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Autor Nachricht
Kathrin
04.03.2009
07:52 Uhr
     
Zum diesem Thema habe ich den Text eines meiner Lieblingslieder von Reinhard Mey beizusteuernm, das mir sehr aus dem Herzen spricht.
Besonders lustig finde ich immer die Batik-Problematik :-)





Alle rennen, alle traben,
Alle tun sie irgendwas.
Alle wollen, alle haben
Einen riesen Freizeitspaß.
Alle brauchen, alle tragen
Einen vorgeschrieb‘n Dress.
Alle hetzen, alle jagen,
Alle sind im Freizeitstress.
Alle laufen,
Alle schnaufen,
Alle strampeln,
Alle hampeln,
Alles regt sich
Und bewegt sich
Ringsumher:
Immer schneller, immer höher, immer weiter, immer mehr!

Und ich, ich möchte einfach nur im Gras ‘rumsitzen,
Die Ameise den Krümel tragen sehn
Und Eidechsen, die über Mauerritzen flitzen,
Libellen, die still überm Tümpel stehn,
Die Kellerassel mit den dünnen, kleinen Beinen,
Die ihren schweren Leib nachhause schleppt.
Joggen? Jetzt lieber nicht und Fitnessdrink auch keinen,
Und keinen, der mein altes Fahrrad noch zum Bike aufpeppt.

Alle brauchen, alle suchen
Action und Animation,
Alle fluchen, alle buchen
Doch die nächste Reise schon.
Surfen, skaten und snow-boarden,
Von der Brücke fall‘n am Strick,
Grellbunt aufgestylte Horden
Auf der Suche nach dem Kick.
Alle trekken
Wie die Jecken,
Alle steppen
Wie die Deppen.
Das Gekletter
Auf die Bretter
Bringt‘s total:
Immer teurer, immer bunter, immer öfter ins Spital!

Und ich, ich möchte einfach nur am Strand ‘rumliegen,
Die warme Sonne spür‘n auf meinem Fell,
Die Wellen plätschern hör‘n, sehn, wie die Möwen fliegen
Und gar nichts tun und das auch ja nicht schnell.
Ich laß Muscheln und Sand durch meine Finger rinnen,
Ein Glas Wein durch meine Kehle, kühl und herb.
Ich weiß, mit mir, da kann man kein Turnier gewinnen
Und auch keinen Pokal und keinen Strandburgwettbewerb.

Alle wollen, alle müssen
Stets dabeisein und sichtbar
Jemand grüßen, jemand küssen,
Ins Beziehungsseminar
Und in die Flamencotruppe,
In die Bauchtanztherapie,
In die Selbsterfahrungsgruppe,
In die coole Galerie.
T-shirt malen,
Beitrag zahlen,
Inhalt suchen,
Eierkuchen.
Gib der Batik-
Problematik
Einen Sinn.
Immer hipper, immer flipper, immer hopper, immer popper,
immer dreister und zeitgeister, immerhin!

Und ich, ich möchte einfach nur den Regen schmecken,
Den Windhauch spür‘n, die Wolken ziehen sehn
Und Fabelwesen und Gesichter drin entdecken
Und wenn schon gehen, dann nur müßiggehn.
Ich übe, mich tot stell‘n, absagen und verschieben,
Die Zeit tropfen hör‘n, eh der Quell versiegt.
Ich möchte einfach nur gern leben und Dich lieben
Wenn darin nun mal meine wirkliche Begabung liegt.
 
rb bln
03.03.2009
17:34 Uhr
     
Wenn es um die Langsamkeit geht, habe ich auch einen Beitrag bzw. eine Kostprobe davon, weil vielleicht zulang. Sollte jemand Gefallen daran finden, bitte melden, dann schreibe ich noch mehr davon:


Jutta Richter DER ENGEL DER LANGSAMKEIT

EIN Engel hat immer für Dich Zeit,
Das ist der Engel der Langsamkeit.
Er streichelt die Katzen, bis sie schnurren,
reiht Perlen zu Ketten ohne zu murren
und wenn die Leute über Dich lachen
und sagen, das mußt Du doch schneller machen
dann lächelt der Engel der Langsamkeit
und flüstert leise: Lass Dir Zeit !
 
