Gästebuch


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Autor Nachricht
do
03.12.2008
15:27 Uhr
     
Ein Stern reist um die Welt ... seit Montag leuchtet ein kleiner Herrnhuter Stern vor meinem Fenster und spendet sein warmes Licht - Bethlehem ist so nahe ... ich fotografierte ihn und schickte ihn als E-Mail zu meinen Freunden nach Frankreich ... und heute erhielt ich die wunderbare Nachricht, dass die eine Freundin ihn nach Peru weitergeleitet hat, zu einem vor einem Monat bei einem Verkehrsunfall verletzten Freund, der nun im Krankenhaus auf eine schwierige Hüftoperation wartet. Das Licht des Sterns wird ihn trösten und ihm Mut spenden ... in Gedanken schwebt der Stern nun auch überm Gästebuch und spendet sein still-warmes Licht.
Eine leuchtende Adventszeit - do
 
Sophie
03.12.2008
11:12 Uhr
     
50 Jahre "Brot für die Welt". Wir konnten dabei sein in der Heilig-Kreuz-Kirche in Berlin-Kreuzberg. Wir haben den großartigen EKD-Ratsvorsitzenden erlebt. Er hat gepredigt, nachzulesen unter seiner Seite im Internet (ganz unten: Predigten). Mit den Pastoren der Kirche, Gästen und einem jungen Tanztheater wurde ein wunderbarer Gottesdienst in einer entzückend renovierten Kirche mit luftig-leichten Emporen und einer herrlichen Orgel aus Boston gefeiert. Wir haben mein Lieblingslied "Tochter Zion" gesungen, wechselseitig mit dem Chor. Der Bischof ließ sich nicht nehmen, am Ausgang jedem die Hand zu geben und hatte für jeden ein Lächeln bereit. Das war ein ganz besonderer 1.Advent.  
Heinrich
02.12.2008
17:30 Uhr
     
Deshalb steht's auch so im Grundgesetz: "Die W ü r d e des Menschen ist unantastbar."  
tg
02.12.2008
15:37 Uhr
     
Für den Fall, daß einem das Evangelium entglitten sein sollte,
hier das Entscheidende: Israel hielt das Volk für das Ewige, die Griechen die Welt, die Christen den einzelnen Menschen. Hannah Arendt (1906-1975) betont, daß diese christliche Glaubens- Substanz tragfähig geblieben ist, auch wenn einzelne Bekenntnissätze vergessen seien.
Halt also deine und aller Menschen Heiligkeit hoch. Das ist im Bild gesagt, Advent, also Ankunft, Einzug des Jesus Christus als König der Herzen bei dir: Auch du ewiggültig, wunderbar, Miterbe des göttlichen Lebens, das hier schon seine ersten Schritte tut durch dein verantwortliches Mitwirken.
 
tg
30.11.2008
09:52 Uhr
     
Siehe, dein König kömmt zu dir... Der Jesus, der auf dem Esel in Jerusalem einzieht, liebevoll empfangen... und Kerzen, die das Dunkle aufbrechen... und wir ... in Erwartung, in guter Hoffnung, daß wir die heilenden Kräfte in uns spüren und Freude mehr wird mit uns. Gut, Du zu sein, jetzt... ein adventlicher Mensch.  
zusammenklang
29.11.2008
20:57 Uhr
     
Ich war eben bei den heranrollenden herrlichklingenden Wellen mit ihren Schaumkämmen und hätte ewig lauschen mögen. Und heut'abend, lieberMenke, hat auch fürDich wieder ein Licht im Kirchlein geleuchtet, und wir sangen ... Herr, dein Wort ist unsres Fußes Leuchte und einLicht auf unserm Weg, Dein Wort ist nichts denn Wahrheit und einLicht auf unserm Weg... Ja. Seid behütet Alle, allezeit

Gestern sind mir berührende Gedanken durch 'den Niels' begegnet. Beim Lesen baute sich ein Brücklein zu Heinrichs Nachricht; da gings doch um den Menschen, der Hunger hatte und sich nach Wärme sehnte,
Liebe Grüße von Ingrid.


