Gästebuch


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tränen
20.05.2005
14:57 Uhr
     
Laßt uns doch weinen sovielwiemöglich - und uns freuen auf's
Lachen wenn's auchwiedermöglich.
Es ist schön - daß es jetzt regnet

Dir alles alles Gute tg !
 
DS
20.05.2005
10:17 Uhr
     
TG - du bist auch im Gespräch, wenn hier mal gerade nichts ankommt.
Gestern hat sich Propst Kiene als ein Kandidat derNachfolge von Adolphsen hier im Michel mit einem Votrag vorgestellt. In einer anschliessenden Diskussion ging es um die Frage Einsatz Internet in der Verkündigung. Kiene benannte deinen Namen und www. LEBENSMUT.DE als das beste Beispiel dafür, wie das Netz mitwirken kann. Bleib der Alte - ohne Abschiedsschmerz - Alles hat seine Zeit, hast du doch gerade gepredigt. Bis bald auf der Insel DS
 
do
20.05.2005
09:51 Uhr
     
Hat's denn allen die Sprache verschlagen? Sind wir nach Pfingsten eher sprachlos denn der Sprache mächtig?

Ich möchte von Herzen danken für diese herrliche Pfingstpredigt, dafür auch, dass sie hier im Gästebuch erschien, damit wir sie praktisch noch mit dem Pfingsthauch und Flügelschlag des Heiligen Geistes vernehmen und aufnehmen konnten.

Ein kleines Pfingsterlebnis möchte ich berichten: Am Pfingstmontag fuhr ich mit einer Freundin ins nahe Nachbarland nach Venlo. In einem pittoresken, altholländischen Café lag eine Zeitschrift aus und lachte mich an mit ihrer Titelseite, auf der in großen Lettern geschrieben stand "PLUK DE DAG"!

Dieses "Pflücke den Tag" bedurfte keiner weiteren Übersetzung, ich freute mich einfach an dem Aufruf, mein Lieblingsmotto auch hier wiederzufinden und erleben zu dürfen.
Danke auch, lieber TG, für das Buch gleichen Namens mit dem Untertitel "80 Kolumnen für gelingendes Leben" (Radius-Verlag 1999)!

Carpe diem! do
 
D.C.
20.05.2005
08:07 Uhr
     
"Jeder hat Hunger, Jeder braucht Achtung, jeder braucht gute Worte. Anherrschen tut weh und auch das Stummbleiben, das ins Leere laufen lässt."
"Fremdeln wir nicht mehr so sehr" Gerade der letzte Absatz hat es mir angetan. Doch wo ist das Rezept die eigene Verletztlichkeit zu überwinden um sich unter die Menschen zu wagen? Der heilige Geist? Es sich immer wieder sagen bis es auch das Gefühl verstanden hat? Ich übe aber so richtig habe ich es noch nicht begriffen, an den letzten Knoten komme ich nicht ran.
Der letzte Satz von ihnen Pastor Giesen macht mich traurig, aber auch hier habe ich nicht begriffen, was sie eigentlich wollen. Hier mühen sich so einige ab die schönsten Zitate, Gedichte und hochtrabenden Worte zu finden.
Ich bin sicher auch jetzt werden sie wieder kommen.
 
nuna
20.05.2005
07:54 Uhr
     
Guten Morgen ,lieber Traugott! Das tut mir nunja weh.Sie sitzen am Computer,hämmern da unendlich viele sätze hinein,und : NIX !!!
So ist es auch sicher beim Predigen: Wie die Ölgötzen sitzen die Leute
da unten ,glotzen oder himmeln Sie an,dösen,nesteln rum,und keine
Antwort kommt. Ich nehme Sie jedenfalls virtuell fest in meine Arme,
und sage,ok,ok,Das war gut.
Mein Problem ist so ähnlich: ich werde,solange ich verheiratet bin,noch
nichts genannt.Ich habe keinen Namen.Mein mann nennt mich:
"Kümmst mal? " oder "Wo bist?" Es tut mir unendlich weh. Das gibts!
Kein Kosewort,Spitznamen,auch nicht Mama oder Oma,einfach nichts.
Obwohl wir seit fast 40 jahren eine gute Ehe führen,werde ich nicht
bei meinem Namen genannt. Wenn ich das mal wieder anspreche,dann
passiert :ein trauriger Blick,eine stumme Umarmung, Entschuldigung,
quasi: aber ES GEHT SCHEINBAR EINFACH NICHT. Seine Eltern haben mich auch nichts genannt,allerdings haben die sich gegenseitig auch
nichts genannt. So etwas gibt es.Hätten Sie das geahnt?
Ich lese dieses Gästebuch wg.Gelaber von S. u.D. nicht mehr gern.
nun habe ich aber ,wegen Ihres baldigen Abschiedes mal wieder rein-
geschaut und lese Ihren Hilfeschrei. Ich kann Sie beruhigen,das ist nur,
weil die Leute im Pfinsturlaub sind,oder noch kluge Worte suchen,oder
weil Sie nicht merken,dass da jemand ganz traurig ist.
Lieber Traugott:ich schaffe das (ich habe dich bei deinem NAMEN
gerufen,denn du bist mein) und Sie schaffen das auch! M.liebem Gruß
nuna
 
