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:: lebensmut.de ::
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Elena
15.06.2004
10:33 Uhr
     
Mein letzter Adventskranz hat vier weiße Schleifen und vier weiße Kerzen. Die vierte hatte ich für Jesus angezündet, die ersten drei für drei Heilige, die ich nicht nenne, in der Reihenfolge, in der sie mir begegnet und mich so beschäftigt haben, daß ich sie geradezu liebe. Als ich den Kranz im Januar abbinden wollte, sah ich, daß er nur eine einzige kleine braune Stelle hatte und nicht nadelte. da behielt ich ihn. Er hat immer noch nur die eine braune Stelle und verliert ca. 10 Nadeln am Tag. Es ist Juni, und er ist ein Immergrün. Das sind Fakten. Der Rest ist Frage. Bleiben sie uns nah, längst zu Gott Gegangene, wenn wir sie wahrnehmen oder innig lieben? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, daß das Leben eine verschieden lange Spanne dauert, während "schon die neidische Zeit flieht", und daß die Liebe überdauert. Wenn sie uns sähen, unsere Verstorbenen, aus dem Himmel, würden sie wollen, daß wir so weiter lieben, wie wir sie geliebt haben. Und wenn es ein Hund als Trost ist.  
Traugott Giesen
14.06.2004
21:32 Uhr
     
Liebe Ute. Doro ist nur nebenan, nur eine Papierwand trennt uns , sie ist im Haus von Licht. sie ist in der Mitte der Freude, der Liebe, sie ist beim Herz aller Dinge, sie lebt intensiver als wir. Sie ist schon vollkommen, wir müssen noch schuften.
Eigentlich sollen die Kinder die Eltern beerdigen, andersrum ist es furchtbar. Aber bitte denken Sie Doro heil und ganz und gut- Sie ist im Glück- sie ist uns vorweg, nutzen wir noch die Zeit hier.
Und Sie haben einen wunderbaren Beruf. Wen Sie trösten , betten , stillen, das haben sie Gott und Doro mitgetan- wir sind uns doch sehr verwandt und so bedürftig. Heutenacht streicheln sie einem die Angst weg. Und Doro ist ganz nah. Bleiben sie behütet, TG
 
Ute Salvers/Doros Mam
12.06.2004
17:13 Uhr
E-Mail Homepage  
Lieber Pastor Giesen
Bin das erste mal auf dieser Seite, hatte und habe mit der Institution "Kirche", sowie ihrer Vertreter nicht viel am Hut. Selbstverständlich gibt es unter Ihnen aber sehr engagierte Pastoren, die das Talent haben, gute Predigten zu schreiben und das Geschriebene auch in würdiger, angemessener Weise den Menschen nahe zu bringen.
Vor bald drei Jahren verlor ich meine einzige Tochter bei einem tragischen Verkehrsunfall, kaum zwei Monate nach ihrem 18.Geburtstag. Seit dem steht meine innere Welt still, alles Leben um mich herum, funktioniert allen falls. So wie ich weiterhin funktionieren muß, privat und im Beruf.
Das fällt einem oft sehr schwer. Auf dem Weg zum Krankenhaus in Schleswig, wo ich als Nachtschwester arbeite, muß ich jedesmal an ihrem Kreuz an der Unfallstelle vorbei......oft steht mir das Wasser in den Augen, kurz danach muß ich freundlich sein zu kranken patienten, die Trost möchten!!
Dorothee wurde in Husum beerdigt und ein Pastor L. hielt eine sehr persönliche ( von mir gut vorbereitete, z.T. vorformulierte Predigt) ans Herz gehende Rede. Auch wurde erlaubt, daß ein schönes, melancholisches Stück von der Rockgruppe NIGHTWISH gespielt wurde. Der Titel heißt "Sleeping Sun". Schlafende Sonne, ja so nenne ich jetzt oft meine Dorothee.
Ich hatte insgeheim damit gerechnet, daß der Pastor sich in irgendeiner Weise nochmal bei mir meldet. Vieleicht einige Wochen nach der Beerdigung. Das kann man sicher nicht in jedem Trauerfall von einem Pastor erwarten, bei den vielen alten Leuten zum Beispiel. Aber wenn sehr alte Menschen sterben ist es eine natürliche Sache, sie haben ihr Leben gelebt und dann ist es irgendwann eben "Zeit" zu gehen. Aber wenn man seine einzige, so junge Tochter verliert, hat man ein schwereres Los. Und da hätte ich es gut gefunden, wenn man mir noch mal ein paar Zeilen geschrieben hätte oder einen Anruf getätigt hätte..........mir fehlte die Geste echter Anteilnahme, denn letztlich es es sein "JOB" als Pastor, eine Trauerrede zu halten, so wie ich meine Arbeit auch erledige.
Aber Seelsorge im klassischen Sinne kann ich das nicht nennen.
Er hat seine Pflicht getan, menschliche Anteilnahme geht da bei diesem beamtenähnlichen Angestelltenstatus eben unter....
Deshalb helfe ich mir selbst und meine Tochter hat eine Internet Seite (s. oben) auf der ich viele nette Einträge bekomme, die mir gut tun .
Auch mir Ihrer Seite hier können Sie vielen Menschen weiterhelfen!
Ich wünsche Ihnen noch ein schönes Wochenende

