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:: lebensmut.de ::
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corinna
14.04.2005
17:32 Uhr
     
Ich wünsche mir, dass wir alle weiniger über andere richten. Deswegen hat mir die Predigt vom Sonntag so gut gefallen: Wach sein, aber nicht richten. Wir wissen doch nicht die Wahrheit, sie ist "kein Kristall, den man bei sich tragen kann". Auch in der Schule, wo es eher eine Wahrheit (falsch oder richtig) gibt, richte ich doch nicht über die Kinder, die Fehler machen, sondern ich ermutige sie nicht aufzugeben. Ich möchte, dass sie sich gemocht fühlen, unabhängig von ihrer Leistung.
Viele Grüße, corinna
 
Rosemarie Brink
14.04.2005
11:55 Uhr
E-Mail    
An Sophie,
herzlichen Dank für Ihren Eintrag vom 13.4.05. Noch bin ich in der Lage, alles gut zu verstehen - Gott sei gedankt.
Es wäre müßig, meine Meinung zu den Ansichten und Weisungen der katholischen Kirche zu wiederholen. Nur noch eins: vor Gott sind wir alle gleich - die Heteros, die Schwulen und auch die Lesben -, denn alle sind von Gott gemacht, ein jeder auf seine Art. Hüten wir uns also vor Ausgrenzung und Diskriminierung. Es gibt viel zu tun - packen wir es an! Bezüglich der in meinem Eintrag vom 10.4.05 angesprochenen Sorgen und Bedenken verweise ich gern auf die von Frau Bischöfin Käßmann veröffentlichte Meinung und noch einmal auf TG vom 10.4.2005. Dafür Dank.
 
Sophie
13.04.2005
15:54 Uhr
     
Liebe Frau Brink! Sie brauchen mich weder auf P.G. noch auf E.D. hinzuweisen. Ich mag P.G. und einige von E.D.'s Büchern, besonders das dreibändige über das ME. Sie verstehen hier etwas nicht. Vor dem Leiden und dem Tod muß die Kritik mal verstummen. Im Moment sind übrigens Novendalien bis Samstag.

Sie laden mich geradezu ein, zu einigen Themen Stellung zu beziehen: Schaut Euch doch einmal eine Religionskarte von Afrika an und konzentriert Euch auf eines der am meisten betroffenen Länder, die Republik Südafrika. Da die Katholische Kirche dort kaum vertreten ist, müssen wohl, da sonst die Katholische Kirche für AIDS verantwortlich ist, dort die Evangelischen oder die Anglikanische Kirche für herhalten. Oder wir spielen mal absurdes Klischeetheater und nehmen die üblichen Verdächtigen: Amerika, Israel und die Kath. Kirche. Da die Kath. Kirche dort nicht präsent ist, rotieren wir einfach im Uhrzeigersinn und sagen, in Wirklichkeit hat die Kath. Kirche Nine Eleven organisiert, die USA den Tsunami, und für AIDS in Afrika sind die Israelis verantwortlich.

In Wirklichkeit ist nur eins für die rasche Ausbreitung von AIDS dort verantwortlich, wie auch für Lepra: Totschweigen. Ein Lepra- oder AIDS-Kranker ist eine Schande für die Familienehre. Nelson Mandela, der kürzlich offen über seinen Sohn sprach, der an AIDS gestorben ist, wurde dafür scharf von seiner Regierung kritisiert. Über AIDS spricht man nicht in Afrika. AIDS hat man.

Ein Luftballon ist übrigens kein absoluter Schutz gegen AIDS, das auch durch Hautwunden übertragen werden kann. Er mindert nur das Risiko. Der einzige Schutz gegen die Übertragung von AIDS ist Enthaltsamkeit. Somit sind wir zurück bei der Kath. Kirche.

Kürzlich fragte ich einen Freund, der 40 Jahre Entwicklungshelfer in verschiedenen Ländern Afrikas war: "Warum kriegen die so viele Kinder?" Er erklärte mir, daß sie sie brauchen. Und wir bräuchten eigentlich auch mehr Kinder, auch europäische, damit wir nicht aussterben. Da sie sie brauchen, richten sie sich ohnehin nach niemandem. Sie machen Kinder nicht, weil sie soviel Spaß an Sex hätten, sondern um sich zu ernähren. Defibulierte Frauen haben ohnehin keine Freude an Sex.

