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do
28.11.2015
18:55 Uhr
     
Offener Brief des jungen französischen Journalisten Antoine Leiris an die Attentäter von Paris, denen seine Frau zum Opfer fiel ...

Ihr bekommt meinen Hass nicht.

Freitagabend habt ihr das Leben eines außerordentlichen Wesens geraubt, das der Liebe meines Lebens, der Mutter meines Kindes, aber ihr bekommt meinen Hass nicht. Ich weiß nicht, wer ihr seid und ich will es nicht wissen, ihr seid tote Seelen. Wenn dieser Gott, für den ihr blind tötet, uns nach seinem Bild geschaffen hat, dann muss jede Kugel, die meine Frau getroffen hat, eine Wunde in sein Herz gerissen haben.

Nein, ich werde euch nicht das Geschenk machen, euch zu hassen. Auch wenn ihr euch sehr darum bemüht habt; auf den Hass mit Wut zu antworten würde bedeuten, derselben Ignoranz nachzugeben, die euch zu dem gemacht hat, was ihr seid. Ihr wollt, dass ich Angst habe, dass ich meine Mitbürger mit misstrauischem Blick betrachte, dass ich meine Freiheit der Sicherheit opfere. Verloren. Der Spieler ist noch im Spiel.

Ich habe sie heute morgen gesehen. Endlich, nach Nächten und Tagen des Wartens. Sie war genauso schön wie am Freitagabend, als sie ausging, genauso schön wie damals, als ich mich vor mehr als zwölf Jahren hoffnungslos in sie verliebte. Selbstverständlich frisst mich der Kummer auf, diesen kleinen Sieg gestehe ich euch zu, aber er wird von kurzer Dauer sein. Ich weiß, dass sie uns jeden Tag begleiten wird und dass wir uns in jenem Paradies der freien Seelen wiedersehen werden, zu dem ihr niemals Zutritt erhalten  werdet.

Wir sind zwei, mein Sohn und ich, aber wir sind stärker als alle Armeen dieser Erde. Ich will euch jetzt keine Zeit mehr opfern, ich muss mich um Melvil kümmern, der gerade von seinem Mittagsschlaf aufwacht. Er ist gerade mal 17 Monate alt; er wird seinen Brei essen wie jeden Tag, dann werden wir gemeinsam spielen wie jeden Tag und sein ganzes Leben wird dieser kleine Junge euch beleidigen, indem er glücklich und frei ist. Denn nein, auch seinen Hass werdet ihr nicht bekommen."

“Vous n’aurez pas ma haine” Vendredi soir vous avez volé la vie d’un être d’exception, l’amour de ma vie, la mère de...

Antoine Leiris, Montag, 16. November 2015

Übersetzung: Lena Jakat
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Besondere Gedanken zum 1. Advent ... do
 
Menke
25.11.2015
16:14 Uhr
E-Mail    
Frühstück!

Betrete ich die Küche und schau aus dem Fenster, diesig verhangen der Dunkelheit und Schlaf entronnen,
bricht der Tag für mich wieder neu an.
Im gegenüber das Haus der Nachbarin, ich wie immer als erstes durchs Fenster schau, brennt Licht schon früh morgens um sechs.
Das Küchenlicht hinter Gardinen, die Nachbarin im weisen Morgenmantel, so brüht sie ihren Kaffee auf.
Nicht zu vergessen die sanft stolzierende Katze, die Auf und ab über Tische und Küchenplatte wie jeden Morgen beizeiten läuft.
Schon blicken beide gemeinsam rüber zu mir, um Stille Begrüßungszermonie ablaufen zulassen.
Danach, entschwinden Frauchen und Katze aufeinmal in der Weite und Stille ihrer dunkelen Räumlichkeiten.
 
