, dass sich ein Freund von mir gern seine Seite anschaut. Ich weiß nur nicht, ob miles das recht ist. Miles denkt wohl, Christen wären verklemmt. Aber in Europa gibt es kaum Evangelikale.
Alle sind schwach, Jakobus, und man darf es doch auch zeigen, solange es nicht sich zu einer Opfermentalität auswächst. Alles Liebe für Ihre Verwandte. Wäre das schlimm, wenn Sie die Bibel vorlesen und Ihnen die Tränen kommen würden? Mir hat die Schwäche des sterbenden Papstes letztes Jahr gut gezeigt, dass man schwach sein darf, wenn man sonst immer stark war. Man sollte keinen Kult daraus machen. Schließlich war Jesus stark, bevor er einen Moment schwach war, er zeigt mir beides: Stärke und Schwäche. Dann haben die Jünger seinen Körper weggeschafft. Jetzt ächzt es bei einigen hier, aber man muss heute gegensätzliche Ansichten und Vorstellungen ertragen lernen, finde ich. Er ist ja trotzdem auferstanden. Es ist ja nur eine Ansicht. Diese Bibelinterpretationen berühren mich trotzdem manchmal, auch wenn ich anders denke. Es ist dann keine Wucht, sondern nur ein Hauch, aber der Hauch ist durchaus schön, mild wie der Frühling.
 
b.
16.04.2006
15:20 Uhr
     
Lieber Jakobus,
viel Kraft in schwerer Zeit, das wünsche ich dir von Herzen!
Als meine Oma starb, war ich bei ihr, saß an ihrem Bett und hielt ihre Hand. Manchmal ist das Dasein schon gut genug und tröstlich.
Und auch du darfst einmal schwach sein, das annehmen und dann wieder mit all deiner Stärke, die du besitzt, weitermachen.
Herzlichst, b.
 
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