Es lohnt sich, einige der 80 000 Seiten zu lesen, die Johannes Paul II geschrieben hat, z.B. die Ausführungen über Sexualität in der Ehe. Sie sind bestimmt von großer Kenntnis von Nähe und Bedürfnissen. Da schrieb kein prüdes Muttersöhnchen, sondern ein erwachsener Mann, der ein engagierter Seelsorger in Polen war, auch noch in seiner Zeit als Bischof, und der sich auskannte. Das Problem haben doch eher wir. Wir sind eine durchaus als promiskuitiv zu bezeichnende Gesellschaft, die getreu nach dem Motto von George Bernard Shaw lebt:
"Ehe: Maximale Gelegenheit bei minimaler Versuchung." Da wir uns ohne Grundsätze der Kirche hier leicht tun, dürfen wir alle maximale Sünder sein, ohne uns je dafür zu schämen. Ich nehme mich davon nicht aus, denn ich komme auch öfter in Versuchung, doch inzwischen kann ich gut widerstehen. Das "Rummachen" führt zu zerbrechenden Bindungen und erzeugt viele Opfer, viel mehr als die Kath.Kirche, für die die Ehe ein Sakrament ist.

Zu den Homosexuellen kann ich nur eins sagen: ich hatte schon oft homosexuelle Freunde und finde sie köstlich, ein Gewinn für jede Frau. Lesben kann ich leider nicht ausstinken.

Gewisse Verfehlungen aus Wien kommen in jedem Berufsstand vor, weil es sich um eine Krankheit handelt und haben meiner Ansicht nach nichts mit dem Zölibat zu tun. Der Mörder von Levke und Felix hat eine Familie. Nur ist es so, daß es bei Priestern mehr Aufsehen erregt und sich als gute Waffe gegen die Kath. Kirche verwenden läßt.

Ich persönlich empfinde die Welt als komplex. Man muß sehr viel nachdenken und darf sich auch nicht einseitig von einem Presseorgan füttern lassen, sondern verschiedene verwenden. Man wird dann nachdenklicher. In Deutschland herrscht klischeehaftes Denken vor. Es werden gern Feindbilder konstruiert, außer den üblichen Verdächtigen auch noch die EKD, die Wirtschaft, die Reichen oder der Staat. Klischees und Feindbilder sind gefährlich, weil sich Ideologien darauf aufbauen können, und Ideologien macht sich irgendwann einer zunutze. Auch Hitler ist nicht allein schuld. Das Feld des Antisemitismus war gut vorbereitet, er mußte nur noch den Pflug in die Hand nehmen.

Zum Schluß zu Robert Mugabe, der genau so schlimm ist wie Ian Smith vor ihm: Jesus nahm Huren und Zöllner an. Es ist also durchaus im Sinne von Jesus, wenn der Zöllner Mugabe zur Beerdigung kommt. Vielleicht nimmt er etwas davon mit. Wäre zu wünschen. Es war noch ein Zöllner milderer Natur dort. Dessen Name hat etwas mit dem Papst zu tun. Vielleicht war er ja deswegen dort.

Vielleicht an andermal kürzer über Wahrheit und was ich von J.P.II darüber las.
 
Sophie
12.04.2005
09:45 Uhr
     
Herrliche Predigt vom 10.4.05. Durchaus anmutig.  
Rosemarie Brink
11.04.2005
11:11 Uhr
E-Mail    
zum Eintrag von "Sophie" (11.4.2005). Wären doch alle Pastöre so großartig wie Traugott Giesen - die Kirchen würden voll sein (siehe St. Severin in Keitum auf Sylt), und wie gut, daß es Eugen Drewermann gibt mit seinem beispielhaften Gefühl für den Menschen und die Tiere.  
Sophie
11.04.2005
10:11 Uhr
     
Auch ich sage von Herzen Dank, lieber Webmaster. Außerdem Dank an Pastor N. und an Do für Gefühl und Mitempfinden.
Die Beerdigung hat unter Umständen Gott selbst inszeniert und der wunderbaren Stadt Rom geholfen, den Ansturm zu bewältigen. In jedem, der dabei mithalf, muß Kraft und guter Geist gewesen sein. Auf dem Platz saßen, einmal in Frieden und vielleicht unvergeßlich vereint, Oberhäupter ganz verschiedener Nationen, außer dem katholischen Klerus Vertreter anderer großer Kirchen und dahinter die große bunte und erstaunlich ruhige Menge aus jung und alt aus allen Nationen. Ägyptisch? Nein der große Mensch Karol lag in einem wunderschönen schlichten Sarg aus Zypressenholz auf der Erde, die er so oft geküßt hatte. Gott ließ den Wind im Evangelium blättern. Kardinal Ratzinger hielt eine ergreifende Predigt über einen Menschen, der ihm und so Vielen nahe war. Als der Sarg in den Petersdom getragen wurde, ließ Gott der Herr, das dürfen wir glauben, die Sonne durch die Wolkendecke über Rom brechen.

