Gästebuch


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Autor Nachricht
Menke
05.03.2022
19:17 Uhr
     
Der Mensch ist in sich und für andere unbegreiflich.

Die Hoffnung ist im Mensch, die Hoffnung kommt durch den Mensch.
Das Böse ist im Mensch, das Böse kommt durch den Mensch.
Sind wir ehrlich zu uns, je leichter uns das Leben gemacht wird, je abstrakter mutet uns die Wirklichkeit von Hoffnung und bösen an.
Ich schaue von meiner Burg ins Tal und was ich sehe aber nicht sehen möchte, ist weit weg von meiner Vorstellung nach Glück.
 
tg
05.03.2022
15:40 Uhr
     
Ukraine- ja, es ist zum Heulen. Und zum Beten, dass P gegangen wird. Unsere Kinder und Enkel bekommen jetzt life eine Ahnung von Hitler. Und wie hofften wir Alten, dass mit Corona u Klima uns noch Rettendes gelingt, sodass wir mal lebenssatt und dankbar gehen können. Und jetzt das noch.  
die Augustiner
04.03.2022
23:23 Uhr
     
Wir melden uns zurück auf dieser lebendigen Seite. Das Virus hatte uns für etliche Tage in Quarantäne geschickt, doch wir hatten alle 7 das Gefühl, dass die Impfung uns Schutz gegeben hat . Wir konnten die Beiträge hier verfolgen und haben doch das Gefühl, dass es viele Mitleser und -schreiber gibt, die sich auch zu dem fürchterlichen Krieg äußern möchten, aber natürlich die angeregte Diskussion nicht stören wollten.
Ja Monika, auch wir beten inständig, dass diese Grausamkeiten enden mögen, bei jeder Tagesschau kommen uns die Tränen - und wir dachten doch alle, das Virus sei unser großes Problem.
Lassen Sie uns dem Glockengeläut lauschen, lassen Sie uns spenden und Gutes tun und hoffen, dass dieses Elend schnell endet.
 
ds
03.03.2022
16:44 Uhr
     
Julius ist bestimmt ein kluger Kopf, freue mich immer, von ihm hier zu lesen. Hier aber...

"Wir bedürfen Gott auch nicht als Sinnstifter, ein Thema, über das ich viel nachgedacht habe. Für mich sind die Menschen, die mich umgeben und das Leben, das ich lebe, Sinn genug."

...bin ich mit ihm nicht einig. Denn wenn es so ist, wie er schreibt, ist Gott ausserhalb von uns....oder den Dingen. Das bezweifele ich. Gerade in diesem Beispiel denke ich, dass besonders beim Sinn er mitten in und unter uns ist, besser: ER ist der Sinn...oder Sinn.

Was denkt ihr? LG Delf
 
Menke
02.03.2022
10:08 Uhr
     
Die Würde des Menschen ist unantastbar!

Da brauchts ein Gesetz, was unsere Väter aufgrund ihrer eigenen Geschichte der Würdelosigkeit, beschlossen haben.
Also fühle ich mich in meiner Würde verletzt, kann ich dagegen klagen.
Recht haben und Recht bekommen, ist dabei natürlich zweierlei.
Die Natur klagt ihre verletze Würde anders ein, meist durch ihre vorgegebenen Instinkte, ihrem Stand in der Natur geschuldet.
Der Mensch kann im glauben an Gott, seine nicht wiederhergestellte Würde und damit Verletzbarkeit, unabhängig von all
dem, im Glauben an seinen Schöpfer, durch neue Erkenntnisse dabei tröstend finden.
 
tg
01.03.2022
11:56 Uhr
     
Meine Würde nehme ich nicht aus meinem Selbstbewusstsein. Wie oft ist dieses schwankend. Ich glaube, ich bin gewollt, geliebt und gebraucht von Gott. Auch mein Gewissen hört eine leisen Stimme, dass jemand herschaut, mich wahrnimmt- so letztlich mich wahrmacht, mich aufrecht hält gegen alle Selbstzweifel.  
Julius
26.02.2022
20:55 Uhr
     
Meine Überlegungen zu dem Text vom 18.2. sind, dass ich Traugotts Gedanken, dass die Schöpfung noch nicht vollendet, sondern ein Prozess ist und dass Gott die Dinge mitleidet, Leiden inkauf nimmt, weil anscheinend diese Welt nicht anders möglich wäre, immer gemocht habe. Übrigens eine Sichtweise, die man auch im Pantheismus und Hinduismus findet.

