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S.D.
13.02.2005
20:46 Uhr
     
Zu Gerhard: Nicht Gesülze, sondern Pferdeäpfel, die Ihrem Eintrag fehlen, genauso wie Phantasie, Sorgen, Leid, Lust und außerdem IQ, Musikalität vermutlich auch. Ich schlage Ihnen ein Skirennen vor. Wer gewinnt, darf Pferdeäpfel legen.  
Dagmar Müller-Funk
10.02.2005
18:08 Uhr
E-Mail    
Die Predigt über das "hinterm-Pflug-gehen" hat wieder eine alte Erinnerung förmlich "ausgegraben":

Einst sagte ein Therapeut zu einer sehr unglücklichen, sehr lebensmüden jungen Frau, dass sie selbstverständlich für den Rest ihres Lebens den Rest der Welt für ihre unglückliche Kindheit verantwortlich machen könne - glücklich würde sie damit sicher nicht. Oder sie könne einen dicken Strich ziehen und das gestern gestern sein lassen, ihr Leben in die eigenen Hände nehmen und fortan ihre Entscheidungen selber treffen und das Unabwendbare eben hinter sich lassen.

Das ist 25 Jahre her. Ich habe die Zähne ganz schön zusammen gebissen, meine Pflug durch den harten, steinigen Acker gezogen und Jahr für Jahr mein Stück Land bestellt. Immer mit dem Blick nach vorne: fruchtbar ist mein Boden geworden (im wahrsten Sinne, ich habe drei Kinder), und reich, und die eine oder andere Missernte hat es doch gegeben, aber ich habe die Fülle - und die Kargheit - des Lebens lieben gelernt. Das Unabwendbare hinnehmen, das Beeinflussbare gestalten, vor allem aber, die Weisheit, das eine vom Anderen zu unterscheiden: das ist noch immer mein Großprojekt. Und immer weiter hinterm Pflug, manchmal wie Sisyphos, oft jedoch frohen Mutes. Etwas anpacken, nicht untätig sein, nicht sich gehen lassen und seine Wege GOTT befehlen: für mich ist ein gutes Leben daraus geworden.
 
B.Hohmann
09.02.2005
12:22 Uhr
     
Lieber Pfr. Giesen, Dank für die wunderbare Predigt vom 6.2.!
Das sind Worte auch für den Mut der ganz Kleinen- meine damit: Dorforganisten ohne Titel und Ehren.
Werde mir einige Sätze davon vor die Orgel hängen.
Denn: Das Wort, das einem hilft, kann man sich ja nicht selber sagen...oder?
Für manche Anregung Dank.
Und Dank für viel Musik in und aus St.Severin!
Dass es auch in Zukunft dort so herrlich klingen mag
wünscht Bärbel H.
 
webmaster
07.02.2005
15:16 Uhr
     
An alle, die mehr oder weniger ungeduldig auf die Predigt vom 30.1. warten: es dauert noch ein Weilchen, haben Sie ein wenig Geduld und Verständnis. Es gibt Phasen, wo besonders viel zu tun ist und da muss das eine oder andere eben zurückstehen. Aber sie wird kommen.  
Delf Schmidt
07.02.2005
13:02 Uhr
     
Die Predigt, gehalten aus Anlass der Einführung des neuen Kirchenmusikers A.Inanov - war ein wunderbares Stück, vielleicht Herzstück des Gottesdienstes - wie Worte gesungen. Denn wo Worte allein nicht ( mehr ) reichen, geht Musik weiter, das hat man miterleben dürfen, wenn man gestern live dabei war. Ich kenne kaum einen Ort, wo Wort sich so tief verbindet mit Musik zu vollkommender Verkündigung wie St.Severin, Dank und wegen TG einerseits, Eisi und jetzt Ivanov - und Chor - andererseit. Macht weiter und bleibt behütet! Euer DS aus Hamburg  
corinna
07.02.2005
12:32 Uhr
     
Lieber Pastor Giesen,
vielen Dank für die schöne Predigt von Sonntag über die Musik. Ich fand sie so gut, weil mir wieder deutlich wurde, welche Rolle Musik in unserem Leben spielt und wie wichtig sie ist. Sie haben so viele Eigenschaften der Musik entdeckt, toll. Ich finde sie besonders wertvoll als Tröster, wenn ich im dunklen Tal wandere und dann trotzdem ein Lied zu singen: Musik als Vertreiber der Angst. Danke für diese Anregung. Ihre Predigten sind einmalig MUT machend. Danke dafür!
 
Menke
07.02.2005
09:05 Uhr
E-Mail    
Hallo Ihr Gästebuchleute!

