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Menke
29.12.2012
12:01 Uhr
E-Mail    
Es geht noch so weiter!

Nun schau ich durch mein Fenster ins leere,was da kommen mag.
Ich bin eine nicht mehr ganz Junge Frau und weiß auch um meine Grenzen.
Was ich noch kann,schenkt mir mein Tagespensum.
Zu gesprächen mit anderen,ob draußen oder drinnen darf es mir nicht langweilig werden.
Manchmal gibt es nichts neues,so ist die Uhrzeit doch wenigstens fortgeschritten.
Ich hab keinen Rundfunk auch Kinder und Familie ist mir fremd.
Licht und Wärme in meinen eigenen vier Wänden,hab ich mir ausgeschaltet,was ich von meinem Auto nicht sagen kann.
Geldverlust und alter machen mir Angst,ich nehme beides immer zu meinen Unternehmungen mit.
So zeigt sich das Alte Jahr,wenn ich mitgehen darf,wäre das schön!
 
Jo
28.12.2012
15:55 Uhr
     
Verstehen kann man das Leben nur rückwärts,
Leben aber muß man es vorwärts.
Sören Kierkegaard
 
Flogni
28.12.2012
06:50 Uhr
     
Im Alter schweift der Blick oft zurück in die eigene Lebensvergangenheit. Was prägte mich, welche Wendepunkte in meiner Biografie erkenne ich ?
Ein Erlebnis aus meiner Studentenzeit hat mich maßgeblich beeinflusst:
Ich studierte an der Pädagogischen Hochschule in Bayreuth. Zu den Vorlesungen musste ich jeden
Tag in einem überfüllten Bus fahren - hatte dieses Mal Glück gehabt und einen Sitzplatz ergattert.
Als ich während der Fahrt von meiner Lektüre hochschaute, gewahrte ich einen älteren Herrn, der sich etwas hilflos an einer Sitzlehne festhielt. Dr. Blaser - Dozent für Psychologie und Philosophie -
konnte sich nur mühsam im schwankenden Bus auf den Beinen halten. Mein erster Impuls - aufstehen und ihm meinen Platz anbieten. Irritierende Überlegung - wie würden mich die anderen
StudentInnen beurteilen ? Da will sich jemand "einkratzen"? So blieb ich sitzen - allerdings mit einem
mulmigen Gefühl. Die PH war erreicht - der Bus hielt. Die meisten Fahrgäste - Studierende - stiegen
aus. Einige Schritte von der Haltestelle entfernt wartete Dr. Blaser auf mich. "Sie haben mich doch gesehen - warum haben Sie mir nicht ihren Platz angeboten ?" Danach marschierte er los - und ich
stand ziemlich bedeppert da. Wäre ich doch nur der ersten Regung meines Herzens gefolgt - hätte
ich doch nur die vermutete Reaktion der Anderen ignoriert !
Drei Stunden später auf dem Flur zum großen Vorlesungssaal entdeckte ich Dr. Blaser. Spontan trat ich auf ihn zu. "Herr Dr. Blaser, Sie lehren doch Psychologie. Darf ich Ihnen kurz meine Handlungsweise von heute morgen erklären ?" Er nickte und hörte sich - zunehmend lächelnd -
meine "psychologische Entschuldigung" an. Dann legte er mir seine Hand auf die Schulter und
sagte:" Folgen Sie stets in solchen und ähnlichen Situationen dem ersten Impuls . Man sieht nur
mit dem Herzen gut.!" Jahre später erkannte ich den Ursprung dieses Zitats .
 
SB
27.12.2012
09:47 Uhr
     
Ein herzliches Danke an alle Schreiber, Mitdenker und Leser,
immer wieder mal rufe ich das Forum auf, viele wertvolle Beiträge, die zum Nachdenken anregen.
Zu Orbarts Beirag fällt mir ein Ereignis im vergangenen Sommer ein, wir sind mit unseren Fahrrädern auf dem Heimweg, mitten in der Stadt sitzt eine ältere Frau mit einer blutenden Platzwunde am Kopf, viele Menschen eilen vorbei. Wir fragen, ob wir ihr helfen können und wir bemerken den Alkoholdunst. Wir rufen einen Krankenwagen, da die Wunde richtig versorgt werden muss. Bis dieser eintrifft bedankt sie sich immer wieder für unsere Hilfe, ich bin beschämt, weil es ja eigentlich selbstverständlich ist.
Immer wieder habe ich an diese Frau denken müssen, warum ist sie so geworden, welches Schicksal hat ihr Leben in diese Richtung gelenkt.