Hingegen teile ich nicht die Auffassung, die Würde des Menschen leite sich davon ab, dass Gott uns will. Ich halte Menschen und Tiere für inhärent wertvoll. Es handelt sich um bewusste und fühlende Wesen. Das reicht. Man braucht die Würde von Lebewesen nicht von einer höheren Instanz abzuleiten.

Wir bedürfen Gott auch nicht als Sinnstifter, ein Thema, über das ich viel nachgedacht habe. Für mich sind die Menschen, die mich umgeben und das Leben, das ich lebe, Sinn genug.

Wir brauchen Gott als Retter (ich hoffe, Gott wird einschreiten, bevor wir den Planeten endgültig zerstören, und bete, Gott wird meine Bekannten, die jetzt in der ukrainischen Armee kämpfen, retten). In dem Sinne finde ich wieder den letzten Teil des Artikels gut: "Aus dem Konfirmanden-Unterricht eine Geschichte. Opa baut eine Eisenbahn und schickt sie dem Enkel. Der kann sie nicht zum Laufen bringen. Wer muss kommen? Der sie gebaut hat."
 
Menke
24.02.2022
22:12 Uhr
     
Glaube als Vorbild, macht stark und lebensnah!


Der Starke Glaube von Jesus Christus dem gesandten, an seines Vaters (Gott) statt, lies ihn an seinen Vater fragen, wenn Du es willst, Vater dein Wille geschehe und er glaubte an seinen Auftrag, auch in seiner Todesstunde, die ihm sein Vater glaubhaft am Kreuz abverlangte.
Die Jünger bekamen es zum Ende seiner Mission, immer mehr mit der Angst zu tun und gerieten an Glaubenszweifel, ja sie verließen ihn, um ihre eigene Existenz zu retten.
Der Selbsternannte Messias auf Erden, war machtlos gegen die, die ihn zum Schweigen bringen wollten.
Um so erstaunter waren Sie als sahen, die Häscher und der Tod, hatten bei der Mission von Jesus hier auf Erden, nicht das Letzte Wort!
 
Monika Glässel
24.02.2022
17:25 Uhr
     
deswegen bete ich um jedes Ereignis, damit es gut wird, weil Gott uns helfen kann, nun muss ich um den
Weltfrieden beten, die heutigen Geschehnisse machen mich fürchten..................
 
tg
23.02.2022
18:52 Uhr
     
Bitte um Reaktionen auf Artikel vom 18.2., welche Art auch immer.TG  
Menke
19.02.2022
21:33 Uhr
     
Gott braucht unsere Liebe!

So sagte es Thomas Mann, in einem kürzlich gesehen Film über ihn.
Kann ich also Gott nur lieben, wenn ich wahrhaftig an ihn Glaube?
Wahrscheinlich schon, denn ohne unseren Glauben an ihn, würde sein Interesse an uns verkümmern.
Aber Liebe setzt auch Gefühle und verstehen voraus, ob nun zu Gott, oder zu einem Menschen.
 
