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:: lebensmut.de ::
Autor Nachricht
jo
04.12.2012
18:17 Uhr
     
Liebe Kathrin
noch etwas ausführlicher: Ich wollte, beispielhaft, einen ganz normalen Menschen zeigen, mit seinem Tun, seinen Gedanken, seinen Schwächen, vielleicht auch Stärken.

Was hat denn der Hosenlatz eines Holländers mit Lebensmut oder Lebensfreude zu tun?
Der macht doch nur nach, was ihm dieser Amerikaner (seinen Namen muß ich mir nicht merken, er ist nicht mehr unter den Lebenden) vorgemacht hat, in der Hoffnung eben soviel Geld zu verdienen.

Wir sollten alle wieder zum Thema kommen.
(nicht aufregen, es ist nur eine Meinung)
 
jo
04.12.2012
17:40 Uhr
     
Liebe Katrin,
Sie haben erfaßt, was ich wollte.
Vielen Dank
Jo
 
Kathrin
04.12.2012
15:15 Uhr
     
Ich fände es auch richtig schön, wenn viel mehr von uns sich hier so mit-teilen würden wir Jo Kasper, dessen Beitrag ich sehr gern gelesen habe.
Und da ich natürlich weiß, dass das hier kein HvV-Forum ist, schreibe ich jetzt mal einen Satz von Jean Paul hier hinein, der auf der Adventskarte einer Freundin stand, die ich eben in der Post hatte:
"Die Schutzengel unseres Lebens fliegen manchmal so hoch,
dass wir sie nicht mehr sehen können,
doch sie verlieren uns niemals aus den Augen."

Das hört sich doch zumindest schön an und es tut gut, daran zu glauben.

Ein weiteres Zitat aus der Karte:

"Wo Engel hausen, da ist der Himmel,
und sei's auch mitten im Weltgetümmel."
(Hafis)
 
Kathrin
04.12.2012
12:35 Uhr
     
Ich kann es nicht so erklären, Orbart, aber da kennen Sie mich schlecht, denn wenn ich irgendetwas nicht bin, dann"kritiklos anhimmelnd" oder so etwas in der Richtung.... :-)
Aber manche Leute liegen einem eben und dann man freut sich eben sehr, wenn man sie alle zwei Jahre da
auf der Bühne erlebt.
Und es gefällt mir z.B., wenn HvV auf die Frage:
"Bei einem Ihrer letzten Berlin-Konzerte kamen Sie nackt auf die Bühne. Erwartet
uns diesmal Ähnliches?"
antwortet:
"Hm, ich glaube nicht. Ich habe das damals gemacht, weil
die Leute einfach nicht gehen wollten. Ich stand schon unter der Dusche und
hörte es rauschen, dachte, es sei das Wasser. Ich stellte es ab, es rauschte
weiter. Da bin ich raus, nackt und nass, um zu zeigen, dass das Konzert wirklich
vorbei ist. Diesmal lasse ich das Publikum an meinem Wasser teilhaben. Ich
spritze ein wenig rum, das ist Enten-artig. Und dazu singe ich "Plätscher
Plitscher Feder, Wasser mag doch jeder".

Ich finde das herrlich, tut mir leid :-)

Aber ich verstehe natürlich, was Sie meinen und freue mich als große Vogelfreundin auch über die K.L.-Erwähnung.
Viele Grüße aus Hamburg
von Kathrin
 
Orbart
04.12.2012
11:45 Uhr
     
Hallo Kathrin!Na immerhin,Sie nehmens mit Humor.Souverän!Nur,um Mißverständnissen vorzubeugen:Wenn Sie oder andere aus dem Wirken und Schaffen Herman van Veen´s Kraft und Freude schöpfen,ist das doch völlig o.k.,dagegen ist nicht das Geringste einzuwenden.Ganz unabhängig von HvV :Ich höre das so oft,man muß jemanden mögen oder nicht.Ich persönlich möchte meinem Gefühl dafür,was sich gehört oder nicht und meinen kritischen Verstand nicht an der Gaderobe abgeben,sondern mir erlauben von Fall zu Fall entscheiden,wann ich Künstlern,Politikern oder anderen Geistesgrößen Folgen will und wann nicht.Selbst ,wenn ich ihn oder sie mag.Was unterscheidet mich sonst von Jugendlichen,die Dieter Bohlen verehren oder reiferen Damen(Herren sinds,glaub ich,etwas weniger);die Jürgen Fliege in die Esotherik folgen?Noch allgemeiner:Der Verhaltensforscher Konrad Lorenz wurde einmal gefragt,wie sein Arbeitstag aussähe.Zunächst einmal hätte er es sich zur Gewohnheit gemacht,seine aktuelle Lieblingstheorie zu widerlegen.So zu tun,als wäre sie ein Irrtum und das auch beweisen zu wollen.Dies wäre,so Lorenz,das beste Mittel gegen Betriebsblindheit und Kritiklosigkeit.So ein bißchen sollte man diese Methode auch auf unsere Helden und Idole anwenden.Spätestens dann,wenn wir merken,daß wir an ihnen nichts aber auch gar nichts kritikwürdig finden.Viele Grüße und allen einen schönen Tag.  
MG
04.12.2012
10:52 Uhr
     
