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Ursula Ohlmann
17.12.2012
18:37 Uhr
E-Mail    
Schwer ist es für mich nachzuvollziehen, dass Gott auch dort ist wo gehasst und gemordet wird. Möchten wir nicht alle, dass er diese Taten verhindert oder seine Boten schickt? Ja, auch Jesu Tod wurde nicht verhindert. Er musste sein. ----
Doch in sinnlosem Masaker sehr ich keinen Heilsweg.
 
Flogni
17.12.2012
17:45 Uhr
     
Anmerkungen zum Massaker an der amerikanischen Grundschule
Betroffenheit allerorten in den USA - vom Rest der Welt mal abgesehen. Wie üblich werden Reden geschwungen - die Fernsehsender überbieten sich im schaurigen Opferzahlenspiel. Tränen werden vergossen - dann geht´s wieder zur Tagesordnung über. Wie oft haben wir solche Tragödien - auch in Europa (Norwegen , Erfurt und viel zu viele mehr) - als Telezuschauer erlebt. Wer nicht unmittelbar betroffen war, kann sich das Entsetzen, das Leid, die Trauer, die Einsamkeit, die Verlorenheit der Familien, Freunde und Bekannten nicht vorstellen. Warum kann sich in den USA niemand gegen die allmächtige Waffenlobby National Rifle Association durchsetzen ? Der amerikanische Dokumentarfilmer Michael Moore hat 2002 in seinem preisgekrönten Film "Bowling for Columbine" die Praktiken der NRA bloßgestellt. Besonders entlarvend ist die Sequenz, in der Moore den aus "Die Zehn Gebote" und "BenHur" bekannten Star und Interessenvertreter der Schusswaffenindustrie Charlton Heston interviewt. Es gibt unzählige Gründe gegen das Waffennarrentum der Amerikaner - sie alle gelten bis dato für die Waffennarren nicht. Der wiedergewählte Präsident Barrack Obama müsste endlich den Kampf - ja, das wäre ein Kampf, eine Schlacht - gegen die NRA aufnehmen. Das wäre ein wahrer Segen !
 
ing
16.12.2012
20:29 Uhr
     
Wenn - nach der Tagesschau und vor dem Tatort jedesmal ein leuchtendes Lied mit dessen Sänger klingen dürfte,
zum Beispiel Klaus Hoffmann mit seinem 'Jedes Kind braucht einen Engel', oder
zum Beispiel Bettina Wegner mit ihrem 'Wenn alle Menschen dieser Erde' ... oder ...


'Sind so kleine Hände'

Sind so kleine Hände, winz'ge Finger dran
Darf man nie drauf schlagen, die zerbrechen dann.

Sind so kleine Füsse, mit so kleinen Zeh'n
Darf man nie drauf treten, könn' sie sonst nicht geh'n.

Sind so kleine Ohren, scharf und ihr erlaubt
Darf man nie zerbrüllen, werden dann taub.

Sind so schöne Münder, sprechen alles aus
Darf man nie verbieten, kommt sonst nichts mehr raus.

Sind so klare Augen, die noch alles seh'n
Darf man nie verbinden, könn'n sie nichts versteh'n.

Sind so kleine Seelen, offen und ganz frei
Darf man niemals quälen, geh'n kaputt dabei

Ist so'n kleines Rückgrat, sieht man fast noch nicht
Darf man niemals beugen, weil es sonst zerbricht

...

Würden solche Texte achtsamer machen? Behutsamer - für die kommende Zeit?
Kann man zum Mörder werden, wenn man als Kind gequält wurde?
 
Traugott Giesen
16.12.2012
15:54 Uhr
     
Gott Du weisst. Alles geschieht mit Dir, in Dir.
Wenn wir einander streicheln bist Du da. Wenn Menschen morden bist Du auch da.
Heilen und Zerstören geschieht mit Deiner Hand mit.
Also regieren wir dich mit?
Du hast Deinen Geschöpfen Macht von Deiner Macht mitgegeben.
Wir machen Dein Heilen mit und Du unser Zestören?
Jedenfalls benutzen wir ja Deine Energien, auch wenn wir sie mißbrauchen.
Wir bringen deine Kinder zur Welt, lieben sie und lassen andere Deiner Kinder verhungern.
Wir malen Deine Bilder und erschießen Dein Lebendiges.

