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18.04.1999 Misericordias Domini
Christus spricht: Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben. Johannes 10, 11. 27 – 28
Hirte – das ist ein Traumbild unserer Seelen-Aussteuer. Einer, der schützt und hegt und Freiheit schafft durch Grenzen. Christus – die auf uns persönlich gerichtete Gottesenergie – stärkt uns mit Selbstbewußtsein. Inmitten des Stimmengewirrs der Angebote und Forderungen hören wir die Muttersprache: Du, geliebt, gewollt, gebraucht! Wir gehen nicht verloren, wir bleiben dem sinnvollen Leben auf der Spur. Wir merken, wir sind bekannt und vertraut dem Herz der Welt. Und hüten auch einander, daß wir nicht leidverwahrlosen.
 

25.04.1999 Jubilate
Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. 2. Korinther 5, 17
In Christus sein – das ist wie in einer Nähr-Flüssigkeit getragen werden; oder als Glied am Leib teilhaben. Nicht nur Vorbild sondern das Gelände des Seins ist Christus: Im gottdurchfluteten, schöpferischen Leben sein, mit Freude hier wirken, nicht mehr mir das Existieren als Fron denken, das Alte – „das Gott-Parieren“ – ist vergangen. Wir sind in Christus, also verwandt dem Geheimnis der Welt. Wir sind einverleibt dem Heiligen. Durch uns gelingt Gott viel – in uns setzt er Gutes in die Welt. Hiersein ist herrlich.
 

02.05.1999 Cantate
Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder. Psalm 98.1
Wunder eins ist, daß ich ich bin und mich bemerke, mich ertrage, mich mag, mich meiner nicht schämen muß. Wunder zwei ist, daß ich gewollt bin vom Sinn der Welt; aus dem Nichtsein erlöst, bei meinem Namen gerufen, genannt bin, von Gott bemerkt bin. Wunder drei ist mir, daß ich beteiligt bin am Werden und Schaffen von Allem. Wunder vier, daß ich liebe und geliebt werde, also aus freien Stücken von meinesgleichen gemocht und geachtet bin. Das Größte aber ist die wunderschöne Welt – daß ich sie schauen darf und daß sie bleibt, auch wenn ich fort muß.
 

09.05.1999 Rogate
Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet. Psalm 66, 20
Daß wir Menschen zur Sprache gefunden haben, ja beim Sprechen Menschen wurden, ist doch ein Wunder für sich. So verhelfen wir uns gegenseitig zu Wesentlichsein. Auf Straßen von Wörtern kommen wir überein. Auch unser Erfinder ruft uns ins Dasein, hält unsere Seele mit Worten frisch, festigt unser Gewissen mit Weisung; und ist die letztliche Adresse allen Dankens, allen Klagens. Kein Mensch absorbiert dein Bitten und Danken, immer rufst du weit über den Nächsten hinaus. Dankst dem Liebenden nicht, sondern für ihn; klagst nicht den einzelnen Unrechttäter an, sondern zielst auf Gott. Letztlich ist dir Gehörtbleiben zugesagt.
 

16.05.1999 Exaudi
Christus spricht: Wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen. Johannes 12, 32
Christus ist ja Schallverstärker von Gottes Innen. Sagt also Christus, er wolle alle zu sich ziehen, so sagt das die Schöpferkraft selbst: Wir sind ja Potenzen vom Weltwillen – wir werden ausgesandt um Wirklichkeit zu spüren, um Brauchbares und Schönes zu gestalten, um Dankwissen zu beschaffen und Gesellschaft zu bauen. Den Mehrwert, den Zugewinn an Gutem wird Gott ernten, und seine Kreatur soll sich daran mitfreuen. Gott zieht uns zu sich, unser Sein bleibt im Ewigen, das Fest des Welt-Glücks fängt hier erst ganz langsam an. Noch ist viel Mühe und Leid dabei. Aber Christus hat’s durchstanden und wir werden es auch.
 


 



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