Mir gefällt der Gerhard Polt, aber wie könnts auch anders sein..........  
Kathrin
04.12.2012
08:31 Uhr
     
Ich musste eben etwas lachen, als ich die letzten Einträge zu Herman van Veen las.
Auch weil mir mein Großvater wieder mal einfiel, der, gefragt nach dem Rezept seiner langen Ehe,
ganz trocken antwortete: "Man muss sich mögen..."
Und dieses Mögen ist es auch hier bei HvV. Ich zum Beispiel mag ihn einfach und sehe den Menschen, der die Menschen liebt und Frieden sucht und dazu beiträgt auf seine Weise und so oft mitten ins Herz trifft.
Da kann er auch gern mal etwas scheinbar daneben treffen.
 
me
03.12.2012
21:31 Uhr
     
Toller Spruch : "Denn er hat seinen Engeln befohlen, dich zu behüten auf allen deinen Wegen"  
TG
03.12.2012
20:03 Uhr
     
dank für beide Einträge- bei vFeen bin ich mal nach der Pause rausgegangen, er machte zu sehr rum am Hosenlatz, und fand das witzig.
Die Schilderung des Medien- Tages finde ich freundschaftlich. Teilen, also auch Mitteilen ist doch das Leben.
 
Orbart
03.12.2012
17:39 Uhr
     
Vor vielen Jahren war ich einmal Gast bei einem Hermann van Veen Auftritt in Oldenburg.Der schlaksige Holländer begrüßte die Anwesenden mit:"Guten Abend Dortmund".Etwas irritiert,aber durchaus freundlich rief einer aus dem Publikum:"Wir sind hier aber in Oldenburg!""Weiß ich doch DU Arschloch!"schrie der sanfte Hermann hyperaggressiv zururück.Ich konnte mir nicht helfen,aber die Magie des Abends war für mich verflogen.  
Jo Kasper
03.12.2012
17:29 Uhr
E-Mail    
Lebensmut, Lebensfreude: Sonntagmorgen 5:00 Uhr. (meine normale Aufstehenszeit) Ich setze mich an den Computer. Wohin sonst? Da kann ich z.B. sehen, wo sich mein Sohn gerade aufhält. Er ist Sicherheitsoffizier auf der AIDA-Luna. Die schwimmt gerade in der Karibik. Soll ich ihn beneiden? (www.aida.de links unten: Schiffspositionen)
Am Computer kann ich auch (mit einem Zusatzgerät) das Fernsehprogramm sehen. Das Zusatzgerät brauche ich, weil meine Frau immer Politisches sehen will. Ich lasse es mir dann ausführlich mit verbaler Inkontinenz erzählen. Und ich höre meistens (oder gelegentlich?) geduldig zu. Da komme ich nicht drum herum. Denn wir müssen (und wollen) ja auch mal miteinander reden. Ich sehe am Computer lieber Naturfilme und Wissenschaftliches. So bin ich autark, meine Frau sagt es anders: ich sei ein Autist. Ich sehe das Programm durch, sonntags gibt es oft was Interessantes. Um 8:00 Uhr dirigiert Christoph Eschenbach das Abschlusskonzert des Schleswig-Holstein Musik Festival 2012 (Peter Tschaikowsky, Sinfonie Nr 3, die Polnische). Ich programmiere die automatische Aufnahme, schalte den Computer in den Ruhezustand und begebe mich dann in einen ebensolchen, ich lege mich noch mal hin.
Mit 83 darf man das.
Um 5 vor acht wird es im Raum hell. Der Computer schaltet sich ein. Ich ziehe mir was über, konnte ohnehin nicht mehr schlafen. Ich ziehe den Rollladen etwas hoch und schaue aus dem ersten Stock unseres Reihenhäuschens hinunter in den Garten. Es schneit leicht. Das Dach des Gartenhäuschens ist schon ganz weis. Ich sollte besser schreiben schon ganz voll Schnee, denn ich weiss (von wissen) nicht wie weis (die Farbe) richtig geschrieben wird. Ich muß da immer lange überlegen und dann habe ich das Gefühl, dass es doch falsch ist. Es ist ein Jammer. Ich lerne es nicht mehr.
Das Konzert beginnt. Der Dirigent betritt das Podium, einen, auch zwei Momente der Ruhe, der Sammlung, dann geht es los. Die Geigen, die Bratschen, die Celli, die Oboen, die Trompeten, die Hörner, die Pauken, alle gesteuert durch die Gestik und Mimik des Dirigenten. Ich lehne mich zurück, höre die Musik und freue mich. Als Techniker kommt mir auch automatisch der Gedanke, wie Impulse durch die neuronalen Netze der Gehirne saußen und Hände und Lippen der Musiker steuern, einen Klang erzeugen, der die Herzen und Seelen der Zuhörer mitklingen läßt. Nach einer Weile kommt der nächste Satz: allegro moderato. Ich verstehe nicht viel von Musik, schade. Über das Auflegen einer Schallplatte bin ich nicht wesentlich hinausgekommen. Aber ich freue mich trotzdem an der Musik und dem Geschehen im Orchester. Zwar bin ich etwas schwerhörig, aber mit dem Kopfhörer höre ich auch noch die höheren Töne (der Techniker sagt: Frequenzen) ganz gut. Ich überlege, was man wohl empfindet, wenn man den Kopfhörer abnimmt und ohne Ton dem Dirigenten und den Musikern zuschaut (wenn man taub ist). Ich probiere es aus. Dann schaue ich aus dem Fenster, höre die Musik , sehe wie es schneit und freue mich. Dann sehe und höre ich wieder eine ganze Weile das Orchester. Phantastisch, da hat Gott die Hand im Spiel.