Ich trauere mit den Eltern, den Geschwistern, den Kolllegen, den Kameraden in der kleinen Amerikanischen Stadt und in der Sahelzone und in Haiti. Wieviele sind heute Kain und erschlagen ihren Bruder, ihre Mutter, ihren Abel. Es sind Deine Kains, Deine Abel.

Der Jesus, obwohl am Anfang der Stall, am Ende der Galgen,
konnte sich zu Dir hin und in Dich flüchten.
Er wusste, das Schreckliche landet bei Dir.
Darum ist das Schreckliche nicht endgültig schrecklich.
Wir werden die Verwandlung sehen, sie geschieht auch uns.

Wegen Jesus glaube ich die erschossnen Kinder
nach vorn gezogen in ein Haus von Licht,
wo sie auch den Mörder zu sich nehmen und ihn heilen.
Gott ist ja noch am Schaffen, Das letzte Wort wird wie das erste sein: Liebe.
 
MG
15.12.2012
22:53 Uhr
     
Eine Woche Westerland freu, freu, freu............  
Orbart
14.12.2012
19:39 Uhr
     
Es geschah an einem Samstag vormittag in einem Supermarkt.Während ich mich aus einem Regal bediente,erschallte eine laute Stimme rechts von mir:"Wenn Sie nicht Platz machen,schubse ich Sie weg!"Diese Drohung schien mir etwas unrealistisch,denn es war eine Frau,die das sagte."Unverschämt",dachte ich und fand deutliche Worte.Sie solle um mich herum gehen und gefälligst ihre Augen aufmachen.Zu spät erkannte ich,daß die Frau blind war.Doch einmal in Fahrt legte ich verbal noch deutlich nach.Kein Ruhmesblatt für mich!In den nächsten Tagen quälten mich Gewissensbisse,doch eines Tages lief ich ihr tatsächlich wieder über den Weg,fasste Mut,sprach sie an und entschuldigte mich.Sie lud mich zu einem Kaffee ein,dabei könne man besser reden,sagte sie.Zeitsprung:Inszwischen gehen wir 1-2x wöchentlich gemeinsam Kaffee trinken und es ist immer schön.Nur,wenn wir durch das volle Einkauf-Center zurückgehen bin ich etwas angespannt.Denn wehe dem.der sie vielleicht versehentlich anrempelt."Nicht gleich laut werden" flüstere ich ihr dann zu.Meine blinde Bekannte ist da völlig tiefenentspannt:"Ich weiß gar nicht,was Du willst"sagt sie dann,"wenn ich Dich damals im Supermarkt nicht so angepflaumt hätte,hätte wir beide uns doch nie kennengelernt,oder?"Ich kann nicht anders ,ich muß ihr recht geben."Na,siehste"schmunzelt sie.Was soll man da noch sagen?  
abendlied
14.12.2012
16:40 Uhr
     
Der Geist des Vaters

An manchen Abenden sitzt er da,
wie früher, leicht gebückt,
summend am Tisch
unter der eisernen Lampe.
Die Tuschfeder schürft
über das Millimeterpapier.
Ruhig zieht sie, unbeirrt,
ihre schwarze Spur.
Manchmal hört er mir zu,
den schneeweißen Kopf geneigt,
lächelt abwesend, zeichnet weiter
an seinem wunderbaren Plan,
den ich nicht begreifen kann,
den er niemals vollenden wird.
Ich höre ihn summen.

Hans Magnus Enzensberger

*
 
Menke
14.12.2012
13:44 Uhr
E-Mail    
Schnee wie kostbar!

Schon vergessen wie sich Schnee anfühlt und doch in den hände zerschmolzen.
Jetzt da in Massen herabrieselt und wie ein weisses Tuch alles bedeckt,sollte ich mich in ihm wiederfinden.
Gestern sah ich mich Sonne mit Schnee im Winterwald träumen.
Ich lag bäuchlinks unter Ästen und zweigen,machte Pause mittendrin um zu geniesen.
Weiter lief ich durch schneebedeckten Buchenwald und setzte mich auf eine Zugeschneide Bank auf der ich die Kälte nicht spürte!
Mein Atmen wurde dabei immer ruhiger.
Jetzt war mein Blick auf den verschneiden Waldweg gerichtet und ich lief hindurch um die Letzten Sonnenstrahlen noch zu geniesen.
 
