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Autor Nachricht
Traugott Giesen
20.04.2003
16:38 Uhr
E-Mail    
Christian - Ich finde, Ihr Klagen macht mürbe.- Waren Sie über Ostern in irgendeiner Kirche? So viele Abendmahle, Osternächte, Osterfrühstücke - und Sie gehen nicht hin. Was nützt aller Sonnenaufgang, wenn Sie nicht aufstehen. Ein Schweigen Ihrerseits über ein paar Wochen hier würde ich begrüßen. TG  
Christian
19.04.2003
23:20 Uhr
     
ach Leute, es ist schlimm, das Ostermahl alleine einnehmen zu müssen. ich möchte es gerne mit einem geliebten Menschen tun,
der sicher auch traurig ist, weil er es nicht mit seinem geliebten
Menschen tun kann.
Christus ist auferstanden - das Leben geht genauso weiter wie vorher. Der Jubel in mir bleibt aus- das Greinen geht weiter.
"Du hast mich aus dem Frieden hinausgestossen, ich weiß nicht mehr, was Glück bedeutet" (Klagelieder)

Trotzdem Euch allen - Gesegnte Ostern!
 
Andrea
19.04.2003
13:32 Uhr
     
....Tag in Stille, wenn man kann.
Genau das ist mein heutiges Empfinden.
Auch in Stille, gezwungenermaßen.
Bin im Moment krank. Nutze aber die Zeit zur inneren Einkehr.
Danke für das Wort zum Tage, lieber TG.
Ein gesegnetes Osterfest Euch allen.
In stiller Freude...........
 
Sophie D.
19.04.2003
10:14 Uhr
     
Karsamstagslegende
(Den Verwaisten gewidmet)

Seine Dornenkrone
nahmen sie ab
legten ihn ohne
die Würde ins Grab.

Als sie gehetzt und müde
andern Abends wieder zum Grabe kamen
siehe, da blühte
aus dem Hügel jenes Dornes Samen.

Und in den Blüten, abendgrau verhüllt
sang wunderleise
eine Drossel süß und mild
eine helle Weise.

Da fühlten sie kaum
mehr den Tod an dem Ort
sahen über Zeit und Raum
lächelten im hellen Traum
gingen träumend fort.

Bertolt Brecht

Frohe Ostern!
 
Christian
18.04.2003
22:47 Uhr
     
Von der Klage zum Jubel - ja, wenns so einfach ginge, wo doch das Leben immer seine Widerwärtigen in sich hat. Heute wieder ein Fehler in der Arbeit passiert, es nagt und nagt. Aber morgen ist ein neuer Tag!
Ja, im sicheren Glück dachte ich: ich werde niemals wanken. Da stelltest du mich auf den Berg - und hast dein Angesicht verborgen.
Da bin ich erschrocken - und ich sage: was nützt dir mein Blut, wenn ich begraben bin- kann mein Staub dich preisen?
Wirst du wirklich mein Klagen in Tanzen verwandeln, mir das Trauergewand ausziehen und mich mit Freude umgürten?
Wird mein "Greinen" in den Osterjubel münden?
Vorerst leiden, sterben, loslassen, Einsamkeit, Grabesstille.

Ein Gesegnetes Osterfest!

Schrecklich, dass der Vatikan seinen Ostersegen wieder mal mit dem Holzhammer verteilt!
 
Traugott Giesen
18.04.2003
16:00 Uhr
     
Karfreitag, 15 uhr saß mein Vater im schwarzen Anzug vor dem Radio und hörte mit aufgeschlagener Bibel die Matthäuspassion. Hier Sonne über Sylt- Gleich zum Üben der Lieder für die Osternacht in die Kirche- schon wieder mit den Gedanken bei der Osterpredigt: Vielleicht Psalm 30,12: "Du hast meine Klage verwandelt in einen Reigen. Du hast mir den Sack der Trauer ausgezogen und mich mit Freuden gegürtet.Schon Wort für den Tag gelesen? Bitte. TG  
Christian
15.04.2003
21:49 Uhr
     
hallo dAngel,
ich geh schon das 3. Jahr zu einem Therapeuten, anfangs 2x, jetzt nur mehr 1x die Woche. Bin in keine Klinik gekommen. Ich lerne aber, meine Gefühle zuzulassen und dadurch mich selber wieder wahr zu nehmen. Du haßt deinen Vater, das hat seinen Grund. Es ist ein Gefühl in Dir und gehört zu Dir. Suche einen Weg, Dich abzureagieren, Du bist jung, beim Tanzen oder Musik, Sport. Ich habe auch das Laufen begonnen, um den Emotionen Auslauf zu geben und beim Radfahren. In der Todessehnsucht gehen die (natürlichen) Agressionen gegen sich selber.
Denk Dir nicht zuviel wegen Selbstmitleid, nimm einfach die Gelegenheit wahr, Dich auszusprechen, hier, oder in der Therapie oder bei einem Priester.
Alles Liebe und Gute!
 
