Dresden erinnert an Wiederaufbau der Semperoper vor 25 Jahren Mit einem großen Festprogramm erinnert die Stadt Dresden ab Samstag an den Wiederaufbau der Semperoper vor 25 Jahren. Vorgesehen ist unter anderem der gesamte "Ring des Nibelungen" von Richard Wagner (1813-1883) sowie Ludwig van Beethovens (1770-1827) "Fidelio". Zu erleben sind auch die jüngeren Opern "Cardillac" von Paul Hindemith (1895-1963) und "Penthesilea" von Othmar Schoeck (1886-1957).
Als Höhepunkt der Festtage gilt die Verleihung des ersten Dresdner Friedenspreises am Sonntag an den früheren sowjetischen Staatschef Michail Gorbatschow. Ergänzt wird das musikalische Programm mit zwei Matineen zum Wiederaufbau der Semperoper. Trotz der Kündigung des Dresdner Generalmusikdirektors Fabio Luisi werde das Programm nicht geändert, teilte eine Sprecherin der Oper am Montag in Dresden auf Anfrage mit.
Nach fast achtjährigem Wiederaufbau wurde die Dresdner Semperoper am 13. Februar 1985 mit dem "Freischütz" von Carl Maria von Weber (1786-1826) eröffnet. Mit etwa 92 Prozent Auslastung zählt das Haus zu den meistbesuchten Opernhäusern in Deutschland. Jährlich kommen über 400.000 Menschen an den Ort der Uraufführungen mehrerer Opern von Richard Wagner und Richard Strauss (1864-1949). Zusätzlich besuchen rund 400.000 Interessierte das Dresdner Opernhaus mit einer Führung.
Das erste königliche Hoftheater in Dresden von Gottfried Semper (1803-1879) war 1869 einem Brand zum Opfer gefallen. Der zweite Semperbau an der Elbe brannte in der Nacht zum 14. Februar 1945 bis auf die Außenmauern nieder. Auch die dritte Semperoper musste Rückschläge hinnehmen. Während der "Jahrhundertflut" im August 2002 drang Elbewasser bis zu acht Meter hoch in das Gebäude ein. Der Schaden belief sich auf rund 27 Millionen Euro.
Dresden (epd).
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