Wenn der Schwache dem Starken die Schwäche vergibt,
wenn der Starke die Kräfte des Schwachen liebt,
wenn der Habewas mit dem Habenichts teilt,
wenn der Laute bei dem Stummen verweilt,
und begreift, was der Stumme ihm sagen will,
wenn das Leise laut wird und das Laute still,
wenn das Bedeutungsvolle bedeutungslos,
das scheinbar Unwichtige wichtig und groß,
wenn mitten im Dunkel ein winziges Licht,
Geborgenheit, helles Leben verspricht,
und du zögerst nicht, sondern gehst, so wie du bist, darauf zu.
Dann, Ja dann, fängt Weihnachten an.

Rolf Krenzer
 
Sophie
27.11.2008
20:22 Uhr
     
Wir lieben das Leben, und sie lieben den Tod: siehe Bombay. Weit über hundert Tote -bisher- denn über 300 Verletzte. Gezielt vor allem gegen Amerikaner-heute ist Thanksgiving. An Thanksgiving treffen sich die Familien, es wird Bindung gefeiert. Es ist ein wunderschönes Fest mit herrlichem Essen, Ende des Herbstes, vor Eintritt in den Advent. Manchem wird der Appetit vergangen sein.  
Sophie
26.11.2008
21:44 Uhr
     
Meine Mutter hatte gar keine Zeit, etwas zu ordnen, denn sie ging nicht zum Arzt. Sie war alt genug, sich zu verabschieden (85) und beschloss, das zu tun. Im September 2007 machte sie ihre letzte Schiffsreise auf der MS Deutschland rund um England, im November brach sie zusammen, und im Februar 2008 haben wir sie beerdigt. Meine Schwester beschloss, sie zu pflegen, und so konnte sie nach Hause, was sie sich so wünschte. Ab und zu war sie noch ganz fit. Wir versammelten uns öfter bei ihr und konnten sogar mit ihr essen gehen, sie im Rollstuhl. Wir kamen ganz nah zueinander, wir Geschwister. Ein ganz wundervoller Pastor hat sie berdigt. Es war eine gute Zeit, ein schmerzlich-schöner Abschied. Aber ich muss betonen, dass sie alt genug war. Der zu frühe Tod ist wirklich schwer verdauhbar, egal, was man sich so zurecht redet. Wir lieben doch das Leben, und Gott will uns so, lebensnah verbunden mit der Welt und mit Anderen. Mein Hund lag mit neun Jahren plötzlich letzten Juni tot im Flur. Wir haben alle ca. eine Woche geheult.  
Delta
26.11.2008
11:51 Uhr
     
Welche Größe steckt in einem Menschen, der Abschied nimmt von seinem Leben!
Er beginnt zu ordnen, um seinen Lieben ein geordnetes Leben nach seinem Tod zu ermöglichen.
Viele seiner Aufgaben verteilt er neu nach Fähigkeiten und Vorlieben. Er lässt niemanden im Ungewissen.
Jeder wird anders umgehen mit der Trauer. Der eine hätte vielleicht grade jetzt die Geschäftigkeit nötig, um alles in neue Bahnen zu bringen. Dem anderen bleibt die nötige Zeit, um mit dem Schmerz fertig zu werden.
Ein Richtig oder Falsch kann es da gar nicht geben.

Wie soll man dem Tod begegnen,
wenn er vor der Türe steht?
Soll man hoffen, soll man beten,
flehen, das er weitergeht?

Ja! Er soll nur weitergehen -
denkt man und vergisst dabei,
dass nur der Tod kann es verstehen,
wenn einer sagt: Ich bin soweit.

Ich wünsche ihm, dass ausreichend Zeit bleibt, um am Ende wirklich alles wohl geordnet zu wissen

Delta
 
Menke
25.11.2008
14:38 Uhr
    ICQ
Wem viel gegeben,dem wird viel abverlangt!

