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Orbart
08.01.2013
23:06 Uhr
     
@Molitor!Schön,wenn man sich hinter den Worten eines anderen so gut verstecken kann.Warum haben Sie nicht den Mut,mir zu sagen,was Sie denken?  
molitor
08.01.2013
22:58 Uhr
     
Auch für Kathrin und ing

Mit deinen blauen Augen
Siehst du mich lieblich an,
Da wird mir so träumend zu Sinne,
Daß ich nicht sprechen kann.

An deine blauen Augen
Gedenk ich allerwärts; -
Ein Meer von blauen Gedanken
Ergießt sich über mein Herz.

(von Heinrich Heine)
 
molitor
08.01.2013
22:52 Uhr
     
Auch für Orbart:

blauer himmel

glücklich
die ihr betrunken sein könnt
vom blau des himmels!

möge
der rauschtrank
nie mangeln
und süffig ein leuchtvorrat
auch unter finstergewölk
aus schuh und angel
euch heben

trinkt blau
trinkt nicht kummer!

(von Kurt Marti)
 
Orbart
08.01.2013
21:51 Uhr
     
@Kathrin!Seit wann harmoniert denn blau mit blau?Und sei es Tannenblau mit Autorenblau.Blau harmoniert vielleicht mit orange oder gelb,eventuell mit schwarz oder weiß.Und daß zwei Menschen unabhängig voneinander so geirrt haben,halte ich für völlig unglaubwürdig.Tut mir leid.Viele Grüße!Orbart.  
ing
08.01.2013
18:07 Uhr
     
Außer uns beiden, liebe Kathrin, werden sich auch noch andere lebensmut.Menschen freuen. Da bin ich sicher.
Und wenn wir uns mal begegnen würden, wenn's ganzdoll schneit, das wär' der Knüller!
 
Kathrin
08.01.2013
13:08 Uhr
     
Liebe Ingrid, das ist mir fast ein wenig unheimlich, denn auch ich fühle auf dieser Seite noch immer die Harzfrage in mir... -
"ach ist das schön, sich verstanden zu seh'n.." Das ist ganz häufig so bei deinen Einträgen. Auch als du vom zum Nikolaus passenden "Autorenblau" schriebst, glaubte ich, meinen Augen nicht zu trauen. Genauso hatte ich es auch gesehen...
Gestern auf der Straße begegnete mir eine Frau, blieb stehen und sagte voller Wärme zu mir: "Ich freue mich, Sie zu sehen."
Ich war etwas irritiert und fragte: "Kennen wir uns denn?" , woraufhin Sie lächelte und sagte: "Nein, aber ich freue mich trotzdem..., denn es ist schön, Sie anzusehen, und das wollte ich Ihnen sagen."
Es klingt vielleicht etwas verrückt, aber Sie war es ganz und gar nicht. Sie hat das einfach in dem Moment so gefühlt und ich mochte sie auch auf Anhieb sehr und war irgendwie ganz fröhlich und glücklich über diese Begegnung. Und weißt du, was ich tatsächlich dachte: So oder ähnlich wäre ganz sicher eine Begnung mit *ing*...

Liebe Grüße
von Kathrin
 
ing
08.01.2013
12:06 Uhr
     
Ja Flogni! Über Dein Echo freu' ich mich sehr! Weißt Du was ... ? Ich fühl' immernoch


Was hast Du erlebt
zwischen Erde und Himmel?
Beim Wandern Im Harz.

Vergangen ist sooviel Zeit -
Komm du Herzensoffenheit!


.
 
jo
08.01.2013
01:03 Uhr
     
Dank für die Hinweise, Flogni !  
Flogni
07.01.2013
23:48 Uhr
     
@ Jo
Es freut mich, dass die Haikus/Tankas gefallen. Im Internet findest du unter diesem Stichwort
Beispiele in Hülle und Fülle. Aus dem von mir erwähnten Buch "Spiegelbilder" noch einige Kostproben:

O, der wilde Schrei !
Er zerriss die Dunkelheit -
das gequälte Herz

Durch die Nacht verwehn
leise, Träume schenkende
Regenmelodien.

Sanft das Wasser glänzt.
Friedlich ruht im Mondenschein
noch der Woge Kraft.