Die letzte Reise von Papst Johannes Paul II war vor allem eins:
Anmutig. Und Gott ist für mich Anmut.

TG's Kolumne erscheint mir anmaßend. Sie reiht sich ein bei Heiner Geisler, der eine Geißel ist, Küng und Drewermann. Ich habe mich in den vergangenen Jahren sehr oft mit einem Übertritt in die katholische Kirche beschäftigt. Diese Kolumne lädt mich dazu ein, endlich mal Stellung zu beziehen und das mit einem Priester herauszufinden, nicht mit einem Priesterlein, sondern mit einem Priester.
 
Menke
11.04.2005
09:38 Uhr
E-Mail    
Hallo Ihr Gästebuchleute!

Glück im Spiegel der Liebe erscheint mir nicht als zweierlei, wird bewußt erlebtes Glück weitergereicht werden sollte in der Liebe an andere.

Wenn Glück erlebt wird und anderen mitteilend sein soll, so muß ich es auch wieder loß lassen können.

Erlebdes Glück setzt voraus, daß ich ein anderes erlebdes was ich vorher erfahren habe unterscheiden kann im Gefühl des erlebden Glücks.

Glück strahlt nur dann Zufriedenheit aus, wenn ich nichts heraufbeschworen habe,was ich nicht in Kenntnis meiner Sinne gesetzt habe.
 
do
11.04.2005
09:20 Uhr
     
Danke, liebe(r) WebmasterIn, von Herzen Dank! Und Pastor N. auch! Einen freudigen, dankbaren Tag allen! do  
webmaster
11.04.2005
08:02 Uhr
E-Mail    
Die Predigt von Pastor Matthias Neumann aus Hamburg Othmarschen erreichte uns, und ich möchte sie Ihnen nicht vorenthalten - "der etwas andere Blick...":

"Papst Johannes Paul II. ruht nun in Frieden – die grösste christliche Trauerfeier der Geschichte ist vorbei. Über 100 Potentaten beugten das Knie vor ihm. Was wird bleiben von diesem Papst aus Polen nach 26 Jahren Pontifikat, 104 Pilgerreisen ins Ausland, 14 Enzykliken – und was geht uns das als Evangelische an? Ein Reporter befragte dazu eine Gruppe Jugendlicher der Weltkirche - aus Polen, Italien, Frankreich, den USA auf dem Petersplatz. Ein Mädchen antwortete so: „Der Papst ist ein Pastor im besten Sinne, ein Schäfer. Schauen Sie uns an - solche Freundschaften sind sein Werk, sein Vermächtnis, das ihn überleben wird.“ Umsonst ziehen ja nicht vier Millionen Pilger nach Rom, um an der letzten Messe für Karol Woytyla aus Wadowice teilzunehmen. Davon zwei Drittel junge Menschen – und das bei einem Papst, der sich mit Betonkopf gegen jede Empfängnisverhütung, Homosexualität und Sexualität als Freizeitspass aussprach, der die Welt in zwei Farben sah: göttlich und dem Teufel verfallen. Aber Hunderttausende rufen bei der Beerdigung: „Ein Heiliger – sofort! Santo - subito“ Und erinnern sich an seine letzten Worte aus seinem Sterbezimmer. Die richtete er an die jungen Menschen auf dem Petersplatz: „Ich habe euch gesucht. Jetzt seid ihr zu mir gekommen. Und ich danke euch.“ Will sagen: „Ihr helft mir beim Sterben.“ Der Hirte, der von seinen Schafen getröstet wird: auch ein Bild von dem, was Kirche bewirken kann. Das ist berührend. Menschlich – und christlich. Natürlich gab es auch andere Töne mit den Stimmführern Eugen Drewermann und Hans Küng: Für die ist Johannes Paul so etwas wie der Antityp des guten Hirten. Vielmehr ein totalitärer Herrscher, der Bischöfe gleichgeschaltet, Theologen mundtot macht, Priester kasteit, Laien rechtlos gemacht habe, Frauen diskriminiert, Kirchen geleert, Aids in Afrika verbreitete. Seine Wirkung auf Menschen? Geniales Marketing, dahinter nichts. Der Global Prayer. Schauspielerei des Provinzdarstellers aus Krakau wäre das! Peinlich, schädlich, reaktionär. Ich war etwas erschrocken über diese Nachrufe. Sie klangen wie von Waldorf und Statler vom Balkon. Grösse hört sich anders an. Unser oberster evangelischer Bischof Wolfgang Huber aus Berlin ist da mehr auf Augenhöhe. „Mit Papst Johannes Paul II. hat die Welt einen eindrücklichen Zeugen des Evangeliums verloren“ sagt er. Und einen bedeutenden Papst der Kirchengeschichte. Richtig: der Papst war nicht Gott. Wohl aber Christi Stellvertreter auch im Leiden. Ein Mensch ohne Fehler ist kein vollkommener Mensch, wusste schon Alfred Polgar. Dass Johannes Paul II. der Sprengzünder zum Sturz des Kommunismus gewesen sei, bestätigen ihm seine damaligen Feinde Jaruzelski und Gorbatschow. Dass er die westliche Konsumgesellschaft für todbringend hielt, hat er auch nie verschwiegen. Natürlich haben wir Evangelischen mit Bedauern zur Kenntnis zu nehmen, dass er uns als Christen zweiter Klasse einsortierte. Aber trotz dieser Differenzen kann er doch trotzdem ein eindrücklicher Zeuge des Evangeliums gewesen sein. War er auch. Was ja sein Abschied von der Weltbühne mit Beifall für seine Lebens- und Sterbeleistung eindrücklich vor Augen führt.