Sabine
02.03.2009
13:19 Uhr
     
Zum Eintrag von SB: Ein wunderbares Stueck Poesie. Ich hebe gespuert wie mein Blutdruck sich senkte beim Lesen. Ich werde es an Freunde weiterleiten. Danke!  
Tg
01.03.2009
23:44 Uhr
     
Darwin-eben sein 200. Geburtstag. Der "Darwinsche Ohrhöcker", der Knorpelhöcker an der Innenkante des äußeren Randes der menschlichen Ohrmuschel entspricht nach Darwin der Spitze des Tierohres.- Nur eine kleine Ehrung des großen Biologen, wert ein Heiliger genannt zu werden. weil er die Schöpfung so gut beobachtet und verstanden hat. Gott hat die Schöpfung noch in der Mache, er ist noch dabei, sie auszuwickeln. Eine Gottestechnik ist, Er macht, dass sich die Dinge selber machen, z.B. durch geschickte Anpassung oder Mimikri oder schnellere Weitergabe von Wissen an die eigene Brut. Noch ist die Schöpfung im Werden- auch wir sind erst Zwischen-Glieder auf dem Weg vom Schimpansen zum gottförmigen Menschen, wie er in Jesus. schon entworfen ist. So ist die Natur kein Entweder/Oder von Schöpfung und Entwicklung. Sondern die Schöpfung geschieht als Entwicklung. Erste Ahnungen davon kann man nachweisen an der biblischen Schöpfungsgeschichte; sie weiß schon was von Abfolge und Aufbau und vom Zusammengehören der Säugetiere und dem Menschen. Und daß das Ziel, da Gott von und mit allen seinen Werken ruht, noch aussteht.  
SB
28.02.2009
10:32 Uhr
     
Zu TG´s Eintrag vom 27.02. fand ich heute im Fastenkalender folgenden Beitrag, den ich gern mal weitergeben möchte:

Ein irisches Gebet :

Mach mich langsam, Herr.
Verlangsame, bremse mich.
Beruhige die schweren Stöße meines Herzens
durch die Besänftigung meiner Gedanken.
Festige mich mit der Vision vom ewigen Maß der Zeit.
Gib mir, mitten in der Zerstreuung meiner Tage,
die Ruhe der immerwährenden Hügel.
Löse die Spannung meiner Nerven mit dem sanften Fluss der Ströme.
Hilf mir, die wiederbelebende Kraft des Schlafes zu erfahren
und lehre mich die Kunst, Ein-Minuten-Urlaube zu nehmen.

Mach mich langsam,
um auf eine Blume zu schauen,
mit einem Freund zu plaudern
oder ein paar Zeilen in einem Buch zu lesen.
Erinnere mich jeden Tag,
dass mehr zum Leben gehört als seine Geschwindigkeit zu erhöhen.
Lass mich in die Zweige der großen alten Bäume schauen und wissen,
dass sie langsam und gut gewachsen sind.
Mach mich langsam, Herr, und beseele mich,
so dass ich meine Wurzeln in den Boden senke
bis hin zu den bleibenden Werten des Lebens.
Damit ich wachsen darf,
den Sternen meiner größeren Bestimmung entgegen.

Mach mich langsam, Herr,
mach mich langsam,
bremse,
beruhige mich.“

Peter Kottlorz: Mehr als Alltag, Anstöße zum Leben.

Allen ein gesegnetes Wochenende !
 
