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Autor Nachricht
tg
11.06.2020
16:04 Uhr
     
Resonanz geben- also antworten, reagieren, sich melden, seine Meinung sagen, sich mitteilen, aus der Deckung kommen. sagen, was Sache ist; sagen, was man davon hält. Auch hier. Bitte.  
tg
10.06.2020
14:34 Uhr
     
Ja, Irgendjemand hat unsere Page und andere gehakt- Mein Provider hat es wieder heil gemacht. Dank ihm .TG  
do
09.06.2020
20:04 Uhr
     
Schön, dass Ihr wieder da seid! Freude, dass Lebensmut auch in der "neuen Realität" weiter besteht!

do
 
tg
01.06.2020
14:49 Uhr
     
Eine stärkende Predigt von Willfrid Knees

PREDIGT Pfingstmontag Ökumenischer Gottesdienst Rostock Marktplatzvon Willfrid KneesPredigttext: Joh 4, 19 – 26 “Gott ist Geist”Liebe Gemeinde,Was kann man machen, wenn man nichts mehr machen kann?Was kann man machen, wenn man nichts mehr machen kann?< - Diese Frage stellt sich im Leben auch ohne die von außen auferlegte Lockdown Situation früher oder später: - Bitte, denken Sie einmal mit mir darüber nach, wann haben Sie eine ähnliche Situation schonmal erlebt? Nichts mehr ausrichten können. Nur noch warten. - In Grenzsituationen, wenn wir nichts mehr tun können, entscheidet sich, wovon wir leben, wer oder was uns trägt und hält.„GOTT IST GEIST...“, ein Wahnsinnssatz im Joh.ev. - Paulus sagt es so: „Der Herr ist derGeist, wo aber der Geist des Herrn ist, das ist .... Freiheit!“„Geist“ meint nicht „Köpfchen“, Klugheit, Intelligenz, jedenfalls läßt „Geist Gottes“ sich nicht darauf reduzieren. Es geht auch nicht um „Schöngeistigkeit“. – „GOTT IST GEIST“ - Gott ist vielmehr als die Summe aller Teile. Ein mittelaterliches Wort drückt das Staunen so aus: „Nichts ist so groß, Gott ist noch größer; nichts ist so klein, Gott ist noch kleiner.“ In dem Gespräch zwischen der Frau aus Samarien und Jeschuah geht es um die Frage: Gibt es einen ORT auf Erden, an dem Menschen Gott näher kommen?Damals bestand eine Konkurrenz zwischen dem Tempel der Samaritaner, einer jüdischen Gruppierung, die es bis heute gibt; sie hatten den Tempel auf dem Berg Garizim, und die Judäer hatten ihr Kultzentrum in Jerusalem auf dem Berg Zion im Tempel Salomos.Wo kommst Du Gott nahe?-Hier in der Marienkirche z.B. oder in der Christuskirche .... oder in Taizé?-Oder hast Du Gottes Nähe gespürt, als Du ein Neugeborenes auf den Arm nehmen durftest? Für mich war das einer der eindrücklichsten Momente meines Lebens!-Wo kommst Du Gott näher? – In der Natur? –Im offenen Gespräch mit einem Menschen? In der Meditation? JA! All das sind mögliche Orte / Zeiten und Umstände erlebter Gottesnähe! Man kann in einer Kirche Gottes Nähe erahnen --oder auch durchgehen und dies und das interessant finden und abfotografieren. – Es kommt immer auf die Empfindung an, ob in mir etwas geschieht, nur wenn ich mich öffne und berühren lasse, kann ich erfaßt werden.....Gott ist immer da, auf dem Quivive. Geduldig. Wartend. Langmütig, - bis ein Mensch endlichaufmerksam wird. AN JEDEM ORT DER WELT KANNST DU GOTT BEGEGNEN! - „G O T T I S T G E I S T!“ Und wenn Du Deinen Geist öffnest, und das heißt im biblischen Sinne, Dein Herz, - wir dürfen “Geist” nicht griechisch verstehen, als ob es nur um den Kopf ginge!- Es geht auch um Deine ganz Leiblichkeit, Deinen Atem, Deine Gefühle, Dein inneres Ohr ---- offen werden für Gottes Gegenwart: GOTT IST DA, WO MAN IHN HINEINLÄSST!„Beten ist ja nichts anderes als ein friedvolles und liebevolles Einströmen Gottes!“ (Johannes vom Kreuz/ Juan de la Cruz) ABER: Selbst auf das Gebet läßt Gott bzw. eine Gottesbegegnung sich nicht reduzieren! G o t t i s t i n d e n Z w i s c h e n r ä u m e n.Gott ist da, wo Menschen miteinander in eine echte Beziehung treten. Besonders in der Liebe,wenn zwei miteinander in die „Schwebe des Lebendigen“ kommen (vgl. Max Frisch).