Rauschende Gefühle in der Erinnerung zu zu lassen um sie verlassen zu können,so machte ich mich auf den Vermeintlichen Weg des Umhergetriebenen.
Meer war leibhaftigt da, wo Sonne,blauerHimmel,den Sand unter den Füssen spüren,Wind und Rauschende Wellen mich verzückten.

Sah im täglichen Scheinwerferlicht der Dunkelheit weise Schaumkämme und hörte das Unaufhörliche näherkommende Rauschen und Toben der Naturgewalten.
Mensch warum ängstigt Du dich?

Ins Kirchlein gegangen und bat den Kelch in diesen Tagen,an mir vorüber gehen zu lassen um Alleinsein Leben zu dürfen, wenn auch mit Ängstlichkeit auf die Nacht geschaut.
Musste mich dann doch ergebens zeigen,am Bahnhof die Geliebte Hoffnung ich verlor.
So zündete ich ein Kerzlein im Glauben der Hilfe an,wo Du mich hinführst,ich vertraue Dir!
Amen!
 
kathrin
24.11.2008
13:17 Uhr
     
Bin vorhin auf ein Gedicht gestoßen, an das ich lange nicht mehr gedacht habe.
Vielleicht gefällt es ja außer mir auch dem einen oder anderen Gästebuchleser.
Hier ist es:

Erich Fried (1921 - 1988)


Kleines Beispiel

Auch ungelebtes Leben
geht zu Ende
zwar vielleicht langsamer
wie eine Batterie in einer Taschenlampe
die keiner benutzt

Aber das hilft nicht viel:
Wenn man
(sagen wir einmal)
diese Taschenlampe
nach so- und sovielen Jahren
anknipsen will
kommt kein Atemzug Licht mehr heraus
und wenn du sie aufmachst
findest du nur deine Knochen
und falls du Pech hast
auch diese
schon ganz zerfressen

Da hättest du
genau so gut
leuchten können
 
Luise
23.11.2008
19:39 Uhr
     
wie beruhigend, dann sind wir uns des Empfangskommitees ja sicher.
Gerade ist mir ein wunderbares Buch in die Hände gefallen:T. Terzani"Das Ende ist mein Anfang".Der ehem.Spiegelkorrespondent in Fernost T.hat zum Ende seines Lebens seinem Sohn täglich Rede und Antwort gestanden und über sein sehr erfülltes Leben erzählt :authentisch und anregend, richtig schön zu lesen.
Er gibt so ehrlich Antwort auf die Fragen des Lebens und des Sterbens.
Und er beschreibt wie die Tibeter mit dem Tod umgehen:Der Sterbende liegt zwischen all seinen jammernden Verwandten, dann kommt der Lama , verpasst ihnen allen einen Tritt in den Hintern und flüstert dem Sterbenden zu : Löse dich, halte nicht fest, fort, fort jetzt bist du frei. Fort!! usw.
 
tg
23.11.2008
16:29 Uhr
     
„Unser Freundeskreis unter den Toten wird grösser“ (aus: Noll, Diktate über Sterben/Tod)  
Sophie
22.11.2008
23:08 Uhr
     
Ich finde ja die Geschichte mit dem Bettler nett, ich verstehe nur nicht, wieso dieser nicht von sich aus auf die Idee kam, den Wagen wegzubringen, denn da kriegt man doch auch schon einen Euro raus.  
Heinrich
21.11.2008
19:27 Uhr
     
beim "Shopblogger" gelesen

1€ und ein paar Wurstbrötchen
Seit rund zwei Wochen hat ein Bettler den Platz rund um meinen Laden als offenbar lukrativen Standort ausgewählt. Er blockiert nicht meine Tür, sondern sitzt ein paar Meter links oder rechts davon. Da er aber nur passiv auf dem Boden sitzt, seinen Metallbecher vor sich stehen hat und niemanden anpricht und/oder belästigt, stört er nicht weiter.