Wenn Du Deine Hände an den Pflug festhältst schaue nicht zurück, sonst bist Du nicht werd ein glücklich Mensch zu sein!

Der Boden der wieder neues Leben hervorbringen soll, den sollst Du erst mal wieder Umpflügen,weil der davor Dir Ertrag geliefert hat.

Fange möglichst dann zu pflügen an wenn die Sonne noch nicht so hoch steht, damit Du es leichter hast das Alte Verbrauchte von Dir zum nutzen umzupflügen.

Schaue nach vorn und auf Dein Zugpferd, denn ohne die Obacht kann alles unnötig schwer werden, schlimmsten Fall nicht gelingen!

Du kehrst immer wieder am Ende der Ackerfurche zurück in die nächste usw.

Schau aber möglichst nicht nach Links oder rechts,denn sonst könntest Du aus der Ackerfurche wieder hinnauskommen und Du müßtest immer wieder von neuem erneut Deine Pflugschar einsetzen und Deine Geduld würde immer wieder auf eine neue Probe gestellt.

Achte lieber auf das Aufschneiden des alten abgeerndenden und das dann nach unten geschmeidig fliesend verschwindet.

Wenn Deine Augen dann beim geschwächten Sonnenlicht des vergehenden tagesabbruchs auf Deine fertige Arbeit schaut, so freu Dich auf eine neuen Tag wo Du das Feld neu bestellen kannst und neues Leben in Dir erweckt hast.
 
gerhard
07.02.2005
00:59 Uhr
     
was für eine zitatenüberfülle..! was für ein gesülze..! fleißarbeit, mehr nicht. ehrlich, tg!  
Traugott Giesen
06.02.2005
14:00 Uhr
     
Viele Gedanken zur Musik, heute in der Predigt zur Einführung des neuen Organisten In Keitum Grüße TG  
Sophie
02.02.2005
08:45 Uhr
     
Da hat er sich doch gut erkannt, Macchiavelli, oder? Ein Politiker, ein Taktiker, ein Schauspieler. Aber wer in Florenz weilt, kann sehen, wie Cosimo il Vecchio und Lorenzo il Magnifico waren, an jeder Ecke. Die Medici, Väter von Päpsten und Königinnen. Ein bleibender Satz von Lorenzos Zögling, dem jungen Michelangelo:
"Degna di ornare la porta del paradiso". Über die Osttür des Baptisteriums von Lorenzo Ghiberti. Seither die Paradiestür genannt.
Mehr meine Welt, die Medici und ihre Zöglinge. Meine Welt, was glücklich macht.
"Sage mir, mit wem du umgehst, so sage ich dir, wer du bist" (Goethe)

3. Tag nach Sonntag. Ich glaube, er kam am dritten Tag aus der Höhle. Ich meine Lazarus. Ich schaue später noch mal rein.
 
Traugott Giesen
30.01.2005
19:44 Uhr
     
Heute. heute. Ende Mai bin ich alt genug für den Abschied von St-Severins Kanzel. Mal sehem, was dann. Erst mal heute. Ja, und schaut nach Lazarus. ist ein starkes Stück.  
Thomas Müller
30.01.2005
14:14 Uhr
E-Mail    
Liebe Ihr alle Lebensmutigen

Beide Gedanken sind es Wert, glaube ich, dass wir uns/ich mich damit auseinander setze/n!

Mit emene härzliche Gruess us Bärn
thomas

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Der erste Gedanke:

Der Narr hält sich für weise -
Aber der Weise weiss, dass er ein Narr ist.

Shakespeare,
Aus: Wie es euch gefällt
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Der zweite:

Jeder sieht, was du scheinst. Nur wenige fühlen, wie du bist.

Niccolo Machiavelli,
ital. Politiker u. Schriftst., 1469-1527
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Elena
30.01.2005
13:39 Uhr
     
Der Eintrag von ds ermutigt mich, noch etwas dazu zu schreiben: Falls Sie aufhören wollen, ist das für mich in Ordnung.
Falls aber die Kirche einen Pastor, der beliebt ist und erfolgreich und die Menschen sogar zum Christentum hinwenden kann, eine Rarität in der heutigen Zeit, zum Aufhören zwingt, nur, weil es an der Zeit ist oder um den Platz für einen aus der Theologenschwemme zu räumen, unfähig, einen Numerus Clausus für das Theologiestudium zu bringen, ist das für mich nicht in Ordnung.
Ich wünschte, Sie würden ein paar Jahre länger machen.
 