Wer oder was ist Gott? Diese Frage bewegt mich schon lebenslang. Nie erhielt ich eine befriedigende Antwort. Bis eines Tages ein Pfarrer zu mir sagte: Da können sie sich denken, was sie wollen. Ich war schockiert. Ich hatte erwartet, wieder einmal an die kirchliche Kandare genommen zu werden. Aber so: Geh und schalte Deinen Denkapparat ein! So viel Freiheit hatte ich nicht erwartet. Bei näherem Nachdenken sah ich es ein. An einen personalen Gott glaubte ich nie. Das scheint mir eine Hilfsvorstellung zu sein für Menschen, die etwas Greifbares haben müssen. Und wenn Jesus ihn seinen Vater nennt, so meint er das wahrscheinlich im übertragenen Sinn. Er könnte ja auch sagen, es ist meine geistige Kraft, so wie der Vater seinen Kindern eine geistige Kraft, eine Hilfe fürs Leben ist. Ich glaube an die göttliche Energie, an die göttliche, geistige Kraft. Damit wäre ich auch bei unserem geliebten, altehrwürdigen Dekan Epple (noch heute bekommt er von unserer Jahrgangsklasse jährlich ein Blumengebinde auf sein Grab), der uns im Religionsunterricht in der zweiten oder dritten Grundschulklasse vor fast achtzig Jahren gesagt hat: Gott ist ein Geist. Nur wir konnten nichts damit anfangen. Ein Geist war für uns damals ein Gespenst, in einem weissen Gewand nachts in einem Schloss herumlaufend. Und wir hatten ein mulmiges Gefühl.
 
tg
02.12.2012
11:02 Uhr
     
1. Advent- ein Glück , sich noch "Macht hoch die Tür" summen können, mit Text. Darin wird Christus dargestellt als Leuchtfeuermensch- mit ihm ist alles noch im Werden und Du, ich , wir sind noch auf einem Weg zu Heilem. Ein Hindenken zu Beladenen, ein leises Summen für alle mit, die den Text nicht kennen, und doch mitgemeint sind!  
ing
30.11.2012
17:23 Uhr
     
Ja, mögen Millionen Menschen ähnlich träumen!
Ich wollte Ihnen gerne noch mitteilen, wie schön es war, in Ihrer Nachricht im September das Bild von Ihrem Lächeln zu sehen, im Arm und Hand in Hand mit Ihrer schönen Tänzerin ...