> Gott ist aber auch im Streit, - wenn Menschen unterschiedliche Sichtweisen haben und fair miteinander ringen. – Vor allem ist Gott da, wo ein Mensch an einer Schwelle steht und sich nicht drüber traut. Wenn ein Mensch ringt um die Wahrhaftigkeit in seinem Leben. Gott ist da, wo einer nicht wegläuft vor sich selbst und seinen Lebensfragen! – Jakobs Kampf am Jabbok: „Ich lasse Dich nicht, Du segnest mich denn!“Gott ist gegenwärtig, nur wir sind oft abwesend!Und Gott kommt manchmal als Überraschungsgast – in einem unbekannten, einem fremden Menschen, und wir werden ́s erst im Nachhinein gewahr. Davon erzählt das Leben und erzählt die Bibel viele Geschichten! Ohne Gastfreundschaft wäre Paulus mit den Leuten des neuen Weges nicht nach Europa gekommen. Sie hatten Schiffbruch erlitten. Sie wurden aufgefischt aus dem Mittelmeer vor der Insel Malta – und aufgenommen: “Sie waren ungewöhnlich freundlich uns gegenüber!“, berichtet die Apostelgeschichte (Apg 28,2).An der Einstellung gegenüber Gästen und Neuankömmlingen ist ablesbar, wes Geistes Kind ein Mensch ist. Gott ist da, wo ein Mensch dem anderen zum Helfer in der Not wird.Gott ist da als Energiefeld gegenseitigen Wohlwollens.Gott ist da als Netzwerk gegenseitiger Hilfe - aus freien Stücken.„Gott ist Geist“, d.h. Gott ist nicht einzufangen hier oder dort durch diese oder jene Methode.Auch die besten Yogaübungen und Meditationstechniken können höchstens nur das Feld bereiten, den Acker menschlicher Trägheit pflügen. Aber den Samen des Geistes können wir nicht hervorzaubern, nicht aussähen und zum Wachsen bringen. ES IST GNADE, es sind gnadenhafte Momente göttlicher Initiative. Und meist erst im Nachhinein wird ́s uns bewußt: „Hier ist Gottes Stätte und sein Zelt gewesen!“.(Pause)Und doch: Menschen, die sich tag für tag öffnen für die Gegenwart Gottes, sich bewußt selbst l o s l a s s e n, um von Gottes Energiefeld neu ausgerichtet zu werden wie Eisenspänevom Magneten, solche Menschen werden anders leben, anders auf andere zugehen, - zwanglos, einladend, mit Vorschussvertrauen.Gottes Geist ist ganz umsonst da für uns – wie die Luft zum Atmen, nur: wir können sie nicht besitzen! Gottes Geist ist keinWissensschatz, Du kannst ihn nicht auf Vorrat speichern.Immer neu gilt es, sich einzuschwingen, in Resonanz zu kommen, empfänglich zu werden.Gottes Geist weht, wo er will! – Wissen kannst Du Dir auch über Suchmaschinen aus der Cloud holen; Gottes Geist aber ereignet sich spontan im „Sakrament des Augenblicks“, in einer Begegnung, in einem kreativen Prozess.Nur der Dudelsackpfeiffer kann Atemluft einen Sack voll speichern – und presst sie dann hervor. Darum klingt es dann auch so gequält... Gottes Geist ist nicht zu pressen.Darum: SELIG sind, die da ARM sind im Geist! - Das sagt Jesus. - Sie wissen: Ich habe keine Methode Gottes Geist zu bändigen. „Wie sind Bettler (um Geist), das ist wahr!“ (MartinLuther kurz vor seinem Tod.) Doch jederzeit an jedem Ort kannst Du in Beziehung treten:Geh ́ in Dein Kämmerlein. Gott ist für Dich da. „Siehe, um Trost war mir sehr bange, Du aber hast Dich meiner Seele herzlichangenommen, dass sie nicht verdürbe!“, sagt einer, der ́s erfahren hat (s. Jesaja 38).Und wenn viele miteinander sich einschwingen und empfänglich werden, kann Gottes Geist so zünden, dass aus all den vielen Einzellichtern eine große Flamme wird - „Schwarmintelligenz“. Also, was ist zu tun, wenn Du nichts mehr tun kannst? - Werde Dir bewußt, was alles für Dich getan wird in diesem Moment! Du atmest. Dein Blut zirkuliert. Das Wunder des Lebens ist in Dir im Gange – und um Dich herum auch. Vertraue Dich nur an. - DAS IST DIE EINE ÜBUNG, die wir trainieren können: uns loszulassen. Lassen, loslassen – und Du wirst spüren: irgendwann bist Du wieder bei Trost. Gottes Geist strömt in Dich ein. Du atmest auf. Gott atmet auf in Dir.AMEN
 
