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S.D.
13.03.2004
10:25 Uhr
     
Lieber Thomas! Wenn Du ein paar Monate zurückblätterst, ca. Dezember, kannst Du den Satz von St.Exupéry auch von mir hier sehen. Du hast unrecht, wir witzeln nicht über die Schweizer, sondern über die Österreicher, aber beim Skifahren oder Wandern vertragen wir uns bestens. Ein Tip für Dich und für alle, die das interessiert: ich habe mir gestern ein wunderschönes Buch gekauft. Es strahlte mich an in blau mit goldenen Sternen. Es heißt "Ein Himmel voller Sterne" und ist vom Kreuz-Verlag, darin enthalten Gebete, Gedichte und Weisheiten aus allen Kulturkreisen und Zeitaltern, ein Buch, um sich hinzusetzten mit einer Kerze und darüber nachzudenken, besinnlich. Ein Beispiel:

O mein Gott, trenn mich nicht von dir.
Trenn mich nicht von deinem Anblick.
Dich zu lieben, ist mein Glaube und meine Religion.
Trenne nicht meinen Glauben von meiner Religion.
Ich bin verwelkt, wurde wie Herbst.
Trenne nicht die Blätter vom Zweig.
Mein Herr ist eine Rose, ich bin sein Blatt.
Trenne nicht das Blatt von der Rose.
Ich bin eine Nachtigall im Garten des Geliebten.
Trenne nicht diesen Schnabel von seinem Lied.
Alle Fische atmen im Wasser.
Trenne nicht die Fische vom See.
Esrefoglu (gest. 1469), Türkei

Falls Du zurück schreibst, bitte ich Dich um ein paar Tage Pause, damit zwischendurch wieder andere zu Wort und Ausdruck finden. Sophie Heidilein. Jaja, die Morgenröte über den Alpen.
 
Thomas Müller
13.03.2004
09:56 Uhr
E-Mail    
Liebe Sophie

Ich freue mich, dass ich Deine "Wellenlänge" getroffen habe. Allerdings unabsichtlich. Aber so ist es gut. Nicht (über-)angepasst, wie "man", "frau", "kind" sich im kirchlich-religiösen Raum oft ganz automatisch "bewegt".

Woran mir liegt, ich drücke es oft mit Saint-Exupéry aus:
Man sieht nur mit dem Herzen gut! Das Wesentliche bleibt für die Augen unsichtbar.

Wenn nur die "Herzen" und "Köpfe" der Menschen nicht so oft total vergeistigt, kopfgesteuert zu gedeckt, verschüttet wären. Zuversicht, um dagegen zu wirken, ist, denke ich, ein wirksames Mittel - auch, wenn ich selbst keine direkte Wirkung deswegen erkennen kann - selbst bin ich ja auch kein Engel .... was erwarte ich denn eigentlich?

Ich sah den/die "S.D." im "hohen" Norden im Sand buddeln und sich an der Wildheit des nördlichen Meers, mit seinen kraftvollen, für uns, hohen Wellen begeistert die Natur geniessen ....

Es ist ganz anders: Du hast auch einen weiten Weg, bis Du das Meer sehen und riechen kannst. Die Berge rund um Dich herum, sie werden Dich vermutlich auch fast täglich mit ihrer Schönheit beeindrucken. Haben wir Glück!

Die Bayern witzeln über die Schweizer. Die Schweizer (die deutsch sprechenden) machen das Gleiche über die Bayern. Durch das TV kennen wir ja alle einander, auch wenn wir noch nie dort waren ....

E schöne Tag wünsche ich Dir und allen, die hier mitlesen und
-reden.

Mit herzlichen Grüssen
thomas

PS: Ja, stimmt .... Bilder von unseren wunderschönen Bergen muss ich wirklich keine mehr herum senden. Per Internet "bereise" ich ja schon seit einiger Zeit die ganze Welt. Besonders dorthin, wo ich war oder wo ich hin zu gehen beabsichtige. Dies wird bei Dir sicher auch so sein.
Nur, die Zeit wird immer knapp, denn schliesslich habe ich noch einen Beruf und eine geliebte Familie ....