dankbarkeitsflamme
21.11.2015
14:03 Uhr
     
Lieber Ewald, heute fand ich GeDANKen von R. Fuchs, die Geschenk für uns alle Sind. Will sie hierhersenden ...
Lieber Traugott, mir fehlt meine Freundin sosehr. Sie Ist Damals, mit Emil - Heimgeholtworden. Von Ihr bekam ich 'mal 'An meinen Engel' geschenkt. Es Ist Trost. mit wundervollen Bildern von Engel-Skulpturen der Welt. Hab' es heut' gesucht, als ich diesGedicht fand. Ich will es in Ehren halten


Wenn man einen Freund verliert,
dann verliert die Welt viel Farbe
und die Seele weint und friert,
trägt ein Stück von sich zu Grabe,
und das Herz kriegt weit're Wunden
und der Tod zerreißt das Band,
das durch Liebe uns verbunden,
dreimal Erde wirft diie Hand.
Tränen fallen hinterher,
keine Worte können trösten.
Wenn der Sarg sinkt, ist's zu schwer,
da ist's Leid wohl mit am größten.
Ich verlier ein Stück mich selbst,
denn ich habe dich verloren,
während du dich dort gesellst
zu den Freunden neu geboren,
in der andren bessren Welt
ohne Trauer, ohne Tränen,
ohne Schluchzen, Greinen, Grämen.
Ich werd' weiter wandern müssen,
werd' wie du, den Menschen dienen.
Wirst du Gott dort dort von mir grüßen?
Wirst du dort vom Licht beschienen?
Leg ein gutes Wort doch ein,
dass Gott Kraft gibt, hier zu leben,
dass wir, bis wir dürfen heim,
unser Bestes hier noch geben.
Und die Sehnsucht macht mir Flügel,
und dein Vorbild hält mich hier,
muss noch über Berge, Hügel,
darf noch nicht zu Gott und dir,
muss, wie du's tatst, andre tragen,
Glaube, Hoffnung, Liebe wagen
und in stillen Stunden weinen.
Gott wird uns einst neu vereinen ...


.
 
Menke
20.11.2015
13:23 Uhr
E-Mail    
Gebt Ihm keine Nahrung!

Sich mit Themen und innhalten auf einer sachlichen Ebene zu beschäftigen, hilft den Lesern hier weiter.
Aber nicht herausfordernt vorher Denken und seine Ideologie mit einbringen, warten was da kommt, um zu sagen, ich hatte Recht.
Das bringt uns allen in der Sache nicht weiter, wenn ich sozusagen mich durchlesen mag, mit meinem angehäuften Meinungsbild.
Es sollte nicht in erster Linie um andere gehen, wo doch auch im tiefsten meiner Seele Fragen nach mir auftauchen können.
Das kann auch hier sich wiederspiegeln, ja gewünscht, lasst aber bitte die Persönlichkeit eines jeden unangetastet.
 
MUT
19.11.2015
11:14 Uhr
     
Eine wunderbare Kritik von Non Bruder zum eigentlich wirklich guten Text von tg.(Endlich mal wieder etwas, was klar und deutlich ausgesprochen ist, zum Nachdenken anregt und nicht nur Gefühlsduselei enthält - ein Text, der lesenswert ist!)
Zurück zur Kritik: Menschen, die sich mit seelen- und hirnlosen Abschlachten als Gottheit an die Macht kämpfen, können und wollen keine Freunde, Brüder mit Liebe und Menschenachtung werden. Da bin ich ganz bei Non Bruder (ich bin aber kein Star Wars Fan!) Sie handeln wie Tiere. Halt! Liebe Assisi Fans - denkt daran, Tiere verhalten sich nicht so instinktlos, wie das was wir z. Zt LEIDER in tragischer Form von sog. Menschen erleben müssen.
 
