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DS
26.05.2005
11:21 Uhr
     
Bischof Knuth: Eine Sprache, die "unmittelbar ins Herz geht"
Abschied von Traugott Giesen in St. Severin / Keitum

Keitum (epd). Als "originellen Querdenker" hat Bischof Hans
Christian Knuth (Schleswig) den Sylter Inselpastor Traugott Giesen
(65) bezeichnet, der Sonntag (29. Mai) in St. Severin (Keitum) in den
Ruhestand verabschiedet wird. Giesen spreche in seinen Büchern,
Kolumnen und Predigten "eine Sprache, die unmittelbar ins Herz geht",
sagte Knuth am Montag in Schleswig.

Giesen habe in unvergleichlicher Weise die vertrauten Texte des
Evangeliums "immer und immer wieder in die Gegenwart übersetzt". Dem
Millionär, der auf Sylt seinen Urlaub vrbringe, habe Giesen genauso
etwas zu sagen wie dem einfachen Gemeindemitglied, das im Ort seiner
Arbeit nachgeht.

Auch in der Synode der Nordelbische Kirche habe Giesen wiederholt
"manche verstellten Fronten in Bewegung gebracht und manche
verklemmte Situation durch seinen Humor aufgelöst". Knuth: "Seinen
Vorgesetzten und der Amtskirche konnte er bisweilen heftig
widersprechen." Doch dabei sei immmer "ein Kern von Sympathie" auf
beiden Seiten geblieben. "Hinter allem ist immer der Mensch zu
spüren, der die Liebe Gottes zu leben und zu vetreten versucht."
(23.05.05/hh) (epd)

 
nuna
26.05.2005
08:37 Uhr
     
"was die Ebbe mitnimmt,bringt die Flut wieder."
Was wird wohl sein : n a c h h e r ? Werden immer noch 500 Leute in
die Kirche strömen? oder eher die normalen 2 % !???
Wir werdens sehen.
Auf jeden Fall fühlt der,der geht,nicht den Schmerz des Abschiedes-
der Zurückbleibende leidet.
Aber : die Zeit ist eine geräuschlose Feile:
es wird alles weitergehen,irgendwie,auch in Keitum.
ALLES,ALLES Liebe Ihnen! Gruß nuna
 
corinna
25.05.2005
16:27 Uhr
     
Zu der Predigt "Trinitatis" ( 22. Mai) fällt mir ein: Gott als Schöpfer hat uns das Gefühl gegeben. Er ist der Erfinder des Gefühls und der Gedanken. Was macht Gott, wenn er sich einsam fühlt? Wer kümmert sich um ihn? Ich hoffe, dass wir Gott und Gott uns immer so verbunden ist, dass wir alle in einem guten gegenseitigen Zusammenhang bleiben und uns nicht verlassen, wenn wir uns einsam fühlen.
Lieben Gruß
 
Peter Hofer
25.05.2005
09:32 Uhr
E-Mail    


Lieber Traugott Giesen!

Ich bin Pastoralprofessor und Homiletiker in Linz/Österreich. Woche für Woche habe Ihre Predigten und Kolumnen mit größtem Vergnügen gelesen - und manchmal auch selber verbraten.
Wie soll es ohne Ihre geistreichen und taufrischen Beiträge weitergehen?

Danke - tausendmal!!!

Einen erfüllten und gesegneten vierten Lebensabschnitt wünsche ich Ihnen

Ihr

Peter Hofer
 
DS
25.05.2005
08:49 Uhr
     
... aber es ist wohl doch wie in Hesses "Stufen" : ... und jedem Abschied wohnt ein Zauber inne...
Zauber für TG, nicht mehr zu müssen - TG : war es sehr viel müssen oder nicht auch viel mehr dürfen - so habe ich dich immer verstanden...
Zauber aber auch für uns : eigenes denken und machen nach viel Anleitung von TG, das sehe ich als Chance für uns !! Selbst erwachsen werden, wie Eltern Kinder loslassen ( müssen ) , wie die Jünger ohne den bislang anwesenden JC selbst mit HG inspiriert den Weg machen mussten oder durften, angeleitet durch den göttlichen JC Joh 16, 5ff.
Bleib ( t ) behütet ! Delf Schmidt
 
