Gästebuch


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:: lebensmut.de ::
Autor Nachricht
ing
04.04.2011
12:25 Uhr
     
Durch Deine schöne Nachricht hab ich mir ebenmal die kleinen Finken angesehen - und gelernt, daß nur die Männchen das zarte Rot im Federkleid tragen. Erinnert mich irgendwie an Magnolienzauber... Danke Kathrin.  
Kathrin
03.04.2011
20:12 Uhr
     
Liebe Ingrid, auch ich habe heute *an dich* gedacht, als ich einen Zitronenfalter im Garten sah, während ich die Birkenzeisige bestaunte, die sich auf ihrer Durchreise bei uns niederließen... das Rot ihrer Stirn, das ich noch nie gesehen hatte...so bezaubernd in ihrer Zartheit.
Ich freue mich und sende dir sehr herzliche Grüße
Kathrin
 
Winfried Schley
03.04.2011
09:25 Uhr
E-Mail Homepage  
Trotz Fukushima und Depressionen etwas von der heiteren Seite:

Krötenhochzeit

Der Sonne Schein trifft tief ins Herz,
vertreibt der trüben Tage Schmerz.
Der wilden Rose Knospen sprießen,
der Schlehe helle Triebe grüßen.
Laue Luft die Veilchen streichelt,
ihr Blütenblau der Seele schmeichelt.
Im Tümpel quakt der Kröten Schar,
bis dort sich findet Paar für Paar.
Der Frühling auch im Menschen weckt,
die Sehnsucht, welche in ihm steckt.

Ein passendes Foto dazu gibt es hier.
 
indrasun
02.04.2011
20:58 Uhr
     
Liebe Ingrid, liebe Sophie,
Dank für die Schmetterlinge ! Und Dank für den Rückhalt. Das tut gut. Euch ein wunderbares Wochenende !
Indrasun
 
Sophie
02.04.2011
19:47 Uhr
     
Liebe Indrasun, die Klagen über den Verabredungslobbyistenkram, der uns als Demokratie angedreht wird, sind unmissverständlich. Und dieses Hallo ist nichts weiter als ein Troll, gibt's auf jedem Site und Blog, zeichnet sich dadurch aus, dass es Gespräche stört und Leute mobbt, und hat nichts zu tun mit norwegischen oder isländischen Trollen, wird nur so genannt. Schönes Wochenende!  
ing
02.04.2011
12:54 Uhr
     
Liebe Indrasun, ich kann Dich gut verstehen

Gestern erlebten wir die ersten Schmetterlinge.
Nach dieser Eiszeit.
Ein Pfauenauge umflatterte einen Zitronenfalter. Berührend. Sie blieben lange. DANK'
Im allerersten Augenblick kamen mir Kathrin und Georg in den Sinn. Ganz liebe Grüße, Ingrid.
 
indrasun
02.04.2011
12:45 Uhr
     
Hallo Hallo,

wie schade, ich hatte gedacht, meine Angst hinter der Wut ausgedrückt zu haben. Sorry, wenn es sich nach Ihren Worten wie ausk... liest.
Indrasun
 
Hallo
02.04.2011
10:37 Uhr
     
Wohl dem, der genügend Hintergrundwissen hat, um die langen Ausführungen von indrasun verstehen zu können, aber schön, dass er sich hier ausko.... konnte - sorry, aber anders kann ich diesen Worterguss nicht deuten.  
indrasun
02.04.2011
07:48 Uhr
     
Mein Gefühl ist, dass wir durch die Medien hochgradig manipuliert werden. Wir wissen ja alle, dass das Schlimmste bereits passiert ist. Ich sehe grundsätzlich kein Fernsehen. Nur, wenn diese Katastrophen passieren, um zu verarbeiten. Aber heute morgen gibt es gar kein Fernsehen über Fukoshima. Auch keine Nachrichten über meine Emailfirma. Vielleicht ja später, aber nicht, als sei es wirklich wichtig. Sie wollen, dass wir ruhig bleiben. Auch in anderen Bereichen in Deutschland ist das so. Über meine Arbeit bekomme ich mit, dass Zahlen Inhaftierter nicht nach Außen dringen oder vertuscht werden. Andersrum wird Menschen Arrest angedroht, aber nie vollzogen, weil die Zahlen zu hoch gehen würden. Genauso wie Arbeitslosenzahlen. Menschen, die z.B. eine Maßnahme durchlaufen, sind auf den Arbeitslosenzahlen nicht zu sehen. Sie sind aber ja weiterhin arbeitslos. In einer norddeutschen Stadt gab es vor 2 Monaten das Angebot einer neuen Selbsthilfegruppe für Depression und Angst. Auf Schlag meldeten sich 70 Menschen an. Mag sein, dass wir hysterisch sind. Aber das ist ja auch meine Sache. Entscheidungen werden jedenfalls nicht über das Volk getroffen. Allein schon unsere Aktionen für eine Hörnumer Schule oder andere Schulferien (auch,wenn ich nicht involviert bin) Die Entscheidungen werden getroffen, BEVOR die Delegationen nach Kiel fahren. Derjenige, der da sitzt und mit den Leuten spricht, fliegt, wenn er etwas anderes sagt, als VORHER besprochen. Lügen ist so schlimm, finde ich. Es ist das Leben mit Masken und es löst Angst und Wut in mir aus, weil ich die Orientierung verliere, wem ich noch glauben kann.
Indrasun
 