Lieber Thomas! ich sage gerne Du zu Dir. ich kann das nicht mit jedem, aber mit jemandem, der etwas von Phil Bosmans schreibt, der die für mich richtigen Gefühls- und Seelenbilder verwendet, kann ich das. Ich lebe in Bayern und grüße Bern von München und Dich von Zugspitze und Karwendel, Kampenwand und Wendelstein. Wir hatten und haben jede Menge Schnee dieses Jahr, Ihr wahrscheinlich auch. Ein schönes Wochenende! Grüße, Sophie.

13.03.2004, 08:56:08
 
S.D.
13.03.2004
07:56 Uhr
     
Lieber Thomas! ich sage gerne Du zu Dir. ich kann das nicht mit jedem, aber mit jemandem, der etwas von Phil Bosmans schreibt, der die für mich richtigen Gefühls- und Seelenbilder verwendet, kann ich das. Ich lebe in Bayern und grüße Bern von München und Dich von Zugspitze und Karwendel, Kampenwand und Wendelstein. Wir hatten und haben jede Menge Schnee dieses Jahr, Ihr wahrscheinlich auch. Ein schönes Wochenende! Grüße, Sophie.  
Thomas Müller
12.03.2004
11:18 Uhr
E-Mail    
Liebe/r S.D.

Ich danke Ihnen. Eigentlich würde mir das Du besser liegen.
Ich denke, dass wir alles Menschen sind, mit dem gleichen "Bauplan" erstellt und einzig Animus und Anima und einige andere "Details", je nach Verteilungsgrad, uns unterscheidet.

"Grüßen Sie Eiger, Mönch und Jungfrau!" Ja, gerne. Von hier zuhause sehe ich sie nicht. Aber schnell einige hundert Meter zu Fuss von hier können wir sie sehen.

Es ist immer wieder ein atemberaubender Anblick, diese trutzige, beinahe feierliche Reihe der fast oder ganz 4'000-er Bergriesen zu bewundern! Auch von der Ferne!

Ein ähnliches Gefühl erlebe ich immer auch am Meer, das bei uns etwas weiter enfernt liegt ...., das Sie/Du aber ev. mehr geniessen können, als wir hier.

Vom "hohen" Norden (von uns aus gesehen) kenne ich nur Hamburg, wo wir sehr gute Freunde haben, mit denen wir uns im Juni in Dänemark treffen werden und Norderney, wo ich als ca. 14 jähriger Junge in einem Ferienlager mit deutschen Kindern zusammen war und (altersgemäss) mich in hübsche Mädchen verlugte (leider etwas ältere als ich ....) und es beim "verlugen" blieb.

Aber toll war dieses Erlebnis! Heute noch, in der Erinnerung. Besonders bezüglich der Landschaft, der Wildheit und gleichzeitigen Sanftheit der Insel, des Meeres, der Wellen, überhaupt der Natur dort!

Übrigens: Wenn ich Ihre/Deine E-Mail-Adresse kennen würde, so könnte ich Eiger-Mönch-Jungfrau in den Norden senden, so wie wir sie hier sehen, wenn es interessiert.
Einzige technische Voraussetzung: Der PC muss .jpg-Dateien lesen können.

Mit herzlichen Grüssen
thomas

PS: Und grüssen Sie/grüsse Du mir dafür den "Norden", wo der auch immer liegen mag. Jede Gegend hat ja ihre (fast immer) berauschenden Reize, sogar in Ballungszentren ....