Unser Weihnachtgsgottesdienst diesmal bei Kirche unterwegs unter dem Motto :
Der eigentliche Ort
der Veränderung ist
der Kontakt mit Grenze
 
Orbart
26.12.2012
20:55 Uhr
     
Er war mir schon lange aufgefallen,der zierliche alte Mann im Rollstuhl.Frühmorgens im Supermarkt,wenn ich an freien Tagen einkaufen ging,so etwa um 7.30 Uhr,war er längst da.Dann hatte er die Station am Leergutautomaten schon längst hinter sich,wo er seine Pfandflaschen abgab.Danach packte er sich neue,volle Bierflaschen in seine alte,abgenutzte Tüte.Ich gestehe(beschämt durch meine Indiskretion);daß ich irgendwann einmal mitzählte,wenn er seine Bierflaschen auf das Laufband stellte:es waren zwölf!Jeden Tag!Ich habe ihn nie etwas anderes einkaufen sehen,kein Brot,kein Obst ,keinen Kaffee.Wie groß ist ein Kummer ,den man mit 12 Bierflaschen ertränken muß?Aber der Alkohohl hatte es nicht geschafft,den alten Mann ruppig oder stumpf zu machen.Er blieb dezent und zurückhaltend.Eines Tages sprach er mich an,denn er mußte mich bitten ,ihm Flaschen anzugeben,die er aus seinem Rollstuhl heraus nicht erreichen konnte.Die Bierkästen waren ungünstig gestapelt für ihn an jenem Morgen.Mir fiel auf,wie höflich und leise er sprach,so als wolle er niemanden stören.Ich überlegte,ob ich das Gespräch suchen solle,aber es schien mir als wünsche er keinen Kontakt.Als ich einmal an der Kasse hinter ihm stand,tat es mir gut ,zu bemerken,wie warmherzig die ansonsten recht derbe Kassiererin mit ihm umging:"Machen Sie das in aller Ruhe",beruhigte sie ihn,als er beim Einpacken etwas hektisch wurde.Danach rollte er durch die Schiebetür hinaus in den noch dunklen,kalten Morgen.Seit einiger Zeit schon ist er nicht mehr zu sehen,wann immer ich auch einkaufe.Ich frage mich ,ob es so etwas gibt im Leben eines Menschen,wie einen "Point of no return",wenn nichts mehr hilft,man verlorengeht für alle Hoffnung und alles Glück.Ich weiß es nicht.Aber ich halte es für möglich.  
Flogni
25.12.2012
01:28 Uhr
     
In stiller Verbundenheit

Weihnachtliche Grüße an unsere Soldatinnen und Soldaten im fernen Afghanistan. Weit weg
von jeglichem Weihnachtsrummel - aber auch weit weg von ihren Lieben, ihren Freunden.
Von Tod und vielfältigen Gefahren umlauert - wir in konsumorientierter Sicherheit.
 
tg
24.12.2012
19:38 Uhr
     
Gesegnete ´Weihnachten uns allen- Eben in der Kirche: "Ich steh an Deiner Krippen hier" gesungen, bewegt. Tg  
MG
24.12.2012
14:12 Uhr
     
An Mut: nicht ärgern, dafür ist das Leben zu kurz, selbst was schreiben - nur Mut dazu- Liebe Weihnachtsgrüße
und ein Gesundes Neues Jahr herzlichst Monika
 
Mut
24.12.2012
12:24 Uhr
     
Als (fast) regelmäßiger Leser und Gelegenheitsschreiber (meist nur, wenn mich etwas unheimlich ärgert) möchte ich mich für den zahlreichen "Lesestoff" und den damit verbundenen Gedanken, die dann in einem aufkommen, bei allen "Gebern" bedanken und den Beteiligten dieses Forums herzliche und gesegnete Weihnachten wünschen.  
ing
23.12.2012
12:29 Uhr
     
°Lichtstück für Lebensmut° gefunden,

Herrlichen Ausschnitt aus der Orgelfestwoche zur Einweihung der Marienorgel der Abtei Ottobeuren 2003;
Bruder Samuel Elsner(Orgel) und Ursula Binsack(Rezitation) interpretieren die Verkündigung ...