@ ing
Das Faszinierende am Haiku ist letztlich seine Schlichtheit, seine Einfachheit, mit der jedermann
seinen Gefühlen Ausdruck verleihen kann. Deine Eigenschöpfung ist dafür ein gelungenes Beispiel.
Kürze, Konkretheit, Gegenwärtigkeit und Offenheit sind die wichtigsten Merkmale des Haiku.

Zum Schluss noch ein eigenes Beispiel, dass mir bei einem Abschied von Sylt in den Sinn kam:

Der Zug entschwindet.
Fern ein weißes Taschentuch.
Abschied für immer.
 
ing
07.01.2013
20:47 Uhr
     
Durch das rosaliche Wunder hier neben mir, hat sich ein Tanka entwickelt. Danke Flogni!


Mein Barbarazweig -
In Erwartung zur Weihnacht!
Noch bist Du nicht da.

Leise Geduld. Wir warten.
! Blüte Epiphanias !


.
 
jo
07.01.2013
20:10 Uhr
     
Verzeihung; ich meinte natürlich Tankas  
jo
07.01.2013
20:02 Uhr
E-Mail    
Der Inhalt Ihrer Haikus und Tankas haben auch mich tief berührt. Dafür danke ich Ihnen sehr herzlich.
Durch die Darstellung der Formen wurde ich an meine Schulzeit erinnert, an Schillers Distichon:
Im Hexameter steigt des Springquells flüssige Säule,
Im Pentameter drauf fällt sie melodisch herab.
Aber: Wem erzähle ich das!

Folgende Distichen mag ich sehr:

In den Ozean schifft mit tausend Masten der Jüngling;
Still, auf gerettetem Boot, treibt in den Hafen der Greis.
oder:
Die Wissenschaft:
Einem ist sie die hohe, die himmlische Göttin,
dem andern eine tüchtige Kuh, die ihn mit Butter versorgt.
Oder:
Kant und seine Ausleger:
Wie doch ein einziger Reicher so viele Bettler in Nahrung setzt!
Wenn die Könige baun, haben die Kärrner zu tun.

Aber was ist das alles gegen die beiden von Ihnen angeführten Tangas!
Haben Sie noch mehr so die Seele berührende Kurzgedichte?

Nochmals herzlichen Dank
Jo
 
Flogni
06.01.2013
20:27 Uhr
     
Leider sind beim ersten Haiku die Erläuterungen so dicht an die Zeilen gerückt worden - im Manuskript sah´s anders aus.  
Flogni
06.01.2013
20:24 Uhr
     
Als Jugendlicher korrespondierte ich mit einer japanischen Schülerin - Akiko Sumida. So entwickelte
sich mein Interesse für die fernöstliche Kultur. Besonders angetan war ich von der kürzesten Gedichtform der Welt - dem Haiku. Es war erstaunlich, wie auch meine SchülerInnen auf dieses
Thema eingingen, mitunter wunderschöne Dreizeiler verfassten. Auf der letzten Vernissage unseres Hofer Kunstvereins waren auch einige Werke der Künstlerin Christa-Maria Engelhardt ausgestellt.
Sie hatte früher unter anderem ihre "Spiegelbilder" mit Haikus und Tankas (ursprünglich ein Lied in erweiterter Haiku-Form -5-7-5 + 7-7 Silben) von Ellen Hassmann-Rohlandt kombiniert.
Hier nun eine kleine Auswahl mich besonders berührender Beispiele:

Haikus

Habe nur Geduld ! Erläuterung: 5 Silben
Unter dieser Last von Schnee 7 Silben 3 Zeilen
grünt die Erde schon. 5 Silben

Sieh dich an - mit Ernst.
Schau tief, bis auf den Grund
deiner Seele - tief.

Eine warme Nacht.
Auf dem See, vom Mond erhellt,
schaukeln Möwen weiß.

Tankas

Unsere Erde stöhnt;
aufgerissen,ausgebrannt
liegt sie - aschengrau.

Ob der Reue Tränen - ob
Liebe wieder Leben weckt ?


Einst - vor langer Zeit -
aus dem Wasser Leben wuchs;
Leben, stark und schön.

Jetzt - verspielt der Mensch sein Gut:
seinen Grund! - aus Übermut.

Euch allen eine besinnliche Zeit - Flogni
 
ing
06.01.2013
18:40 Uhr
     
Aber im Herzen gibt es keine Kilometer ... schenkte Kristiane Allert-Wybranietz in die Welt.
Es ist wahr, Orbart. Wundersternwirklich.
Liebe Grüße!
 