Sophie D.
15.04.2003
20:27 Uhr
     
Gibt es vielleicht jemand anders, den Du liebhaben kannst, eine Oma, einen Opa oder eine Freundin? Kannst Du Dich einem Lehrer anvertrauen? Als ich so alt war wie Du, hatten meine Eltern auch Probleme. Jahre später, als ich meinem Lieblingslehrer davon erzählte, sagte er:"Warum hast Du mir nichts gesagt? Du warst so eine taube Nuß in der 10. und 11., und ich wußte nicht, wieso." Ich schämte mich, ich sagte auch meinem Pastor nichts von den Streitigkeiten meiner Eltern. Aber heute muß man sich nicht mehr schämen. So viele Menschen haben Probleme, kids vor allem, weil wir Erwachsenen oft so egoistisch sind. Such Dir Hilfe und Rat. Geh zur Not zu einem Priester.  
deathlyAngel
15.04.2003
15:33 Uhr
     
Nein ich kann sie nicht mehr lieb haben. Ich hasse meinen Vater!! Ich hab schon zu viele Dinge gesehen die er getan oder gesagt hat. Vor allem gegenüber meiner Schwester. Ich hab gerade das Beruhigungsmittel und die Antidepressiva meiner Mutter verwendet, heute kann ich nicht mehr. Heute ist ein Tag wo ich mir wieder wünschte es wäre mein letzter, mein allerletzter Tag und morgen wache ich nicht mehr auf. Das wünsche ich mir seit ich 13 wurde. Ich bin noch nicht mal 15 und schon total Nikotinabhängig. Ich brauche eine Schachtel am Tag um nicht durchzudrehen. Immer wenn ich meine Einträge lese kommt es mir vor als würde ich in Selbsmitleid versinken, ich hasse das! Ich hab morgen einen Thermin bei einer therapeutin. Dort war ich schon mal, bin aber wieder gegangen weil ich Angst hatte in eine Klinik zu kommen. Wo ist der Tod wenn ich ihn brauche???  
Andrea
15.04.2003
13:16 Uhr
     
Lieber TG,

Ihre Predigten behandeln wie immer in einfühlsamer und anschaulicher Weise die aktuellen zum Kirchenjahr passenden Bibelabschnitte.
Aber viel wunderbarer daran:
Sie paßt gerade in diesem Moment so wunderbar und wohltuend hier in dieses Gästebuch herein.
Danke für Ihr "Mutmachen" durch diese Predigt.
Lieben Gruß
Andrea
 
Dorothee
15.04.2003
10:35 Uhr
E-Mail    
An die, die gerade verzagen wollten, weil das Leben drum herum so arg schlimm erscheint und in vieler Beziehung ja auch ist : insbesondere der letzte Abschnitt der Predigt zu Jesu Verurteilung und Verspottung müsste uns allen doch helfen, nach vorne zu schauen und unser eigenes Leid zu relativieren ...

Viel lernen müssen wir sicher alle noch auf diesem Weg, wenn wir jedoch einmal die Richtung erkannt haben und daran glauben, fallen auch die Stolpersteine weg, bzw. wir heben die Füße und schreiten darüber hinweg, haben wir doch daraus gelernt, auch mit uns selbst achtsam umzugehen.

Packen wir's an! do
 
Sophie D.
15.04.2003
09:08 Uhr
     
Ich finde die Predigt so rund und komplett und liebevoll über den liebevollsten und klügsten Menschen, daß ich schwer was dazu sagen kann. Aber zu Potius Pilatus fällt mir etwas ein: Ich finde ihn gar nicht so schmierig, Judas finde ich schmierig, und Judasse gibt es viele. P.P. kommt mir klug vor, denn er durchschaute, daß die Pharisäer Jesus aus Neid ausgeliefert hatten. Er ernnert mich an das vorletzte Wort f.d.T. von M.L.King.
Erst versucht er gerecht zu sein, will ihn freigeben. Vielleicht sagt sein Gewissen ihm, daß dieser kein Unrecht getan hat.
Dann verläßt ihn der Mut, er wird feige wegen des Mobs.
Er macht, was politisch sinnvoll ist, um den Mob beruhigen.
Und populär ist es auch, was er tut.
Also handelt er ungerecht, genau wie die meisten Politiker.

Jesus zeigt uns, "daß Gott in unser Gelingen verliebt ist", ja, ich finde er zeigt uns, wie wir unsere Bedürftigkeit annehmen dürfen und dann erst vor Gott gelungen sind. So wie wir sind.
 