tg
18.02.2022
12:36 Uhr
     
„Gott ist Gott. Und kein Gedanke…. Es bedarf der höchsten Vorsicht, von der Allmacht Worte zu machen“ (B.Strauß). Doch wer und was der, die, das Gott ist, das annähernd zu bedenken ist mir aufgegeben von der Taufe an. Da nannten sie mich „Traugott“ und hängten noch „Heinrich“ dran. “Kannst dich ja Heinrich nennen, wenn Du Heide werden willst“-soll mein Vater bei der Taufe gesagt haben.
Wer ist Gott, dem zu trauen mir im Namen aufgegeben ist? Der den Urknall machte, der die Welt ins Sein gerufen hat noch erhält- „der mich geschaffen hat, samt allen Kreaturen“(M.Luther)- wer, und wie ist der, ist die?
Du sollst dir von Gott kein Bildnis machen (2. Gebot)- Das ist das eine, das andere ist: „In ihm leben, weben und sind wir“ (Apostelgesch.17,28). Zwischen diesen beiden Weisungen will ich Ihn suchen.
In Ihm wir und das Universum? Und jeder Kreatur spendet er den Atem. Er macht unser aller Herzen schlagen. Ist auch bei mir, macht mich gehen, lässt mich machen, lieben, sündigen. Und heilt mich immer wieder, behält mich bei sich für immer. Er zieht die Feder der Welt auf jeden Morgen.
Er ist noch unterwegs zur Vollendung seiner Schöpfung. In 1.Mose 1,31 heißt es: „Gott sah an alles was er gemacht hat. Und siehe, es war sehr gut“, sehr gut für Weiteres ist damit gemeint. Sein Ziel soll sein, dass „Gott abwischen wird alle Tränen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid und Schmerz. Dann ist das Erste vergangen und Gott macht alles neu“ (Offenbarung 21, 4.5).
„Gott ist der Wille, der möchte, dass wir sind“(Eugen Drewermann). Dass Gott uns will, macht jeden von uns ungeheuer wichtig. Ich kann nicht verstehen, woher man sonst die Würde des eigenen Existierens nähme. Nur aus der eigenen Behauptung? Schon gewichtiger ist, dass ein Mensch mich liebt. Dass diese Liebe ein Quantum von Gottes Liebe zu mir ist- das glaube ich fest.
Gott ist kein Gegenstand sondern Geist, Energie,Tröster- der, von dem wir Leben nehmen und dem wir es wieder zurückgeben, von dem wir ausgingen mittels unserer Eltern und in den wir wieder münden. Dem wir letztlich verantwortlich sind- ohne ihn bliebe Verantwortung eine Geste ins Leere.

Gott steht nicht über den Dingen. Er kniet in den Dingen. Er leidet das Leid seiner Kreatur mit und feiert unsere Freuden mit. Er ist in der jetzigen Weltzeit gegenwärtig, Wir begegnen Ihm im Geschehen. So wird im Abendmahl in einem Stück Brot die Gegenwart Gottes essbar, im Schluck Wein trinkbar. Die Gottesqualität der Natur ist dramatisch endgültig erschienen in Christus- in ihm wurde Gott, „das Wort, Fleisch“ (Johannes 1,14).
Er trägt unsere Sünden, wie Eltern die schmerzlichen Taten ihrer Kinder mit aushalten und für sie haften. Und weitet unsere Wege ins Freie, wenn wir sie nur mitgehen.

Gott ist alle Energie. Oder in aller Energie, “Licht ist sein Kleid, Er macht Winde zu seinen Boten, Feuerflammen zu seinen Dienern“ (Psalm 104,2.4). Feuer dient uns und verbrennt uns. Beides hat mit Gott zu tun. Er ist auch die „Grundgesetze der Physik“( H.Brodkey). Er ist die Energie, die die Sonne leuchten macht. Darum ist es richtig, nicht der Sonne zu danken sondern für die Sonne. Auch sein ist die Energie, die in Erdbeben zerstört und Bäume wachsen macht. Und seine Energie wirkt im Dynamit –Wie wir es benutzen, macht Gott mit zum Mörder oder zum Helfer. So viel Verantwortung hat er uns aufgetragen, hat sein Schicksal in unsere Hände gelegt. Unser Schicksal in seinen Händen, sein Schicksal in unsern? Er ist der, der das Wirkliche wirkt, mit uns, die mit der Fülle von Möglichkeiten von Ihm ausgestattet sind.

Gott als Schöpfer macht, dass sich die Dinge und Wesen selber machen. Es sind seine Rosen, seine Menschen. Aber er ruft nicht jede Rose speziell ins Blühen sondern lässt Blühen geschehen, wie es kommt und geht. Wir Menschen zeugen, aber dass daraus dieser Mensch, dieses sein Kind wird, das will Er so. Und wenn ein Werdendes die Erden-Zeit abbricht und wieder zurückkriecht in Gott? Wollte Er es dann so? Jedenfalls will das Werdende wieder zu ihm- und er lässt es geschehen.

Wir beten „ Dein Wille geschehe“- durch uns. Klar ist das nicht, So viel geschieht durch uns gegen seinen Willen. Aber Er bringt sein Werk zurecht, so glaube ich innig, bringt unser Leben zurecht- lässt es münden in sein Ganzes, in sich. Darum muss die Welt in ihrer Offenheit, ihrem Warten auf Gottes Gnade zur Sprache kommen- womit die wesentliche Aufgabe der Kirche klar ist.
Gott ist von allem, was wir ewig Anfangende sind- das offene Ende, durch das wir denken und atmen können“ (B.Strauß). Er ist die Zeit, ist Ablauf, ist Werden und Vergehen- Also ist die Zeit Gottes Lebenslauf, sein Lauf zur Vollendung, und dann wird Gott sein „alles in allem“ (1.Korintherbrief 15,28). Ich hoffe es dringlich. Unsere Endlichkeit mündet in Gott. „Aus Gottes Hand in Gottes Hand“ -das soll die Widmung über unserm Leben sein; und für das Kommende, es sei, wie es sein: „Ich lass mich überraschen.“