Lieber Thomas Müller! Und wieder macht mich ein Eintrag von Ihnen lächeln. Grüßen Sie Eiger, Mönch und Jungfrau!
Nachdem ich mich an den Gingko-Gedanken erfreut habe, las ich noch einmal die Baum-Predigt. Ich liebe Bäume, vor allem den blühenden Apfelbaum, die Birke und die Magnolie, vielleicht, weil sie weiß sind, denn ich liebe weiße Blumen und Schnee. Ich selbst habe zwei im Garten, die eins sind, ein Liebespaar, Esche und Linde, Philemon und Baucis. Hier ihre Geschichte:
Zu Jupiter:
Nehme dieselbe Stunde uns fort, und möchte ich niemals
Schauen der Gattin Grab noch sie mich müssen bestatten.
Was ihr Begehr, traf ein. Sie hatten, solange sie lebten,
Über den Tempel die Wacht. Wie sie einst vor den heiligen Stufen
Standen, von Jahren gebeugt und von Alter, und eben erzählten,
Was mit der Stätte geschehn, sah Baucis, wie plötzlich Philemon,
Sah Philemon, der Greis, wie Baucis mit Laub sich bedeckte.
Während um beider Gesicht schon wuchs in die Höhe der Wipfel,
Wechselten Worte sie noch, solange sie konnten, und sprachen
Beide zugleich:"Leb wohl, o Gemahl!" und verdeckt vom Gezweige
Ward gleichzeitig ihr Mund.
Ovid

12.03.2004, 08:59:21
 
Rebekka
12.03.2004
08:54 Uhr
     
Liebe Do, ich will Dir doch noch mal schreiben, da ich gestern so kurz angebunden war. Durch Deinen lieben Text fühlte ich mich verstanden, angenommen und auf wunderbare Weise beruhigt. Mir wurde echt ganz warm ums Herz, während mein Text nur symbolisch wünschend gemeint war. Für Dich möchte ich mir wünschen, dass Du bald an einem Dir ersehnten Ort sein kannst, der Deine Wärme ausstrahlt.
Meine Zeilen an Elena nahmen gestern ein plötzliches Ende, da sich das Schreibfeld nicht weiter nach oben bewegen ließ. Ich nahm dies als Zeichen, das Thema zu verlassen und still abzuwarten, bis der Grauschleier den Himmel wieder freigibt und das Gedicht von Thomas Müller "Bald ist es Frühling" endlich Realität wird.
Kraft unseres Geistes soll es ja möglich sein, manch quälenden psychischen Zustand zu überwinden.
Mit einem friedvollem Frühlingsgruß verbleibe ich bis der erste warme Sonnenstrahl mein Herz wieder erreicht Deine/Eure Re
 
S.D.
12.03.2004
07:59 Uhr
     
Lieber Thomas Müller! Und wieder macht mich ein Eintrag von Ihnen lächeln. Grüßen Sie Eiger, Mönch und Jungfrau!
Nachdem ich mich an den Gingko-Gedanken erfreut habe, las ich noch einmal die Baum-Predigt. Ich liebe Bäume, vor allem den blühenden Apfelbaum, die Birke und die Magnolie, vielleicht, weil sie weiß sind, denn ich liebe weiße Blumen und Schnee. Ich selbst habe zwei im Garten, die eins sind, ein Liebespaar, Esche und Linde, Philemon und Baucis. Hier ihre Geschichte:
Zu Jupiter:
Nehme dieselbe Stunde uns fort, und möchte ich niemals
Schauen der Gattin Grab noch sie mich müssen bestatten.
Was ihr Begehr, traf ein. Sie hatten, solange sie lebten,
Über den Tempel die Wacht. Wie sie einst vor den heiligen Stufen
Standen, von Jahren gebeugt und von Alter, und eben erzählten,
Was mit der Stätte geschehn, sah Baucis, wie plötzlich Philemon,
Sah Philemon, der Greis, wie Baucis mit Laub sich bedeckte.
Während um beider Gesicht schon wuchs in die Höhe der Wipfel,
Wechselten Worte sie noch, solange sie konnten, und sprachen
Beide zugleich:"Leb wohl, o Gemahl!" und verdeckt vom Gezweige
Ward gleichzeitig ihr Mund.
Ovid
 