Non-Bruder
18.11.2015
22:26 Uhr
     
TG schön das ist schön, sogar sehr schön. Doch eine Kritik will ich anbringen: Das sind nicht meine Brüder. Selbst "Menschen" ist hier schon grenzwertig.
Mehrere Muslimverbände haben sich davon deutlich distanziert.
Den einen wollte sein Vater aus Syrien zurückholen. Er, schon recht alter Mann, unterzog sich der Mühe und Gefahr, dort einzureisen. Er erkannte ihn kaum wieder, beschrieb ihn als kalt und musste unverrichteter Dinge wieder abreisen. Der Vater kann wohl mein Bruder sein, und er tut mir leid wie auch die Mutter. Den anderen ruft sein Bruder an über Presse, sich zu stellen. Man muss mal an deren Familien denken. Das ist eine fanatische Ideologie, ausgefeilt bis ins Kleinste, wirksam wie eine potente Droge. Man kann immer umkehren. Jener kehrte nicht um. Ich liebe Star Wars, aber ich werde das dieses Mal zuerst auf Video sehen. Diese Non-Brüder werden weitermachen, wo die Geheimdienste sie vorher nicht finden. Sie entsprechen exakt dem Bild:
Ils viennent jusque dans nos bras, égorger nos fils, nos compagnes. (Aus der Marseillaise).
Dann noch was: Sie wollen nicht unsere Brüder sein. Zeigen sie ganz deutlich. Man kann keinen zu Freundschaft/Bruderschaft/Liebe/Nächstenliebe zwingen. Hier versagt als m.E. der christliche Glaube des Jesus, da es offensichtlich zu seiner Zeit diese Art Monstrosität nicht gab. Man kreuzigte zwar - das war gängig - aber Mörder oder sonstwie Schuldige. Das seelenlose Hinrichten von Unschuldigen ist in dieser Form vielleicht neu.
Die Psalmen des David versagen da nicht.
Das zieht uns also in archaische Epochen zurück.
Und daraufhin wird Putin der Bruder, und das erinnert an Hölderlin: "Wo Gefahr droht, wächst das Rettende auch". Immerhin etwas.
 
tg
17.11.2015
11:13 Uhr
     
Wir in Richtung Advent. Wir trotz Allem in Richtung Heilung.

Dass wir nichts über unsern Tod hinaus sehen können, spricht nicht gegen Sein drüben. Der Tellerrand unseres Todes begrenzt unsern Horizont, das ist normal: Das Korn sieht auch nichts von seiner herrlichen Ähre, die aus ihm hervorgeht. Das Korn kommt zu seiner wahren Bestimmung indem seine Selbsterhaltung zerrinnt. Das Körnlein vergeht, der Halm mit 40 Körnern je Ähre wird. So auch der Mensch. Der Körper vergeht durch das Nadelöhr physischer Tod hindurch. Und die Seele blüht zum Zauberbaum. Es kann sein, die Seele geht auf und kommt zu ihrer eigentlichen Geltung.

Ein Diamantsatz der Menschheit: "Gott hat uns die Ewigkeit ins Herz gelegt" (Prediger 3,11). Das zielt in Richtung Paulus: Das Leben ist ein ziemlich beschlagener Spiegel, für ein nur dunkles Bild von uns selbst; Was sagt der Spiegel, die Natur- dir von dir: Du bist ein "Nackter Affe"(D. Morris) , ein "intelligentes Schilfrohr"( B. Pasqual), nur "Schimmelpilsbefall" (J. Monot)-
Aber gerade, wenn wir unserer Toten gedenken, wissen wir, dass sie jedenfalls Bessere waren und Hingabe ihr Leben prägte. Dass sie zu großer Energie fähig waren, zu Leidenschaft, auch zu Hass vielleicht, der auch ihnen ihr Antlitz verfinsterte, Idealismus verzerrte ihre Züge, vielleicht- Es schien, auch sie haben zu ihrer Treue den wahren Herrn gesucht und auf Erden nicht gefunden, auch sie zielten doch auf sowas wie Gott. Sie sehnten sich auch nach Schönheit und Gutsein, nach Gewolltsein und Begehrtsein. Auch ihre Fragen waren größer als die Antwort aus der dunklen Natur: "Nur Gras bist du, das da frühe blüht und des Abends abgehauen wird und verdorrt"(Psalm 90).
Die Sehnsucht von Größerem und für Größeres gewollt , gerufen, erfunden, zu sein- ist doch das Menschliche an uns.
Die Sternschnuppen der Liebe haben uns erhellt, uns schön gemacht, geduldig, zart, haben uns einander erkennen lassen, wie wir von immer her gemeint sind.
Darum fehlen uns die Toten sosehr, um so mehr, als sie uns kleine Spiegel unseres Gutseins waren- oder sie fehlen uns weil wir noch so viel Erkenntnis einander verweigert haben, und dann keine Zeit mehr blieb.