André Ost
24.05.2005
22:36 Uhr
E-Mail    
St. Severin ohne Traugott Giesen. Man kann es sich irgendwie noch nicht recht vorstellen. Und doch wird es so kommen (müssen). Die Gemeinde wird es überleben, und díe vielen Gäste, die immer wieder gerne dorthin kommen, auch. Denn dieser Ort hat doch seine eigene Faszination, die nicht nur von Personen lebt. Und ein Nachfolger muss ja irgendwann auch seine Chance haben.
Trotzdem ist mir danach, so kurz vor dem Ruhestand ein herzliches Danke zu sagen für all die schönen Momente bei unseren Besuchen in Keitum über die letzten Jahre. Die guten Predigten in der vollen Kirche, die besondere Atmosphäre bei den Gesprächsabenden am Dienstagabend. Das war schon etwas besonderes und hat uns immer wieder hingezogen.
Diese Art zu predigen - zupackend, originell in der Sprache und vor allem menschlich identifizierbar-authentisch - das hat mir immer sehr imponiert. Das vor Ort zu erleben war doch noch viel besser als das geschriebene Wort. Für mich und meinen Berufsstand ein echtes Vorbild. Danke dafür und alles Gute für die Zukunft ohne Pfarramt!
 
jakobus
24.05.2005
22:19 Uhr
     
@TG
Natürlich muss vieles anders werden: Wir müssen jedoch zunächst an uns arbeiten, uns ändern: Mehr Menschlichkeit, mehr Nächstenliebe, mehr Barmherzigkeit und Demut.
Ich bin gespannt auf den Kirchentag, auf viele Anregungen, Angebote und Glaubensstärkung. Ist es nicht schön zu wissen, dass Hunderttausende sich mit mir darauf freuen, mitfeiern, mitbeten?
Glauben zu dürfen, dass eins bleibt: ER?

Alles Gute, jakobus
 
Menke
24.05.2005
11:36 Uhr
E-Mail    

Hallo Ihr Gästebuchleute!


Wenn nun der Sonntag naht und die Nacht Dich in der Angst umhüllt,dann will auch ich Trost spenden nicht nur von Berufswegen im gefragten Sinne.

Wo bleibt mein gefestigter Glauben den ich immer weiter für mich und an Euch weitergeben konnte?.

Da ist es gut zu Wissen, wenn viele mitleidene und hoffende in Gedanken sichtbar bei mir sind.

So will auch ich mitfühlend sein, obwohl ich den Glamauck beim Abschied nicht mitmachen möchte, was mir spät eingegeben worden ist.

Wenn wir Menschen auch den Anfang wie sichtbarer Abschied brauchen, um uns immer rastlos neuem zuzuwenden.

Trost und Hoffnung ist uns allen Bedürftigten wiederfahren, die Erkenntnis Sie brauchen mich auch nach dem Abschied noch.

Jeder einzelne von uns in seinem und unserem Sinne.
 
webmaster
24.05.2005
09:06 Uhr
     
Abschied von Traugott Giesen - Populärer Inselpastor auf Sylt geht in den Ruhestand -

Von Klaus Merhof (epd)

Keitum/Hamburg (epd). St. Severin in Keitum auf Sylt ist ein besonderes Kirchlein. Denn hier wirkt seit fast 30 Jahren Traugott Giesen (65), einer der populärsten Pastoren Norddeutschlands. Seine Urlauber-Gemeinde ist über das gesamte Bundesgebiet verstreut, und Tausende verfolgen seine Predigten im Internet. Jetzt geht auf Sylt eine Ära zu Ende: Am Sonntag, 29. Mai (10 Uhr), wird Inselpastor Giesen in den Ruhestand verabschiedet.

"Die Kirche ist überfüllt - Jetzt kein Zutritt mehr": Dieses Schild dürfte einzigartig sein in Nordelbien. Es hängt oft an Sommersonntagen an St. Severin. Rund 500 Besucher füllen dann das kleine Gotteshaus. Wenn die Empore und der Mittelgang voll sind, macht Giesen sogar den Altarraum frei und kann sich nur mühsam den Weg zur Kanzel bahnen.