Rebekka
11.03.2004
21:18 Uhr
     
Liebe Do, hab Dank für Deine Ginkgogeschichte, ja ich liebe diese Blätter auch, gepresst und golden angemalt sind sie zusammen mit dem Gedicht von Goethe, das Du uns so schön geschrieben hast, ein schönes Geschenk. Im Frühling will ich auch nach Weimar, dann denke ich an Dich Re  
Rebekka
11.03.2004
21:06 Uhr
     
Liebe Elena, Du hast Recht, vielleicht habe ich etwas gespürt, was mehr mit mir selbst zu tun hat als mit Dir. Sicher soll das Hohelied von Salomo die Hochzeit zwischen Jerusalem und Gott darstellen. Ob das so haltbar ist bei diesem( unbekannter Herkunft) alten Lied? Für die feministische Theologie ist der Ursprung mehr im Mateachat zu finden und bedeutet dort die Vereinigung zwischen der Göttin und dem Heros. Für mich ist es darüber hinaus einfach auch das schönste Liebeslied. Immer habe ich es geliebt, die Bibel durch das Bibliodrama kennen zulernen, mehr die Geschichten zu erleben und zu spüren, als sie kognitiv zu entdecken. Andererseits bewundere ich Menschen, die die Bibel kognitiv gut auslegen können. Das Hohelied der Liebe von Paulus an die Korinther habe ich bei der Trauerfeier meiner Mutter vorgelesen, höre es aber auch oft bei Hochzeiten - ist das ein Widerspruch? Mit dem Wort "erkannt" verbinde ich viel mehr als es herkömmlicherweise gebraucht wird. "Erkannt" erfahren sich Mann und Frau in einer ganz anderen Weise wie sonst nie - es ist wie ein kleines Sterben. Wenn Du magst, ich würde ich gerne von Deinem anderen Gott hören. Re  
Thomas Müller
11.03.2004
20:18 Uhr
E-Mail    
Bald ist es Frühling

Manchmal sind es die Träume,
die Dich überwintern lassen,
die Dich in der Zeit
abgestorbener Liebe
und erfrorener Hoffnung
in zarten Bildern
ahnen lassen,
dass kahle Zweige
morgen wieder Knospen treiben.

Autorin Christa Spilling-Nöker

Was morgen ist, auch wenn es Sorge ist: ich sage "Ja"

Mit herzlichen Grüssen für eine hoffnungsvolle Frühlingszeit!
thomas

 
Elena
11.03.2004
14:28 Uhr
     
Liebe Rebekka! Du brauchst mich gar nicht in Ruhe zu lassen, ich bin und war eigentlich immer für Menschen ansprechbar, und ich gehe niemandem verloren. Aber evtl. gehe ich Gott verloren, und vielleicht will ich das so. Wir haben auch einen Willen, und mit dem Willen können wir uns öffnen oder schließen, anders als Blumen, wo das die Sonne macht. Ich glaube, wir können uns auch vor Gott verschließen mit diesem Willen, der aus dem Kognitiven kommt. Es kann sein, daß wir dann einem anderen Gott begegnen. So muß ich Dir auch sagen, daß das Hohelied des Salomo eine hebräische Hochzeitsmystik ist, während Kor. 1,13 eine Todesmystik ist und ein hohes geistiges Werk von einem hochgeistigen Mann, der unter klugen Menschen in Hellas lehrte. Über diesen, den ich sehr schätze, werde ich letztlich etwas mit Gott verbunden bleiben.  
do
11.03.2004
13:16 Uhr
     