Man weiß erst, dass man ist, wenn man sich in anderen wiederfindet.
Liebe hat uns immer als Teil eines Ganzen angesprochen, uns darum aus Vereinzelung erlöst, uns mitgenommen auf gemeinsame Fahrt, aufs Boot gemeinsamer Gefühle, Liebe hat uns Teilen lassen Verantwortung und Träume. Liebe machte uns zu mehr , machte uns gut.
Außerdem, die sich lieben machen ihren Weg in die Unsterblichkeit, zuweilen sogar mehrmals, und sie müssen fortan fragen, wie sie dem Dauer verleihen könnten, was sie als etwas Ewiges durchlebt haben (R. Berthes), sie werden religiöser, weil sie auf den Geschmack gebracht sind an Ganzheit. Und seit man geliebt hat schmerzt die Unvollkommenheit wie eine Wunde. Der, die Liebende weiß: "Alles was ich ihm nicht sagen kann, tut mir weh" (Johanna Walser). - Die Liebe sucht Brücken aus Worten und Blicken und Taten und braucht die Auferstehung. Die Liebe gebietet, das Abwischen der Tränen zu erhoffen und das Heilwerden dessen, was hier nicht zu einander konnte .
Man weiß erst, dass man ist, wenn man sich im andern wiederfindet. Darum fehlen uns die Menschen so, die uns starben, fehlen uns , je mehr sie uns die Liebe lehrten auch gerade durch ihr Gegenteil, die bittere Entbehrung. Man hat sich in ihnen gefunden, sie riefen uns ins Dasein- Sie forderten uns Rollen ab, die wir ohne sie nie gekannt hätten. Sie trauten uns Fähigkeiten zu, die wir durch sie erst an uns kennen lernten. Wir haben sie noch bei uns als Abdruck ihres Körpers, als Textteile im Kopf, als der, die Passende- mit dem du ein Paar warst.
"Mit ihm war alles einfach " auch das Schwierige, sagt die Liebe. - Ihr Wesen ist mit dem, der sich durch Tod entzog, in uns eingegangen. Vater, Mutter, Gefährte, Kind- wer auch uns abgeschält wurde, wir sind ein Stück.
Eben Paris- das Grauen der wild um sich schießenden, verblendeten Menschenbrüder; An die 200 Leben löschten sie aus, machten zu Witwen und Waisen, zu Verlassenen und Invaliden. Ihre Tode müssen in ein Gelingenes münden. Ihre Seelen müssen vereint sein mit Gottes Fülle, was immer das sein wird.
Gerade weil unser Wissen und Erinnern Stückwerk ist, gebietet die Liebe die Auferweckung von den Toten. Hier trägt alles das Hohheitszeichen "Made in Heaven", Darkrooms inklusive hat jedes Lebendige das Wasserzeichen des Ewigem. Die Liebe sieht nichts sich selbst überlassen. Jedes, auch die uns starben, gehört mit zu einem Ganzen. Was wir alle getrennt sind, ist Gott in einer Person. Sein "von Angesicht zu Angesicht" hält uns existent, beschafft unserer Seele das Antlitz, das nie vergeht. - So sind auch die Toten unserer Sorge enthoben, und wir können uns den Lebenden widmen.