Gott ist die Werde-und Vergehekraft, ist die Wirklichkeit. Und die zielt auf Liebe, ist auch Auslöserin heftiger Umarmungen, betreibt alle Sehnsucht- schimmert in den Sinnoasen des Daseins.
Gott ist das Geheimnis des Seins. Lieben wir zu sein, lieben wir das Sein, die Schöpfung, dann lieben wir Ihn: „Wer ein Kind sieht, sieht Gott ins Angesicht“ (M.Luther).
Gott ist allmächtig- wie kann er so viel Leid zulassen? Diese Frage ist „der Fels des Atheismus“. Alle Macht, alle Kraft, Energie ist Gottes. Aber er hat sie und damit sich in das Geschehen der Natur ausgeformt. Einen Teil Macht hat er den Menschen- seinen Filialen- überlassen: „Macht euch die Erde untertan“(1.Mose 1,28). Damit erniedrigt Er sich auch, macht sich von uns abhängig, gibt seine Ehre aus in unser Wirken. Hätte er die Evolution nicht über die Affen hinaus zum Menschen hingetrieben, würde ihm keiner „ins Handwerk pfuschen.“ Doch Gott wollte und will Schöpfungspartner, lässt ihnen Freiraum, auch gegen seinen Willen zu handeln, und Er nimmt in kauf, zu einem „unglücklichen Liebhaber“ (M. Sperber) zu werden.
Durch Jesu Zusammensein mit Gott sollte uns alles Herrische der Gottesvorstellungen ausgetrieben, Jesu Gott ist ein mütterlicher. Wir wollen ja uns selbst zum Trotz geliebt werden- unsere Mutter hat das in etwa getan. Dass wir von Gott geliebt sind, Er uns erwählt hat und nicht wir Ihn (Johannes 15,16), macht Ihn mir zum mütterlichen Vater, von mir aus auch zu “Mutter Gott.“
„Liebe ist der Schoß der Welt, der sanfte Schoß des sich selbst nicht begreifenden Geschehens. Ich stelle mir das Allwesen als Liebe vor“ (R.Musil). Und alle von Liebe Verlassenen, alle Entrechteten und Gedemütigten will er Heilung verschaffen, Auferstehung und ewiges bei ihm und mit ihm Leben- das gucke ich mir an Jesus Christus ab. Er sah sich getragen. „Wohin? Immer nach Hause“ (F.Hölderlin).

Wir dürfen, können, sollen beten. Betend nehme ich das, den Betreiber des Universums für mich in Anspruch, nehme Ihn für mich ein, biete mich Ihm dar, klage Ihm. Und es kann sein, dass ich Ihn auch anklage wegen seines Schweigens, seiner Langmut, seiner Toleranz. Wir können uns alles vom Herzen reden und es ihm hinschütten- Gott kanns verkraften.
Betend stehe ich auch dafür ein, dass Gott uns noch nicht aufgegeben hat, er noch uns hört und unser Werden und Tun begleitet, uns antwortet. Ich will alles, was auf mein Gebet folgt, als sein Antworten verstehen- dass jedenfalls Sinn auch im Vergänglichen ist.
Woran ich mich halten will, ist: „Gott, Du kennst mich. Ich sitze oder stehe, Du weißt mich. Du verstehst meine Gedanken von ferne“ (Psalm139,1.2). Das ist das Gegenteil des drohenden “Gott sieht alles“. Gott weiss mich, dich- das ist Trost und Glück. Der Universale kennt mein Innerstes, weil es Teil seines Innersten ist. Ich habe einen Mitwisser, so bin ich nicht allein. Sollte ich mich auch nicht verstehen, so erschlägt mich das nicht. Weiss ich, dass Gott mich weiss, kann ich nicht zu Nichts werden, kann nicht verloren gehen, auch mir selbst nicht. Wenn ichs doch nur behalte, dass Gott mich behält!
Aus dem Konfirmanden-Unterricht eine Geschichte. Opa baut eine Eisenbahn und schickt sie dem Enkel. Der kann sie nicht zum Laufen bringen. Wer muss kommen? Der sie gebaut hat. –Gott muss kommen als Mensch, um Leben uns vorzuleben, wie es wirklich angemessen und sachgemäß ist. Und: Ja, früher wusste man, wo man mit Gott dran war, wusste, wo man ihn hinstecken sollte. Ja ins oberste Fach, mit Namensschild „Gott“ , neben den Fächern „Arbeit“, „Geld“, „Freizeit“.. Aber Gott ist nicht in einem Fach, ist nicht ein Fach. Gott ist der Schrank, worin alle Fächer ihr Zuhause haben.
Und: Der Konfirmand: „Ich glaube nicht an Gott!“ Ich: „Wichtiger ist, dass Gott an dich glaubt. Gott liebt dich und braucht dich. Darum lebst du.“
 