Danke, Rebekka, für die lichtvolle Hoffnung, die aus dem Nachtrag leuchtet und strahlt!
Wenn es auch da, wo ich zur Zeit sein darf, nicht ganz so sonnig ist, ist das Herz doch warm ...
Vor zwei Jahren erstand ich bei einem Besuch in Weimar, in der Nähe des Goethe-Gartens auf dem Wochenmarkt, einen winzigen Gingkobaum im Topf und eine Postkarte mit dem Gedicht. Das Bäumchen verhält sich wie ein richtig großer Baum: Im Herbst werden die Blättchen gelb und fallen ab, trocknen in meinen Lieblingsbüchern, und jedes Jahr lächelt ein zusätzliches Blatt am zarten Stamm. Es birgt so viel Leben in sich. Haben wir da auch das Bild vom Weinstock und den Reben? Mich spricht es schon in dieser Richtung an.
Ein frischer Gruß ... in Frühlingserwartung ... do
 
Rebekka
11.03.2004
11:25 Uhr
     
Ich wollte gerade einen Nachsatz schreiben, als ich Deine Zeilen fand. Liebe Elena, ich bin froh, dass Du ein Zeichen von Dir gegeben hast. Du wirkst so tief verletzt und brauchst sicher Zeit. Ich lasse Dich jetzt erstmal in Ruh, doch sei sicher, dass ich Dir gute kraftspendende Gedanken schicken werde. Geh uns bitte nicht verloren.
Nun schreibe ich doch noch den Nachsatz, da auch Du ein wenig Hoffnung spüren läßt.
Das Gebet spülte mich wieder an Land, warm scheint die Sonne auf meiner Haut, ringsum erblicke ich die Schönheit der Natur und stehe auf und gehe weiter auf meiner (erfüllten) Lebensreise.
Natürlich ist mein Baum ein Ginkgo. Re
 
Elena
11.03.2004
08:21 Uhr
     
Liebe Rebekka! das ist schön bebildert, wie zuvor. Und die Antwort vor einigen Tagen war auch gut.
Lieber Pastor Giesen! Die Bitte, von der Re spricht, erreicht mich nicht und die Predigt auch nicht, doch das muß nicht sein, ist nicht tragisch, weil es andere Predigten gab und geben wird, die mich durchaus erreichen. Allerdings Rilke an Gott:

Du gingst in Tausenden verloren.
 
Rebekka
10.03.2004
22:49 Uhr
     
Freude strömt durch mein Herz bei der so offenherzigen Begrüßung, hab Dank Traugott/Bruder. Hoffentlich hat Deine Bitte Elena auch erreicht.
Christus als ein ins Innere rufendes äußeres Bild, sogar Traumbilder können nicht ohne äußere Bildimpulse entstehen und sich als Christ zu erfahren bedarf es auch des Christusimpulses. Ich folge der Imagination der verführerisch starken Bildersprache von Weinstock und Rebe, fühle mich wie eine leichte Feder getragen von einer großen Welle aus Liebe und Freude. Irgendwann bricht sich dann die Welle am Meeresrand und ich werde schmerzend hermgewirbelt und vom zurückfließenden Wasser ins Dunkle gesogen. Getroffen von "...alles vom Leib halten..." stehe ich dieser Situation hilflos gegenüber, verstärkt durch Erinnerungen, erlebe ich mich als Opfer und fühle tief innen nur noch Schmerz - ein Sterben. Wenn ich als Kind mehr gelernt habe meinen Selbstausdruck zu drosseln und mehr die Erwartungen anderer zu erfüllen, ist es schwer eine selbständige entfaltende Entwicklung zu nehmen und mich in dieser Situation nicht zu verschließen. Auf meinem Individuationswege ersehne ich mir natürlich eine Wesensentwicklung der eigenen Persönlichkeit um hier meiner selbst Willen geöffnet zu bleiben. Das anrührende Gebet dann ist für mich auch ein Möglichkeit der Öffnung, wird mir doch dadurch bewußt, dass ich in der Liebe Jesus bin was immer auch geschieht. Ein Gingiumbaum steht in meinem Vorgarten, war er früher doch als Heilbaum in unserem Kulturbereich heimisch. Re
 