Seit 18 Jahren schreibt Giesen wöchentliche Zeitungskolumnen, zwölf Jahre lang für die "Hamburger Morgenpost", sechs Jahre für den Hamburg-Teil der "Welt". Seine Themen findet er bei den Menschen selbst: "Medien, Geld, Liebesumarmung und Religion", sagt er. Predigt als Gespräch, mit einem "Schuss Erotik und auch Augenzwinkern dabei" ist seine Devise. Und für Sünde "immer ein Beispiel aus eigenem Leben tatkräftig voran".

Einen "originellen Querdenker" nennt ihn sein Bischof Hans Christian Knuth (Schleswig). Giesen spreche "eine Sprache, die unmittelbar ins Herz geht". Das finden auch die Besucher seiner Internet-Seite "www.lebensmut.de", die im Monatsschnitt rund 5.000 Zugriffe hat. Rund 280 Predigten aus sechs Jahren, über 420 Zeitungskolumnen und fast 250 "Worte für den Tag" sind online und per Schlagwortregister recherchierbar - auch dies einzigartig in Norddeutschland.

Zupackend konkret sind auch seine Vorstellungen zur Zukunft der Kirche, angesichts von Mitgliederschwund und sinkenden Einnahmen: "Viel in Kneipen gehen, mit den Leuten reden, hören und reden", sagte er in einem Interview. Mut machen, Angst nehmen, Gemeinschaft stiften. Und Hausbesuche machen: "Jeden Tag zwei Alte, einen Neuen - und Geburtstagslisten anlegen."

Ab Juni will Giesen "erstmal sehen, wie das Land der Pensionierung schmeckt". Er bleibt auf der Insel, will dort "ein Jahr Pause machen" und lange Spaziergänge mit seiner Frau. Doch die Zeitungskolumnen wird es weiter geben. Der Internet-Auftritt soll sogar noch ausgebaut werden, mit älteren Archivbeständen. Für den Winter plant der "Entertainer Gottes" einen sechswöchigen Einsatz als Bordseelsorger auf der "MS Europa".

Giesens Stelle soll zum November 2005 neu besetzt werden. Drei Kandidaten werden sich bereits in diesem Sommer dem Kirchenvorstand vorstellen. "Die Fußstapfen des Vorgängers sind groß", hieß es dazu aus der Schleswiger Bischofskanzlei. Giesens Empfehlung dazu: "Lebt gut, lacht gut und macht Eure Sache gut."
 
christel Wagner
23.05.2005
22:48 Uhr
E-Mail Homepage  
Ich kann nicht lachen, oder es gut machen, habe meine hoffnungsvolle Tochter im Alter von 34 1/2 verloren. War eine wundervolle Frau und Pfarrerin, die die Menschen , mit denen sie es zu tun hatte, wirklich ernst nahm. Sie war nach vier Jahren Dienst sehr, sehr geliebt!!!. Sie (Traugott Giesen)sagten," sie tanzt jetzt Mozart", das kann mich nicht trösten. Es kann mich nichts trösten!!!!!  
Traugott Giesen
23.05.2005
22:06 Uhr
     
Alles geht weiter, nur anders. Und es muß anders werden, damit es weitergeht. Erbitte Mitdenken zum Abschied Sonntag aus St Sev. TG  
webmaster
23.05.2005
20:40 Uhr
E-Mail    
Die Kolumne ist am Samstag 21.5. wegen Streik in der "Welt" nicht erschienen, also auch hier nicht.  
freundschaft in wehmut
23.05.2005
20:22 Uhr
     
...blitzschnell die predigt im Archiv..
und die Kolumne weder bei WELT.DE noch hier...
was mag das bedeuten ?
 
lächeln
23.05.2005
14:45 Uhr
     
liebe(r) D.C., ich wein' so gern, wenn ich berührt oder traurig bin und ich lach' so gern so gern, wenn ich froh bin. Und vielleicht entwickelte sich aus allen tränen ein Seelenwasserperlenbächlein und irgendjemand setzte das Segel und es konnte flattern... und lud noch andere dazu ein...
Daß der Himmel mitweinte war wahrhaftigschön!

liebe(r) mm, sie haben es so wunderschön gesagt für uns alle hier und noch weiter - UND sich getraut.
Weiten - himmelsblauenÜberrapsgelbemDANK!

