Gästebuch


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Autor Nachricht
Molitor
17.07.2012
21:03 Uhr
     
" Er gibt mir keine Zahnschmerzen, aber die von ihm geschenkten Zähne sind nur begrenzt haltbar. Letztlich hat er uns sterblich gemacht; nein, er hat uns lebendig gemacht, aber diese Art von Menschenlebendigkeit „geht nur sterblich“.

Das ist eine gute, schöne, auch traurige, aber eben traurig-schöne Erkenntnis zu der Frage: Wirkt Gottes alles?

Dank an TG und seine Art, selbst mit Zahnschmerzen gute Theologie zu treiben
 
ing
17.07.2012
20:54 Uhr
     
Du kannst deiner Familie und deinen Freunden Lebewohl sagen
und weit, weit weg reisen, und doch trägst du sie in deinem Herzen,
deinem Geist, deinem Bauch immer bei dir, weil du nicht einfach
in einer Welt lebst, sondern weil eine Welt in dir lebt.

Frederick Buechner: Telling the Truth


aus 'Die Hütte'.
Ich hab das Buch noch nicht gelesen. Ein Freund hat es mir ausgeliehen und meint, ich soll es lesen. Es liegt hier neben mir, und ich will es bald lesen. Hab jetzt darin geblättert. Ich mag die Widmung von William Paul Young
 
Monika Gläßel
17.07.2012
10:36 Uhr
     
Ja, ich habe die Hütte gelesen, hatte aber das Gefühl, daß dieses Buch nur für den Markt geschrieben wurde, es hat mir nicht gefallen.  
Delta
16.07.2012
20:03 Uhr
     
Hat jemand 'Die Hütte' gelesen?
Ich wusste bis zum Schluss nicht wirklich, ob mir das Buch gefällt.

Als ich von dem Unglück des Jungen auf Amrum erfuhr, musste ich spontan wieder an dieses Buch denken.
Ein kleines Mädchen verschwindet im Urlaub spurlos. Suchen und zermürbendes Warten beginnen.
Der Vater wird schließlich aufgefordert sich auf den Weg zu einer Hütte im Wald zu machen. Er zögert und macht sich dann doch auf den Weg. Angekommen bekommt er die Gelegenheit, seinem kleinen Mädchen noch einmal zu begegnen.
Die Gewissheit geliebte Menschen auf der anderen Seite wieder in die Arme schließen zu können ist für mich ein unendlicher Trost. Ich wünsche den Eltern von Sebastian, dass sie, wenn die größte Trauer abgeebbt ist, sich daran halten können.
 
flaschenpost
16.07.2012
14:16 Uhr
     
In einem Schaufenster durfte ich sie entdecken; sie war mit Herzen gefüllt, und mit dabei - noch diese Nachricht:


Du bist einmalig

Und wunderschön in meinen Augen.
Ich sage es dir: geliebtes Kind.
Nichts ist mir zu kostbar für dich -
ich bin bereit, alles, wirklich alles, für dich hinzugeben.
Mich selbst gebe ich hin für dich.

Was ich dafür von dir möchte?
Deine Sorgen, deine Not, deine Unsicherheit,
deinen Schmerz und deine Ängste.
Gib sie mir und dazu deine Tränen,
deine Verzweiflung.

Und ich gebe dir dafür
Anteil an meinem Frieden,
an meiner Liebe, an meiner Kraft,
an meiner Geduld, an meiner Stärke,
an meiner Freude, an meinem Königreich.

Keinen Schritt machst du, ohne dass ich bei dir bin.
Geh du deinen Lebensweg in der Gewissheit:
Du bist nicht allein - und in der Gewissheit,
dass er dich nach Hause führt
zu deinem himmlischen Vater und zu mir.

Dein Freund Jesus
 
dst
16.07.2012
13:14 Uhr
     
Nun hab ich einige Tage die Stille und die Gedanken hier begleitet und möchte nun doch noch meine Gedanken mitteilen.Für mich ist es ein Geschenk,an den einen Gott,der alles bestimmt ,glauben zu können.Ich denke,man lernt es auch erst richtig im Laufe eines Lebens,am besten in der Not,bei Problemen,wenn da keiner erreichbar ist,kein Arzt etc und durch Geld auch nicht geholfen werden kann-dann kann man verzweifeln oder hoffen auf Hilfe von Gott-man lernt,das Problem anzunehmen und fühlt sich getragen-ja,wohl schon so:"der uns erhält,wie es ihm selber gefällt."Wie oft denken wir im normalen Alltag,wir können alles selbst regeln,aber Gott möchte uns eben manchmal auf andere Wege schicken,auch wenn sie nicht so einfach sind-er kennt uns ja besser,als wir uns selbst kennen.So wünsche ich den Eltern des kleinen verstorbenen Jungen von Amrum,dass sie bei Gott Trost finden,auch wenn dieses Schicksal für uns nicht zu begreifen ist.Und ich denke,es würde Gott gut gefallen,wenn wir alle mit mehr Achtsamkeit und Liebe miteinander umgingen,mitfühlen und einander auch tragen ,wie Gott uns trägt.  
Winfried Schley
16.07.2012
08:07 Uhr
E-Mail Homepage  
„Für seine Mitmenschen ist ein Christ jemand, der die Dinge dieser Welt gemäß ihrem Wert und in ihrer Wirklichkeit liebt. Er ist aber auch jemand, der Gott allen weltlichen Dingen vorzieht. Dass er Gott vorzieht, führt ihn zu gewissen Entscheidungen, denen man ansieht, wie er den unsichtbaren Gott wählt. Eine solche Wahl stellt die Welt immer neu vor die Frage, ob es etwas diese Welt Übersteigendes gibt.“