Sophie D.
09.03.2004
10:35 Uhr
     
Schönes Gedicht, do. Bei mir wieder neu erwachte Freude, wie immer durch die Literatur. Da greife ich, nach Zeiten von Krankheit und Trauer wie zufällig zu Ovid, 30 Jahre nach dem Großen Latinum, und da geht mir das Herz auf vor der Schönheit der Sprache. Und da sehe ich, sie hatten auch den einen Gott, aber er hieß Saturn, und das freut mich, weil Saturn mein Lieblingsplanet ist (außer der Erde), und Saturn wurde gestürzt von Jupiter und Juno (Adam und Eva?), das Goldene Zeitalter war zuende. Und der Sündenfall ist nicht die Sexualität, sondern der Gebrauch von Waffen und der Brudermord. Ich fange an zu lächeln mit Ovid und bin wieder glücklich und weiß schon, was ich danach lese.
Danke, TG, für die klare Stellungnahme zu Mel Gibsons Film. Ich finde, er könnte vor der eigenen Haustüre kehren und einen Film über den amerikanischen Holocaust machen. Übrig blieben einige Sioux, deren Chief, Sitting Bull gefragt wurde, was er von dem neuen Land für die Indianer (Reservate) halte. Er sagte "es gibt keine Indianer mehr". Bury my heart at Wounded Knee.
 
do
09.03.2004
09:39 Uhr
     
Das folgende Gedicht hatte ich zum Thema Paulus an die Korinther geben wollen, das Spiegel-Bild ließ mich an den Gingkobaum denken ... etwas verspätet und nachträglich passt es ja vielleicht doch noch zur schönen Predigt, hat doch auch Goethe diesen Korinther-Brief so sehr geliebt.

GINGKO BILOBA
Dieses Baumes Blatt, der von Osten
Meinem Garten anvertraut,
Gibt geheimen Sinn zu kosten,
Wie’s den Wissenden erbaut.
Ist es ein lebendig Wesen,
Das sich in sich selbst getrennt?
Sind es zwei, die sich erlesen,
Dass man sie als eines kennt?
Solche Fragen zu erwidern,
Fand ich wohl den
rechten Sinn;
Fühlst du nicht an
meinen Liedern,
Dass ich eins und
doppelt bin?

"Nicht zumachen" ist vielleicht einfacher gesagt als getan - was ist, wenn der/die/das Gegenüber zumacht ? Ein freundlicher Gruß. do
 
Traugott Giesen
08.03.2004
18:04 Uhr
     
Dank Euch, frische Schwestern. Ein guter , neuer Ton. Aber nicht verschlossener werden- Seht Die Predigt vom Weinstock. Reben haben ihre Würde vom Zugehören zum Weistock der Freude. Und sind zum Durchlassen der Freude da, zum Fließen lassen. Nicht zumachen, vielleicht achtsam werden, aber nicht zumachen, zur Not grüßend weitergehen.  
Rebekka
07.03.2004
16:22 Uhr
     
Liebe Elena, ich danke Dir für Deine Zeilen auf meinen ersten Text hin. Ja die Eltern sind schon ein fast lebenslanges Thema. Erst die Versöhnung mit Ihnen, brachte mir mehr Freiheit, Eigenständigkeit und ein verantwortlicheres Leben. Dieser Weg dahin war nicht leicht, dauerte fast mein halbes Leben lang und war nur mit Hilfe von anderen möglich. Daher kann ich auch die Auswirkungen früher Verlassenheitsgefühle nachempfinden und es war mir immer ein tröstlicher Gedanke, dass der heile Kern (göttlicher Kern, das Selbst oder wie immer er genannt wird) nicht zerstörbar ist. Durch unterschiedliche Umstände kann er verschüttet oder auch fest verschlossen sein. Ich bin froh, dass Du Dich nicht nur verschlossen fühlst, könntest Du sonst die Musik und die Liebe in Jesus als göttlich empfinden - nicht zu vergessen der Brennende Dornbusch? So geht mir auch der Weg des Christopherus zu Herzen, trug er am Ende Christus doch nicht auf den Schultern, sondern über dem Herzen. Dadurch wird das paulinische Wort "Nicht ich lebe, sondern Christus lebt in mir" konkretisiert. Ich wünsche Dir, mir und uns allen mehr Zuwachs an Öffnungen. In gespannter Erwartung der heutigen Predigt!! Re