Sabine
27.02.2009
19:35 Uhr
     
Wir haben einen Engel getroffen. Er war ca. 60 Jahre alt, klein, Baeuchlein, maennlich, stoppelbaertig und fuhr im Gewuehle der Barceloner Innenstadt auf einem alten Motorroller eine ganze Weile hinter unserem PKW her (italienisches Kennzeichen einer bestimmten Provinz Italiens). Wir wollten zu einem uns empfohlenen Hotel und hatten es fast geschafft, als er sich vom Roller schwang und uns ansprach. Wie der Zufall so spielt: Er hat einen Bruder im Ort direkt neben uns und sprach italienisch. Dieses Hotel sei schlecht, er wolle uns ein besseres zeigen. Also, alle Mann ins Auto, er fuhr vor. Quer durch die Metropole, dann fuehrte er uns zu einem gerade eroeffneten, preisguenstigen Hotel, zentral, aber in ruhiger Lage. In Traum. Wir wollten ihn einladen, aber er habe noch eine Verabredung… Sprach’s, und sauste davon.  
tg
27.02.2009
10:01 Uhr
     
Eine Frau , die viele Entscheidungen in ihrem Unternehmen zu treffen hat, gefragt, ob sie sich Zeit nimmt für sich-eine Strecke Stille zur Klärung: „Nein, keine Zeit für mich.“
Aber das ist doch, als hätte man keine Zeit, sein Auto zum Tanken zu fahren.
 
Peter Bethge
27.02.2009
05:46 Uhr
E-Mail    
Vielen Dank dafür, dass es eine derart aufwendige und umfassende Web-Seite gibt. Ich 'hab noch lange nicht fertig' damit und schon erstaunlich Erbauliches gefunden. Ich wünsche 'starke Hände' zum Weitermachen und Gottes Guten Segen dafür.  
Sabine
24.02.2009
15:41 Uhr
     
Ich glaube, Gott fuehrt nicht in Versuchung, um uns zu testen, sondern um uns aufzuzeigen, wie schwer es ist, immer gut zu sein. Somit erlangen wir Verstaendnis und Erbarmen mit "gestrauchelten" Mitmenschen. Somit leiden wir mit ihnen, koennen vergeben, anstatt sie zu verachten. Weil wir nachempfinden, wie schwach ein Mensch sein kann, weil wir es selbst gefuehlt haben.  
Sophie
22.02.2009
14:31 Uhr
     
Warum sollte Gott selbst mich in Versuchung führen?
1.) Hiob
2.) Jesus
Und warum nicht?
Und führt er in der Versuchung?
1.) Hiob
2.) Jesus
Also ja.
 
wurzeln
21.02.2009
19:19 Uhr
     
Im 'Wurzeln die uns tragen' da liegen wahrhaftige Worte durch Deinen Vater, Heinrich Giesen - tg. Sie sind wie ein schützender Mantel

"Wer betet , reagiert seine Angst nicht ab, sondern bespricht seine Sache mit Gott. Und Vertrauen regiert das Gespräch."

Ja. So ist es. An meinen Vater zu denken ist auch gut. Ich weiß, er hat mich nie belogen. Ja.
Heute ist mir wichtig, einen Fund hierherzuschmücken, dens schon sechsunddreißig Jahre gibt,


Ich hab' ein zärtliches Gefühl für jeden Nichtsnutz, jeden Kerl,
der frei umherzieht ohne Ziel, der niemals Knecht ist, niemals Herr.
Ich hab' ein zärtliches Gefühl für den, der seinen Mund auftut,
der Gesten gegenüber kühl, und brüllt, wenn's ihm danach zumut'.
Ich hab' ein zärtliches Gefühl für den, der sich zu träumen traut,
der, wenn sein Traum die Wahrheit trifft, noch lachen kann - wenn auch zu laut.
Ich hab' ein zärtliches Gefühl für jede Frau, für jeden Mann,
für jeden Menschen, wenn er nur vollkommen wehrlos lieben kann...

Herman van Veen

Unvergessen wundersamt. Und es ist sehr besonders für Dich lieber Westermann, zu Deiner schönen Nachricht gehörend,
In froher Dankbarkeit, Ingrid
 
Delta
18.02.2009
16:00 Uhr
     
Mich in der Versuchung führen lassen, das ist ein guter Gedanke.
Einmal mehr die Gewissheit haben, nicht alleine zu sein.