Ute mit Doro überall
 
Traugott Giesen
12.06.2004
08:20 Uhr
     
Du, ich sinnvoll, nie ausgebootet aus dem guten Ganzen; Du pulsierst vor "Gut, ich zu sein". Schon ein kurzer Lauf macht dankbar, ein Gedanke, ein Gebet gibt Auftrieb. Morgen Predigt: "Gott ist Liebe"-1. Johannesbrief 4,16ff.  
Dagmar
11.06.2004
19:26 Uhr
     
Bin vor einiger Zeit beim Pastorat vorbeigefahren, hab mir nochmal die Birke die vom Blitz getroffen wurde angesehen. Sie hat sich wieder aufgerichtet, hat Blätter, ist aber noch mickrig.
Ich habe das Gefühl ich richte mich langsam wieder auf, braucht aber seine Zeit,wie die Birke. Dank guter Hilfe.
"H O F F N U N G ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht."
Vàclav Havel
 
Traugott Giesen
08.06.2004
17:51 Uhr
     
"..erstarrt vor der Überdosis Wirklichkeit" (Updike)- mal den einstürzenden Strom des Aufmerksamkeitheischenden drosseln. Fahrradfahren durchs Land, schon sinkt der Blutdruck. So was mehr hier mitteilen, bitte .TG  
S.D.
06.06.2004
11:52 Uhr
     
An DS: Hab' doch etwas geschrieben im letzten Satz über Heiligen Geist, oder nicht? Gerade herrlichen Abendmahls-GD mit Predigt über Joh.3 und Dreieinigkeit erlebt. Schönen Sonntag, lieber Delf! Gruß, Sophie  
DS
05.06.2004
18:22 Uhr
     
an SD: "... guter Geist, also nur Vernunft ..."klingt, wie wenn pfingstlicher/ heiliger Geist gleichbedeutend ist mit Vernunft !? Ist doch so nicht gemeint, siehe Kanzelsegen "...Gottes, welcher höher ist als alle Vernunft...". Können wir HG je fassen ??
Eine gute Trinitatis-Zeit, von der man wegen der langen Reihe der Sonntage oft auch als Brach-Zeit spricht. TG wird und schon weiter was zu sagen haben !! Herzlich Euer DS
 
S.D.
04.06.2004
10:32 Uhr
     
Ja, gut genossen, die Pfingstpredigt. Am Ende heißt es nur Geist. Wenn Geist die Welt regieren würde, jetzt einfach nur guter Geist, also Vernunft, wäre viel gewonnen. Wenn die USA nicht wie die Hyänen über das schwarze Gold herfallen würden, wenn Terroristen sich nicht mit Waffen rächen würden, sondern mit Worten der Vernunft kämpfen würden, wäre die Welt heiler. So ist sie für mich:
"Was brütet das alte Werden
Unter sterbenden Flügeln vor" (Benn),
so ist sie "der Himmel, das Licht, der Trauerflor" (nach Benn),
so ist sie "Die Götter halten die Waage,
Eine zögernde Stunde an"
(Aus dem Gedicht Astern von Gottfried Benn), bedrohlich erscheint mir das menschliche Sinnen und Streben nach Macht.
Und Heiliger Geist ist für mich die Vernunft zusammen mit der Liebe, das Maximum, das, von Jesus beflügelt, etwas über sich hinaus schafft.
 
corinna
03.06.2004
22:25 Uhr
E-Mail    
Liebe Webmasterin,
Danke für die schnelle Antwort. Ich habe wohl falsch geguckt.Tut mir leid. Viele Grüße und danke für die Mühe, corinna
 
webmaster
03.06.2004
19:45 Uhr
E-Mail    
Liebe Corinna,

die Kolumnen und Predigten von April und Mai sind doch alle drin, fehlt nur noch die Predigt vom 23. Mai, und die kommt noch, klar!
Viele Grüße
 
corinna
03.06.2004
19:13 Uhr
E-Mail    
Liebe Webmasterin,
Nur eine Nachfrage: Kommen die Predigt vom 23.5. und die Kolumnen von April / Mai noch ins Internet? Das wäre super. Dann kann ich sie weitergeben.
Vielleicht sind Sie ja auch im Urlaub. dann gute Erholung.
Viele Grüße, corinna
 
ds
02.06.2004
10:48 Uhr
     
Geschätzter TG,
diese Predigt zu Pfingsten - und zudem mal wieder live gehört -pumt wahrhaftig voll mit Lebensmut !! Ich werde sie allen schicken, die wieder in Besessenheit etc abzudrehen drohen und sie mir auch selbst vorbuchstabieren, wenn´s Zeit dafür ist !! Die Predigtsammlung wird langsam aber sicher zu einem Turbo-Lebensmut-Archiv - heute morgern gerade noch mal die vom 8.2.2004 gelesen !! Danke dafür und viel weiteren Schaffensmut fürs weitere !! Dein und Euer Delf Schmidt aus Hamburg
 
Traugott Giesen
31.05.2004
10:12 Uhr
     
Mensch, der Du das liest, gut, Du zu sein! Das Weitere entnimm bitte der Pfingstpredigt. Viel Geist Dir! Tg  
Elena
25.05.2004
10:21 Uhr
     
Das klingt gut, Als die Welt Geburtstag hatte, vielleicht kaufe ich es.