Gedenken an Léo
01.04.2011
16:38 Uhr
     
Eine große Fläche von ca. 30 mal 30, vielleicht mehr, km um Fukushima wird unbewohnbar bleiben, Verlust für eine gesunde Natur und für Urbanisation. Hasen werden dort erkranken. Ich weiß nicht, das wievielte Stück Land das schon ist. Mir fallen ein Hanford in Washington State, das Bikini-Atoll, das Muroroa-Atoll, Tschernobyl, alle Gegenden um Zwischen- oder Endlager, die das größte Problem sind. AKW und Atomwaffen sind außerdem eins. Wer Plutonium herstellen kann, kann auch Atomwaffen herstellen. Die Kubakrise hat Amerika, die Sowjetunion und Europa extrem gefährdet. Gott war mit den Physikern, die daran gearbeitet hatten und dann sahen, dass es so was wie Frankensteins Monster war, und die noch kurz vorher ausstiegen und es wieder anhalten wollten, aber der Geist war aus der Flasche. Friede sei mit ihnen: Léo Szilárd, Joseph Rotblat, Albert Einstein und natürlich Bertrand Russell, Philosoph und Mathematiker, auch wenn er glaubte, er wäre Atheist. Es ist eins. Wir sehen das an den Sorgen bezüglich Iran. Aus den beiden Letzteren ging das Russell-Einstein-Manifesto hervor, das die Gefahren von Atomwaffen hervorhob. Unter den Unterzeichnern war auch der Schwiegersohn von Pionierin Marie Curie, Jean-Fréderic Joliot Curie.
Unterdessen ist ein Teil der deutschen Presse damit zugange, uns Deutsche als "hysterisch" oder ängstlich zu bezeichnen im Sinne von German Angst. Ich finde das weit ab vom Schuss und weit ab von der verspäteten Weisheit der Physiker.
 
tg
27.03.2011
09:49 Uhr
     
Sonntagmorgen
Eben läuten die Glocken - eine Stunde vor Beginn des Gottesdienstes, aus alter Gewohnheit, als die Menschen der umliegenden Dörfern sich auf den Weg begeben sollten. Schon einige Uhren im Haus auf die richtige Zeit getrimmt. Zwei Landtagswahlen sind im Gange, in Libyen kommt der Westen den Rebellen zu Hilfe, und wie sollen wir uns der Hilferufe aus Dafur, Somalia, Syrien, Gaza erwehren? Haben wir keine Roboter,die in Fukushima Hand anlegen können? Und die vielen Menschen in Notquartieren, rund um den Erdball, und die ertrinkenden vor Lampedusa- und übers Land läuten die Glocken. -Es ist Frühling, ein Hase hoppelt durch den Garten, er speist das frische Grün. Es ist Hoffnung. Unbegreiflich. Mütter stillen Kinder. Pastorinnen und Pastoren ringern um Geist, der ihnen Lebendigwirkliches eingebe, am Sonntag Okuli- genannt nach dem für heute bestimmten Psalm 31: Meine Augen sehen nach Gott.
 
cathedral
25.03.2011
08:52 Uhr
     
@ "Pfarrer" Schley: Ich glaube, dass Ihre frühere Einstellung die bessere war. Die Menschen in Fukushima werden erst später sterben. Ich versichere Ihnen, wir werden nichts davon hören, zumal das in Japan ist. Die Radioaktivität bleibt für immer da. Teilweise wird sie zubetoniert. Es addiert sich alles zueinander.
1. Es gibt keine sichere Technik. Alles wird spröde mit der Zeit, Beton, Stahl, Schweißnähte.
2. Es gibt keinen Menschen, der alles sieht, jede kaputte Schweißnaht.
3. Das Autofahren verantwortet jeder für sich. Es wird einem nicht auf's Auge gedrückt.
4. Die Franzosen waren noch nie ein Vorbild in ethischen Dingen und immer groß in Kriegsführung.
5. Pfarrer haben die Pflicht, sich für die Schöpfung einzusetzen und zwar für ihre Eternität und gegen den Turmbau zu Babel zu reden und nicht dafür. Unbegrenztes Wirtschaftswachstum ist der Grund für die zynischte Energiegewinnungsquelle.
Sie sollten einmal in sich gehen. Ich werde nie einen von Ihren links lesen. Und ganz offensichtlich haben Sie (normalerweise) keine Kinder und Enkel.
 