Flügelfreundin
01.06.2020
10:19 Uhr
     
Was richtet mich von innen her auf? In letzter Zeit nur eins: Die Tatkraft und Gestaltelust im Garten. Ich habe ihn etwas umgestalten lassen und selbst jeden Tag gejätet, gepflanzt und gewässert. Dann, wenn etwas anders geworden ist und ich wieder drin bin, kommen die Vögel. Ich habe das Gefühl, dass sie ihn sich ansehen. Natürlich bringt das Umgraben und Pflanzen auch schöne Würmer hervor. Mich hat das mit großer Befriedigung und Ruhe erfüllt. Es war der Ausgleich zu den Zahlen. Stromlinienförmig? War ich nie. Man hat dann aber weniger sogenannte Freunde. Rosen habe ich aufgegeben. Ich bewundere jeden Menschen, der Rosen kann. Ich bin auf Hortensien, Lupinen, Rhododendron, Tulpen und Narzissen übergegangen. Die Wiese wurde kreisförmig gemäht unter Stehenlassen von Gänseblümchen und verschiedenen blauen, und so kommt es, dass inzwischen Bienen anlanden, auch angezogen vom Flieder. Der Garten wird nicht nur für uns gemacht, sondern auch für Insekten und Vögel. Die Natur ist das beste Geschenk des Lebens. Zwischendurch streiche ich die Gartenmöbel farbig. Gerade flog ein Kohlweißling vorbei. Ich habe viel Farbe in den Garten gebracht und glaube, dass Schmetterlinge Farbe brauchen und verschwinden, wenn alles nur grün und steinig ist. Sie brauchen die Farbe zum Schutz. Es steht auch ein stabiler Hundenapf auf einem Gestellt draußen, aus dem die Vögel trinken können. Ich bin noch längst nicht fertig, und das ist gut so. Während ich den Garten so aufpeppe mit Farbe, denke ich an Giverny, einen der bezauberndsten Orte, die ich kenne. Ein Teich wäre schön. Und dann der Pinsel.  
tg
31.05.2020
16:06 Uhr
     
Und noch das: Heiliger Geist ist Gottes Atem . Der belebt uns in Gestalt von Lebenskraft, Liebeskraft, Mutkraft, Zeuge- und Gebärkraft, Friedenskraft, Tatkraft, Gestaltelust, Erfreulust, Teilelust, Hilfsbereitschaft, Verstehvermögen, Friedenswillen und Umarmungswonne. Und was noch ?  
TG
30.05.2020
12:59 Uhr
     
Heiliger Geist ist Lebenskraft in geistiger Form. Unser Körper braucht Brot, unsere Seele ernährt sich von Worten, Bildern, Ideen, Gedanken. Wir müssen wissen, was wir bedeuten. Von außen können wir uns behängen noch und noch mit erlauchten Zeichen des Wichtigseins. Aber in uns ist Heißhunger nach dem, was uns von innen her aufrichtet.

Schon dieses Lechzen nach innerer Gewißheit ist Heiliger Geist. Und wir werden aggressiv gegen Menschen, die uns stromlinienförmig anpassen wollen ihren Bedürfnissen. Du kannst nicht zufrieden sein damit, den Leuten zu gefallen, kannst nicht wert sein wollen, was deine Mutter, dein Chef, dein Partner dir zumißt. Du brauchst Heiligen Geist, der dich leuchten macht.