In der Kolumne gefällt mir das Entgegenstellen der alltäglichen Engel, die etwas von Heiligem Geist auf ganz einfache Art ausgeben, sich einmischen, helfen. Leider gibt es zu wenige solche Kneipenwirte, Lehrer, Mitmenschen, aber umso wichtiger werden sie. Man könnte sonst leicht ein Misanthrop werden.
Danke für den Hinweis auf die Predigt. Schwieriges Thema, gerade heutzutage, spannend. Grüße, E.
 
Uwe Natus
25.05.2004
09:35 Uhr
E-Mail    
Sehr geehrter Herr Pfarrer Giesen , ich möchte mich wieder einmal melden, nachdem ich Ihnen vor Monaten zwei Lieder zugeschickt habe. Beide - Neuer Text zu " Weißt du , wieviel Sterne stehen" und " Morgens, wenn mir Gott begegnet" werden gerade für eine Kinder CD produziert. Außerdem erschienen zwei neue Bücher von mir im Thienemann/ Gabriel - Verlag.

1. Wer macht mit beim Krippenspiel - 11 neue Krippenspiele mit alten und neuen Liedern ( Nach 3 Wochen bereits die 2. Auflage )
2. Als die Welt Geburtstag hatte - Die Schöpfungsgeschichte gereimt und in wunderbaren Bildern.

Vor einigen Wochen war ich in Ihrer Kirche und habe Sie leider nicht angetroffen. Vielleicht sollte ich beim nächsten Mal vorher anrufen.

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Uwe Natus
 
Traugott Giesen
23.05.2004
08:30 Uhr
     
Heute, 23.05. 04 predige ich in St-Severin mit dem Text: Matthäus 10, 16f Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Darum seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben.
......Ein starkes Wort Jesu an seine Jünger: Aber es war auch eine schlimme Zeit: Da machten die Herrschenden in Volk und Familie, was sie wollten. Und der Tempel war herabgesunken zu einer Interessenvertretung der Priesterschaft, die Hand in Hand mit der Regierung die Ordnung sicherten. Jesus brachte ein neues Vertrauen in den Gott, der in der Wirklichkeit verborgen gegenwärtig ist, „der Himmel und Erde erfüllt“ (Jeremia23,24). Dies neue Vertrauen war tatsächlich eins von Schafen mitten unter Wölfen. ... Die Predigt wird aus technischen Gründen erst Freitag eingespielt. Bleibt behütet Tg
 
S.D.
22.05.2004
12:44 Uhr
     
Ja, zu viel Gewalt. Heute wieder ein neues Bild aus Abu Grhaib auf der Titelseite der SZ. Ich wünschte mir etwas Schönes. Schön ist die Liebe. So habe ich die königliche Hochzeit angeschaut.
Felipe und Letizia. Sie lieben sich. Man konnte es sehen. Wie er ihre Hand so fest drückte, fast quetschte. Die Hochzeit von Kana wurde erwähnt Ich werde sie heute lesen.
El Espirito Santo - er kam durch den Fernseher, eine Woche vor Pfingsten. Gerade singen sie Händels Halleluja aus dem Messias. Tut gut.
 
Thomas Müller
21.05.2004
18:09 Uhr
E-Mail    
Liebe alle hier!

Irgendwie passt auch dieses Zitat zu den (zu) vielen gegenwärtigen Gewalt-Situationen ....

Mit emene härzliche Gruess
thomas

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Zitat des Tages
Freitag, 21. Mai 2004

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DAS ALTE GESETZ VON 'AUGE UM AUGE'
HINTERLÄSST AUF BEIDEN SEITEN BLINDE .....


Martin Luther King
eig. Michael Luther King jr.
amerikan. Pfarrer u. Bürgerrechtler
1964 Friedensnobelpreis, 1929-1968

 
Elena
21.05.2004
12:20 Uhr
     
Sehr geehrter herr L.! Gerade mehrere Seiten gelesen über arabische Milizen, die, angeblich mit Unterstützung der amerikanischen Regierung, einen Genocid im Süd-Sudan angefangen haben. So etwas macht mich ein wenig immun gegenüber einigen ausgewählten persönlichen Leidensgeschichten in unserem sehr privilegierten Europa.Wie viele Seiten hat denn TG in dem von Ihnen empfohlenen Buch geschrieben?
Beten: am sinnvollsten die in der Predigt angesprochene Besinnung. Was kann ich heute Schlechtes unterlassen, was Gutes mehr tun, so ähnlich. Um Politik und Weltverbesserung zu beten, erscheint mir sinnlos. Wenn die USA und Russland nicht gewollt hätten, das die Mauer auf geht, hätten alle Montagsgebete nichts genützt. Hieraus spricht ein gewisser Fatalismus, ist schon klar.
 
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