Christian
14.04.2003
23:17 Uhr
     
ja, liebe sy, bin voll deiner Meinung! Was ihr im geringsten meinen Schwestern (deathly angel!) getan habt, habt ihr mir getan!

lieber da, auch ich hab manchmal das Gefühl, dass ich nicht hierher gehöre, schaue aber trotzdem immer rein, und es lohnt sich doch sehr oft! Auch ich lerne erst, gefühle zuzulassen, auch dumpfe und düstere - aber diese Gedanken nicht in die Tat umsetzen, gib nicht auf! Klammere dich an jeden Strohhalm, auch an diese Seiten!
Auch ich wehre mich gegen meine Kartage: laß doch diesen Kelch an mir vorüber gehn, ohne dass ich ihn trinken muß!
Anderen hat er geholfen, sich selbst kann er nicht helfen!
Wo ist nun dein Gott? Wir wolle sehen, ob er kommt und ihm hilft!
Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen, bist fern meinem Schreien und Klagen?
Vielleicht gibts es auch für dich, lieber da, und auch mich, einen Ostermorgen! Alles Liebe und Gute, du siehst ja, viele Menschen begleiten dich mit Gedanken und Gebeten.
Eine gesegnete Karwoche Euch allen!
 
Andrea
14.04.2003
23:05 Uhr
E-Mail    
Guten Abend,

vielleicht war "beleidigt" wirklich der richtige Ausdruck.
Ich gebe es ja offen zu.
Ich tu mir wirklich schwer, meine Einträge kurz zu halten.
Aber ich versuche es.
Aber ist ein etwas längerer Eintrag es von vornherein nicht wert, bis zum Ende gelesen zu werden?
Langer Eintrag &equal; nichtssagend und schlecht?
Ich werde mich wirklich bemühen, zu raffen und schneller auf den Punkt zu kommen.
Ich nehme auch gerne konstruktive Kritik an.
Nur befürchte ich, dass bei allzu sachlichen und nüchtern gerafften Einträgen die Wärme etwas auf der Strecke bleibt.
Aber ich werde üben, das Eine mit dem anderen zu verbinden :-).
Liebe Grüße an alle
 
sy
14.04.2003
19:41 Uhr
     
Ich finde,dass DEATHLY ANGEL sich nicht dafür entschuldigen muss, sich in ihrer Verzweiflung hierher gewandt zu haben. Sie ist nicht auf dieser Seite gelandet, weil sie sich für Predigten oder Kolumnen interessiert, sondern weil sie "jenseits.de" eingegeben hatte. Außerdem haben schließlich wir Christen ALLE auch eine seelsorgerliche Pflicht gegenüber dem Nächsten.
Im Prinzip müsste es völlig egal sein, ob ein verzweifelter Mensch auf der homepage eines Kleingartenvereins, eines Gourmet-Restaurants oder sonstwo Hilfe sucht, Hauptsache, er tut es!!!
Allerdings sollte man meinen, die Wahrscheinlichkeit auf hilfsbereite, mitfühlende Christen zu stoßen, wäre hier dann wohl am größten... So wichtig auch der Meinungsaustausch über Gedanken und Worte der Veröffentlichungen von T.G. ist, so sollte dies dennoch gegenüber einem Menschen, der gerade unmittelbar Hilfe benötigt, immer als zweitrangig angesehen werden. Herzliche Grüße sy
 
Sophie D.
14.04.2003
11:10 Uhr
     
Lieber Engel! Es liegen auch Chancen in einer Scheidung, wie Du selbst ja auch siehst. Versuch, sie beide weiter lieb zu haben, jeden für sich. Bewahr Dir Deine individuelle Beziehung zu jedem, das steht Dir zu. Liebe Grüße.  
deathlyAngel
14.04.2003
10:52 Uhr
     
Hallo an alle.
Was mit meinen Eltern ist? Die lassen sich bald scheiden. Ich freue mich darauf. Das kann man nicht mehr mit ansehen, sie reden kaum noch miteinander. Sie tun alles um sich gegenseitig zu ignorieren. Meine Schwester wohnt nicht mehr daheim. Sie wurde krank und kam in eine Anstalt. Naja soweit zu meiner Familie. Ihr habt mir schon jetzt geholfen. Danke.
 
Dorothee
14.04.2003
09:39 Uhr
E-Mail    
Danke für die Belehrung ... gerne liefere ich die wörtliche Übersetzung nach (ich wollte niemanden mit dem frz. Spruch kränken) : "Was sich lohnt, getan zu werden, lohnt sich gut getan zu werden."

Pflücket den sonnigen Tag! do
 
Sophie D.
14.04.2003
09:14 Uhr
     
Ich war gewiß nicht beleidigt, denn ich fühlte mich nicht angesprochen. Was M. und A. schreiben, klingt mir auch nicht nach beleidigt, sondern nach Stil, selbst wenn es nicht auf französisch ist. Verstehen tut man es aber dafür.
Der Satz von der Hl. Theresa von Lisieux will mir nicht so recht einleuchten, da ein Christenprinzip Hoffnung ist und Hoffnung immer zukunftsgerichtet ist. Gedanken über die Vergangenheit müssen auch nicht mutlos machen, wenn man sich auf das Gute in der Vergangenheit besinnt. Also ein Satz, der mir verschlossen bleibt.
 
Monika
14.04.2003
07:47 Uhr
E-Mail    
Hallo Andrea,
nicht wegbleiben......... Deine Einträge sind mir wichtig..........
habe für alle Fälle mal meine Email - Adresse dazugeschrieben, vielleicht können wir in direkten Kontakt kommen.
Würde mich freuen.........
Gruß Monika
 
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