... und dankbar, daß es Dich gibt Delf!
 
ds
22.12.2012
17:44 Uhr
     
... und jetzt gen Weihnacht! Danke, lieber TG , für deine Worte zu dem großenText.
Gute Tage in Fülle für Euch alle! Gott will Mensch werden, machen wir es ihm nach! Herzlich - Euer Delf
 
Orbart
21.12.2012
18:25 Uhr
     
Hallo Kathrin!Da bin ich mir sicher,daß Sie ein Mensch sind,dem vieles auffällt,was anderen verborgen bleibt. Hallo Flogni!Ich bin dankbar für Ihren Begriff "Miniaturen",der sehr gut passt für das ,was ich anstrebe.Sie haben ja selber jetzt ein schönes Beispiel dafür abgeliefert. Viele Grüße aus Berlin !  
Flogni
20.12.2012
18:41 Uhr
     
Hallo Orbart, ich schätze Ihre Miniaturen. Es sind jeweils genaue Beobachtungen mit einem nachdenklichen Hintergrund. Sie ermutigen mich sozusagen, auch eine Begebenheit aus meinem
Harzurlaub im Sommer dieses Jahres zu schildern.
Geplant hatte ich eine Bahnfahrt auf den Brocken. So fuhr ich mit meinem Auto früh von Bad Suderode nach Wernigerode. Auf dem großen Parkplatz vor dem Bahnhof angekommen, stellte ich fest, dass mir die fälligen Gebühren für den mehrstündigen Aufenthalt zu hoch waren. So suchte
ich in der Nähe, fand tatsächlich eine Parklücke und lief schnell zum abfahrtbereiten Zug. Gerade
noch rechtzeitig. Am späten Nachmittag hatte mich der Zug wieder nach Wernigerode gebracht - frohgemut begab ich mich zu meinem Pkw - doch wo war er ? Ich fand einfach die Straße nicht
mehr. Was nun folgte in Kürze: Zwei Stunden rumgelaufen - am Bahnhof in ein Taxi gestiegen -
ergebnislos herumgefahren - schließlich zur Polizei gefahren - die meisten Streifenbeamten waren
zu zwei Verkehrsunfällen beordert - eine Stunde gewartet - dann meldete ich mich vorerst ab -
bei einem zünftigen Essen die Alternativen durchdacht - Übernachtung in einem Hotel ODER
nochmal in der Abenddämmerung herumgehen ! Ich befinde mich auf dem Marktplatz vor dem
Polizeirevier - da ruft es: "Hallo - ich habe ihr Auto gefunden !" Es war mein Taxifahrer, dem es
keine Ruhe gelassen hatte, den Pkw mit mir nicht gefunden zu haben. Er hatte - wann immer er
frei war - Suchrunden gedreht. Ironie des Schicksals: wir hatten das parkende Auto mehrmals
übersehen; ich hatte den Parkplatz in einer engen Gasse vermutet - dabei war´s eine breite
Straße gewesen. Was man sich - wenn´s pressiert - nicht alles einbildet !? (Seitdem fotografiere
ich immer meinen Parkplatz nebst Straßenschild.) MEIN Taxifahrer freute sich wie ein Schneekönig,
mir geholfen zu haben. Er lehnte jegliche Bezahlung, ein Geldgeschenk ab, wünschte mir noch
einen schönen Urlaub - und entschwand.
 