Traugott Giesen
19.05.2005
21:47 Uhr
     
reagiert doch mal, irgendwie, irgendwer. Manchmal ruf ich sehr ins Leere. Und meine, man könnte es wirklich bald lassen. TG  
Traugott Giesen
16.05.2005
15:47 Uhr
     
Vorläufig hier 150505 Pfingsten

Schaffe in mir Gott ein weites Herz und gib mir einen neuen gewissen Geist., Verlier mich nicht, ach, lasse deinen Geist bei mir. Hilf mir zu einem freudvollen Geist. (Nach Psalm 51 12-14)

Ich bin überzeugt, daß die Leiden dieser Zeit mal nicht mehr ins Gewicht fallen werden gemessen an der Herrlichkeit, die auf uns zukommt. Das ängstliche Harren der Kreatur wartet darauf, daß die Kinder Gottes offenbar werden. Auch die Natur wird frei werden von der Knechtschaft der Vergänglichkeit, wird teihaben an der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes. Wir wissen, daß die ganze Schöpfung noch mit uns seufzt und sich ängstet. Und auch wir, die wir Proben von Geist schon haben, seufzen in uns selbst und sehnen uns nach voller Erlösung. Wir sind zwar schon gerettet, aber doch nur erst auf Hoffnung. Der Geist helf unserer Schwachheit auf. (Nach Römer 8, 18-26)
Apostelgeschichte 2

Fünfzig Tage nach Ostern, waren die Jünger und die Frauen um Maria und eine Schar Freunde des Christus beieinander in Jerusalem. Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt wie von Feuer; die setzten sich auf einen jeden von ihnen, und sie wurden alle erfüllt vom Heiligen Geist und sie fingen an zu reden in Sprachen, wie der Geist ihnen gab, es auszusprechen.
Es wohnten aber in Jerusalem auch Juden aus allen Völkern unter dem Himmel. Als nun dieses Brausen geschah, kam eine Menge zusammen und wurde bestürzt; denn ein jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache reden. Sie entsetzten sich aber, verwunderten sich und sprachen: Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, aus Galiläa? Was hören wir denn jeder seine eigene Muttersprache? Parther und Meder und Elamiter und die wir wohnen in Mesopotamien und Judäa, Kappadozien, Pontus und der Provinz Asien, Phrygien und Pamphylien, Ägypten und der Gegend von Kyrene in Libyen und Einwanderer aus Rom, Juden und Judengenossen, Kreter und Pleter: wir hören sie in unsern Sprachen die großen Taten Gottes reden.
Sie entsetzten sich aber alle und wurden ratlos und sprachen einer zu dem andern: Was will das werden? Andere aber hatten ihren Spott und sprachen: Sie sind voll süßem Weines.

Ein jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache reden. Dies ist mir die höchste Gabe des Heiligen Geistes. Sie trifft genau unsern schärfsten Mangel. Was, wenn wir unglücklich sind, fehlt uns denn am meisten? Doch Sprache. Daß ich mich verstehe. Und: daß einer mich versteht und in meiner Sprache mir antwortet, also mir aus dem Herzen spricht und ich ihm.
Die harte Mauer der Unbenennbarkeit der Dinge durchbrechen(P. Nádas), die Last der Wortlosigkeit abwerfen (Cioran)- das macht der Heilige Geist.