Lechzen nach Gewißheit zu taugen ist es auch, wenn...... Aus einer Predigt , in St.Severin gehalten. zu findenauf:
"lebensmut.de"Archiv , Predigten, Archiv, Heiliger Geist
 
Lisa
27.05.2020
16:43 Uhr
  Homepage  
Vielen Dank für diese Wertvollen Informationen eurer Website. Fühle mich sehr gut aufgehoben wenn ich mich hier aufhalte und mich weiterbilde. Liebste Grüße  
Menke
24.05.2020
14:55 Uhr
     
Glaube kann auch den unwissenden treffen!

Im Fernsehen stellte kürzlich ein angehende junger Theologe, einem Pater aus einem Kloster die Frage, wie ist Jesus in den Himmel aufgefahren.
Die Antwort war, auf einer Wolke als Geist, entschwebte er den Blicken seiner Jünger.
Da war für mich die Frage, wie kommen wir fassbar am Ende in den Himmel, der uns ja von Jesus versprochen ist.
Glaubten die Jünger damals, Jesu fahre in den Himmel auf zu seinem Vater, obwohl sie das nicht wirklich sehen konnten.
Nur Ihr gewachsener Glaube daran, wo Sie mit Jesu umherzogen, verschaffte Ihnen durch Gottes Geist, die Eingebung dabei gewesen zu sein.
Die Frage nach der Himmelfahrt Jesu, war nach meinem Verständnis nach der Überlieferung der Bibel beantwortet, aber nicht zu verstehen.
 
tg
21.05.2020
09:41 Uhr
     
Himmelfahrt heißt "Gott ist bei uns", Der Jesus hat die uns zugewandte Seite Gottes gezeigt. Und Jesus bleibt bei Gott, heißt: Gott ist uns Schöpfer und Heiland. Also in Coronazeiten: Auch diese Zeit ist Gottes Zeit. "Und fahr ich durch die Höll,ist Christus mein Gesell."Der uns durch Höllen und Himmel führt, ist allerletztlich der heimholende, heilende Gott. Heißt auch: Irgendwann kommt uns der Tod zur Hilfe, dass auch wir zum Himmel fahren-also im Ganzen bleiben.  
tg
19.05.2020
18:45 Uhr
     
Ja- Mitsein ist das Wesen Gottes und Mittun. Das ist auch unser Wesen,wenn wir richtig ticken: mitsein und mittun. Teilnehmen,mitfühlen, Gelingen möglich machen. Leben ist Arbeit. ..."und wenn das Leben köstlich gewesen ist , ist es voll Mühe und Arbeit gewesen"(Psalm 90).Gott müht sich doch auch. und geht mit seiner ganzen Schöpfung erst noch auf den Sabbat zu-wo Fried und Freude lacht. Feiern wir nach getaner Arbeit doch in Vorfreude.  
Dr.med.werauchimmer
15.05.2020
12:43 Uhr
     
Eine Weile hat mich das alles eingeschüchtert, mich als Doc mit einem sehr großen Fundus an Wissen nach einer brillanten Ausbildung. Ich wollte so nicht enden. Was macht so eine Darstellung, an der wir heute durch das Internet Anteil haben, mit anderen, mit medizinischen Laien? Ich begann, mich über den Ablauf zu belesen und sagte: Ich werde das nicht bekommen. Und das ist der Ansatz. Es ist derselbe Ansatz, den ich mit Krebs hatte und bis heute ist er gut gegangen. Ich kann es dennoch kriegen, aber ich beschäftige mich seitdem nicht mehr damit, ob ich es vielleicht bekomme. Den Ansatz kann ich empfehlen. Er macht eine Eisenstange im Rücken. Abgesehen davon betete ich zu Gott, dass er es in einen anderen Bereich im Kosmos versetzt und hier wegnimmt. Vielleicht hört er ja auf mich, und es verschwindet. Immerhin weiß man, wofür sich wirklich zu beten lohnt. Und es ist nicht die Beulen- oder Lungenpest oder die Pocken, will sagen, es gab schon Schlimmeres. Lassen Sie sich nicht einschüchtern, Sie haben Gott. Wir haben Gott. Wir haben immer einen Ansprechpartner. Wir sind nie einsam. Die Staaten spielen Gott. Sie haben immer fleißig Babel gebaut, und jetzt versuchen sie, uns zu zerteilen, zu zersprengen. Aber sie sind es nicht und dürfen es daher nicht können. Der warmherzige Gott ist nicht in Babel zu erkennen. Er straft nicht, sondern rettet, wenn er kann. Er ist in Noah und der Taube und dem Regenbogen und der Schöpfung und Jesus. Und wie tg immer sagte, er behütet uns. Und wie tg uns mal sagte, ist er in uns Ärzten, wenn wir wirklich gut sein wollen.  
Dr. med. werauchimmer
15.05.2020
12:09 Uhr
     