tg
20.12.2012
18:39 Uhr
     
Die schönste Geschichte der Menschheit
Es begab sich aber zu der Zeit des Kaisers Augustus, dass er ein Gebot erließ, alle Menschen im Land zu registrieren. Und diese Erhebung war die allererste und geschah zu der Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. Und alle gingen, sich zählen zu lassen, ein jeder in seine Geburtsstadt. Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem- er stammte ja aus dem Hause und Geschlechte Davids- und ließ sich erfassen mit Maria, seiner Verlobten, die war schwanger.
Lukas 2,1-5
So beginnt die Weihnachtsgeschichte- wohl die am innigsten zu Herzen gehende Erzählung der Menschheit. Aus der Tiefe des Geschichtsraumes stürzt die Zeit auf die Geburt Gottes bei den Menschen zu. Es ist wie eine Zoomaufnahme- erst unendlich langsam, dann immer schneller, dann in einem Nu auf uns Menschen zu.
Spätere Jahrhunderte wurden im christlichen Raum nicht mehr nach den Römischen Kaisern gezählt sondern die Geburt Christi nahm man zur Wendemarke von vorher und nachher.
Es war unter Kaiser Augustus, daß die Menschen im jüdischen Land wegen einer Volkszählung an ihren Geburtsort mussten. Das brachte Josef mit der schwangeren Maria in seinen Geburtsort Bethlehem, der auch Geburtsort des Königs Davids war, seines fernen Vorfahren.
Es ist ja auch von langer Hand vorbereitet, daß Gott in einen Menschen besonders sich einläßt, um die Erde sich noch mehr anzueignen und sich seiner Schöpfung anzuverwandeln.
Das Schicksal der Schöpfung ist Gottes Schicksal. Das hat die Menschheit mittels verschiedener Religionen geahnt, aber dem Volk Israel wurde zuerst der eine Gute Ganze entdeckt, aufgetan durch Träume und Seher und Propheten. In Israel war klar, daß der endgültige Retter, der Messias, der Gesalbte als neuer König in Jerusalem einziehen wird, und dann bricht der Himmel auf die Erde,
191
und es wird ewige Freude sein. Und die Völker kommen, anzubeten in Jerusalem. –
Das fängt für die Christen mit Jesus Kommen an- nur, daß das „Reich Gottes mitten unter uns (erst) im Anbruch ist“ (Lukas 17,21). Wie fängt das Reich Gottes unter uns an? Ein Paar macht sich auf den Weg, den Heiland zu gebären am richtigen Ort.
Obdachlos
Und als sie dort waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte.
Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Futterkrippe in einem Stall; Raum hatten sie nicht in der Herberge.
Lukas 2,6
Stall und Trog - ein karger Anfang für den Herrn über und in Himmel und Erde. Aber das hat Offenbarungsqualität: Unser Gott kommt zu Fuß, ist Diener aller. Er nimmt das Mühselige auf sich, er leidet mit das Leid der Welt und heiligt das Normale. Kein Raum in der Herberge- die Flüchtlinge dieser Erde bitten um Essen und Dach und Arbeit.
Am Anfang der Stall
In der Nähe waren Hirten auf dem Felde bei ihrer Herde. Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn erleuchtete sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allen Menschen widerfahren wird; euch ist heute der Heiland geboren, Christus, der Herr in der Stadt Davids.
Und das nehmt zum Zeichen: Ihr werdet finden ein Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.
Lukas 2,8-12