Gott äußert sich, verströmt sich.Weil Gott sich mitteilen will, schafft er Welt und darin hörfähige Kreaturen, die nach ihm fragen und nach einander. Seine Energie zündet besonders, wenn bei uns die verschiedenen Interessen ins Gleichgewicht gewuchtet werden. Wenn wir unsere Wünsche und Begabungen in Einklang bringen. dann ist viel Heiliger Geist am Werk.
Manchmal kann man die Köpfe richtig rauchen sehen- ja, das Bild der Pfingstgemeinde gilt auch für heute: Nach schweren Verhandlungen, nach harten Kämpfen zwischen Eheleuten oder Geschwistern ums Erbe, dann, wenn sie einander verstanden haben und in einer Sprache das alle zufriedenstellende Ergebnis verkünden, dann kann man über ihnen so eine Art Flamme sehen, die die Bedenken abgeschmolzen hat.
Die Flamme über den Köpfen ist ein Bild für Heiligen Geist: Die Mandorla, der Heiligenschein, ein anderes- Meist geht die Erleuchtung von einem aus- der mit seinen vermittelnden Worten, vielleicht auch mit einem Stück eigenen Verzichtes den Weg ebnete zur Einigung. Aber ein echter Heiligenschein breitet sich ja aus auf alle Beteiligten. Er liegt auch auf den Haaren, aber mehr noch auf den Gesichtern derer, die Frieden fanden Doch der Alltag erschöpft eben auch und die Seelen müssen wieder blankgeputzt werden, und ein Sturm frischer worte muß unsere fertigen Vorstellungen durcheinander wirbeln.
Wir sind so beschaffen, daß wir uns weitgehend ergänzen, uns fördern, uns arbeitsteilig beistehen können. Nur, es kann zu Unfällen kommen: in der Katastrophe bekriegen wir uns, und die Kriege beginnen immer mit bewaffneter Sprache. In der Krise gehen wir uns aus dem Weg. Aber im Normalfall wäscht eine Hand die andere, und im Fall der Liebe tun wir alles für den andern.- Ganz schlicht im Alltag macht Heiliger Geist das Auf die Lippen beißen und gerade jetzt nicht explodieren, oder die Enttäuschung auf sich laden und verdauen, den andern froh sein lassen, auch wenn man eben nicht mitgemeint ist, nicht in ein Reden, ein Lachen eingemeindet ist.
Wir sind mit Sinn fürs Gemeinsame geschaffen und das wichtigste Mittel uns überein zu bringen ist die Sprache. Ursprünglichst ist die Sprache der Körper. Die Wärme, das Feuchte, das Streicheln, das Nähren, die Körperheimat des Kindes in der Mutter, dann bei ihr und bei den heutigen Vätern ganz langsam auch. Davon abgeleitet, das Körpernahe der Liebesumarmung, die ja den Glanz aufs Haar und in die Augen legt. Musik kann die Körper verflüssigen helfen, im Wohlklang kannst du selbst Musik werden.
Eine Unterabteilung der Körpersprache ist die Sprache der Hände- Das einfache Hand in Hand gehen. Dann Hand anlegen an einen und für einander, handwerken, handeln, handfest für einander dasein. Wenn der Geist stimmt, kann ohne viel Worte ein Werk werden.

„Wenn der Geist stimmt“ meint: Gemeinsam von einem Interesse beseelt sein - Dazu ist die Wortsprache nötig, neben der Körpersprache hat der Gott der Kommunikation auch sie gefunden. So können wir Sachen und Pläne und Gefühle in Worte fassen. Diese Gnade, daß wir einander uns verständlich machen können, uns ausdrücken können, uns nicht dauernd schlagen müssen, wenn wir uns nicht mögen und uns nicht dauern küssen müssen, wenn wir uns sehr leiden können, sondern wir haben Sprache bekommen, mit der wir uns vermitteln können. Nur: Ein Schlag ist immer ehrlich, eine Liebesumarmung immer echt- eine Handarbeit, eine Leistung, ein Brot, ist immer wahr.
Aber die Sprache kann lügen, hinter Worten können wir uns auch verbergen, Worte können auch misstrauisch machen, können zuknöpfen . Da kann man reden- mit Menschen und mit Engelszungen-so Paulus, und, ist der Geist der Liebe nicht- so wäre ich nur ein scheppernder Gong oder eine klirrende Glocke- (1.Korinther 13) das erlebt man schon: „Sie hörte mir geduldig zu. Blieb aber eine stumme Insel, die ich mit meinen Worten umschiffte“ (P.Nádas), aber ich konnte nicht anlegen, nicht landen.