Vielleicht habt Ihr ja auch diese Szene von wahrhaft shakespearehaften Dimensionen miterlebt, als Paul II. bei seinem Versuch, den Ostersegen zu sprechen, so jämmerlich scheiterte. Dieses schmerzverzerrte Gesicht des alten Mannes, der in Windeln gewickelt war, geschüttelt von Schmerzen, nicht funktionierend bis zur Lächerlichkeit: das war das Leiden Christi eins zu eins nachgelitten. „Niemand hat grössere Liebe als der, der sein Leben hingibt für seine Freunde“ sagt Jesus. Deshalb hat sich der Papst ans Fenster schieben lassen. Das unterstreicht, dass in der Selbstverschwendung für andere der Schlüssel für echte Christus-Nachfolge zu finden ist. Und genau diese Echtheit haben die jungen Menschen in ihm gespürt – auch wenn er kein Wort mehr sagen konnte, nur noch ein paar klägliche, wackelige Kreuze in die Luft krakelte. Ecce Homo. Der glänzende Doktor der Philosophie war es nicht, der Doktor der Theologie auch nicht, der Professor für Ethik an der Universität Krakau und Lublin auch nicht. Wohl aber der Mann, der zu seinem Attentäter Ali Agca in die Zelle ging und ihm ungebeten vergab. Karol Woytyla war in frühen Jahren zu der Überzeugung gelangt, dass der Mensch ein moralisches Wesen sei, keine Marionette von Umständen, sondern ein Wesen, das im Gegenüber zu Gott und in der Nachfolge Jesu seinen Adel gewinnt. Ich habe ihn einmal erlebt, wie er in sich zusammengesunken, zitternd und betend zwischen Tausenden von Jugendlichen sass und gelegentlich die Augen öffnete, um sie anzulächeln. Das Bild reichte, um seine Schafe mit den Augen zu leiten, wie es von einem guten Hirten in der Bibel zu lesen ist. Selten hat ein Mensch in der Nachfolge Christi mich so beeindruckt – und ist mir Vorbild geworden, dem nachzueifern lohnt – in den Sandalen Jesu. Wir Evangelischen brauchen glaubensstärkende Vorbilder, denen wir folgen. Die schenke Gott uns allen. Amen."
 
do
10.04.2005
17:33 Uhr
     
Wie gut, dass so viele Menschen päpstlicher als der Papst sein dürfen - das ist unsere Freiheit! Wer von uns "gnadenlosen Richtern" hat jemals die von ihm verfassten 80.000 Seiten studiert? Ich nicht. Ein Zitat jedoch hat mich beeindruckt: "Die dem Übel gesetzte Grenze ist eindeutig Gottes Barmherzigkeit".
Dass Begeisterung für Kirche lebt, möge uns erfreuen, dass Woodstock zu Ehren des großen Glaubensmannes Johannes Paul II neu stattfand in Stille - ich werde den 8. April in Erinnerung behalten - die, die hingingen, haben getan, was ihnen am Herzen lag.
Der Wind blättert im Buch ...
Möge JP II nun in Frieden ruhen! Danken wir Gott für all das, was er bewegt hat.
Einen friedvollen Sonntagabend - do
 