Monika Glässel
15.02.2022
15:33 Uhr
     
Mein Leuchtfeuer-Mensch ist Papst Franziskus  
Julius
14.02.2022
22:31 Uhr
     
Karin sollte ihren Text einer Zeitung anbieten (was vielleicht bereits geschehen ist).  
Menke
13.02.2022
21:29 Uhr
     
Was ist eine Predigt?

Eine Predigt ist einen Abhandlung die am Evangelium festgemacht ist und erzählt uns von Gott.
Wenn Predigt aber nichts verändert beim Zuhörer, so ist schnell die Enttäuschung groß.
Vergessen kann ich nicht, wie mir ein Bischof einmal auf meine Unzufriedenheit in der Evangelischen Kirche schrieb, die Pastöre und Pastorinnen sind Beamte und damit unterliegen sie der Tarifordnung wie im öffentlichen Dienst auch, da kann ich nichts dran ändern.
Wenn wir das Verstehen, sollten wir die Bibel zur Hand nehmen und das Lesen was Gott uns sagen möchte.
Machen wir aber unser Verstehen von Kirche am Menschen fest, so bringt uns das nicht näher zu Gott, sondern entfernt uns weiter von Gott und damit gehen wir weiter in unsere Unzufriedenheit hinein.
 
tg
11.02.2022
17:45 Uhr
     
Julius. Dank Dir für die Belobigung. Du rettest eben mal "lebensmut.de". Denn wenn so ein kluger u persönlicher Beitrag hier landet, aber Echo ausbleibt- wer hat dann noch Lust , was Vernünftiges von sich zu geben?  
Julius
11.02.2022
09:38 Uhr
     
Karin, Daumen hoch für deinen klugen und sprachlich virtuosen Text! Man liest heutzutage selten etwas, das sprachlich so gut ausgefeilt ist.  
Menke
08.02.2022
19:50 Uhr
     
Missbrauch ist ein Stück von Mensch sein!

Manche kirchlichen Täter/innen meinen, sich durch Gebet wieder rein waschen zu können.
Gut, dass hier beide Kirchen als Täter genannt werden.
Wenn ich aber über meinen eigenen Tellerrand nicht hinausschauen möchte oder kann, nämlich Missbrauch ist vielfältig und kann an vielen Orten geschehen, auch durch mich, wird Missbrauch nicht weniger.
 