Heute feiern wir, daß uns Sprache gegeben ist. Den andern in seiner Sprache erreichen, ihn in seiner Sprache verstehen, sein Herzensanliegen teilen - dein Inneres und mein Inneres bilden dann ein Inneres- das ist Heiliger Geist. Der macht aus Zweien eins, aus vielen ein Ganzes.
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Der Gesit leistet Schwerarbeit. Denn jeder ist jadie Mitte seines Systems. Jeder hat seine eigene Gendatei. Jeder ist das vorläufige Ende einer langen Erfahrungsgeschichte. Der eine hält lieber fest und die andere verflüssigt es lieber in Sachen und Feste, der eine hat mehr Angst um die Zukunft und die andere lebt rein gegenwärtig. Und die Zeit ist knapp und die Aufmerksamkeit ist auf eine Minute, 30 Sekunden getrimmt, und um die Rohstoffe konkurrieren immer mehr Menschen. Wieviel Heiligen Geist braucht es, die große Menschheit zum gerechteren Verteilen anzuleiten? Und im Kleinen: Wieviel Verstehen braucht die Liebe?
Es bleibt nur eins: An den heiligen Geist glauben. Fahrt aufnehmen in Richtung Inspiration: Geist wittern. Ihn wirksam fühlen unter uns, das ist die einzige Möglichkeit. Bittet, suchet, klopfet an, sagt Jesus, vergebt 77 mal 7 mal, wenn einer einen Rock will, dann gib ihm auch den Mantel, setzt auf Verstehen- In diesem Zusammenhang: mal ein Beifall für alle Lehrer und Erzieherinnen, die mit Geduld und Konsequenz Wissen und Haltung beibringen. Und Beifall allen Dolmetscher, die des einen WortFracht übersetzen ans Ufer des anderen, es in seine Bilder füllen.
Also bitten wir um Heiligen Geist: Setzen wir den Atem Gottes in jeder seiner Kreatur voraus. Natürlich kann man auch verrückt werden, auch verrückt gemacht werden. „Eine Faszination kann im Würgegriff der Verzückung halten“ (DeLillo), dann sollte ein Freund mal einen kalten Schauer über einen kippen. Andererseits: Dine Begeisterung kann andere ganz unberührt lassen, genau wie bei den ersten Christen- sie wähnten sich schon am Anfang des Himmels, sie sahen das Babylonische Sprachengewirr aufgehoben durch gemeinsame Freude, gemeinsames Loben des Lebens. Andere aber konnten damit nichts machen und hielten sie nur für betrunken.
Das ist auch so eine Erkenntnis: Der Heilige Geist erreicht nicht alle auf einmal, nicht alle auf eine Weise, er ist mehr wie ein warmer Wind, der langsam die Blätter aus den Knospen wickelt, langsam bekehrt der Geist die Menschen zu einander hin. Die engen Stirnen werden geweitet. Und die Alten sind oft verknüpfender als die Enkel. Sagt der Enkel zur Großmutter: „Ach, du kriegst doch von dem Trubel gar nichts mehr mit“. Und Großmutter hellwach : „Aber ich bin doch dabei.“
Heiliger Geist schmilzt das Trennende der Unterschiede. Erstaunlich wie ähnlich wir sind- das offenbart der Heiligen Geistes. Fremdeln wir nicht mehr so viel. Jeder hat Hunger, Jeder braucht Achtung, jeder braucht gute Worte. Anherrschen tut weh und auch das Stummbleiben, das ins Leere laufen lässt. Also bitten wir um heiligen Geist, den Stoff, der vereint. Auch mal wieder ein Kuß für Kirche. Sie ist doch das Bild der einen großen Familie- quer durch alle Stammbäume Sie wahrt auch den Grundtext des Lebens, die Liebe, quer durch alle Sprachen. Wir brauchen nicht gerade für einander in Flammen stehen, Aber doch gut, daß wir uns haben. Gratulieren wir uns zu einander. Amen




 
DS
14.05.2005
09:48 Uhr
     
an - speziell - alle Leser der Nordelbischen Kirchenzeitung :
ein wöchentlicher Beitrag von TG war gestern nicht erschienen war, was ich zum Anlass einer Anfrage an die Redaktion nahm . Hier die Antwort für Euch alle - mit pfingstlichen Grüssen aus Hamburg:

Sehr geehrter Herr Schmidt,

vielen Dank für Ihre Zuschrift. Keine Sorge, die Änderung auf Seite 6 wird nicht dauerhaft sein. Wir haben den Platz lediglich einmalig umfunktioniert um das - wie wir meinen - lesenwerte Raps-Gedicht unterzubringen. Ab nächster Woche finden Sie dort wieder Traugott Giesen. - Und das wird auch nach seiner Verabschiedung aus dem kirchlichen Dienst so bleiben.
In diesem Sinne weiterhin viel Spaß bei der Lektüre - empfehlen Sie uns weiter!
Mit besten Grüßen
Ihr
Carsten Splitt
 
thomas
13.05.2005
22:01 Uhr
E-Mail    
Für all' diejenigen, die diese weltweit sehr verbreitete Sprache nicht sprechen ..... -(;-))-

"Cogito, ergo Deus est." - Ich denke, also gibt es einen Gott.
 