Rosemarie Brink
10.04.2005
16:18 Uhr
E-Mail    
Mein Dank an Sie, lieber Herr Pastor Giesen, und an Sie, Herr Thomas Müller, für Ihre Gedanken zum "Riesenevent" anläßlich des Todes von Johannes Paul II.
Ehre wem Ehre gebühret, aber bitte mit Maß! Ich will keinesfalls leugnen, daß der Papst während seiner Amtszeit und überzeugt von "seiner Kirche" viel Gutes geleistet hat. Dafür sei gedankt. Trotzdem war für mich dieses "Riesenspektakel", welches über eine ganze Woche alle Medien besetzte, am Rande des Unerträglichen. Sehen wir doch bei allen Lobgesängen einmal die Kehrseite der Medaille. All den Menschen, die in dieser Woche nach Rom gepilgert sind, ist bekannt, daß aufgrund des strengsten Verbotes der Empfängnisverhütung täglich unzählige Kinder sterben. Ich vermisse sehr, daß die gleichen Menschen sich in Massen versammeln, um für diese unschuldigen Kinder zu beten, die Kirchen füllen, Kerzen anzünden und gegen die auferlegten Verbote mit aller Macht protestieren. Wieviele Menschen sterben aufgrund des von der katholischen Kirche auferlegten Kondomverbotes täglich an Aids? Afrika droht an diesem Elend zu kollabieren und alle schauen zu.
Was ist mit der Schwangerenberatung? Auch das ist verboten und wer es trotzdem tut wird abgestraft. Und das, wo unter anderem ausgerechnet im Mutterland der katholischen Kirche - Italien - ganz offiziell in den staatlichen Kliniken abgetrieben wird!
Und dann sind da noch die Tiere - unsere "Mitgeschöpfe" , die gerade in den südlichen streng katholischen Ländern gequält, mißbraucht werden und letztendlich wie Abfall in der Tötungsmeschinerie landen, wenn wir uns als aktive Tierschützer nicht bemühen, alles in unserer Macht stehende zu tun, wenigstens einige von ihnen unter großem Aufwand zu retten und zu uns zu holen.
Es gäbe noch so vieles aufzuzählen (Diskriminierung der Homosexuellen, Ausgrenzung der Frauen betr. Priesteramt etc.), aber wenigstens einiges mußte ich mir von der Seele schreiben und würde mich freuen, wenn ich ein wenig gerade die Menschen zum Nachdenken anregen kann, die bisher nur die eine ihnen am angenehmsten erscheinende Seite ihrer Kirche betrachtet haben. Gleiches wünsche ich mir vom kommenden Papst. Und nun möchte ich eine Kerze anzünden für die Menschen, die auch in diesen Tagen zu Grabe getragen wurden und die in ihrem Lebensbereich sicherlich alle Kraft zum Wohle ihrer Mitmenschen und Mitgeschöpfe eingesetzt haben.
Mit herzlichem Gruß
Rosemarie Brink
 
Thomas Müller
10.04.2005
14:57 Uhr
E-Mail    
Nochmals der Papst und seine Entourage ....
************************************************** ***
Die Milliarden-Show

Autor: Patrik Etschmayer / Freitag, 8. April 2005

Es wird mit einer Milliarde Fernsehzuschauer gerechnet. Über 4 Millionen Pilger würden gerne selbst dabei sein. Und eine Weltstadt droht, unter dieser Last zusammen zu brechen. Der Papst ist gestorben und jeder will sich noch von ihm verabschieden.
Nun gibt es daran prinzipiell nichts auszusetzen. Ein jeder hat das Recht, sich von einer geliebten Person würdig zu verabschieden. Es gehört zum Menschsein, dass damit die Trauer gelindert und verarbeitet werden kann.

Doch das Mass, das hier erreicht wurde, ist im Bereich des Erschreckenden. Es entsteht immer mehr der Eindruck, dass es sich nicht mehr nur um Trauer handelt. Für manche ist es ein Mittel der Machtdemonstration ihres Glaubens, wenn sie voller Stolz sagen, sie wollten mit Ihrer Anwesenheit ein Zeichen setzen.

Für andere scheint das Papst-Begräbnis ein Pflicht-Event zu sein, bei dem man dabei gewesen sein muss - oder zumindest beim Versuch dazu ehrenhaft scheiterte. Wir scheinen Zeuge eines Mega-Woodstocks zu werden, mit allem was dazu gehört: Spontane anreisen, Zeltlager, Gedränge und einem unglaublichen Gefühl der Verbundenheit unter den Anwesenden.

Die Schlimmsten unter diesen Event-Touristen sind womöglich die Staats-Chefs und Politiker, die sich in rauen Mengen einfinden. Es befinden sich darunter Diktatoren, für die Johannes Paul II zu Lebzeiten nur Verachtung gefühlt hätte, und Politiker, die ihn jetzt preisen, deren Politik er aber ein Bausch und Bogen verdammt hatte. So darf man sich ernsthaft Fragen, was Robert Mugabe in Rom zu suchen hat. Dass George W. Bush und seine 3 Vorgänger auch anwesend sind, ist zwar logisch. Doch die Ironie, dass der US-Präsident dem womöglich weltweit prominentesten Irak-Krieg-Gegner seinen Respekt zollt, ist nicht zu übersehen.