Orbart
10.12.2012
15:10 Uhr
     
Liebe Kathrin!Natürlich weiß ich,daß ich keinen Anspruch darauf habe,jedesmal eine Reaktion auf meine Einträge zu bekommen.Ich selber bin da ja auch nicht anders.Wieviele kluge,tiefsinnige oder diskussionswürdige Einträge gab´s hier schon,auf die ich auch nicht eingegangen bin.Oft sind die Beiträge so gut und"rund"formuliert,daß ich denke:"Da muß ich meinen Senf nicht auch noch dazu geben".Umso schöner, daß Jo,Ing und Sie,Kathrin sich gemeldet haben.Ganz baff bin ich über Ihre unglaublich passenden Gedichtszeilen!!Vielen Dank!Wichtig auch Ihr Brückenschlag zum Thema "Lebensmut":Das Leben zahlt oft nicht in großen Geldscheinen,sondern in kleiner Münze.Das zu würdigen war meine ganze Intention beim Eintrag vom 6.12.Viele Grüße von Berlin nach Hamburg  
Kathrin
10.12.2012
13:26 Uhr
     
Orbart, ich hab's auch nicht überlesen, ganz im Gegenteil, es hat sogar einen ganz bestimmten Nerv getroffen und meine Fantasie beschäftigt. Das sind so Begegnungen, die haben für mich viel mit Lebensmut zu tun.
Ich fands jedenfalls ganz besonders schön. Ich hätte auch eigentlich schon längst fröhlich spontan reagiert, wenn ich nicht leider durch die mir eigentlich sehr liebe Augustinumrunde nachhaltig etwas verunsichert wäre :-)
Mir fielen auch Zeilen aus einem Eva Strittmatter Gedicht ein:

".....
und niemand weiß,
wen ich geliebt,
als nur der eine,
den ich anseh,
Für eine Stunde,
einen Tag,
Und der mit
eingeht in mein
Fernweh.
Nach dem ich
immer wieder frag."

Liebe Grüße
von Kathrin
 
Winfried Schley
09.12.2012
21:47 Uhr
E-Mail Homepage  
@ Mut: Das Bild war ein Link vom Blog der diözesanen Medienstelle. Dass es hier so groß rauskommt, hat mich selbst überrascht. Vermutlich hätte ich im HTML-Code des Links 600 x 450 oder gar 300 x 225 einfügen müssen, um das Bild zu verkleinern. Hinterher ist man schlauer, aber dann ist es halt zu spät. (Oder nur vom Webmaster korrigierbar?)

Kommentar vom Webmaster:
Es geht hier nicht um ein Format, sondern um fehlende Copyright- und Quellenangaben. Einer der häufigsten Abmahnungsgründe im Netz.
ing
09.12.2012
15:21 Uhr
     
Mir hat das Nikolausbild so groß gefallen. Ganz besonnders weil das Tannenbläuliche so herrlich mit dem Blau im 'Autorenfeld' harmoniert hat. Bin froh für die Zeit, in der es hier war!
Und ich empfand es wie einen Segen für Orbarts gute Geschichte.
 
Mut
09.12.2012
11:59 Uhr
     
Danke liebe Webmasterin. dass dieses dominierende Bild von dem beherrschenden Herrn Schley gelöscht wurde. Einen Link hätte dieser bestimmt auch anführen können, aber dass enspricht wohl nicht seiner Dominanz...  
Orbart
09.12.2012
08:58 Uhr
     
Vielen Dank für Ihre positive Reaktion,Jo!Und ich dachte schon,daß eh niemand meinen Beitrag bemerkt oder liest unter diesem riesigen Bild zweier riesiger Schokoladennikoläuse vor riesigem Tannengrün.Schön,daß Sie´s dennoch getan haben!  
jo
08.12.2012
17:32 Uhr
     
Danke für Ihren Bericht über die Begegnung zweier Menschen, Orbat. Herzerfrischend. Ich habe mich sehr gefreut.  
Winfried Schley
06.12.2012
17:01 Uhr
E-Mail Homepage  
Zum zehnten Mal hat die Fachstelle Medien der Diözese Rottenburg-Stuttgart mit ihrem „echten“ Nikolaus dem Weihnachtsmann die Stirn geboten. 40.000 Schokoladenfiguren in Form eines Bischofs mit Bischofsstab und Mitra sind zwischen Anfang September und Ende November im Onlineshop bestellt worden.