Ohli
25.03.2011
08:51 Uhr
E-Mail    
In unserem Gesangbuch steht ein Lied, das Christa Weiß 1965 getextet hat:

Die ganze Welt hast du uns überlassen,
doch wir begreifen deine Großmut nicht.
Du gibst und frei - wir laufen eigne Wege
in diesem unermeßlich weitem Raum.
Gott schenkt Freiheit,
seine größte Gabe gibt er seinen Kindern.

Du läßt in deiner Liebe uns gewähren.
Dein Name ist unendliche Geduld.
Und wir sind frei: zu hoffen und zu glauben,
und wir sind frei zu Trotz und Widerstand.

Wir wollen leben und uns selbst behaupten.
Doch deine Freiheit setzen wir auf's Spiel.
Nach unserm Willen soll die Welt sich ordnen.
Wir bauen selbstgerecht den Turm der Zeit..........

Wir richten Mauern auf, wir setzen Grenzen,
und wohnen hinter Gittern unsrer Angst.
Wir sind nur Menschen, die sich fürchten können,
wir brachten selbst uns in Gefangenschaft,

Wenn du uns richtest, Herr, sind wir verloren.
Auf unsern Schultern lastet schwere Schuld.
Laß deine Gnade, Herr, vor Recht ergehen;
von gestern und von morgen sprich uns los.

Gib uns die Wege frei, die zu dir führen,
denn uns verlangt nach einem guten Wort.
Du machst uns frei, zu lieben und zu hoffen,
das gibt uns Zuversicht für jeden Tag.
Gott schenkt Freiheit,
seine größte Gabe gibt er seinen Kindern.
 
Winfried Schley
23.03.2011
20:54 Uhr
E-Mail Homepage  
Als junger Mann war ich aus christlicher Verantwortung für die Schöpfung ein leidenschaftlicher Gegner für den Einstieg in die Atomenergie, solange die Entsorgungsfrage des Atommülls nicht gelöst ist. Die damalige Diskussion um das sogenannte Restrisiko im Katastrophenfall, das angeblich minimalst sei, erntete nur meinen Spott als jenes Risiko, das uns den Rest geben wird. Bei dieser Einstellung bin ich geblieben und doch stieg in mir mit den Jahren Nachdenklichkeit auf.

Inzwischen sind etwa 35 Jahre vergangen, eine Zeitspanne, in der wir weltweit Milliarden von Menschenleben dem Straßenverkehr geopfert haben. Niemand hat je gefordert, deshalb Autos abzuschaffen, auch ich nicht. Heute erschrecke ich über meine verschobene Wahrnehmung; denn der Anteil der weltweiten AKW-Toten in diesem Zeitraum liegt im Vergleich dazu im Promille-Bereich und beherrscht dennoch zur Zeit angstbesetzt und langatmig die deutsche Medienlandschaft, während unsere französischen Nachbarn selten mehr als Achtsekundenspots über Fukushima in ihren Nachrichtensendern ausstrahlen. Uns Deutsche belächeln meine französischen Bekannten als Atomneurotiker.

Was hat sich an meiner Sichtweise von damals geändert? Was ist aus meinem „nie einsteigen“ geworden? Christliche Verantwortung für die Schöpfung als alleiniges Motiv wird nicht zum gewünschten Erfolg führen. Wenn es dem hochtechnisierten Land Deutschland mit seiner hochdisziplinierten Mentalität zur Pflichterfüllung und Gemeinsinn – und die haben wir in den Augen der anderen! - gelingt, Schritt für Schritt seine Atomenergie in eine verantwortungsvollere, menschenfreundlichere Energieversorgung umzubauen, ohne zu verarmen (!), können wir Vorbild für andere werden. Im anderen Fall bleiben wir wirtschaftlich am Tropf der AKWs der Nachbarländer und festigen damit deren Atomlobby.
 
Kathrin
23.03.2011
08:50 Uhr
     
Liebe Tassita, danke, dein Gedicht und deine Worte gehen mir direkt in Seele und Herz.
Sie drücken meine Gefühle aus, meinen Schmerz, meine Liebe, meine Sehnsucht und meine Hoffnung.

Deine einfühlsame Reaktion auf meinen Eintrag und die spürbare Wärme haben wirklich gut getan.