Karin
08.02.2022
17:33 Uhr
     
KIRCHE IN SCHWERER SEE
Mal ganz im Ernst, was geht es mich an, wenn der katholische Kirchendampfer
Schlagseite bekommt, wenn die Besatzung sich unter Deck versteckt oder in
Rettungsbooten das Weite sucht und die Gläubigen allein bleiben? Ich habe es gut, bin
evangelisch, fühle mich eingebettet in eine feste Glaubenshoffnung, die nichts mit
Heiligen und Päpsten zu tun hat, in eine Kirche, in der Hierarchien flach gehalten und
Machtgelüste einzelner schnell an den Pranger gestellt werden. (Schein-)Heilige haben
es bei Protestanten schwer. Gut so, denke ich.
Wir können also weitermachen mit unserem Gemeindeleben, mit unseren
Gottesdiensten am Sonntag um 10Uhr, mit Jugendarbeit und Konfirmandenunterricht,
mit Kirchenchören und geistlicher Musik, mit der Organisation von Vorträgen und
Seminaren, in denen wir zu Wachsamkeit aufrufen. Wir dürfen uns in freundlich-
kritischem Miteinander auf den verschiedenen Ebenen der Kirchen-Demokratie üben.
Ja sicher, die Gelder werden weniger, viele Menschen sind in den letzten Jahren auch
aus der evangelischen Kirche ausgetreten. In mancher Hinsicht müssen wir den Gürtel
enger schnallen. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau, denn wir wissen um
unseren religiösen und kulturellen Auftrag und wir haben schon viele Apfelbäumchen
gepflanzt, auch wenn wir dachten, unsere Kirchenwelt würde irgendwann untergehen.
Nein, sie wird nicht untergehen, denn Kirche ist unersetzlich.
Ja? Ist sie das? Können wir das auch jetzt noch sagen ohne rot zu werden, wenn das
Boot mit unseren katholischen Schwestern und Brüdern in schwere See gerät und zu
kentern droht? Werden wir denn überhaupt noch wahrgenommen? Wir, die wir uns als
die bessere Wahl der christlichen Alternativen ansehen, als die Gläubigen, die mit
Schuld und Sünde ehrlicher umgehen, wir, die kleine feine Truppe ohne Papst und
Weltkirche – erkennt man uns noch? Bescheiden sind wir, wollen nicht auffallen, auch
darin unterscheiden wir uns vom Pompösen der Weltkirche. Jesu Nachfolge geschieht
nicht mit Glanz und Gloria, sondern in den Herzen jedes einzelnen, das ist unsere
Überzeugung. Doch sind wir für die vielen Suchenden überhaupt noch erkennbar?
Können sie sich zu uns retten? Finden sie uns?
Haben wir nicht längst unsere Positionslampen gelöscht, so dass man unser Boot
kaum noch im Nebel der unzähligen spirituellen und esoterischen Angebote
wahrnimmt?
Während katholische Gläubige ihr stolzes, weltmeererfahrenes Kirchenschiff vor
Entsetzen über die Schandtaten der Kapitäne in Scharen verlassen, stehen wir
Evangelische erstarrt an Deck und hoffen, der Sturm möge vorüberziehen und uns
unbeschadet lassen. Doch so wird es nicht sein, denn der Sturm bleibt nicht stehen,
wird auch uns erreichen, es sei denn, wir hissen die Segel und ändern den Kurs.
WIR STEHEN AN EINEM SCHEIDEWEG, auch uns geht der Sturm an!
Wir haben die Wahl, uns zu fügen in das scheinbar unausweichliche Sterben der
christlichen Kirchen, uns abzufinden mit der Mangelverwaltung auf einer winzigen
Hallig im Weltmeer, auf der wir ein Plätzchen zum Überleben suchen.
Oder auf unseren Kompass zu schauen, den Auftrag zu erkennen, SICHTBAR ZU
WERDEN und denen die Hand zu reichen, die sich schon weit vom Glauben entfernt
haben.
Nein, wir dürfen uns nicht zurückziehen in kleine Nischen, wir können unsere
Positionslichter wieder anzünden und uns von den Leuchttürmen unseres Glaubens,
unserer Tradition, unserer Kultur leiten lassen. Zeigen wir den Schiffbrüchigen, dass es
ein Boot gibt, in dem sie willkommen sind, in dem sie Wärme und Verständnis finden,
ein Boot, das nicht perfekt ist, an dem mitzuarbeiten sich aber lohnt. Zeigen wir allen,
die uns suchen, dass wir unersetzlich sind – wir, die evangelische christliche Kirche!
ÖKUMENE- wie lange schon versuchen wir, ein verbindendes Seil zu flechten, doch wie
soll es den Fliehkräften widerstehen, wenn die, die es halten, nicht auf Augenhöhe