Eine besondere Angst geht um, tg. Die Angst muss weg. Angst, wird gern gesagt, sei kein guter Ratgeber. Das stimmt nicht immer, doch hier stimmt es. Ohne Angstzustände ist sicherlich die Immunität höher. Hinzu kommt mehr Zeit für die Sonne, also Vitamin D. Jeder der kann, sollte einen Gegner wahrnehmen, gegen den er eine Rüstung anlegen kann. Gesundes Essen, etwas mehr auf die Figur achten sollte zusätzlich helfen. Außerdem kommen zunehmend Medikamente hinzu. Was das Sterben betrifft - man sieht es jetzt einmal sehr deutlich. Aber es ist auch sonst da. Tumoren sind nicht besser und viele nicht weniger quälend. Das Sterben wurde zu sehr verdrängt, und der Atheismus hat einen zu großen Platz eingenommen. Die meisten glauben nicht mehr, dass sie nur umziehen in eine andere Form. Und das ist verkehrt. Das Leben zu genießen, ist sicherlich richtig. Aber sich verabschieden zu können - mussten wir das nicht alle oft, von Lieben, lieb gewonnenen Landschaften, Ländern, hinzu gewonnenen Freunden, sterbenden Eltern? - ist auch wichtig. Druck auf das medizinische System, einen dabei zu unterstützen, statt immer Geräten zu überlassen, sollte aus der Situation erwachsen. Und wenn man sieht, dass jemand nicht zu halten ist, sollte es Zimmer im Erdgeschoss geben und Schutzausrüstung für Angehörige, damit sie "Auf Wiedersehen" sagen können. Als ich das kalte einsame Hingehen sah, zuerst in China, dann in Italien, sah ich den grausamen Ritter Cato aus "Mio, mein MIo" von A. Lindgren. Er verwandelte uns in schreiende Vögel, denn er hat ein Herz aus Stein. Das sind unsere Staaten, versteinerte Relikte. Es gibt schlimmeres Sterben als das Hinübergehen an sich: Das einsame Sterben ohne Partner, Kinder, Priester. Unglaublich kalt. Deswegen haben wir zwei Feinde. Die Krankheit ist der Leichtere von beiden. Hinzu kommt, dass sie einem praktisch DIE Gemeinschaft schlechthin verbieten: Das Abendmahl.  
tg
14.05.2020
15:50 Uhr
     
Zwei Monate Corona-Pandemie.Zwei Monate ein anderes Leben. Eine besondere Angst geht um. Wir sind unruhig, fühlen uns schutzloser. Gewissheiten haben sich aufgelöst. Arbeitslos sind viele geworden, Läden werden nicht mehr öffnen. Den Kindern fehlen ihre Horte und Schulen, ihre Spielkameraden und Freunde. Menschen sind einsam geworden. Kunst und Kultur fallen weg. Kirchenglocken werden noch geläutet, aber Gottedienste geschehen vor fast leeren Bänken. Die erdumfassenden Warenströme stagnieren. Kaum einer verreist. Aber endlich öffnen Gaststätten und Kneipen wieder, später auch Hotels. Doch gegen das Virus ist noch kein Heilmittel gefunden. Menschen, die wir kannten sind daran gestorben. Wie es mit uns, mit der Menschheit weitergeht ist ungewiss
Wichtig ist unsere Zuversicht, dass das Leben lebenswert weitergeht. Dass wir die Verwandten seelisch nah bei uns behalten, die Freundschaften pflegen, an einander interessiert bleiben und vielfältig lieben. Vielleicht werden wir insgesamt vernünftiger, bescheidener, im Ganzen gütiger, nehmen mehr Anteil, dankbarer für so viel Gelingendes , immer noch. Und lernen zu staunen, was uns bei allem Mangel doch noch viel mehr Schönes und Wunderbares bleibt.
 