Madeleine Delbrêl (1904 – 1964), französische Schriftstellerin und katholische Mystikerin.

Diesem Gästebuch entnehme ich durchaus solche Menschen, wie Madeleine Delbrêl sie sich wünscht, auch wenn mal für ein Weilchen Funkstille herrscht.
 
webmaster
15.07.2012
22:46 Uhr
     
Liebe Monika Glässel, danke Ihnen für Ihren Eintrag. Und: ich freue mich aufrichtig mit, dass Sie eine bezahlbare Wohnung in Westerland finden konnten! Ich weiß, wie schwer das geworden ist... Das tut schon weh.
@ TG: die Bemerkung von "C" war, glaube ich, spitz, provokativ gemeint.
Nicht enttäuscht sein über wenig Resonanz.
Jeder der hier mitliest hat Seins, das ihn umtreibt und beschäftigt und Sorgen macht, und doch sind jedem Ihre Worte und Gedanken wichtig. Erwarten Sie nicht zu viel von den Menschen.
Anna_HD, Monika Gläßel und Indrasun haben das schön ausgedrückt. -

Morgen (Montag) 17:00 Uhr, Trauerfeier für Sebastian, den 10jährigen Buben aus Österreich, der in seinem Paradies, beim Buddeln im feinen Sand auf Amrum ums Leben kam...
Ich werde an ihn denken, an seine Eltern, seine Schwester, seine Verwandten, auch an die Polizisten und alle Helfer, die drei Tage lang verzweifelt nach ihm suchten...
 
indrasun
15.07.2012
20:38 Uhr
     
Lieber Herr Giessen, nichts für ungut,
ich habe den Eintrag gelesen und habe dann innerlich DANKE gesagt. Danke, dass ich mich nicht auch noch für`s Hadern schuldig fühlen muss. Schuld und perfekt sein wollen ist immer wieder mein Thema. Und dann ist es ja klar, dass ich immer wieder gegen Wände renne... Hadern mit Gott ist hadern mit mir selbst, ist Selbstanklage. Und dass das eben manchmal zwar nicht in Ordnung aber als menschlich liebevoll von Gott (von dem Großen, an dem ich kleines Stück Gott dranhänge, wie eine Welle des Meeres) angenommen wird, das tut gut.
indrasun
 
Monika Gläßel
15.07.2012
14:32 Uhr
     
Lieber Traugott, mir ist nichts Gescheites eingefallen, was ich dem hinzufügen hätte können.....war ja irgendwie schon alles enthalten..........., ach was Weltliches, Oberflächliches am Rande, konnte mir vorletzte Woche endliche ne winzige Wochnung in Westerland leisten freu, freu, freu..........  
anna_hd
15.07.2012
13:57 Uhr
     
Ich lese hier schon längere Zeit mit. Bin 45 Jahre alt und lebe in Heidelberg. Der Beitrag von TG regt wie immer zum Nachdenken an.

Warum es keine Antworten gibt, die auf den Beitrag Bezug nehmen, kann ich nicht beurteilen.

Ich stelle mir die Frage, woher man die Sicherheit nimmt, zu wissen, was Gott will und meint, was er aushält und was nicht. Die Frage ist nicht provokativ gemeint, bitte nicht falsch verstehen.
 
tg
15.07.2012
09:40 Uhr
     
Diesen Eintrag jetzt finde ich schade - Ich warzte wirklich auf Antwort. TG  
C
14.07.2012
17:22 Uhr
     
Lieber Flogni, wie war das Wandern im Harz?  
tg
14.07.2012
10:55 Uhr
     
Staune über Schweigen. Dabei, gehts im letzten Eintrag doch ums Ganze, den Ganzen? Sagt mal was
A keine Lust zu theologisieren
B unverständlich
C hätte mal eine ganz andere Frage. Also
 
tg
10.07.2012
10:40 Uhr
     
Mal wieder ein Stück Bibelenergie: Zur Losung vom 9. Juli:
Gott spricht- sagt der Prophet- Ich bin der Herr, und sonst keiner mehr; außer mir ist nichts. Ich mache das Licht und schaffe die Finsternis, ich gebe Frieden und schaffe Unheil. Ich bin der Gott, der dies alles tut.
Weh dem, der mit seinem Schöpfer hadert, eine Scherbe unter irdenen Scherben! Spricht denn der Ton zu seinem Töpfer: Was machst du?, und wirft sein Werk ihm vor: Du hast keine Hände!
Aus Jesaja 45,6-9