Christlicher Glaube ist die Energie, mit Gottvertrauen und Liebe hierzusein. Es ist nicht Kopfwissen sondern eher eine Haltung, eine Art, zu bestehen, ein Lebensmut, eine Widerstandskraft- -mit einem Modernen wort: Resilienz. Diese Geistes-Energie hat einen Helden: Jesus Christus- und ihm nach unzählbar viele aufrichtige, aufgerichtete, aufrichtende Menschen. Jesus hat schlicht den Alltag als Helfer Gottes gelebt und da gab es so viel zu tun, unter Lachen, auch mit Stöhnen- und immer richtete ihn eine Kraft in ihm auf. Wir sind nicht da, um den Jesus von damals zu bewundern oder um in Krippenspielen seine Geburt damals nachzustellen. Wir sind Leute, die auch ein Quantum Glaubensmut haben und ganz schön gebraucht werden. Gestern stand in einer Sterbeanzeige ein Satz, als wäre er von Jesus geflüstert: "Uns holt nicht der Tod sondern der gute Gott."
Wir räumen auch zu Hause auf, schmücken, machen es schön, wollen unserm inneren Auge Anlass geben, uns innen auch aufgeräumt zu sehen. Tatsächlich gibt es diese Verbindung: außen Ordnung machen, innen Klarheit schaffen-
Ich habe einen Schrank voll Zeitungsausschnitte, Artikel zu wichtigen Themen, gesammelt seit 20 Jahren- immer in der Hoffnung, da ständ die gute Nachricht für heute drin- ich hab die Stapel nie benutzt, ich kam nicht dazu, das Aktuelle war immer mehr, als ich wahrnehmen konnte- jetzt habe ich alles weggeworfen. Ich will wieder vertrauen, dass das Nötige mir einfällt, zufällt, wenn es dran ist.
Wo musst du entrümpeln, um Platz zu haben für neues Fühlen?
Wie wäre es, wenn du deinen Pessimismus mal ausräumst.

Du, dir ist viel zugetraut. Dein König kommt zu dir-. Dein Selbstbewusstsein wird königlich, freudevoller, großmütig, gelassener. Du, nimm mehr teil am Tatsächlichen; so reichhaltig ist die Wirklichkeit, auch deine eigene. Du wirst mehr Du im Advent.

(Ein bearbeiteter Text von 25.11.98)
 
do
14.11.2015
11:51 Uhr
     
Paris ...

Meine französisch-europäische Seele weint traurige Tränen ... Mit Frankreich.
Mon âme française et européenne pleure des larmes tristes ... Avec la France.
 
tg
14.11.2015
10:46 Uhr
     
Paris- Das Leid der Welt kommt nahe. Immer mehr eine Welt, in Naturkatastrophen und Terror. Die diese Gräuel schon am eigenen Hals haben, fliehen in noch sicher geglaubte Gegenden, zu uns. Wir müssen sie aufnehmen, soweit wir können. Unser Können ist noch gar nicht angetastet und schon schreien wir.  
tg
12.11.2015
18:52 Uhr
     
Helmut Schmidt: "Es geht darum, seine Pflichten zu erkennen und ihnen zu genügen. "
Aus einem Kondolenzschreiben..."und grüß Loki!" - Ein Großer ist gegangen. Fahr wohl und komm gut heim.
 
Menke
11.11.2015
16:25 Uhr
E-Mail    
Wenn Leben einsichtig ist!

Lasst uns Leben, lasst uns Sterben, denn nur im Gedenken an den Tot kommen Gedanken, dass Lebensfülle nicht unendlich sein kann.
Denn im Glauben an den Tot steht die Erkenntnis, wo geboren entsteht Leben, wohl auch deshalb untrenbar damit verbunden, Leben nur auf Zeit geschenkt.
Vergessen wir nicht den Verlauf von Leben, aber allen bleibt gleich, ob Arm oder Reich versinnbildlich im Wissen, es geht um mehr als nur an Tot und Leben zu Denken.
 