Dass dies die grösste Papst-Beerdigung aller Zeiten wird, ist aber nicht nur auf die Persönlichkeit des Verstorbenen zurück zu führen. Es ist auch darin begründet, dass er der erste Papst des Medien-Zeitalters war. Jeder glaubt, den Papst gekannt zu haben. Selbst Leute, die sich herzlich wenig um Glauben und Religion kümmern, kamen ob der päpstlichen Medienpräsenz in den letzten 27 Jahren nicht umhin, sich ein Bild von ihm zu machen. Er ist bislang der meistgefilmte und best dokumentierte Papst überhaupt. Dass die Bezeichnung 'Pop-Papst' mehr als nur eine Phrase war, zeigt sich jetzt in unglaublicher Intensität.

Fragt sich nur, ob er diesen Rummel wirklich gewünscht hätte. Selbst wenn jeder der Pilger nur hundert Euro in die Reise investiert, ergäbe dies mehr als eine halbe Milliarde Franken, die für diesen Abschied ausgegeben werden.

Dies in einer Zeit, in der Hilfsorganisationen darunter leiden, dass nach der Spendenflut für die Tsunami-Opfer das Geld für andere Hilfsvorhaben an allen Ecken und Enden fehlt. In einer Zeit, wo Kinder sterben, weil es an den einfachsten medizinischen Mitteln fehlt. Der Welt wäre mehr geholfen gewesen, wenn viele der Pilger das Geld für ihre Bus- und Bahntickets stattdessen gespendet hätten.

Doch in einer Zeit, wo das Dabeisein alles ist, bleibt für intime Trauer, stille Hilfe und Nächstenliebe kaum mehr Platz. Die Milliarden-Show läuft, und jeder will dabei sein, muss dabei sein. Auch dies ist ein Zeichen der Zeit.
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(Ich hoffe, dass Patrik Etschmayer nichts dagegen hat, dass ich seinen Artikel hier hin stelle ....)
 
Traugott Giesen
10.04.2005
12:09 Uhr
     
Ausnahmsweise hier:Die Welt Hamburgteil090405

Weltkirche und Kapellchen- Fels und Schifflein

Schon grandios wie sich die Menschheit verabschiedet von einem großen Glaubenszeugen, das ist Große Oper, formvollendet, imperial. Denkt man da an die beinah anonyme Beisetzung des Herrn, dann ist der Circus Maximus, den man mit dessen Stellvertreter macht, absurd. Und nicht mal hat sich der Vatikan zwecks Machtstabilisierung seiner bemächtigt. Auf seine ureigendsteAnweisung scheint das Megamedienereignis geplant und entworfen. Und wir alle ließen uns bannen von den Bildern, die völlig verneinen, daß hier ein Menschlein zu Grabe kommt. Der irdischen Hülle wurde eine Weihe zuteil, als würde wie im alten Ägypten ein Gottmensch bestattet.
Aber dem Verstorbenen Eitelkeit anzulasten, das griffe zu kurz. Sein Ziel war die mächtige Kirche, die zugunsten der Menschen Bastion ist gegen Tyrannei und Menschenverachtung. Dem Hitlerwahn und dem Kommunismus bot er die Stirn gegen Verlorengehen im Konsumrausch setzte er geistliche Macht.. Die wollte er als einen Fels in der Brandung der Gottlosigkeit.
Doch unter Johannes Paul II wurde und blieb die Römisch-katholische Kirche selbst herrisch und ausgrenzend und sogar menschenverachtend- Allein der Bann über Aids als Geißel Gottes zur Strafe für unerlaubte Sexualität ist verheerend. Und sich selbst als letzte Instanz für Wahrheit auf Erden zu halten, das baut eben eine Kirche, in der noch das letzte Priesterlein seine abgeleitete Macht ausspielt gegen die Ungeweihten.
In diesen Tagen könnte man als Protestant sich arm vorkommen, Evangelische Kirche spielt wirklich in einer anderen Liga. Aber gut, daß dieses Schifflein da ist: Nicht viel Macht und Purpur, aber der Respekt vor dem Gewissen des Einzelnen ist herrlich und das Wissen vom Gott der Liebe ist groß. Wir wollen keine Marienverehrung, die alle Frauen auf Hingabe und alle Männer auf kleine Jungen reduziert. Wir kämpfen gedanklich um eine Überzeugung, die in der Moderne angekommen ist. Hier wird keine Höllenangst gehegt um die kirchlichen Schätze nötig zu machen. Hier ist jeder Christ, jede Christin zum Priestertum aller Gläubigen beauftragt. Hier ist Freude über die Vielfalt der Ökumene- und den Römern wird ihr Kirchesein nicht abgesprochen, wiewohl diese das mit uns tut.
Natürlich ist eine Kirche felsengleich, wo einer das Sagen hat. Diese Sorte Kirche macht den Eindruck von Vater und Mutter: Auf uns ist Verlass. Evangelische Kirche ist Kirche der Schwestern und Brüder. Oft zerstritten aber quicklebendig, barmherzig, und jeden Menschen stärkend in seinem Selbstbewusstsein.
Ein kluger Katholik sagte mal nach einem Evangelischen Gottesdienst: „Ihr haben den besseren Text, aber wir die bessere Inszenierung.“ –Wohl wahr: Die Weltkirche weiß sich ins strahlende Licht zu setzen! Da kommen die Großen der Erde um den Allergrößten zu ehren, aber war das der Kirche versprochen? Man reibt sich die Augen, kann es nicht verstehen und schaut doch hin. Und gern würd ich auch sterben mit seinem Schlußwort: „Ich bin froh, seid ihr es auch!“
 
