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:: lebensmut.de ::
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Orbart
09.01.2013
09:19 Uhr
     
@Molitor!Im April 2013 sindīs genau 19 Jahre,daß ich trockener Alkoholiker bin.Ein lebenslanger Kampf.Ihr Gedicht enthielt die Worte "betrunken","rauschtrank","süffig","trinkt".Hatte das Gefühl,daß Sie damit auf mich anspielen.Im Nachhinein gesehen Quatsch,da Sie mich gar nicht kennen.Aber ich Sie ebenauch nicht und ich wußte nicht,wie ich das nehmen soll.Ein wunder Punkt halt.Sorry! @Kathrin,Ing!Hier liegt der Fall anders.Mein Beitrag war nicht schroff gedacht.Eher nach dem Motto:Reaktion durch Provokation.Hat in anderen Foren schon geklappt.Scheint hier offenbar nicht tauglich,werde es daher in Zukunft bleiben lassen.Versprochen.Sollte ich verletzt haben,es tut mir leid.War keine Absicht!Nur ungeschickt. Ich finde,der Umgang mit Menschen ist so,so schwer.Ehrlich.  
leuchtvorrat
09.01.2013
08:30 Uhr
     
Die Blauklänge füreinander und zueinander waren allerfeinste Harmonie. Noch immer bin ich froh, daß ich es mit den Augen sehen durfte.
Wir haben uns nicht geirrt, Orbart. Es sind unsere Empfindungen. Und Kathrin und ich, wir fühlen immermal wieder, daß es sich anfühlt, als seien wir verwandte Seelen. Harmonie im Farbenklang haben wir gesehen.
Und wir haben Freude empfunden. Wir fühlten uns beschenkt.
Welch' ein Bild, es war nur für kurze Zeit da und bleibt unvergessen. Liebe Grüße, Ingrid
 
Kathrin
09.01.2013
07:39 Uhr
     
Das tut mir leid, aber irgendwie auch nicht. Denn es bestätigt nur das, was ich gefühlt und gemeint habe.

Danke, molitor, das Gedicht ist sehr schön und ich kannte es noch nicht.
 
molitor
09.01.2013
00:48 Uhr
     
Lieber Orbart.
Nein, ich habe keine Angst vor Prosa. Ich hätte auch gleich sagen können, dass ich Ihre letzte Antwort an Kathrin ("... völlig unglaubwürdig") doch etwas schroff finde. Dann aber dachte ich, ob man mit der nun einmal im Spiel befindlichen Farbe "blau" nicht das Ganze doch öffnen kann für verschiedene Sichtweisen und habe mal ein paar Reclam-Hefte gewälzt. Ich finde beide (!) Gedichte sehr reizvoll.
Wie ist es mit Ihnen?
 
Orbart
08.01.2013
23:52 Uhr
     
@Molitor!Na,immer noch keinen Mut gefaßt?Mir reichts.Ich bin müde.Hatte gehofft,wir könnten ein Mißverständnis noch heute ausräumen.Aber bis Sie Ihre Courage zusammengekratzt haben,solange kann ich echt nicht mehr warten.Gute Nacht!  
Orbart
08.01.2013
23:06 Uhr
     
@Molitor!Schön,wenn man sich hinter den Worten eines anderen so gut verstecken kann.Warum haben Sie nicht den Mut,mir zu sagen,was Sie denken?  
molitor
08.01.2013
22:58 Uhr
     
Auch für Kathrin und ing

Mit deinen blauen Augen
Siehst du mich lieblich an,
Da wird mir so träumend zu Sinne,
Daß ich nicht sprechen kann.

An deine blauen Augen
Gedenk ich allerwärts; -
Ein Meer von blauen Gedanken
Ergießt sich über mein Herz.

(von Heinrich Heine)
 
molitor
08.01.2013
22:52 Uhr
     
Auch für Orbart:

blauer himmel

glücklich
die ihr betrunken sein könnt
vom blau des himmels!

möge
der rauschtrank
nie mangeln
und süffig ein leuchtvorrat
auch unter finstergewölk
aus schuh und angel
euch heben

trinkt blau
trinkt nicht kummer!