SB
09.11.2015
16:27 Uhr
     
Lieber Jakobus,
auch ich empfand den Tod der Mutter sehr viel schmerzlicher als den des Vaters.
Aber es war auch das erste Mal in meinem Leben, dass ich damit konfrontiert wurde. Meine Mutter durfte nur 58 Jahre alt werden.
Ich glaube, diese Trauer und den Schmerz kann man nur nachempfinden, wenn man ihn selbst erlebt hat.
Ich wünsche Ihnen viel Trost, Kraft und Hoffnung.
 
gracias
09.11.2015
13:19 Uhr
     
lieber jakobus, ... am Anfang las ich 'Himmel' auf dem Flügel ... - und ich war so berührt, weil ich Haydée Mercedes Sosa wiedersehen durfte. Auch Sie Ist Im Friedensland. Bitte besuche heute auf 'K.Weckers Zuhauseseite' diese Kostbarkeit : GRACIAS A LA VIDA . Ich ernenne die Lichtsterne aus dem Puplikum auch zu Ehren Deiner Mama getragen. Jetzt. Heute. und Diese Stimmen! Es ist ein Fest.
Gut, daß Deiner Mutter Welt noch ruhen darf. Das ist ein Gnadengeschenk für Sie und Euch. Liebe Grüße von Ingrid
 
jakobus
08.11.2015
13:12 Uhr
     
Vergangene Woche habe ich eine briefliche Einladung unseres Pastoren zum Gottesdienst am Ewigkeitssonntag bekommen. Die Namen aller Verstorbenen des vergangenen Jahres sollen genannt und ihrer gedacht werden.
Darunter auch meine kurz nach Ostern verstorbene Mutter. Mir wird wieder bewusst, wie sehr ich mit der Trauer zu kämpfen hatte und noch habe. Und dass es ungleich schwerer ist, die Mutter gehen zu sehen als den Vater, der schon vor 25 Jahren verstorben ist. Die Auflösung der elterlichen Wohnung mit den vielen Erinnerunge an das Familienleben - all das steht mir noch bevor und darf -Gott sei Dank- noch warten.
Ich verstehe Steffensky, wenn er lange Zeit nach dem Tod seiner Frau (Dorothee Sölle) schreibt: "Es ist nicht leicht, die Trauer gehen zu lassen, wie es schwer war, die Geliebte gehen zu lassen. Es ist nicht leicht, die Rufe eines neuen Lebens zu hören und ihnen zu folgen. Es ist nicht leicht zu erfahren, dass man wie in allen Dingen so auch in der Trauer ein endlicher Mensch ist."
Grüße von jakobus
 
hoffnung
06.11.2015
12:08 Uhr
     
und Sonne ... Ja. Das fühle ich auch.
TG ist Bote für : "Hoffnung ist vor allem Wissen : Das Hat Sinn"

Wenn Jeder - jeden neuen Tag arbeitet, was Sinn macht, dann ereignet sich Sonne, auch - wenn sie ganzwoanders scheint.
 
JM
05.11.2015
14:32 Uhr
     
Nikotin, Sie haben ja so Recht! Ein Kind fragt nach, nachdem es die Warnhinweise auf einer Zigarettenschachtel gelesen hat, warum es trotz der tödlichen Gefahr erlaubt ist, ganz legal diese tödlichen Giftstoffe herzustellen und zu verkaufen. Was soll dem Kind geantwortet werden? Der frühkindliche Aufklärungsunterricht beginnt im Kindergarten. Haben Sie einmal die Bücher mit Texten und Bildern gesehen? Die Grenze zur Pornografie wird zumindest gekratzt. Und was sagen wir dazu? Nichts! Da kommt einem das k..... Es gibt noch viele solcher Beispiele. Was sagte Jesus einmal dazu: " Wer auch nur eines dieser Kinder dazu verführt...." Ja, unser so tolle aufgeklärte und moderne Welt ist meiner Meinung nach auf den falschen Weg. Und - Hand aufs Herz - wir wundern uns allen Ernstes über den Zustand der Welt? Da kann ich doch nur lachen. Leider passt sich auch die Katholische Kirche immer mehr diesem Zeitgeist an. Wo soll der Mensch den noch Halt finden, sei es bei Trauer - Gesundheits oder sonstigen Schicksalsschlägen. Wir kappen die Verbindung zu Gott immer mehr ab und geben uns mehr und mehr diesem kurzfristigen Hoppsasa und Trallala hin. Getreu dem Motto: " Gebt dem Volke Brot und Spiele." Das klappte hervorragend bei den Römern und mindestens genausogut in der heutigen Zeit. Meine Hoffnung ist die, dass gerade die Katholische Kirche - zumindest der allergrößte Teil davon - dem Wort Gottes treu bleibt und es wahrhaftige und ungekürzt weiter gibt. Entgegen allem Zeitgeist und Mainstream. Und das ist meine letzte Hoffnung - auch was unsere Kinder angeht - eine andere habe ich nicht mehr. Was sind wir nur für angepasste, kritiklose Weich.... geworden. Hauptsache das Mamon Geld und Karriere ist unser alltäglicher Begleiter.  
nikotin
05.11.2015
12:24 Uhr
     