Die Hirten, arme Leute merken auf: Ein Kind ist geboren. Das ist Engelmusik: Es geht weiter, Zukunft liegt vor aller Augen. Die Welt geht noch nicht unter. Jedes Kind garantiert: Gott ist noch am Schaffen. Jedes Kind ist Bürge: Vor uns: Nennenswertes. Aber dass dort „das Herz aller Dinge ins Fleisch kriecht“, muß einem gesagt werden, da müssen uns schon die Ohren des Herzens aufgetan werden. Nehmt das als Zeichen: im Kleinen das Große, Im Stroh das Gold. Im Jesus-Menschen Gott greifbar.
Frieden
Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und ein Wohlgefallen den Menschen aneinander.
Lukas 2, 13.14
192
Das ist die Mitteilung des Jesus Christus: Gott legt seine Ehre ein in den Frieden auf Erden. Der beginnt damit, daß wir Wohlgefallen aneinander hegen, uns leiden mögen, auch wenn wir aneinander oftmals leiden. Es ist eine Friedenenergie in der Welt, die kehrt uns zueinander. Allein schon die Liebesfreude, die uns Menschen eins werden lässt, strahlt Befreundekraft weit in die Gesellschaft aus. Elternliebe und Kollegialität und Kameradschaft und Fairness und die Tauschlust machen, daß Schranken und Grenzen schrumpfen - Gott lässt auf viele Arten Sympathie in das Geschehen strömen. Er wir uns zum Frieden bringen.
Zeuge sein wollen
Und als die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Lasst uns jetzt gehen nach Bethlehem und die Geschichte sehen, die uns der Herr mitgeteilt hat.
Lukas 2,15
In den Krippenspielen und Weihnachtsoratorien kommt an dieser Stelle Aufbruch und die Lust zu sehen ins Spiel. Auch will man was mitbringen, wenn ein Kind begrüßt wird; will dem neuen Erdenbürger ein Herzlich Willkommen sagen. Eigentlich ist jedes Neugeborene ja Kind Gottes, in dem der Himmel alle Gaben noch mal neu und einmalig mischt. Jedes Kind ist ein neuer Versuch Gottes, sich selbst hier unterzubringen.
Nur wer aufbricht, kann finden.
Und sie eilten und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe. Dann breiteten sie das Wort aus, das zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. Und alle, die das hörten, wunderten sich über das, was ihnen die Hirten gesagt hatten.
Lukas 2, 16-18
Gut, über einem Neugeborenen ein Wort zu sagen, das man vom Himmel her gehört hat. Dem Jesus ist bestimmt, die Liebe Gottes zu leben, allen Widersprüchen zum trotz. Und letztlich ist es das, was genau jedes Menschenkind realisieren soll: In den Mühen doch die Perlen des Reiches Gottes finden, Freundlichkeit leben mit der eigenen kleinen Kraft, unermüdlich.
Ob uns auch der Heiland geboren ist? Ob wir uns auch aufmachen, die Welt zu sehen, wie er es tat? Ob uns die Welt als christuserfüllt aufgeht? Weihnachten ist immer, wenn uns der Jesus Christ aufgeht als Pfand für die Liebe Gottes.
Wir sind, was uns bewegt
193
Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie es zu ihnen gesagt war.
Lukas 2, 19. 20
Die Widmung behalten, die Worte der Zuversicht im Herzen bewegen, das ist die Weihnachtskunst. Sich selbst als lichten Menschen glauben, die Mitmenschen zum Leuchten bringen, einen Schimmer Gottes auf die Stirnen legen denen, die dir begegnen. Und wieder an die Arbeit gehen, preisend, dankbar, mutig, tatkräftig.
*
 