(von Kurt Marti)
 
Orbart
08.01.2013
21:51 Uhr
     
@Kathrin!Seit wann harmoniert denn blau mit blau?Und sei es Tannenblau mit Autorenblau.Blau harmoniert vielleicht mit orange oder gelb,eventuell mit schwarz oder weiß.Und daß zwei Menschen unabhängig voneinander so geirrt haben,halte ich für völlig unglaubwürdig.Tut mir leid.Viele Grüße!Orbart.  
ing
08.01.2013
18:07 Uhr
     
Außer uns beiden, liebe Kathrin, werden sich auch noch andere lebensmut.Menschen freuen. Da bin ich sicher.
Und wenn wir uns mal begegnen würden, wenn's ganzdoll schneit, das wär' der Knüller!
 
Kathrin
08.01.2013
13:08 Uhr
     
Liebe Ingrid, das ist mir fast ein wenig unheimlich, denn auch ich fühle auf dieser Seite noch immer die Harzfrage in mir... -
"ach ist das schön, sich verstanden zu seh'n.." Das ist ganz häufig so bei deinen Einträgen. Auch als du vom zum Nikolaus passenden "Autorenblau" schriebst, glaubte ich, meinen Augen nicht zu trauen. Genauso hatte ich es auch gesehen...
Gestern auf der Straße begegnete mir eine Frau, blieb stehen und sagte voller Wärme zu mir: "Ich freue mich, Sie zu sehen."
Ich war etwas irritiert und fragte: "Kennen wir uns denn?" , woraufhin Sie lächelte und sagte: "Nein, aber ich freue mich trotzdem..., denn es ist schön, Sie anzusehen, und das wollte ich Ihnen sagen."
Es klingt vielleicht etwas verrückt, aber Sie war es ganz und gar nicht. Sie hat das einfach in dem Moment so gefühlt und ich mochte sie auch auf Anhieb sehr und war irgendwie ganz fröhlich und glücklich über diese Begegnung. Und weißt du, was ich tatsächlich dachte: So oder ähnlich wäre ganz sicher eine Begnung mit *ing*...

Liebe Grüße
von Kathrin
 
ing
08.01.2013
12:06 Uhr
     
Ja Flogni! Über Dein Echo freu' ich mich sehr! Weißt Du was ... ? Ich fühl' immernoch


Was hast Du erlebt
zwischen Erde und Himmel?
Beim Wandern Im Harz.

Vergangen ist sooviel Zeit -
Komm du Herzensoffenheit!


.
 
jo
08.01.2013
01:03 Uhr
     
Dank für die Hinweise, Flogni !  
Flogni
07.01.2013
23:48 Uhr
     
@ Jo
Es freut mich, dass die Haikus/Tankas gefallen. Im Internet findest du unter diesem Stichwort
Beispiele in Hülle und Fülle. Aus dem von mir erwähnten Buch "Spiegelbilder" noch einige Kostproben:

O, der wilde Schrei !
Er zerriss die Dunkelheit -
das gequälte Herz

Durch die Nacht verwehn
leise, Träume schenkende
Regenmelodien.

Sanft das Wasser glänzt.
Friedlich ruht im Mondenschein
noch der Woge Kraft.

@ ing
Das Faszinierende am Haiku ist letztlich seine Schlichtheit, seine Einfachheit, mit der jedermann
seinen Gefühlen Ausdruck verleihen kann. Deine Eigenschöpfung ist dafür ein gelungenes Beispiel.
Kürze, Konkretheit, Gegenwärtigkeit und Offenheit sind die wichtigsten Merkmale des Haiku.

Zum Schluss noch ein eigenes Beispiel, dass mir bei einem Abschied von Sylt in den Sinn kam:

Der Zug entschwindet.
Fern ein weißes Taschentuch.
Abschied für immer.
 
ing
07.01.2013
20:47 Uhr
     
Durch das rosaliche Wunder hier neben mir, hat sich ein Tanka entwickelt. Danke Flogni!