"Heuschrecke"
13.05.2005
08:23 Uhr
     
Wie Menschen Sechs- oder Achtbeiner ansehen, sieht man an einem kürzlich getroffenen Vergleich. Da wird eine ägyptische Plage beschworen, was untergründige Ängste auslöst, hierbei eine ganze Tierart verunglimpft, die in Deutschland übrigens unter Artenschutz steht, und gleichzeitig wird die Kaste der Unternehmer in den Dreck gezogen, von denen die meisten Mittelstandsunternehmer sind und die allermeisten, auch einige große, verantwortungsbewußt, der typische deutsche Neid geschürt und mit solchen Ängsten Wahlkampf betrieben. Wer einen verantwortungsbewußten Unternehmer lesen möchte, lese in Zeit online das Interview mit Wendelin Wiedeking, der Subventionen für sein Werk in Leipzig ausschlug.

Heiliger Geist ist für mich auch und vor allem Vernunft, sich mit solchen Dingen sachlich auseinander setzen und nicht aufwiegeln lassen.
"Cogito, ergo deus est." Augustinus.
 
Traugott Giesen
12.05.2005
22:58 Uhr
     
Pfingsten- Geburtstag der Kirche, in Flammen stehen vor Leben...  
maikäfer
10.05.2005
17:34 Uhr
     
Ja Sophie, das glaube ich ganz fest. Menschen wären besser im Miteinander und Füreinander, wenn wir die Tiere gut behandeln würden. Wir müssen es den Kindern lehren, vorleben... Und jeder Käfer, der unseren Weg kreuzt, soll getragensein wenn ihm Gefahr drohen könnte... und und und.
Ich habe große Hochachtung für das, was sie geschrieben haben. Danke - und viel Glück!
 
Sophie
09.05.2005
12:44 Uhr
     
Ich glaube, dass die Trauer auch deswegen bleiben muß, weil, tatsächlich "Das Entsetzliche niemals vorbei ist", weil es sich beim Holocaust zwar um eine deutsche Tragödie handelt, die eigentliche Tragödie aber ist, was Menschen bereit sind, Menschen anzutun. Man findet zwar in der Geschichte keine so große Tragödie, aber viele, die groß genug sind und viele kleine Beispiele von Untaten von Menschen an Menschen. Manchmal frage ich mich, ob Menschen besser zu einander wären, wenn sie von jeher gelernt hätten, auch gut zu Tieren zu sein.
Inzwischen habe ich hier alle Interviews gelesen und komme auf einen Satz, der auch schon in Predigt oder Kolumne vorkam und zwar "Sie haben die bessere Inszenierung". Ich würde mal sagen, mit meinem schon seit meinem ersten Santiago-Besuch vor 15 Jahren katholisch angehauchten Herzen, dass es darauf nicht so ankommt. Sie haben etwas sehr Innerliches, das manchmal die gute Inszenierung hervor ruft. Ich spüre das mit meinem eigenen Innerlichen. Es hat etwas mit Geheimnis des Glaubens zu tun. Es ist eine sehr tiefe Wurzel da, etwas wie die Wurzel Jesse. Auch in Taizé findet man das. Frère Roger hat ein katholisches Herz. Er hat mich einst gesegnet. Man kann dann hinterher nicht beschreiben, wie stark das war. Es ist etwas Unbeschreibliches, wie gesagt, Geheimnis des Glaubens, silence. Man verstummt, aber innerlich wird man ganz lebendig. Die Inszenierung ergibt sich von selbst. Wenn man erst die Inszenierung macht und dann auf das Andere wartet, passiert oft gar nichts. Theater gehört in Theater, und auch da spielt sich nur etwas ab, wenn das Stück gut ist, einen wahren Kern hat.
 
do
08.05.2005
17:08 Uhr
     
Ja, DANKE, TG in der gestrigen Kolumne und Bischof Huber und Kardinal Lehmann und all denen, die heute in Berlin - sei es in der Gedächtniskirche, ökumenisch in St. Hedwig oder politisch im Bundestag - ihre tiefen Gedanken zum 60. Jahrestag der Befreiung Deutschlands geäußert haben: DANKE für die wertvollen Worte, die es nun weiterzutragen und zu leben gilt für uns alle und über Generationen und Landesgrenzen hinaus. do  
Traugott Giesen
08.05.2005
10:55 Uhr
     