Orbart
05.01.2013
21:57 Uhr
     
Hallo SB!Ich glaube,da sind wir gar nicht soweit auseinander.Es braucht Herz und Verstand,um das Leben zu bewältigen.Und wenn der Saint-Exupery Satz lauten würde:"Schau Dir die Dinge nie nur mit den Augen an,sondern frage Dich auch ,was Dein Herz Dir sagt,"hätte es von meiner Seite nie einen Protest gegeben.Mein Unwillen richtete sich gegen dieses"....nur mit dem Herzen....!"Dank an alle,die sich zu diesem Thema hier geäußert haben.Das sind die Fragen ,die mich umtreiben.Übrigens "Ing",ich staune ,was Du alles wahrgenommen hast und auch noch erinnerst,aber Perth,Australia ist verdammt weit weg.20 Flugstunden etwa.  
SB
05.01.2013
13:20 Uhr
     
Hallo Orbart,
danke für Deine Erklärung, ich kann sie verstehen. Natürlich besteht das Leben nicht nur aus "Herz- und Gefühlskram " und oft ist der Verstand und eine klare Ansage notwendig.Aber trotz allem schließt das eine das andere nicht aus.
Ich stimme Flogni zu wenn er sagt : "Sprüche beziehen sich immer auf einen Ausschnitt der Lebenswirklichkeit".
Trotz allem finde ich, man sollte auch oft seinem Herzen und nicht nur dem Verstand folgen.
Es wäre übrigens sehr schade, wenn Du die jungen Mädels in Berlin nur mit dem Herzen sehen könntest, wie gut, das wir mit den Augen die wunderbaren Dinge des Lebens wahrnehmen können .- ) !
 
Menke
05.01.2013
12:42 Uhr
E-Mail    
Wo komme ich im Denken an?


Wir betraten Hochheide stürmisch und in weisser Pracht,mit schöner Fernsicht nach allen Seiten hin.
Unsere Schritte führten uns danach ins Städtchen um Hunger,Durst und Sehen zu stillen.
Stille und Einkehr erfuhren wir dann im alten Kirchlein am Ende der Geschäftigen Straße.
Als wir danach am Ortsausgang eines schmucken dörfchens ankamen,um das Ate Jahr zu verabschieden,sahen wie nur Lichtreklame mit viel Klamauk,Protzerei von anschauender Wichtigkeit in Zehne gesetzt.
In das Bild der Schönen Landschaft mit viel Natur und Tration,konnten wir wir beide keinen Applaus und Freude finden.
Betraten wir dann den heimatlichen Grund mit erwartungsvollen Sinnen,wo Blicke in Dunkelheit der Nachdenklichkeit verfielen.
 
Flogni
05.01.2013
01:21 Uhr
     
Sprüche beziehen sich immer auf einen Ausschnitt der Lebenswirklichkeit.Sie bringen knapp eine Erkenntnis, einen Rat, eine Erfahrung auf einen Nenner. Fühle ich mich in einer bestimmten Situation durch so einen Spruch angesprochen, so kann er mich zumindest zum Nachdenken
bewegen. Das war ja gerade bei mir der Fall - die Begebenheit hat mich geprägt, sensibilisiert.
Ich bin der Überzeugung, dass auch der eine oder andere Glückskeksspruch nachdenklich werden
lässt. Sollte ich beim Öffnen des ursprünglich japanischen Gebäcks einen mich nicht berührenden
Text finden, na ja - dann lege ich den Zettel beiseite. In Gesellschaft sorgt das jeweilige Vorlesen
nicht selten für eine heitere Stimmung. Besonders anhaltendes Gelächter produzierte - ungewollt -
mein Freund Werner. Als wir ihn baten, seinen Zettel vorzulesen, fragte er verdutzt:" Was für ´nen
Zettel ?" Er hatte ihn doch glatt verspeist.
 
ing
04.01.2013
21:57 Uhr
     
Ich hör' jetzt im Herzen, daß ich Orbart d e n Keks reichen würde, mit dem Vers
* Du magst SIE noch in diesem Winter wiedersehen *

Ich seh' jetzt ihr besonderes Zwinkern ... Und - es ist mein persönlicher Wunsch für Dich, Orbart!
 
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