Die Nikolausaktion ist gemeinnützig und sollte ein Gewinn erwirtschaftet werden, so wird er wie jedes Jahr an eine soziale Organisation gespendet.


Kommentar vom Webmaster:
Bild wegen Copyrightverletzung entfernt. Statt dessen den Link hinterlegt auf den Artikel.
Orbart
06.12.2012
13:19 Uhr
     
Berlin,Alexanderplatz,gestern am frühen Nachmittag.Ich gehe über den Platz,die Hände in den Taschen,die Schultern hochgezogen,den Blick auf den Boden.Da spricht mich jemand an.Ich schaue auf und sehe in das Gesicht einer Frau.Sie ist bildschön und sie ist blutjung."Die will mir bestimmt was verkaufen",denke ich.Aber nein,sie spricht englisch;sie käme aus Australien,sei in Berlin zu Besuch und suche die S-Bahn nach Charlottenburg.Ob ich ihr helfen könne?Ich krame mein Englisch hervor und sage ihr,wir hätte den gleichen Weg,sie brauche einfach nur mit mir zu kommen.Ich fühle mich etwas brummig bei meiner Reaktion,staune aber über ihr entwaffnendes Vertrauen,mit dem sie einfach mitgeht.Denn ich weiß,wie finster ich manchmal aus der Wäsche gucken kann,ohne daß ich´s will.Ich aktiviere mein Halbwissen über Australien,rede von all den gefährlichen Tieren,die es dort gäbe:Schlangen,Skorpione,Spinnen/snakes,scorp ions und spiders,in der Tierwelt ist mein Englisch am besten."Oh,that´s,what everybody says in Germany",strahlt sie mich an.Hab ich jemals solch ein Strahlen gesehen?Sie erklärt mir meine Unvernunft:In den Städten,wo die meisten Menschen leben,gäbe es diese Tiere alle nicht.Wir hätten in Deutschland da ein völlig falsches Bild.Ich sehe sie von der Seite an,wie reizend sie aussieht wenn sie wegen des geringen Schneegriesels mit den Augen zwinkert.Kennt sie ja nicht aus ihrer Heimat,denke ich mir.Dann sind wir am Ziel,leider schon.Sie bedankt sich ungewöhnlich herzlich und charmant für meine kleine Hilfeleistung.Ich sehe ihr nach,auf der Rolltreppe dreht sie sich noch eimal um,lächelt,winkt und ich lese Goodbye auf ihren Lippen.Ich werde sie nie wiedersehen.  
jo
06.12.2012
03:46 Uhr
     
Weißer Schnee. Also ist er weiß. Ja, ich weiß. Meine Beiträge sind selten weise ☺
Ich will aber jetzt damit aufhören, bevor ich in Albernheiten abrutsche. Oder bin ich gar schon? Ich sehe schon tg wie er sich die Haare rauft.
Er wird uns wieder auf den rechten Weg zurückführen.
Bis dahin ....
jo
 
Kathrin
05.12.2012
09:06 Uhr
     
Hier ist es ja richtig nett. Ich war die letzten Tage nämlich ein bisschen traurig, aber Ingrids Gruß hat mich richtig gefreut und die nachfolgenden Beiträge haben auf ihre Weise dazu beigetragen, dass ich mitten im Alltag immer mal wieder leise amüsiert vor mich hin lachen muss. Und die Vorfreude und das Denken an Herman mit seiner Sehnsucht nach einem "Liebesglobus" haben auch sehr gut getan.
"Mit Tönen stellt sich ein, was keinem Alphabet gelingt - die Wahrheit ist viel besser zu begreifen, wenn sie klingt..."

Ich grüße euch alle sehr herzlich.
Liebe Grüße an Jo. Weißer Schnee. Also ist er weiß. Und Beiträge sind weise :-)

Und jetzt hole ich mir TGs wundervolles Büchlein "Macht hoch die Tür" wieder hervor, dass mich wie letztes Jahr durch die Weihnachtszeit begleiten wird.

Danke für alles
Kathrin
 
ing
05.12.2012
07:49 Uhr
     
So ist es.

Als das Konzert begann, Jo Kasper, da hat mir gut gefallen, wie Sie Ihre Empfindungen beschrieben haben,
und die Freude über diese weichen weißen Flocken. Hat mich irgendwie berührt. Einfach so.
 
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