Und DER fliegt auch zu Dir tg !
 
Tom
22.05.2005
22:51 Uhr
     
@TG Danke für die 3 neuen Bücher und überhaupt.  
Nelly
22.05.2005
20:10 Uhr
     
Lieber tg, Danke heute für alle guten Worte im Laufe der Jahre - seit Berlin vor mehr als 30 Jahren, für alles Erklären, Klären, Helfen, einfach Dasein! Es wird fehlen, fehlt schon jetzt ! Bleiben auch Sie behütet, so, wie Sie es immer allen zugewünscht haben!  
Rosemarie Brink
22.05.2005
17:40 Uhr
E-Mail    
Lieber Herr Pastor Giesen, diese Pfingstpredigt - einfach großartig - es sei Ihnen gedankt. Der Abschied aus Ihrem Amt ist nahe, alles Gute wird in bester Erinnerung bleiben. St. Severin und Giesen - immer wieder ein Erlebnis der besonderen Art, die Gesprächsabende im Pastorat - ein Glück für alle, die teilhaben durften, die wundervollen Bücher - wohltuend zu lesen, persönlich Rat und Trost suchen dürfen - hoffentlich auch künftig noch!
Dank für alles und bitte im erträglichen Rahmen ein wenig weitermachen. Sie werden gebraucht.
Bleiben Sie mit Ihrer wunderbaren Frau Ingrid behütet.
Mit herzlichem Gruß Ihre Carlo und Rosemarie Brink
 
mm
22.05.2005
03:44 Uhr
     
Nachtrag zur Klarstellung: Der Henry Drummond den ich meine (nicht zu verwechseln mit dem Henry Drummond der katholisch-apostolischen Bewegung [1785 - 1860]) lebte von 1851 bis 1897 und war Wissenschaftler, Weltreisender, Geistlicher, Theologieprofessor und Autor von einigen beachtlichen Büchern, das bekannteste ist wohl "Die Liebe aber ist die größte" (ursprünglicher Titel war "Das Beste in der Welt"), ein kleines Buch zu Paulus' 1. Korinther 13 (Das Hohelied der Liebe).

http://henrydrummond.wwwhubs.com/
 
mm
22.05.2005
01:38 Uhr
     
Lieber TG, Ihre Pfingstpredigt hallt gewaltig nach. In Ihren Predigten steckt soviel drin und wir dürfen immer wieder staunen, wie Sie uns die Wahrheit des Jesus verständlich machen können.

Der Heilige Geist bringt Verstehen, Verstehen durch Sprache - durch Herzenssprache versteht die Seele - und Verstehen führt zu Liebe. Durch Ihre Sprache haben Sie uns unendlich viel geschenkt. Der Henry Drummond des Deutschen Nordens. Wie sehr wir Sie und Ihre Arbeit schätzen, können wir hier gar nicht zum Ausdruck bringen, lieber TG, denn es würde in ein gewaltiges Loben und Preisen ausufern - wer traut sich da schon?

Und so erstaunt mich nicht, dass gegenwärtig in Lebensmut über allem etwas Wehmut liegt, denn Abschied tut auch uns weh und wir alle wissen ja noch gar nicht wie es "danach" weitergehen soll. Oh wie gönnen wir es Ihnen, nicht mehr ständig zu "müssen" - wenn's einer verdient hat, dann doch Sie! Und doch...

Also trösten wir uns am besten mit Dankbarkeit und danken Ihnen für Ihr großes Werk und all den Mut, den Sie uns gegeben haben. Und dem Lieben Gott danken wir dafür, dass ER Sie zu uns und uns zu Ihnen geführt hat. Auf dass ER Sie behüte und Ihrer Gemeinde noch lange erhalten möge!

mm


 
D.C.
21.05.2005
19:40 Uhr
     
Mmmmh....ich bin mir bei einigem nicht sicher ob ich richtig verstehe, aber es klingt schön.  
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