Dr. med. werauchimmer
11.05.2020
19:49 Uhr
     
Vollkommen richtig, Menke.  
Menke
10.05.2020
15:07 Uhr
     
Wenn Nachrichten davonlaufen!

Ich traf gestern an einer Reha Klinik einen Berufsfeuerwehrmann, der dort zur Wiederherstellung seiner Gesundheit weilt.
Corona Virus, dass erste was uns beiden so einfiel.
Aber auch Kritische Worte eines Praktikers, aus dem Notarztwagen.
Corona Patienten, hatte er mit seiner Mannschaft schon des öfteren ins Krankenhaus verbracht, wie er nüchtern feststellte.
Aber alle vom Virus befallenen, litten auch unter anderweitigen Erkrankungen, die zum Tode führen konnten.
Will die Öffentlichkeit denn keine Notiz mehr nehmen wollen, von anderweitigen Erkrankten?
Auch solche Menschen sterben in Corona Zeiten, im Krankenhaus oder an anderen Orten.
Ganz unbemerkt, von unserer Nachrichtengesellschaft.
Wie Sensation hungrig die Gesellschaft doch ist, je mehr Nachrichten um so wichtiger, oder unwichtiger wird ein Mensch.
 
Flügelfreundin
08.05.2020
22:01 Uhr
     
Es kann länger als drei Tage dauern. Am besten fand ich die Darstellung in "Das Geisterhaus". Oder habe ich das missverstanden? Könnte sein. Kryptisch.  
tg
08.05.2020
19:59 Uhr
     
Alles prüfe der Mensch, sagen die Himmlischen,
dass er, kräftig genährt, danken für Alles lern.
Und verstehe die Freiheit, aufzubrechen, wohin er will. Hölderlin


God first! Man muss Gott so denken,dass man nichts ohne Gott denken kann.
(Ingolf Dalferth)

Diotima gehörte zu den Menschen, die mit sich zufrieden sind und darum ihre Altersstufen wie eine Treppe ansehen, die von unten nach oben führt.
R.Musil

Jetzt hatten sie genug an der einfachen Seligkeit, zusammenzusein. Marques


Die Erde ist mit Himmel vollgepackt, und jeder gewöhnliche Busch brennt mit Gott –

Aber nur der, der es sieht, zieht die Schuhe aus.Die anderen sitzen herum und pflücken
Brombeeren.-

Elisabeth Barrett-Browning

Die moderne Geschichte ist der Dialog zwischen zwei Menschen; einer, der an Gott glaubt,ein anderer, der glaubt, Gott zu sein. (Georg Steiner)


Diese sechs Zitate hab ich letztens notiert. Sie beschreiben in Etwa meine jetzige Gedankenschar. Eben bin ich 80 geworden und hab nicht mehr viel zu melden. Bin einfach nur dankbar, bin gern ich, und hätt noch gern einige Zeit hier auf dieser schönen, armen Erde. Mit Frau Ingrid, die ich um mindestens drei Tage überleben will. Und vom Balkon des Lebens den Kinderfamilien zusehen dürfen. Und mit Freunden gern einen Roten teilen.
„Und vor allem sollen wir den großen Zusammenhang der Dinge nie vergessen. Sich abschließen heißt sich einmauern und sich einmauern ist Tod. Fontanes Stechlin
 
Monika Glässel
07.05.2020
17:38 Uhr
     
Lieber tg, wir wünschen Dir Alles Gute, viel Gesundheit, Glück und Gottes Segen Deine Lückenfüllerin Monika Glässel mit Familie  
Dr.med.werauchimmer
06.05.2020
09:27 Uhr
     
Dem schließe ich mich an. Herzlichen Glückwunsch an den wirklich außergewöhnlichen Prediger, der in vielen Menschen Spuren hinterlassen hat. Sicherlich wird das an einem schönen Sommersonntag nachgefeiert werden können. Aber vielleicht finden die beiden es auch ganz erholsam so. Die Spuren jedenfalls sind wertvoll, gerade jetzt. Gesundheit und Frohsinn wünsche ich!  
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