Ja Kathrin, ich fühl' es auch so.

Als ich heute einen Berg von frischen Tannengrün durch einen edlen Menschen fand, hat es bei uns das ersteMal geschneit ... war für mich irgendwie Gleichklang.

*
 
Winfried Schley
30.11.2012
08:53 Uhr
E-Mail Homepage  
Auch wenn es hier im Gästebuch Leser gibt, denen meine Gedanken „eine Nummer zu groß“ erscheinen, möchte ich die anderen auf meinen Artikel „Dein Tod ist mein Leben“ hinweisen.  
Kathrin
30.11.2012
08:01 Uhr
     
Wie schön, dass du das schreibst, liebe Ingrid - ich freue mich sehr.

"Hie und da jemand zu wissen, der mit uns übereinstimmt, mit dem wir auch stillschweigend fortleben, das macht uns dieses Erdenrund erst zu einem bewohnbaren Garten." (Goethe)

:-)
 
ing
29.11.2012
20:13 Uhr
     
Liebe Kathrin,

sie waren grandios! Dave Wismeijer, Gitarre und Willem Wits, Percussion und Jannemien Cnossen, Geige,
Edith Leerkes, Gitarre und Gesang und Erik van der Wurff, Piano und inmitten - Herman van Veen, Alles!
Du darfst Dich sehr sehr freuen ... Herrlich, wie Erik und Herman sich gefunden haben : 1962, in einer Cafeteria in Utrecht, auf einem kleinen Stück Papier, war zu lesen "Suche bildschöne junge Frau, die auch passabel Piano spielen kann." Erik war siebzehn, als er das las, und meinte "Das könnte was für mich sein."
 
Menke
29.11.2012
12:10 Uhr
E-Mail    
Weihnachtsmarkt im lichte betrachtet!

Wenn ich jetzt durchdie Stadt schaue,so sehe ich keinen Advent und keinen Schnee.
Was ich aber sehe sind Holzbuden mit lichtern und Menschen drinn und drumherum.
Trau mich nicht so richtig in ihre Gesichter zu schauen,ich will ja nichts kaufen nur neugierig sollte man sein.
Von weitem hör ich O du föhliche,O du selige .....an diesem so anderen herbeigeruffenen triesten Tag.
Andere wiederhum hasten,oder stehen in diesem Gefühl vor sich hingestellt.
Sie schauen sich um,in ihren Blicken sehe leere Teilnahmlosigkeit und vereinzelt Vordergründige Gesprächigkeit.
Ich will sie fragen,warum sie nun hier sind,wer hat sie gebracht,was erwartet du von alledem,wo endet dein heutiger Weg?
Aber sie wollten sich in der Masse lieber ablenken von ihrer Nachdenklichkeit.
 
Kathrin
27.11.2012
09:49 Uhr
     
Irgendwie hatte ich letzte Woche nach einem Einkauf in einem Bio-Supermarkt das Gefühl, zehn Euro zu wenig heraus bekommen zu haben. Der Kassierer und ich waren durch eine nette Unterhaltung etwas abgelenkt gewesen.
Als ich am nächsten Tag abends wieder dort war, sagte ich, da ich gerade allein in der Schlange war, zu demselben Kassierer: Sind gestern zufällig zehn Euro hier abgegeben worden ( sie hätten mir ja auch beim Einstecken runter gefallen sein können....) oder hatten Sie evtl.. zu viel in der Kasse? - und ich glaubte es kaum... - er sah mich sehr nett und offen an und sagte: Ja, ich hatte gestern tatsächlich zu viel und er stand auf und verschwand in einem Hinterraum und erschien kurz darauf mit dem Geld.

Das war schön.
 
Ohli
26.11.2012
09:51 Uhr
E-Mail    
eben gedacht: man muss nicht an Engel glauben, um einer zu sein.
Mit der richtigen Idee zum richtigen Zeitpunkt - mit der richtigen Tat am richtigen Ort.
Meistens verbietet uns die Bescheidenheit daran zu glauben, dass wir in diesem Augenblick für einen Menschen wertvoll sein können.
Wir können Gutes tun--- und auch darüber sprechen!
 
tg
25.11.2012
18:28 Uhr
     
eben gehört: "Man muss nicht an Engel glauben, um einen zu haben.  
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