Auch dir alles Liebe wünscht Kathrin

Manchmal, wenn ich vor meinem Mann nach Hause komme und noch ganz allein bin im Haus, kommt es vor, dass ich einfach "Mutti" rufe und für ein paar Sekunden "spiele", es ist früher und sie ist noch irgendwo und antwortet fröhlich.
Das klingt vielleicht jämmerlich, aber es kommt nur selten vor, und eigentlich ist es sehr schön.
 
Tassita
22.03.2011
17:26 Uhr
E-Mail    
Liebe Kathrin, wo soll denn ein besserer Ort sein als hier, wenn schon keine Menschen da sind, um die Gefühle zu teilen. Ihnen und Ihrer Mutter möchte ich ein Gedicht schenken, das ich meiner verstorbenen Mutter gewidmet hatte vor 10 Jahren:

Meine Erinnerung an Dich
ist ein Fluß.
der niemals aufhört,
zu singen.

Mein Herzschlag,
verbunden mit Deinem,
im Widerhall
ewig rauschender Wälder.

Und endlich die Stille
unserer Seelen,
vereint in den geheimnisvollen
Tiefen des Seins.
A.J.

Der Trost, der aus beiden Gedichten spricht, führt uns in höheres, göttliches Bewußtsein, das uns den Alltag besser ertragen läßt.

Alles Liebe,
Tassita
 
Kathrin
22.03.2011
16:32 Uhr
     
Meine Mutter hatte in ihrem Nähkorb, den ich nach ihrem Tod zu mir nahm, im unteren Fach ein kleines abgegriffenes Goethe-Büchlein liegen, das sie sehr liebte.
Heute, an ihrem Geburtstag ohne sie, sah ich beim Blättern einen kleinen von ihr gesetzten Bleistftstrich neben den Worten:

"Lass nur die Sorge sein,
das gibt sich alles schon,
und fällt der Himmel ein,
kommt doch eine Lerche davon."

.....

Danke, dass es dich gab und danke für den Trost noch über deinen Tod hinaus.


Entschuldigung, wenn das Gästebuch nicht so ganz der richtige Wort ist für ein stilles Gedenken.
Aber ich wusste nicht so recht, wohin damit, und hier ist es schön.

Liebe Grüße -
Kathrin
 
Cathedral
22.03.2011
10:58 Uhr
     
Ich blicke durch diese theologische Wortschwurbel nicht durch. Was, Herr Schley, wollen Sie damit sagen? Die Lehren aus dem Erdbeben in Lissabon waren anders: Das man etwas ändern muss. Aber das war die Aufklärung. Wir gehen durch Rom und bewundern das Kolosseum, durch Athen und bestaunen den Parthenon, fahren durch Ägypten und kriegen große Augen vor den Pyramiden. Und auch die Mezquita in Cordoba oder die Alhambra in Granada lassen das Herz höher schlagen. Und natürlich die Kathedralen. In zweitausend Jahren werden sich Menschen diese Betonklötze anschauen, abgeriegelt. Einige der Substanzen dort werden noch nicht mal einmal zerfallen sein. Was wohl werden diese Menschen über unsere heutige Zivilisation denken? Und was soll ich sagen zu diesen bald sterbenden Arbeitern und Feuerwehrleutern, die versuchen, das Schlimmste zu verhüten und teilweise dazu gezwungen werden? Gott wartet. Dass möglichst viele diesen Wahnsinn versuchen, anzuhalten. Ich hoffe, Frau Merkel bleibt dabei.  
Winfried Schley
20.03.2011
16:11 Uhr
E-Mail Homepage  
Einige theologische Überlegungen zur augenblicklichen Situation in Japan:

Gott hat uns die Erde zum Leben geschenkt. Sie ist ein Feuerball mit erkalteter Kruste und ein Teil seiner Schöpfung, genauso wie die kosmischen Kräfte von Kernspaltung und Kernfusion. Unser Auftrag ist laut Bibel, damit verantwortlich umzugehen.

Gewiss ist unser biologischer Tod; denn wir sind sterblich geschaffen. Todesstunde und Umstände unseres Sterbens sind uns unbekannt. Sie liegen in Gottes Hand. Christen leben seit der Auferstehung Christi von der Hoffnung, dass dieser Tod nicht Gottes letztes Wort uns gegenüber ist.

Christen fühlen sich beauftragt, Nächstenliebe zu üben; denn Not weckt Barmherzigkeit und Tatkraft, ist also tief in uns drin von Gott angelegt. Christen gehen die Wege des Leids mit, auch wenn sie auf die Frage „Warum?“ keine Antwort wissen, weil sie darauf bauen, dass Gottes Kraft all ihre Wege mitgeht.
 
Herward
17.03.2011
21:56 Uhr
     
Baruch, ich habe etwas dazugelernt. Danke.  
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