Elena
07.04.2005
11:17 Uhr
     
In Bildern, was das Sterben und der Tod von Johannes Paul II in mir auslösen:

Pont du Carrousel (mit einer Variante):

Der 'stumme' Mann, der auf der Brücke steht,
grau wie ein Markstein namenloser Reiche,
er ist vielleicht das Ding, das immer gleiche,
um das von fern die Sternstunde geht,
und der Gestirne stiller Mittelpunkt.
Denn alles um ihn irrt und rinnt und prunkt.

Er ist der unbewegliche Gerechte,
in viele wirre Wege hingestellt;
der dunkle Eingang in die Unterwelt
bei einem oberflächlichen Geschlechte.
Rainer Maria Rilke

Der Papst und sein Attentäter:
Die Liebe - "sie läßt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu."

Der Papst und die Unausgewogenheit der Welt:
Die Liebe - "sie freut sich nicht an der Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit."

Der Papst und seine Kritiker, die jetzt mit leeren Händen da stehen:
"Die Liebe hört niemals auf, wo doch das prophetische Reden aufhören wird und das Zungenreden aufhören wird und die Erkenntnis aufhören wird. Denn unser Wissen ist Stückwerk, und unser prophetisches Reden ist Stückwerk. Wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird das Stückwerk aufhören."

Der Papst und sein Leben und Sterben und ich und viele Andere:
"Wir sehen jetzt durch einen Spiegel ein dunkles Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise, dann aber werde ich erkennen, wie ich erkannt bin."

Und jetzt stehen wir hier mit diesem Papst:
"Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen."

Sie hat er gelebt. Sie möge als Vermächtnis bleiben und auch zurückkehren in die westliche Welt!
 
Dagmar Müller-Funk
06.04.2005
18:12 Uhr
E-Mail    
Der ungläubige Thomas - vor drei Jahren stand ich in den florentinischen Uffizien vor diesem unglaublichen Gemälde von Michelangelo Carravaggio: der milde, fast herablassende Christus mit dem staunenden, ängstlichen, verzweifelten Thomas. Was für ein Bild!

Und ein aspekt der mir bei all dem immer zu kurz kommt: Ja, Christus ist für uns ans Kreuz gegangen. Aber dahinter steckt doch noch sehr viel mehr: theologisch gesehen der Erlösungsgedanke, ganz pragmatisch jedoch diese Idee: Nichts und niemand kann mich von meinem gewählten Weg abbringen. Notfalls muss ich für meine Überzeugung sterben.

Gegen diese massive und radikale Ausübung des freien Willens - den ich persönlich für GOTTES großartigste Gabe an uns Menschen halte, neben, freilich, der Liebe - hat keine weltliche Macht mehr irgend etwas zu setzen. In dem Moment wo jemand seinen eigenen Tod billigend in Kauf nimmt, gibt es nichts mehr womit man ihn erschrecken könnte.

Somit ist Karfreitag für mich seit eh und je der Tag an dem wir feiern, dass Jesus uns zum Leben(!) befreit hat, uns nämlich zeigt, dass wir diejenigen sind, die Entscheidungen treffen. Bis zum bittern Ende - wenn's sein muß.

Das Leben geht ja weiter, stirbt eine Hülle nichts sonst. Schwer für die "Ungläubigen", der Geist, die Seele bleibt am Leben!