Kathrin
20.12.2012
08:08 Uhr
     
Hallo Orbart, i c h hätte es bemerkt. Und ich hätte bemerkt, dass Sie es bemerkt hätten ;-)

Wie schön, wenigstens mal davon zu lesen, dass in anderen ähnliches vorgeht.
Viele Grüße von Kathrin
 
Orbart
19.12.2012
20:56 Uhr
     
Es ist Sommer!Aus tiefgrünem Wald trete ich an das Ufer eines großen Sees in Brandenburg.Hart glänzen Wasser und Himmel.Ein Restaurant hat einen Biergarten auf einer Terrasse eingerichtet.Ich setze mich auf die Treppenstufen ,die zum Wasser führen und blinzele in den hellen Tag.Dort hinten am Himmel,ich glaube es kaum,zwei große Vögel,die mit weitausholenden Flügelschlägen in meine Richtung fliegen.Es sind Fischadler,unverkennbar.Ich bin Vogelfreund genug,um sicher zu sein.Einer der Adler verlangsamt seinen Flug,neigt sich erst langsam dann immer schneller herunter und stößt ins Wasser.Mit Erfolg,wie ich bald sehe,denn er hat einen großen Fisch erbeutet.Ich bin begeistert,ja euphorisch,Zeuge einer solchen Szene zu sein.Wie es kam,ich weiß es nicht mehr,aber plötzlich schlägt mein Empfinden um:Ich sehe den großen Fisch zappeln,weiß,wie ihn die stählernen Krallen durchbohren,gleichwohl nicht unmittelbar töten.Ich stelle mir seine Luftnot vor,seine Panik,seinen Schmerz.Nichts verstellt mir die Szenerie am Himmel.Da durchzuckt sie mich wieder,die ganze Grausamkeit des Daseins,das unermeßliche Leid der Kreatur.In jeder Stunde,jeder Minute,jeder Sekunde.Ich erhebe mich von den Stufen und wende mich wieder dem Wald zu.Von den Menschen im Biergarten hat niemand das Geschehene bemerkt.Ich sehe zufriedene Gesichter,höre das Klappern von Geschirr und Kinderlachen.Aus einer Anlage klingt Musik,die mich noch lange begleitet,bis ich wieder tief im Wald bin.  
ing
19.12.2012
20:00 Uhr
     
LieberMenke, Euere Gedanken sind glaublich klug. Ich verneige mich. Und zu Samuel Koch hin.
Alles alles Gute!
 
Menke
19.12.2012
18:26 Uhr
E-Mail    
Weiterleben liegt nicht in meiner Hand!

Der danach Querschnitsgelähmte,durch einen wahghalsigen Sprung über ein Auto bei einer Wetten das Sendung,wurde kürzlich gefragt,frägst du dich manchmal,wo war bei deinem Unfall Gott?
Nach kurzem überlegen sagte er,Gott hat jedem Menschen seine absolute Freiheit gegeben zumachen,zulassen und zutun was er möchte.
Wenn nun unschuldige von dieser Freiheit gedehmütigt,verletzt,oder gar getötet werden,bleibt nicht die Frage an Gott,warum liesest du deine Schöpfung so handeln,sondern jeder Einzelne trägt für seine genützte Freiheit Verantwortung,auch vor seinem Schöpfer.
Für die dadurch in ihrem Leid betroffenen ist Gott tröstlich gans nahe.
 
Kathrin
18.12.2012
08:54 Uhr
     
"...Wegen Jesus glaube ich die erschossnen Kinder
nach vorn gezogen in ein Haus von Licht....."


- das ist, gerade jetzt in Zeiten der Trauer, ein sehr Trost spendender Satz - danke dafür.

Meine Freundin schrieb in die Todesanzeige ihrer Mutter das Zitat (leider weiß ich nicht, von wem es stammt)

"Macht es mir "Drüben" nicht schwer mit den Tränen.
Freut euch mit mir. Ich habe es gut."
 
Orbart
17.12.2012
19:12 Uhr
     
Sie haben natürlich völlig recht,Flogni!Jetzt müßte ein Ruck durch die USA gehen mit Obama an der Spitze.Ich fürchte nur,die Waffenlobby ist in der amerikanischen Gesellschaft nicht isoliert sondern trifft mit ihren Auffassungen auf Zustimmung in breiten Teilen der Bevölkerung.Die Möglichkeit,sein eigenes Hab und Gut persönlich und mit Hilfe von Waffen verteidigen zu können,wollen sich die meisten Amerikaner nicht nehmen lassen.Allen Amok-Opfern zum Trotz.Etwas flapsig formuliert:Hier setzt sich eine gewisse Cowboymentalität durch.Wie wäre es denn,wenn Obama mal unerwartet reagieren würde?Wenn er in öffentlicher Rede sagen würde:"Schlagen wir uns das aus dem Kopf!Wir haben keine Chance gegen die Waffenlobby,uns sind die Hände gebunden,wir können unsere Ziele nicht durchsetzen.No,we can´t!!"Paradoxe Intervention nennt man das,glaube ich,in der Psychologie.In der zweiten Amtsperiode kann man sich sowas mal trauen.Ehrlicher wärs auf jeden Fall.Bißchen raffiniert halt.Einen Versuch wäre es wert.Mal sehen,wie das politische Amerika reagieren würde.Im Idealfall würde eine Mehrheit sagen:Also das wollen wir doch mal sehen!  
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