Seit zwei Tagen irrte hier mal wieder ein Einkaufswagen vom Discounter an der Ecke auf der Straße umher. Mal stand er an der Straßenecke (aber nicht an der richtigen), mal vor meinem Laden, dann wieder im Laden zwischen meinen Einkaufswagen, dann wieder auf dem Parkstreifen.
Plötzlich musste ich heute Vormittag an den Mann auf dem Bürgersteig denken, den ich auf etwa mein Alter schätzen würde. Ob er den Wagen wegbringen würde? Sind ja nur 100 Meter. Ich fragte ihn. Zuerst zuckte er zusammen, dachte wohl, dass ich ihn verscheuchen wollen würde. Nachdem ich ihn um den Gefallen gebeten hatte, fragte er mich, ob er denn hier bleiben dürfte. Ich bejahte und drückte ihm gleich noch einen Euro als Motivation in die Hand. Oh, weh... Für mich ist es "nur" ein Euro, aber er ist sofort aufgesprungen und hat sich den Einkaufswagen geschnappt. Ich hätte nicht vermutet, dass er sich so sehr über das Geld freuen würde, wie er plötzlich zum Ausdruck brachte.

Obwohl der Bettler schon öfter dort gesessen hat und er mir in den letzten Wochen schon häufiger aufgefallen war, musste ich plötzlich die ganze Zeit an ihn denken. Draußen ist es saukalt. Es regnet und schneit und dieser Mensch sitzt dort bis zur Nase in seine Jacke eingemummelt auf dem kalten Bürgersteig. Vorhin sackte das Mitleid durch, ich nahm zwei frische Brötchen aus der Box, tat sie in eine Tüte, legte noch eine Packung Wurst dazu und brachte ihm die Sachen raus.
Man hat ja schon oft gehört, dass Bettler, denen man Lebensmittel statt Geld geschenkt hat, diese einfach wegwerfen und ich hatte mit dem Schlimmsten gerechnet – aber der Kerl vor meiner Tür hat seine Wurstbrötchen regelrecht heruntergeschlungen.

Armer Kerl.
 
tg
21.11.2008
11:44 Uhr
     
Gott ist ohne Ausnahme mit jedem Menschen vereint. Frere Roger  
Sophie
19.11.2008
20:29 Uhr
     
....Gott.
Danke, Molitor, denn es wurde immer auch zu kurz abgehandelt, dass es auch Zuschauervölker gab und gibt. Israel muss beschützt werden. Es sind unsere Glaubensvorfahren und Brüder und Schwestern im AT bzw. der Torah. Außerdem sind es lebendige tolle Menschen, die dringend ihren Staat brauchen. Zum Lesen eindrucksvoll und sehr lustig: Gad Granach: "Heimat los! Aus dem Leben eines jüdischen Emigranten".
 
tg
19.11.2008
17:03 Uhr
     
Bußtag- einen wissen, dem ich Vergebung abbitten sollte; einen wissen,dem ich Bestimmtes nicht mehr nachtragen will und das ihn merken lassen- und ein Blick zum Himmel: Du kennst Deine(n)....  
molitor
17.11.2008
23:26 Uhr
     
Wenn es beim "Tätersein" um das von Bonhoeffer sogenannte "Tun des Gerechten" geht, warum sollten wir nicht in diesem neuen Sinn "Täter" sein und werden? Täter, die mit ihren Taten weitere Opfer verhindern. Menschen, die eine verletzte Taube vor ihren Füßen heilen und in der Ferne die richtige Haltung zur schwierig-gefährlichen Regierung im Iran finden.
In der Nähe und Ferne Täter des Gerechten werden, das wünscht ich mir für mich, uns, unsere Regierung und die Staatengemeinschaft. Die Taube war schon ein guter Anfang...
 
DS
16.11.2008
20:29 Uhr
     
TG - zum Wochenspruch : ich denke, das Wort...Richterstuhl .....hat viele abgeschreckt, missverstehen lassen. Richter bei Gott ist Aufrichter, Errichter, so trifft es deine Auslegung. Danke und bis bald... Delf  
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