Sophie
30.01.2005
08:40 Uhr
     
Was sagt mir Lazarus? Nur kurz, noch nicht länger drüber gedacht: daß es immer weiter geht. "Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal". Daß immer Zukunft ist, immer Zuversicht sein kann, daß man nie ohne Hoffnung sein soll, daß im Leben immer auch Auferstehung ist, daß zu Tälern Höhen gehören, daß die Höhen wichtiger sind als die Täler.
Unsere Zeit macht Business mit dem Leid. Z.B. wird mehr über den Untergang der Steuben und der Wilhelm Gustloff vor 60 Jahren geschrieben, als über die über 1 Million Geretteten, die auf dem Seewg aus Ostpreußen entkamen. Wir müssen uns mehr an Lichtblicken festhalten als am Dunklen.
 
ds
29.01.2005
20:40 Uhr
     
TG fragst du schon wieder für Predigt morgen früh ?
Bin noch bei Deiner letzten : ja , vorausschauen, da ist der Acker. Aber zurücksehen doch auch, um alle Schatten, Projektionen, Brüche nicht auszublenden, zunächst aus ihnen zu lernen. Alles geht so schnell weiter, komme kaum hinterher. Lernen wir nicht aus der Rückschau den Weg geradeaus? Also : ohne diese Rückschau kein gerader Weg möglich - sondern oft nur Schleifen oder im-Kreis-Drehen ? ABER : was du sagen willst, nicht zurückschauen, um an altem doch längst Gelöstem festzuhängen, dann geht der Weg nicht. Mach weiter, wie Elena mitgefühlt, es kann eben nicht jeder Pastor; wir lesen und denken hier mit, weil du uns immer ohne Belehrung, sondern wie mit väterlicher Begleitung mitnimmst. Musste nicht 40 - mit C.G.Jung werden - sondern reichlich mehr, um zur Sache mit Gott zu kommen. Was bleibt nach Mai 2005 ? Wie machst du weiter ? Stets euer Mitleser aus Hamburg. DS
 
Traugott Giesen
29.01.2005
15:24 Uhr
     
Was sagt Euch Lazarus (Johannes 11) ?  
schumacher
29.01.2005
11:48 Uhr
     
hallo, herr pastor giesen.

Aus dem verschneiten Oslo Ihnen herzliche Gruesse und, wir freuen uns auf den 26.02.2005, 16.00 Uhr.

Herzlichst Gisela und Helmut Schumacher
 
Traugott Giesen
28.01.2005
16:59 Uhr
     
Ach, Mensch, noch dürfen wir leben, wenn auch unter Mühen; dürfen lieben, wenn auch unter manchem Mitleiden, dürfen hoffen auf weitere Gemeinschaft, wenn sie auch zerbrechlich ist. Wir dürfen noch, können noch müssen noch, wollen noch. Bleibt stark Euer Traugott Giesen.  
Elena
28.01.2005
10:52 Uhr
     
Echo gerne: Was ich Ihnen jetzt sage, nehmen Sie bitte persönlich, aber nicht zu persönlich. Es hätte ebenso gut eine andere Person, ein anderer Pastor sein können. Aber ich habe Sie getroffen. Dem Augenblick sei also zu danken.

Der Bauer, der hinter dem Pflug geht, geht in der Regel über ein
Feld, das flach ist. Er hat einen weiten Horizont vor sich und um sich.
Bei mir ist das umgekehrt. Erst hatte ich den weiten Horizont. Den haben Sie mir erweitert, Ihre Predigten, um eine große Dimension erweitert. Er war nie ganz eng, aber eng genug, daß ich auch in der oberflächlichen Spaß- und Verurteilungsgesellschaft hätte landen können. Heute macht es mir eher Freude, in Zeiten, wo ich das kann, auch mal einen Pflug zu schieben. Meine Welt ist geordneter und glücklicher dadurch, so wie ein Feld mit Furchen und in Zeiten tiefer Freude wie ein Weizenfeld. Ich bin mehr für mich da, kann mich aus dem Trubel der rasch, viel zu rasch sich ändernden Epochen, mal zurück ziehen. Und dadurch kann ich auch mehr für Andere da sein. Das Zurückziehen, auch und vor allem in Gott, in das Christentum, macht mir meine Verantwortung bewußt. Ich fühle mich leben.

Seien Sie sich gewiß, daß Sie mit Ihren Predigten wesentlichen Anteil daran haben. Ich hoffe, Sie freuen sich darüber. Sie sind für mich ein guter Einfluß, der zur richtigen Zeit kam und den ich deshalb umsetzen konnte, in Teilen zumindest, wo es mir möglich ist.

Der Eintrag vorher war möglicherweise das, wo die Spaßgesellschaft an die Kriminalität heran rückt. Das geht nämlich ganz schnell.
 
Traugott Giesen
26.01.2005
16:38 Uhr
     
Bitte um Echo auf Sonntagpredigt.Ich lese was daran ab.TG  
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