miteinander umgehen? Die Kirche Roms verteilt letztlich Brosamen an die kleinen
Evangelischen und lässt sie bis heute nicht an ihrem Abendmahl teilnehmen. Ein
ökumenischer Gottesdienst zählt nicht in katholischen Augen. Protestanten gehören in
ihrer Vorstellung noch nicht mal einer Kirche an. Und das ist nur der sichtbare Teil des
Eisbergs. Klar, man könnte so weiter machen wie bisher: Froh sein über das wenige,
das man als gemeinsam bezeichnen kann, dabei stehen bleiben und irgendwann mit
untergehen, weil im Zusammenwirken der Konfessionen die Unterschiede für
kirchenferne Menschen kaum noch erkennbar sind.
WAS IST EVANGELISCH? Wie viele Menschen auf der Straße könnten eine Antwort
geben?
Wollen wir so weitermachen?
Jetzt ist Zeit für eine neue, selbstbewusste Form der Ökumene, in der das
evangelische Boot sich traut, dem katholischen Schiff nahe zu kommen, nicht um sich
im Windschatten zu verstecken, sondern um eine kraftvolle, liebenswerte, anziehende
Möglichkeit christlichen Glaubens anzubieten.
Trocken, nüchtern, freudlos, so schätzen uns viele Menschen ein.
Aber das ist ein falsches Bild, denn evangelische Kirche ist spannend, gesellschaftlich
relevant, dem Neuen zugewandt, immer auf dem Weg und voller Lebenslust!
LASST UNS ERZÄHLEN VON DER FREUDE, in dieser Kirche beheimatet zu sein! Lasst es
uns auf vielfältige Weise tun. Jeder in seinem Leben, bei der Arbeit, auf Festen und in
Gottesdiensten. Lasst uns alle modernen Medien nutzen, die sich uns bieten, um diese
Freude zu vermitteln.
Seien wir nicht zu fein, nicht zu intellektuell, nicht zu bescheiden!
Wir können von Dankbarkeit erzählen, wir können schwärmen!
Ich zumindest bin sehr dankbar, Mitglied der evangelischen Kirche zu sein, weil ich in
ihr meinen Glauben gefunden habe und in der Gemeinschaft gestärkt werde.
Ich bin gern evangelisch, weil ich in dieser Kirche einen freien, kritischen Geist, ein
Miteinander auf Augenhöhe von Frauen und Männern, von Schwulen, Lesben und
Heterosexuellen, von Starken und Schwachen erlebe. Ich bin gern evangelisch, weil es
keinen Papst, keinen Bischof, keinen Pfarrer gibt, der über mir und meinem Glauben,
zwischen mir und Gott steht. Weil Pfarrerinnen zum selbstverständlichen Alltag in der
Kirche gehören. Weil Demokratie zu dieser Kirche gehört, die sich dem Geist der
Aufklärung verantwortlich fühlt.
Evangelische Kirche ist unbequem, und das macht sie in meinen Augen zu einem Ort
der ehrlichen Auseinandersetzung um den besten Weg, das Wort Gottes zu
vermitteln.
“Leben aus der Gnade Gottes“, so das Thema unserer nächsten Predigtreihe. Sie
könnte auch in der katholischen Kirche thematisiert werden. Aber wie um alles in der
Welt sollte man glauben können, dass Gnade Gottes unter uns ist, uns hält und trägt,
wenn die Diener des Glaubens sich durch Heuchelei und Macht-Dominanz
auszeichneten? Auch in der evangelischen Kirche wird um Glaubwürdigkeit gerungen,
aber mit offenem Visier und selbstkritisch. Auch bei uns ist Großreinemachen
angesagt, aber wir sehen hoffentlich nicht über den Schmutz hinweg.
Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein- ja sicher, das gilt.
Aber es geht nicht um Steine, die auf Menschen geworfen werden, wenn wir über
Missetaten katholischer Priester, Bischöfe, Kardinäle und eines Papstes entsetzt sind,
sondern um eine Institution, die in ihren Strukturen im Mittelalter stecken geblieben
ist, allen Bemühungen auf den unteren Rängen und von Laien zum Trotz. (Der
„Synodale Weg“ versucht Lehren aus der Katastrophe zu ziehen und macht
Vorschläge dazu, doch wie die Antwort aus Rom sein wird, können wir ahnen.) Es geht
um eine Institution, die ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selektiert zwischen
denen, die von Geschlecht und sexueller Orientierung genehm sind und denen, die
nicht geduldet werden. Um eine Kirche, die ihren Priestern ein unmenschliches
asexuelles Leben befiehlt, sie krank an Seele und Körper macht, weil sie auf Dogmen