Alle Handlungen in der Welt denken als Handlungen eines Gottes- was kann das bedeuten? Ich eine Filiale (filia, lat.=Tochter) des Einen, ein Glied an seinem Leib, ein Sensor seinerselbst. Er gibt mir keine Zahnschmerzen, aber die von ihm geschenkten Zähne sind nur begrenzt haltbar. Letztlich hat er uns sterblich gemacht; nein, er hat uns lebendig gemacht, aber diese Art von Menschenlebendigkeit „geht nur sterblich“.
Das Licht des Lebens geht uns auf. Das ist das Wunder. Und wenn uns das Licht verlöscht, ist Finsternis da, sie ist Gottes Dunkel- das ist Tiefen-Glück in allem Unglück. Gut, daß niemand anderem als Gott das Leben und die Liebe und die Zeit gehören- und der Tod und der Haß und das Verfliegen der Zeit eben auch.
Gottes Sein besteht in Seingeben. Wir, die Kreatur, wir sind nichts anderes als Seinnehmen (Tauler). Darum - Gott zu verklagen ist nicht angemessen. Aber manchmal brauchen wir es, mit ihm zu hadern. Er hält das aus. Er ist ja die letzte Adresse für Dank und Klage, wer sonst.
Gott ist das dynamische Zentrum des Universums. Gott ist sowohl im Unendlichen wie im Einzelnen. Er ist der eine Künstler, verteilt auf tausend Millionen Inkarnationen, „die leise knisternde Macht“ (H.H.Jahnn).
 
ing
07.07.2012
10:28 Uhr
     
... erinnere mich, daß ich vor einiger Zeit Worte durch Papst Benedikt XVI. gehört habe, die meinten,
daß es wahrhaftig wichtig ist, ENDLICH eine gerechte Gesellschaft zu schaffen, in der ALLE - das Notwendige erhalten mögen, um menschenwürdig leben zu können, und in der die Gerechtigkeit aus der LIEBE lebt.
 
DS
07.07.2012
10:05 Uhr
     
kurz: Gott ist Liebe, Liebe ist Gott.
Einen Sommer voller Liebeserfahrungen - aktiv wie passiv -wünsche ich Euch und mir! Delf
 
ing
05.07.2012
16:50 Uhr
     
Danke! Schöner - kann mensch es nicht sagen! Wünsch' Euch glückliche Zeit! Heute, morgen, Immer.  
indrasun
05.07.2012
15:05 Uhr
     
Lieber Menke,

vielen Dank ! Wir hatten ja alle die Aufgabe, jetzt mal wieder etwas Spannendes zu bringen. Und das hast Du geschafft im Gegensatz zu Deinem Vorgänger... grins.. ( :

"Das Leben ist nie zu Ende, wenn wir es nicht aufhalten wollen" sagst Du und erkennbar im Ganzen sollen wir sein. Das ist beides wunderbar ! Erkennbar im Ganzen, da spüre ich, wie mein Gehirn anfängt zu überlegen. Wie macht man das ? Erkennbar sein im Ganzen. Mein Herz weiß es bestimmt. Mein Kopf braucht länger. Danke für diesen Satz und auch für den anderen. Ich soll es nicht aufhalten wollen, dann kann ich auch leben.
Nach langer, schwerer Krise hat mir mal jemand liebevoll gesagt: "Du kannst den Strand nicht erleben, wenn Du immer nach Scherben Ausschau hälst. Und wenn Du auch manchmal die Autobahn noch brauchst, musst Du aber nicht immer auf der linken Seite fahren".

Dieser Sommer ist geradezu prädisziniert für auf der rechten Seite fahren und einen Strand ohne Scherben.
Wunderbar !!

Alles Liebe Indra
 
Menke
04.07.2012
16:59 Uhr
E-Mail    
Jeder hat immer wieder Geburstag!


Ein Geburstag ist wie ein,Wir freuen uns,dass Du 18 geworden und in die Schöne,aber auch Gefahrvolle Welt gehst,die Dir jetzt offen steht.
Deine Oma und Opa mit Anhang,freuen sich,dass Du Lebenspüfungen mit Doktorhut nach langem Studium
nun endlich mit Bravur bestanden hast.
Hurra,es grüßt Euch alle der lang Ersehnte Nachwuchs von nebenan.
Endlich geniese ich den neuen Lebensabschnitt,heraustreten,wegziehen und neues wagen.
Wir blicken uns an,kann ich mich wirklich über den anderen auch freuen?
Fangt immer wieder neu an,bleibt Gesund und erkennbar im ganzen.
Das Alter unterliegt sich im wandel des denkens und sehens.
Das Leben ist nie zu Ende,wenn wir es nicht aufhalten wollen.
 
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