07.03.04 17,20
 
Elena
05.03.2004
09:37 Uhr
     
Liebe Rebekka! Das kann man nicht schöner schreiben, das ist herrlich beschrieben. Eigene Erfahrungen? Ich bin zu für dieses Lied, verschlossen. Ich lese es, genieße es, genieße auch die Predigt, dann Ende. Ich bin zu, weil ich Teile davon gelebt habe und festgestellt habe, daß man nichts zurück bekommt, das fängt bei den eigenen Eltern an, die einen für selbstverständlich nehmen. Es ist auch weiblich, dieses Lied, denn Frauen geben mehr als Männer. Das Einzige, dem gegenüber ich nicht verschlossen bin, ist "die Liebe ist die größte unter ihnen", wenn ich Jesus darunter verstehe. Gott muß nicht hoffen, weil er weiß, muß nicht an sich selbst glauben, glaubt auch im AT oft nicht an die Menschen, aber Gott schenkt sich als Liebe in Jesus. Gedichten gegenüber werde ich auch immer verschlossener, das einzige, das beständig bei mir bleibt, ist Musik. Musik ist göttlich. Alle Völker glauben an Gott, denn jedes Volk hat seine eigene Musik. Es ist daher einsichtig, daß ich die Predigt davor mehr mochte und bedeutender finde im Übergang von irdischen Feuern verschiedener Art zu Moses' Dornbusch.  
Rebekka
04.03.2004
17:22 Uhr
     
Das Hohelied der Liebe kann nicht schöner gepredigt werden als von Pastor Giesen - so ist es für mich. Selbst erlebte ich das Hohelied ergreifend in der Schau mit dem DU. Die Stelle mit dem beschlagenden Spiegel ist mir wichtig, geheimnisvoll einladend kann ich wahrnehmen, was aus dem Unterbewusstsein aufsteigt und wie in einem Märchen schreite ich durch ihn hindurch zu einer eigenen blühenden Welt. Im Spiegelbild Gottes werde ich meiner selbst inne und liebevoll erkannt, wie ich im eigentlichen gemeint bin. Jesus hat diese Liebe gelebt und da er nicht mehr aus Fleisch und Blut hier ist, bin ich angewiesen auf lebende Menschen (Musik, Kunst und Dichtungen sind Möglichkeiten) bei denen sein Bild durchscheinend ich diese Liebe wahrnehmen kann. Ich kenne nicht viele Menschen bei denen dies mir möglich scheint und deshalb ist mir diese Predigt so wichtig, da mir beim Lesen vieles klarer und sichtbarer wurde. Außerdem ist sie eine wunderbare Aufforderung die Liebe Jesus zu leben. Auch die Verbindung darin mit der ganzheitlichen Liebe "werde ich liebend erkennen wie ich erkannt worden bin" brennt wie eine Fackel und erscheint in dem anderen Hohelied der Liebe im Alten Testament, dem Lied der Lieder, noch poetischer: "Früh zu den Weinbergen lass uns ausgehen und sehen, ob die Reben schon treiben, die Blütenknospen aufbrechen und die Granatbäume blühen, denn dort will ich dir meine Liebe schenken." Ich finde es mutig hier zu schreiben und würde mich freuen, wenn andere mutige LeserInnen von ihren Erfahrungen mit diesem Lied hier berichten würden.
Alles Liebe R. die Einsteigerin!
 
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331 332 333 334 335 336 337 338 339 340 341 342 343 344 345 346 347 348 349 350 351 352 353 354 355 356 357 





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