Gebt aufeinander acht, damit Eure Seelen am Lenben bleiben!

dagmar
 
hans
06.04.2005
11:50 Uhr
  Homepage  
Alles zu den Hochkulturen unserer
Vorfahren !

www.indogermanen.de.vu
 
Thomas Zumstein
06.04.2005
02:11 Uhr
E-Mail Homepage  
Kondolenz an den Papst:

Lieber Eminenz Papst Johannes Paul II



Die Welt trauert um deinen Tod. Du warst ein Papst für die Jugend. Die Jugend war für dich. Grosse Bewunderung und Hochachtung habe ich vor deiner Versöhnung und dem geistlichen Zölibat. Ich teile felsenfest deine Meinung zum Zölibat. Ich kenne auch das Gefühl der Trauer und des Verlusts und der Trauernden. Doch ich denke gern und mit Liebe an die Zeit zurück, als du zum Papst geweiht worden bist. Wie gern hätte ich dieses Gefühl erlebt. Jetzt als Erwachsener sehe ich die grosse Verantwortung. Du hast jeden Respekt und Würde verdient, dass man dich in dein Herz schliesst und dich ohne Anfeindungen oder Hass-Gefühlen aus dem Leben lässt. Die Welt hat einen so charismatischen und felsenfest überzeugten Menschen wie dich verdient. Das Vorbild wirst du für mich immer bleiben. Lieber Johannes Paul, ich wünsche dir, dass es dort wo du jetzt bist, so schön ist, wie du es immer geglaubt hast! Ich danke dir für alles Gute, das du in deiner Amtszeit für den Frieden auf der Welt getan hast. Und ich danke dir persönlich, dass du die Welt an deinem Sterben hast teilnehmen lassen. Du hast mir damit eindrucksvoll gezeigt, dass der Tod kein Tabu sein sollte, sondern ein Teil des Lebens. Und dass man keine Angst vor dem Tod haben muss. Geprägt hat dein Pontifikat viele auf der ganzen Welt, auch mich. Danke ist alles was zu sagen bleibt... die irdische Kirche wird leerer sein ohne dich. Der Himmel erfüllter: Wir sehen uns.

Ein Gebet der Liebe

Gott, du hast den Papst Johannes Paul den Zweiten zu dich gerufen. Gib ihm die Liebe und die Versöhnung, die er der Gesellschaft und der Welt gegeben hat…

Thomas Zumstein

Schriftsteller

Grenchen

www.samuz.ch.vu
 
Menke
05.04.2005
11:17 Uhr
E-Mail    
Hallo Ihr Gästebuchleute!

Wenn der Tot draußen vor der Türe steht und das Leben ist abgeerndet, warst Du nun Papst oder Mensch alles zur seiner Zeit.

Leistungen die im Amt vollbracht und nach Verwunderung schreit, geht ins Nichts der eigenen Gefühle unter, wenn Leid und dann Tot gewerdet wird.

Ob aus dem Gelbten bertachtet zb. Polen Afrikaner oder Nichtgläubige im äusseren, sollte keiner Lebensbewertung standhalten und wenn doch durch vermeindlich beruffene Menschen dazu, vieleich auch deshalb um sich im fremden Lebenswerk zu sonnen.
 
jakobus
04.04.2005
20:28 Uhr
     
@ TG
Wenn nicht Brückenbauer, was dann? Schau doch die vielen Millionen an, die unzähligen Trauernden, Betenden in aller Welt, die in ihrer Trauer miteinander Verbundenen. Für mich war JP ein ganz Großer und ich bin mir sicher, er hat viele zum Glauben hingeführt und ihnen ihre tiefe Sehnsucht nach Gott verdeutlichen können.
Alles Gute, jakobus

 
Sophie
03.04.2005
22:20 Uhr
     
Lieber Papa für Viele! Nun sagen sie einfach, sie bräuchten keinen Brückenbauer. Dann denke ich, sie sind blind. Sie sehen doch, wie Du die Menschen verbindest, auf dem Petersplatz, von dem vielleicht die Kerzen in Dein Sterbezimmer schienen, im Kölner Dom, in Polen oder in Los Angeles. Natürlich brauchen wir Brückenbauer, wenn die Menschen uns das zeigen. Ich bin froh, daß Gott Dich geholt hat. Mich hast Du nie so sehr berührt, weil ich nicht katholisch bin, aber als Du an Deinem Fenster das Gesicht verzogst, vor Schmerz, nehme ich an, und nicht mehr sprechen konntest, hat es mich zerrissen vor Mitleid. Ich bin froh, daß Du nicht weiter leiden mußt.

"Karel Wojtyla war kein Papst der Widersprüche. Sondern ein Papst des Widerspruchs - gegen die Lebenslügen der Moderne. Ein Mensch, der das 20. Jh in intensiver Zeitgenossenschaft erlebt und erlitten hat. Zugleich ein Mann von wahrhaft biblischem Glauben: kristallklar und hart, fugenlos und fest - wie ein Fels." Martin Posselt
 
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