und Regeln beharrt, die einzig dem Zweck des Machterhalts dienen. Dr. Eugen
Drewermann hat das schon vor Jahrzehnten in einem großen Werk beschrieben. Hat
irgendjemand in der katholischen Kirche darauf reagiert, außer ihm die Lehrerlaubnis
zu entziehen? Was hat sich wirklich geändert, seit Luther den Ablasshandel
anprangerte?
Geblieben ist trotz freundlicher, charismatischer Päpste, trotz zur Schau getragener
Mitmenschlichkeit ein zutiefst menschenverachtendes Gebilde aus inneren Stäben der
Unfreiheit und einer alles beherrschenden Elite, die sich anmaßt, jenseits von Jesu
Barmherzigkeit eine eigene Moral hoch zu halten, die von ihren eigenen Dienern nicht
befolgt oder missbraucht wird.
Jetzt implodiert dieses Gebilde vor unseren Augen. Furchtbares wird entlarvt, die
Decke von der geübten Wohlanständigkeit gezogen. Die Gläubigen sind tatsächlich
erwacht. Sie knallen die Kirchentüren von außen zu! D a s ist nicht mehr ihre Kirche.
Aber wer an der Institution Kirche verzweifelt, behält doch die Sehnsucht nach einem
Glauben im Herzen. Viel heimatlose Glaubenssehnsucht ist in diesen Tagen unterwegs
nach einer Kirche der Geborgenheit.
Mag sein, dass es eine Utopie ist, aber ich denke, es ist wichtig, dass wir uns zeigen,
dass wir klarer, deutlicher und leuchtender werden, auch wenn wir uns gut
eingerichtet haben in unserer Kultur der sanftmütigen Unscheinbarkeit. Versuchen wir
es doch einfach einmal, sichtbarer zu werden. Zeigen wir, dass wir lachen, lieben,
feiern, trösten und weinen können in unserer Kirche, auch wenn die Romantik nicht an
erster Stelle kommt und es nicht nach Weihrauch duftet. Machen wir deutlich, dass
hinter unserer Lust am Intellekt die Herzlichkeit zu entdecken ist, die uns doch alle
trägt.
Charisma gilt als ein gefährlicher Begriff, aber sollten wir nicht alle ein winziges Mehr
an Charisma wagen, sollten wir uns nicht auf neue Wege trauen, digitale Medien und
Leuchtfeuer-Menschen nutzen? Nein, es nützt nichts, die beste Möglichkeit zu suchen,
um den Mangel zu verwalten, Gemeinden dabei ihre Kenntlichkeit zu nehmen, den
kleinsten gemeinsamen Nenner der Verwaltung als erstrebenswert hinzustellen. Das
kann es doch nicht sein!
Lassen wir uns leuchten, auch wenn die Mittel knapper werden. Und wenn eine
Gemeinde etwas Einzigartiges zu bieten hat, dann sollte sie ihr Licht nicht unter den
Scheffel stellen, sondern strahlen und andere inspirieren. Wer Feste feiern kann, soll
sie öffnen für jeden, wer Konzerte veranstaltet, soll für sie werben, wer Chöre hat, soll
aufrufen zum Mitmachen, wer Vorträge organisiert, soll Lust auf Erkenntnisgewinn und
Diskussion machen. Wer Armut sieht, soll aufmerksam machen, wer Flüchtlingen hilft,
soll um Verständnis werben. Wer Einsamen vorliest, wer Traurigen Blumen bringt und
Essen kocht, wer am Telefon Beistand leistet, der darf auch von Jesus erzählen und
von der Freude, seinem Vorbild nachzufolgen in kleinen Schritten, mit wenigen Mitteln.
Aber aus vollem Herzen. Und er darf auch schwärmen von evangelischer Kirche als
unverzichtbare Basis für viel Gutes.
ICH WÜNSCHE UNS DEN MUT, nicht hinzunehmen, dass unsere Kirche kleiner und
kleiner wird, sondern erfinderisch zu werden, um die besten Wege zu streiten, uns
inspirieren zu lassen und die Segel zu hissen! Etwas Besseres als das gemeinsame
Sterben beider Kirchen finden wir allemal, oder?

Karin Jakobs-Zander
 
Tg
04.02.2022
15:00 Uhr
     
Also ein Vaterunser genügt. Wir wollen doch nicht nerven- und die Leitungen verstopfen ( etwas witzig gemeint). Beten ist j vor allem Danken und Bitten-und dies vor allem fürbittend . Ein feines Gebet finde ich dies: "Du Guter, Ganzerlass mich gut und ganz sein in dem, was heute, was jetzt ist. Und von ferne küsse ich Dich, auch wenn ich Dich nicht sehe. Aber ich weiss, ich treffe Dich mit meiner Sehnsucht und Du hältst Deine Hand Über mir zweifelnden Menschen. Amen"
Betend vor allem nehme ich mich vor Gott ins Gebet.
 
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