Bitte beachten: Kolumne 07.05.2005 aus "Die Welt" Ausgabe Hamburg: Dies Entsetzliche ist niemals vorbei - Die Trauer bleibt

 
Traugott Giesen
07.05.2005
22:33 Uhr
     
zum 65 Gebrtstag mit Frau und Kindern , Enkeln nach Legoland-über Röm mit der Fähre: Dort auch Achterbahn mit dem Enkel, beide sehr stolz.  
ali
07.05.2005
13:23 Uhr
  Homepage  
Gottes segen.
ali
 
Günther Dichatschek
07.05.2005
12:16 Uhr
E-Mail Homepage  
Nach 29 Jahren auf Sylt in den Ruhestand zu gehen, Zeitungskolumnen und Bücher geschrieben zu haben, im Internet aktiv gewesen zu sein, im Jahr durchschnittlich 60 Hochzeiten mit allen anderen Kasualien durchgeführt zu haben - das verdient nicht nur Anerkennung und hohes Lob.

Ein Sylter Urlauber, selbst im evangelischen Pressewesen ein wenig tätig, wünscht alles Gute und weiterhin viele schöne Erlebnisse !

Gruß aus den Alpen nach Sylt an das Meer!
 
Elena
07.05.2005
11:32 Uhr
     
Lieber TG! Ihr Abschied tut mir weh. Deshalb komme ich auch nicht zu Ihrem Abschied, sondern bleibe daheim. Es ist gar nicht so, dass ich Sie als Liebe-Worte-Pastor vermissen werde, nein, ich werde Sie als Counterpart vermissen, als Mensch, dessen Gedanken mich immer interessiert haben, mit dessen Gedanken ich aber längst nicht immer einverstanden war. Doch Ihre Gedanken in Predigten oder in Kolumnen haben mich grundsätzlich zu eigenen Ideen angeregt und hielten mich auch oft lebendig. Ich hoffe, Sie schreiben noch ein wenig und haben noch eine Mail-Adresse. Ihre Erinnerungs-Kolumne heute ist sehr gut, aber auch da denke ich in einem Punkt anders. Ich glaube eher, ich wäre nicht beteiligt gewesen, hätte aber vielleicht nicht den Mut gehabt, mich offen so wehren wie Prof. Huber und seine Gruppe oder von Stauffenberg oder Bonhoeffer oder Niemöller. ich sehe das alles am Heute. Gemeinsam mit vielen anderen Menschen bin ich entsetzt über ein geklontes Rennpferd oder Experimente mit Menschen im Acht-Zellen-Stadium. Wer soll mir mehr leid tun, die dabei gestorbenen Affen, die Föten oder der Wissenschaftler, der sich dafür her gibt? Was kann ich dagegen tun? Nichts, das ist das Traurige. Da muß ich an "Crocodile Dundee" denken, wo sie sagt: "Sie müssen sich eine Stimme verschaffen" und er kontert: "Wer will denn die hören?" Und er hat recht. Der Film ist alt, die Probleme bekannt, und dennoch wird die ethische Grenze immer dünner.
Auf der MS Europa werden wir uns wohl nicht sehen, denn gerade das hat mir die Beschäftigung mit Ihnen auch gebracht: das Abwenden von Menschen, die den letzten Wohlstand auf einem Luxusschiff verfressen, Kaviar vom aussterbenden Stör, die Abwendung von Menschen, die verantwortungslos und sorglos alles genießend die BRD vergeigt haben. Das ist Ihre Generation. Die wird sich noch schwere Vorwürfe von Kindern und Enkeln anhören müssen, Sie wohl nicht, aber wen bewegt denn ein Pfarrer heute schon wirklich? Das ist doch meistens ins linke Ohr und durch das rechte wieder hinaus. Na gut, lassen wir das. Ich werde Sie sicherlich vermissen.
 
DS
07.05.2005
09:39 Uhr
     
TG, können wir stillen nicht- immer- anwesend- sein- könnenden an den wunderbaren worten der hochzeitspredigt irgendwie teilhaben ? Euch allen ein sonniges Wochenende, ob der Himmelkörper nun gerade mal verdeckt ist oder sichtbar ! Euer DS aus HH  
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