Mein Barbarazweig -
In Erwartung zur Weihnacht!
Noch bist Du nicht da.

Leise Geduld. Wir warten.
! Blüte Epiphanias !


.
 
jo
07.01.2013
20:10 Uhr
     
Verzeihung; ich meinte natürlich Tankas  
jo
07.01.2013
20:02 Uhr
E-Mail    
Der Inhalt Ihrer Haikus und Tankas haben auch mich tief berührt. Dafür danke ich Ihnen sehr herzlich.
Durch die Darstellung der Formen wurde ich an meine Schulzeit erinnert, an Schillers Distichon:
Im Hexameter steigt des Springquells flüssige Säule,
Im Pentameter drauf fällt sie melodisch herab.
Aber: Wem erzähle ich das!

Folgende Distichen mag ich sehr:

In den Ozean schifft mit tausend Masten der Jüngling;
Still, auf gerettetem Boot, treibt in den Hafen der Greis.
oder:
Die Wissenschaft:
Einem ist sie die hohe, die himmlische Göttin,
dem andern eine tüchtige Kuh, die ihn mit Butter versorgt.
Oder:
Kant und seine Ausleger:
Wie doch ein einziger Reicher so viele Bettler in Nahrung setzt!
Wenn die Könige baun, haben die Kärrner zu tun.

Aber was ist das alles gegen die beiden von Ihnen angeführten Tangas!
Haben Sie noch mehr so die Seele berührende Kurzgedichte?

Nochmals herzlichen Dank
Jo
 
Flogni
06.01.2013
20:27 Uhr
     
Leider sind beim ersten Haiku die Erläuterungen so dicht an die Zeilen gerückt worden - im Manuskript sahīs anders aus.  
Flogni
06.01.2013
20:24 Uhr
     
Als Jugendlicher korrespondierte ich mit einer japanischen Schülerin - Akiko Sumida. So entwickelte
sich mein Interesse für die fernöstliche Kultur. Besonders angetan war ich von der kürzesten Gedichtform der Welt - dem Haiku. Es war erstaunlich, wie auch meine SchülerInnen auf dieses
Thema eingingen, mitunter wunderschöne Dreizeiler verfassten. Auf der letzten Vernissage unseres Hofer Kunstvereins waren auch einige Werke der Künstlerin Christa-Maria Engelhardt ausgestellt.
Sie hatte früher unter anderem ihre "Spiegelbilder" mit Haikus und Tankas (ursprünglich ein Lied in erweiterter Haiku-Form -5-7-5 + 7-7 Silben) von Ellen Hassmann-Rohlandt kombiniert.
Hier nun eine kleine Auswahl mich besonders berührender Beispiele:

Haikus

Habe nur Geduld ! Erläuterung: 5 Silben
Unter dieser Last von Schnee 7 Silben 3 Zeilen
grünt die Erde schon. 5 Silben

Sieh dich an - mit Ernst.
Schau tief, bis auf den Grund
deiner Seele - tief.

Eine warme Nacht.
Auf dem See, vom Mond erhellt,
schaukeln Möwen weiß.

Tankas

Unsere Erde stöhnt;
aufgerissen,ausgebrannt
liegt sie - aschengrau.

Ob der Reue Tränen - ob
Liebe wieder Leben weckt ?


Einst - vor langer Zeit -
aus dem Wasser Leben wuchs;
Leben, stark und schön.

Jetzt - verspielt der Mensch sein Gut:
seinen Grund! - aus Übermut.

Euch allen eine besinnliche Zeit - Flogni
 
ing
06.01.2013
18:40 Uhr
     
Aber im Herzen gibt es keine Kilometer ... schenkte Kristiane Allert-Wybranietz in die Welt.
Es ist wahr, Orbart. Wundersternwirklich.
Liebe Grüße!
 
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