Es ist nicht die Angst, dass Gott mich in Versuchung führen könnte. Warum sollte er das auch tun?
Ich frage mich, was mir dieser Satz sagen will.
 
tg
18.02.2009
15:34 Uhr
     
Hoffe doch, es heißt: und führe mich in der Versuchung. Denn Gelegenheiten, mich fürs Gute zu entscheiden, wünsch ich mir doch. Und glaube nicht, daß Gott Versuchsanordnungen aufbaut, mich zu testen. Gott weiß. Aber warum ist Dir diese Bitte so wichtig?  
jakobus
18.02.2009
07:32 Uhr
     
@Delta: Mir geht's ebenso. Erster Ansatzpunkt ist für mich Martin Luther - Der kleine Katechismus.

Liebe Grüße Euch allen!
jakobus
 
Delta
17.02.2009
20:41 Uhr
     
Mein "Fund": Und führe uns nicht in Versuchung

Seit einiger Zeit sind es einzelne Zeilen aus diesem Gebet, unzählige Male gebetet, die mich nicht mehr los lassen.

Herzliche Grüße
Delta
 
tg
17.02.2009
11:04 Uhr
     
Einen schönen Gruß mit einem Fund: Vergiß nicht deine Eltern. Vergiß nicht, daß du im tiefen Traum das von ihnen empfangene Leben angenommen hast. (Imre Kertesz)  
Kathrin
16.02.2009
11:18 Uhr
     
So ein ähnliches "Ich bin schon auf Seite 65"- Erlebnis hatte ich am Freitag, als ich nur ganz kurz, da sehr in Eile, zu meiner Freundin gefahren war, nur um schnell etwas Versprochenes abzugeben. Sie sagte:"Komm doch wenigstens mal eben drei Schritte rein und guck dir das an..." , und ich sah in dem Busch nahe ihrer Terrasse zwei Blaumeisen an dem Meisenknödelspender hängen, den ich ihr vor ein paar Wochen geschenkt hatte. Und am Boden darunter ein Rotkehlchen und ein paar Spatzen, die die Überschüsse pickten. - Sie hatte mein Geschenk von neulich also tatsächlich gleich angebracht und bei dem Schnee hatten sich sogleich dankbare Gäste eingefunden.
Das war auch ein schöner Augenblick.
Liebe Grüße
von Kathrin
 
Luise
13.02.2009
22:27 Uhr
     
Ben Becker liest die Bibel, habt ihr das im Fernsehen gesehen oder live? Es ist fesselnd, er hat ein Charisma
beim Lesen dass der Zuhörer sich unwillkürlich mitten in der Geschichte befindet. Spannend.
Und ich lese zu gerne hier im Gästebuch, es sind wunderbare Beiträge ,besonders die persönlichen
stärken, lassen teilhaben .Dank den vielen Schreibenden.
 
tg
13.02.2009
14:56 Uhr
     
Großmutter an Enkelin, die sich bedankt fürs Geburtstagspaket: "Kannst du auch das Buch gebrauchen"? "Ja, ich bin schon auf S. 65". -Der schönste Dank. Ähnlich : Nicht Extradankesworte sondern das richtige Nutzen der Dinge ehren den Großen Guten.  
mondlicht
12.02.2009
07:46 Uhr
     
leuchtet, noch rundlich und schön. Danke liebe Kathrin für Deinen guten Wunsch ! Ja, da war ich am Wattenmeer und schlürfte heißen Grünen Tee. Und begrüßte den Aufgang der Sonne. Da ist friedvolles Morgen-Land. Drüben im Westen verschwand bald der Mond. Abgelegene Wege waren noch schneesamtenbedeckt und mir war ganz feierlich zumute.
Immer donnerstagsmorgens darf ich Frühstücksbrötchenbotin zu lieben Freunden sein und noch Glücksmomente aus dem Unterwegs mitbringen. Das ist schön !
Ich freu' mich heute auf ein zimtiges Franzbrötchen. Liebe Grüße, Ingrid.
 
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