Habe heute im LebensmittelLaden wieder böse Worte über Menschen aus fernen Ländern gehört. Tut immer noch weh.
Wir wissen es doch schon jahrzehntelang: wer Waffen säät, erntet Flüchtlinge. In meiner gefühlsEbene weiß ich auch ganzsicher, wir müssen, wir haben die Ehre, haben die Aufgabe, die Tiere und alle Schöpfungswesen zu behüten. Wenn jeder Mensch achtsam ist, kann irgendirgendwann möglicherweise Frieden werden.
Eltern, die es ihren Kindern nicht vorleben, geben diese wahrhaftige Wichtigkeit nicht an ihre Kinder weiter. Irgendwann werden diese Kinder möglicherweise Eltern sein. Wenn es durch die Eltern nicht gelehrt wird, haben die KitaMenschen eine Chance. Wenn es sich in solchen Welten auch nicht ereignet, haben die Kinder verloren.
Wenn Erwachsene ihre abgerauchten Zigaretten in die Erde treten, können die Kinder die Kostbarkeit einer Handvoll Erde nicht begreifen. Sehr besonders für die Wesen, die in IHR leben. Ich denke, ein Mensch, der eine Handvoll Erde und was da lebt, schützt, wird nie eine Waffe säen. Ein Mensch, der ein Tier in seiner Not rettet, ihm die Freiheit schenkt, wird dies auch nicht tun.
Jedem Kind, das Jetzt spielt, begreift, beobachtet - Jedem Kind - dürfen wir Erwachsenen im ganzen Land, helfen, das wahrhaftrichtige zu tun. Denn dieses Kind wird möglicherweise als Vater, als Mutter - für ein Kind Vorbild sein.
 
Menke
03.11.2015
10:58 Uhr
E-Mail    
Wer bin ich?

Der Krieg steckte seit, ja seit der Mensch Wünsche hat und die erreichen kann.
Glaube nur nicht, Krieg braucht nur Waffen, oder eine kluge Idulogie, daß zu erreichen vorgesprochen wird, nein Krieg braucht ja eigentlich nur Wünsche die sich verfestigen in mir und dann der Blick zum anderen, der hat nach meinem gefühlten Verständnis mehr.
Mein Recht auf meiner Seite ist, in der jetzt beginnenden Abhängigkeit.
Also kehrt um!
Mit anderen Worten, wenn Grundbedürfnisse da, der andere hat vermeintlich noch mehr, ich wandele mich zum rastlosen meiner eigentlichen besitzergreifenden Ängstlichkeit im Lebenszyklus der unbewussten Natur.
Ich werde mich nicht verlieren dürfen.
 
tg
01.11.2015
10:04 Uhr
     
Krieg ist Entweder –Oder; Du oder ich. Richtung Frieden ist: Du und ich. Kompromiss (aus Lat: „sich Anerkennung eines Schiedspruch versprechen“), Übereinkunft durch gegenseitige Zugeständnisse. - auf vielen Feldern müssen wir das wieder / noch lernen. Gute Gedanken heute in Richtung Kanzleramt und Uno und unsere ganz privaten Verhältnisse!  
Monika Glässel
29.10.2015
22:43 Uhr
     
gleiche Wellenlänge - immer noch  
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